Brustverweigerung und Gedeihstörung
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traumi
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Brustverweigerung und Gedeihstörung
Hallo zusammen,
ich bin noch ganz neu hier und nachdem ich hier einige Beiträge gelesen habe, hat mich das motiviert, mal mein Problem zu schildern.
Unser Sohn kam gesund und munter im GH zur Welt. Das Stillen hat auch von Anfang an funktioniert. Er hat gut getrunken, ich hatte viel Milch, bin schier zerplatz und oftmals lief es ihm zu schnell, so dass er sich verschluckte. Nach dem Stillen musste er häufig Spucken und danach hat er auch oft geschrien. Aber nachdem man ja sagt, Speihkinder sind Gedeihkinder, habe ich versucht, das zu aktzeptieren. Allerdings fand ich es halt komisch, ihn nach 3x spucken wieder anzulegen, nur weil er so schreit. Da ich nebenbei auch noch ein 1,5 jährigen hier rumspringen habe, haben wir aus "Erleichterung" den Schnuller getestet. Er hat ihn akzeptiert und dennoch weiterhin normal gestillt. Schließlich hatten wir einmal 10 Tage lang keinen Stuhlgang. Die Hebamme hat uns beruhigt und meinte, das kann durchaus vorkommen, er verwertet einfach gut. Stuhlgang kam ja dann auch. Danach haben wir etwas 3 Tage wieder gewartet und danach dann 17 Tage...wir warten heute noch...Hinzu kam, dass es Stillzeiten gab, in denen er einfach nur die Brust angeschrien hat. Ich habe oft stündlich versucht anzulegen, ohne Erfolg. Erst nach 5-6 Stunden hat er sich dann wieder durchgerungen zu stillen. Das war für mich ziemlich anstrengend, zumal er den Schnuller gleich genommen hat und mich hat das echt verwundert, warum nimmt mein Kind den Schnuller und nicht die Brust? Schließlich wurde das immer schlimmer und ich habe meine Hebamme angerufen, auch in Verbindung mit dem wenigen Stuhlgang. Zudem haben wir selbst daheim mal gewogen und das Gewicht ist nicht wirklich mehr geworden seit 6 Wochen. Schließlich besuchte uns die Hebamme und meinte gleich, dass die Zunahme viel zu wenig ist. Ich sollte dann als Still-Proben, nach dem Stillen abpumpen, oft anlegen und ggf. zufüttern. Das Problem war nur, ich kann ihn nur noch selten anlegen. Eine Stillprobe haben wir geschafft, die war aber wieder unterbrochen von Schreiattacken. Da kam er dann auch nur auf ca. 60ml. Definitiv zu wenig. Am Neujahrstag wars dann so schlimm, dass er den ganzen Tag die Brust verweigert hatte. Abgepumpte MuMi hat er getrunken, schließlich füttern wir jetzt zu. Die Hebi riet uns dazu, damit er erstmal wieder zu Kräften kommt, ich beruhigt bin, dass er jetzt das bekommt, was er im Moment braucht und nach 2-3 Tagen sollen wir weitersehen. Gestern waren wir auch noch bei der KiÄ, um organisches auszuschließen. Nächste Woche müssen wir wieder hin, außerdem hoffe ich, dass ich nächste Woche zusätzlich noch einen Termin bei der Osteopathin bekomme, weil er eine "leichte" Lieblingsseite hat. So ist nun aktuell der Stand der Ding. Wir füttern Pre zu (zur Zeit 2 Mahlzeiten) und den Rest bekommt er die abgepumpte MuMi. nachts versuche ich anzulegen, meist scheitert auch das. Heute habe ich mir noch mal ein Pumpset bestellt, damit ich doppelt abpumpen kann. Ich trinke fleißig Tee, versuche viel zu essen und entspannt zu sein, damit die Milchbildung wieder in Gang kommt. Aktuell schaffe ich es, 100ml abzupumpen. Aber das reicht ja noch nicht für eine komplette Mahlzeit. Ich hoffe, das ändert sich noch.
Der Vollständigkeit halber hier mal noch die Gewichtszunahmen:
09.10.12 - 3100g (Hebamme, GH)
12.10.12 - 2950g (KiA)
14.10.12 - 3070g (Hebamme)
xx.10.12 - 3200g (Hebamme) hier weiß ich leider nicht mehr das genaue Datum und das genaue Gewicht, aber es war auf jeden Fall sehr zufriedenstellend
12.11.12 - 4570g (KiA, U3)
30.12.12 - 4600g (Hebamme)
02.01.13 - 4700g (KiA)
Laut KiA ists auf jeden Fall eine Gedeihstörung, ich hoffe derzeit einfach, dass es an meiner schlechten Milchbildung liegt und ich diese wieder in Gang bekomme.
Meine Frage ist jetzt eigentlich, wie ich ihn am besten die Brust wieder schmackhaft mache? Manchmal saugt er bis zum MSR an und dann schreit er wieder los und jegliche Anlegeversuche scheitern. Da hab ich keine Chance. Manchmal schreit er auch schon los, sobald er quasi die Brust sieht. Ich habe jetzt hier gelesen, dass man es mit dem BES versuchen kann. Gleichzeitig möchte ich mir auch noch diese Eltern-Info bestellen, gibt es die vielleicht auch als PDF? Ich habe derzeit schon das Gefühl, dass er aktuell einfach zu schwach ist, um richtig zu saugen. Und zusätzlich fließt halt meine Milch vielleicht zu langsam und es ist noch zu wenig. Also habe ich ja hier zwei Baustellen, an denen ich arbeiten muss, richtig? Es wäre klasse, wenn vielleicht jemand helfen könnte, uns wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Mein Großen habe ich ohne Probleme 5 Monate vollgestillt und dann bis über ein Jahr weiterhin gestillt. Ich weiß also eigentlich schon, dass ich dazu in der Lage bin.
ich bin noch ganz neu hier und nachdem ich hier einige Beiträge gelesen habe, hat mich das motiviert, mal mein Problem zu schildern.
Unser Sohn kam gesund und munter im GH zur Welt. Das Stillen hat auch von Anfang an funktioniert. Er hat gut getrunken, ich hatte viel Milch, bin schier zerplatz und oftmals lief es ihm zu schnell, so dass er sich verschluckte. Nach dem Stillen musste er häufig Spucken und danach hat er auch oft geschrien. Aber nachdem man ja sagt, Speihkinder sind Gedeihkinder, habe ich versucht, das zu aktzeptieren. Allerdings fand ich es halt komisch, ihn nach 3x spucken wieder anzulegen, nur weil er so schreit. Da ich nebenbei auch noch ein 1,5 jährigen hier rumspringen habe, haben wir aus "Erleichterung" den Schnuller getestet. Er hat ihn akzeptiert und dennoch weiterhin normal gestillt. Schließlich hatten wir einmal 10 Tage lang keinen Stuhlgang. Die Hebamme hat uns beruhigt und meinte, das kann durchaus vorkommen, er verwertet einfach gut. Stuhlgang kam ja dann auch. Danach haben wir etwas 3 Tage wieder gewartet und danach dann 17 Tage...wir warten heute noch...Hinzu kam, dass es Stillzeiten gab, in denen er einfach nur die Brust angeschrien hat. Ich habe oft stündlich versucht anzulegen, ohne Erfolg. Erst nach 5-6 Stunden hat er sich dann wieder durchgerungen zu stillen. Das war für mich ziemlich anstrengend, zumal er den Schnuller gleich genommen hat und mich hat das echt verwundert, warum nimmt mein Kind den Schnuller und nicht die Brust? Schließlich wurde das immer schlimmer und ich habe meine Hebamme angerufen, auch in Verbindung mit dem wenigen Stuhlgang. Zudem haben wir selbst daheim mal gewogen und das Gewicht ist nicht wirklich mehr geworden seit 6 Wochen. Schließlich besuchte uns die Hebamme und meinte gleich, dass die Zunahme viel zu wenig ist. Ich sollte dann als Still-Proben, nach dem Stillen abpumpen, oft anlegen und ggf. zufüttern. Das Problem war nur, ich kann ihn nur noch selten anlegen. Eine Stillprobe haben wir geschafft, die war aber wieder unterbrochen von Schreiattacken. Da kam er dann auch nur auf ca. 60ml. Definitiv zu wenig. Am Neujahrstag wars dann so schlimm, dass er den ganzen Tag die Brust verweigert hatte. Abgepumpte MuMi hat er getrunken, schließlich füttern wir jetzt zu. Die Hebi riet uns dazu, damit er erstmal wieder zu Kräften kommt, ich beruhigt bin, dass er jetzt das bekommt, was er im Moment braucht und nach 2-3 Tagen sollen wir weitersehen. Gestern waren wir auch noch bei der KiÄ, um organisches auszuschließen. Nächste Woche müssen wir wieder hin, außerdem hoffe ich, dass ich nächste Woche zusätzlich noch einen Termin bei der Osteopathin bekomme, weil er eine "leichte" Lieblingsseite hat. So ist nun aktuell der Stand der Ding. Wir füttern Pre zu (zur Zeit 2 Mahlzeiten) und den Rest bekommt er die abgepumpte MuMi. nachts versuche ich anzulegen, meist scheitert auch das. Heute habe ich mir noch mal ein Pumpset bestellt, damit ich doppelt abpumpen kann. Ich trinke fleißig Tee, versuche viel zu essen und entspannt zu sein, damit die Milchbildung wieder in Gang kommt. Aktuell schaffe ich es, 100ml abzupumpen. Aber das reicht ja noch nicht für eine komplette Mahlzeit. Ich hoffe, das ändert sich noch.
Der Vollständigkeit halber hier mal noch die Gewichtszunahmen:
09.10.12 - 3100g (Hebamme, GH)
12.10.12 - 2950g (KiA)
14.10.12 - 3070g (Hebamme)
xx.10.12 - 3200g (Hebamme) hier weiß ich leider nicht mehr das genaue Datum und das genaue Gewicht, aber es war auf jeden Fall sehr zufriedenstellend
12.11.12 - 4570g (KiA, U3)
30.12.12 - 4600g (Hebamme)
02.01.13 - 4700g (KiA)
Laut KiA ists auf jeden Fall eine Gedeihstörung, ich hoffe derzeit einfach, dass es an meiner schlechten Milchbildung liegt und ich diese wieder in Gang bekomme.
Meine Frage ist jetzt eigentlich, wie ich ihn am besten die Brust wieder schmackhaft mache? Manchmal saugt er bis zum MSR an und dann schreit er wieder los und jegliche Anlegeversuche scheitern. Da hab ich keine Chance. Manchmal schreit er auch schon los, sobald er quasi die Brust sieht. Ich habe jetzt hier gelesen, dass man es mit dem BES versuchen kann. Gleichzeitig möchte ich mir auch noch diese Eltern-Info bestellen, gibt es die vielleicht auch als PDF? Ich habe derzeit schon das Gefühl, dass er aktuell einfach zu schwach ist, um richtig zu saugen. Und zusätzlich fließt halt meine Milch vielleicht zu langsam und es ist noch zu wenig. Also habe ich ja hier zwei Baustellen, an denen ich arbeiten muss, richtig? Es wäre klasse, wenn vielleicht jemand helfen könnte, uns wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Mein Großen habe ich ohne Probleme 5 Monate vollgestillt und dann bis über ein Jahr weiterhin gestillt. Ich weiß also eigentlich schon, dass ich dazu in der Lage bin.
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Brustverweigerung und Gedeihstörung
Nur, falls alle Daten stimmen, und das darf bezweifelt werden:Laut KiA ists auf jeden Fall eine Gedeihstörung,
Auswertbar sind im Grunde eh nur die Kia-Daten, da der Hebi-Silvesterwert unplausibel ist (ergäbe eine noch "schlechtere" Gewichtsentwicklung als die Kia-Daten) und die restlichen Hebidaten nur aus Oktober stammen.
Übrig bleibt damit (man geht immer vom niedrigsten Gewicht nach der Geburt aus):
Schaut man sich diese drei Daten an, ergibt sich bis heute insgesamt eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von rund 150 g. Das ist völlig unauffälliger Wert, der für sich genommen keinerlei Hinweise auf ein Problem liefert.12.10.12 - 2950g (KiA)
12.11.12 - 4570g (KiA, U3)
02.01.13 - 4700g (KiA)
Die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme vom Novemberwert bis heute liegt bei unter 20 - in Worten zwanzig (!) - gramm. Das kommt in dem Alter schwerer Mangelernährung gleich. Die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme BIS zum Novemberwert hingegen lag bei 360 g (!) - das ist extreeeem viel und damit genau so unplausibel wie der 20g-Wert. Mit anderen Worten: die allerwahrscheinlichste Variante ist, dass der Novemberwert schlichtweg falsch ist. Was immer Dein Baby am 12.11.2012 gewogen hat, 4570 g waren es sicher nicht. Im Nachhinein lässt sich der korrekte Wert leider nicht mehr feststellen.
Unterm Strich bleiben also nur zwei Dinge:
* eine ganz normale, gesunde Gewichtszunahme seit Geburt, falls der Januarwert korrekt ist,
* viel zu wenig Gewichtsdaten, um darüberhinausgehene Aussagen treffen zu können.
So viel erstmal nur zur Gewichtsentwicklung.
Da nun also "trotzdem" der Verdacht der Gedeihstörung im Raume steht, hilft nur eins: Überprüfen, ob es überhaupt eine ist. Das geht nur mit regelmäßigen, methodisch guten Kontrollen des Stillmanagements, des Gewichts und aller anderen Kriterien guten Gedeihens. Welche dies sind und wie diese Überprüfung funktioniert, steht ausführlich in unserer Grundinfo Gedeihen und Gewichtskontrolle beschrieben. Bitte lies Dir die Grundinfo gründlich durch. Wenn Du magst, können wir diese Überprüfung hier zusammen machen.
Zum Stillmanagement helfen Dir vielleicht noch folgende Hinweise:
Es ist hochwahrscheinlich, dass die Schnullernutzung zu Euren Stillproblemen beigetragen hat (siehe Stichwort "Saugverwirrung" in unserer Linksammlung Stillwissen). Dies ist nicht selten - "Beruhigungsnuckeln" oder "Stillen zwischendurch" ist zumeist wichtig für den Stillerfolg. Ein Schnuller kann dies verhindern und entsprechend Probleme verursachen. Die ab jetzt konsequente Vermeidung des Schnullers ist wahrscheinlich ein wesentlicher Faktor, um zum problemlosen Stillen zurückzufinden. Davon abgesehen: An fast allen Gedeihstörungen ist die Schnullerverwendung maßgeblich beteiligt. FALLS bei Euch wirklich eine Gedeihstörung vorliegt (sollte wie gesagt überprüft werden), ist der Schnuller sowieso ab sofort tabu.Hinzu kam, dass es Stillzeiten gab, in denen er einfach nur die Brust angeschrien hat. Ich habe oft stündlich versucht anzulegen, ohne Erfolg. Erst nach 5-6 Stunden hat er sich dann wieder durchgerungen zu stillen. Das war für mich ziemlich anstrengend, zumal er den Schnuller gleich genommen hat und mich hat das echt verwundert, warum nimmt mein Kind den Schnuller und nicht die Brust?
Nee, das Problem ist das seltene Anlegen, nicht das Ergebnis der Stillprobe! 60 ml ist eine völlig normale Mahlzeitengrößen für ein Stillkind. Bei 12 mal stillen in 24 Stunden (ebenfalls eine normale Häufigkeit) wären dies in der Summe 720 ml am Tag, eine völlig normale Tagestrinkmenge.Das Problem war nur, ich kann ihn nur noch selten anlegen. Eine Stillprobe haben wir geschafft, die war aber wieder unterbrochen von Schreiattacken. Da kam er dann auch nur auf ca. 60ml. Definitiv zu wenig.
Also: Nicht die Mahlzeitengröße, sondern die Stillhäufigkeit ist bei Euch der entscheidende Punkt.
Ich nehme an, Ihr füttert mit einer Saugflasche zu? Das ist insofern hochproblematisch, als dass die Flaschenverwendung die Saugverwirrung sozusagen perfekt macht und damit die Umgewöhnung von der Brust zu künstlichen Saugern erheblich weiter vorantreibt. Wenn Du weiterhin mit der Flasche zufütterst, gibt es voraussichtlich keinen gangbaren Weg, dass Dein Baby irgendwann wieder gut an der Brust trinkt. Unbedingt vorzuziehen ist eine stillfreundliche Zufüttermethode, so lange Ihr aufs Zufüttern angewiesen seid.Am Neujahrstag wars dann so schlimm, dass er den ganzen Tag die Brust verweigert hatte. Abgepumpte MuMi hat er getrunken, schließlich füttern wir jetzt zu.
100 ml ist eine Riesenabpumpmenge!.. Mit Deiner Milchbildung ist grundsätzlich alles bestens, soviel steht fest - wichtig ist jetzt einfach, dass Du Deine Milchbildung aufrecht erhälst, bis Dein Baby wieder selbst problemlos stillen kann. Empfehlenswert ist mind. 8 x in 24 Stunden pumpen, jeweils 10-20 Minuten, am besten mit einem Doppelpumpset.Aktuell schaffe ich es, 100ml abzupumpen.
?? Babys trinken normalerweise mindestens 8-12 x in 24 Stunden. Wenn Dein Baby 8-12 mal über 100 ml trinken würde, käme ihm die Milch zu den Ohren heraus!..Aber das reicht ja noch nicht für eine komplette Mahlzeit.
Nein, als PDF gibt es das nicht, die Broschüre müsstest Du ganz normal bestellen.Meine Frage ist jetzt eigentlich, wie ich ihn am besten die Brust wieder schmackhaft mache? Manchmal saugt er bis zum MSR an und dann schreit er wieder los und jegliche Anlegeversuche scheitern. Da hab ich keine Chance. Manchmal schreit er auch schon los, sobald er quasi die Brust sieht. Ich habe jetzt hier gelesen, dass man es mit dem BES versuchen kann. Gleichzeitig möchte ich mir auch noch diese Eltern-Info bestellen, gibt es die vielleicht auch als PDF?
Das BES könnte ein guter Weg sein. Bei Babys, die überhaupt nicht mehr andocken, sind (zunächst) erstmal andere Maßnahmen sinnvoll, aber falls Dein Baby durchaus noch gelegentlich an die Brust geht, könnte das BES hilfreich sein. Das BES macht einen gleichmäßigen, vergleichsweise leichten Milchfluss fürs Baby. Dadurch soll es motiviert werden, zufrieden an der Brust zu bleiben und weiter zu saugen.
Ich hoffe diese ersten Hinweise sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
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traumi
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Re: Brustverweigerung und Gedeihstörung
Erstmal vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort.
Vielleicht hätte mir spätestens hier ein Licht aufgehen sollen, im innersten hab ich den Schnuller gehasst, aber nun gut, lässt sich jetzt leider nicht mehr ändern. Dadurch, dass er dann oftmals eher schlecht getrunken hat, hatte er dann immer mal wieder morgens dieses Ziegelmehl im Urin, was ja darauf schließen lässt, dass er zu wenig trinkt. War mir ja dann auch klar, wenn er die Brust anschreit anstatt zu saugen. ich wollte ja, nur wollte er nicht oder konnte nicht mehr
Täglich Stuhlgang hatten wir nur in den ersten Wochen regelmäßig. Danach war es glaub mal so alle 3 Tage, dann haben wir mal 10 Tage gewartet, das nächste mal 3 Tage und schließlich 18 Tage. Heute hatte er nun endlich mal wieder.
Wegen des Wiegens: da wir die Babywaage nun da haben, kann ich mir vorstellen, ihn stets morgens nach dem Aufstehen zu wiegen. Ich werde es mir einfach vornehmen und schauen, wie es läuft. Stillproben werde ich ggf. nicht nochmal machen, ich habe gemerkt, dass mich das eher unruhig macht, ich mich innerlich unter Druck setze und das merkt er ja auch.
Nur habe ich bei der Verwendung des Schnullers versucht, es positiv zu sehen. Die ersten Wochen hat er super gestillt. Das viele Spucken wollte ich vermeiden und durch die Schreierei hat er ja nur noch mehr Luft im Bauch und quält sich noch länger. Daher hab ich den Schnuller eingesetzt, anstatt die Brust zu geben. Ich dachte einfach, er ist satt udn voll, wenn er so arg spuckt und nochmaliges Anlegen wäre ja eher kontraproduktiv, da würde er ja noch mehr Bauchschmerzen haben etc. So kamen wir zum Schnuller. Ich würde ihn wirklich sehr gerne einfach weglassen, aber wie am besten? Die Brust nimmt er ja dann oft auch nicht, wenn er sich so in Rage schreit, wie soll ich ihn dann anderweitig beruhigen? Finger geben wäre ja auch nicht toll bzgl. Saugverwirrung?! Bleibt quasi nur noch tragen und das Schreien ertragen, was mir wiederum in Bezug auf den Großen schwer fällt, da er dann wieder extrem zurück stecken muss. Klar, wenn der Kleine wach ist, hat er keinen Schnuller, den hat er nur zum Schlafen und oft nach dem Trinken. Ich würds am liebsten rückgängig machen, wegen mir kann er ständig an der Brust hängen, wenn er mir dadurch wieder an der Brust trinken würde...

Habe jetzt auch noch mal Kontakt mit einer Stillberaterin in meiner Nähe aufgenommen. Werde mir jetzt auch das BES bestellen und es damit versuchen. Die Eltern-Info ist ja bestellt, so dass ich mich dann auch ausreichend damit auseinander setzen kann.
Ich danke nochmals und werde hier einfach weiter berichten, wie es vorwärts geht!
hm, das wäre natürlich wirklich blöd. Ich weiß von der U3 nur noch, dass damals die Sprechstundenhilfe gewogen hat. Ich selbst habe aber den Wert damals auch gesehen. Aber gut, vielleicht stand die Waage ja nicht richtig oder ähnliches. Jedenfalls erscheint mir deine Erläuterung plausibel und irgendwie beruhigt es mich.jusl hat geschrieben:Mit anderen Worten: die allerwahrscheinlichste Variante ist, dass der Novemberwert schlichtweg falsch ist. Was immer Dein Baby am 12.11.2012 gewogen hat, 4570 g waren es sicher nicht. Im Nachhinein lässt sich der korrekte Wert leider nicht mehr feststellen.
Habe mir die Info nochmals durchgelesen und unterm Strich lässt sich sagen, dass er auf jeden Fall weniger als 8x in 24h gestillt hat. Grad in den Zeiten, wo er absolut die Brust verweigert hat. Wie hätte ich ihn denn da anlegen können? Sehr gerne hätte ich ihn statt des Schnullers angelegt. Er wollte einfach nicht. Mich hat das ehrlich gesagt seelisch angegriffen, ich wusste nicht mehr weiter, nur der Schnuller beruhigte ihnjusl hat geschrieben:Bitte lies Dir die Grundinfo gründlich durch. Wenn Du magst, können wir diese Überprüfung hier zusammen machen.
Wegen des Wiegens: da wir die Babywaage nun da haben, kann ich mir vorstellen, ihn stets morgens nach dem Aufstehen zu wiegen. Ich werde es mir einfach vornehmen und schauen, wie es läuft. Stillproben werde ich ggf. nicht nochmal machen, ich habe gemerkt, dass mich das eher unruhig macht, ich mich innerlich unter Druck setze und das merkt er ja auch.
Ich hab es mir schon fast gedachtjusl hat geschrieben:Es ist hochwahrscheinlich, dass die Schnullernutzung zu Euren Stillproblemen beigetragen hat (siehe Stichwort "Saugverwirrung" in unserer Linksammlung Stillwissen). Dies ist nicht selten - "Beruhigungsnuckeln" oder "Stillen zwischendurch" ist zumeist wichtig für den Stillerfolg. Ein Schnuller kann dies verhindern und entsprechend Probleme verursachen. Die ab jetzt konsequente Vermeidung des Schnullers ist wahrscheinlich ein wesentlicher Faktor, um zum problemlosen Stillen zurückzufinden. Davon abgesehen: An fast allen Gedeihstörungen ist die Schnullerverwendung maßgeblich beteiligt. FALLS bei Euch wirklich eine Gedeihstörung vorliegt (sollte wie gesagt überprüft werden), ist der Schnuller sowieso ab sofort tabu.
Ich würde ja öfter anlegen, aber er lässt mich ja nun nicht mehr.jusl hat geschrieben:Nee, das Problem ist das seltene Anlegen, nicht das Ergebnis der Stillprobe!
ja, leider. Wieder eine Fehlentscheidung, aber uns hat dieser Gewichtswert einfach so unsicher gemacht und auch geschockt, dass wir einfach handeln wollte, damit es unserem Kind gut geht. In diesem Moment habe ich nicht an andere Zufütterungsmethoden gedacht. Daher ja meine Frage, ob ich es dann mit einem BES versuchen sollte, sobald ich eben eins habe...Du hattest mir ja darauf schon geantwortet, dass es ein Versuch wert wäre.jusl hat geschrieben: Ich nehme an, Ihr füttert mit einer Saugflasche zu? Das ist insofern hochproblematisch, als dass die Flaschenverwendung die Saugverwirrung sozusagen perfekt macht und damit die Umgewöhnung von der Brust zu künstlichen Saugern erheblich weiter vorantreibt. Wenn Du weiterhin mit der Flasche zufütterst, gibt es voraussichtlich keinen gangbaren Weg, dass Dein Baby irgendwann wieder gut an der Brust trinkt. Unbedingt vorzuziehen ist eine stillfreundliche Zufüttermethode, so lange Ihr aufs Zufüttern angewiesen seid.
Gut zu hören, dass es ausreichend ist. Tagsüber schaffe ich vielleicht so 80ml ingesamt. Seit heute habe ich das Doppelpumpset, so dass ich nicht ganz so lange sitzen muss. Ist es eigentlich egal, wie hoch das Vakuum eingestellt ist? Hat das einen Einfluss auf die erreichte Menge bzw. auf die Anregung? 8 x in 24 Stunden, daran müsste ich dann noch arbeiten. Ich komme aktuell auf 6 mal.jusl hat geschrieben: 100 ml ist eine Riesenabpumpmenge!.. Mit Deiner Milchbildung ist grundsätzlich alles bestens, soviel steht fest - wichtig ist jetzt einfach, dass Du Deine Milchbildung aufrecht erhälst, bis Dein Baby wieder selbst problemlos stillen kann. Empfehlenswert ist mind. 8 x in 24 Stunden pumpen, jeweils 10-20 Minuten, am besten mit einem Doppelpumpset.
habe ich heute gemachtjusl hat geschrieben: Nein, als PDF gibt es das nicht, die Broschüre müsstest Du ganz normal bestellen.
Habe jetzt auch noch mal Kontakt mit einer Stillberaterin in meiner Nähe aufgenommen. Werde mir jetzt auch das BES bestellen und es damit versuchen. Die Eltern-Info ist ja bestellt, so dass ich mich dann auch ausreichend damit auseinander setzen kann.
Ich danke nochmals und werde hier einfach weiter berichten, wie es vorwärts geht!
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traumi
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Re: Brustverweigerung und Gedeihstörung
Wollte mich mal wieder melden.
Aktuell warte ich auf die Eltern-Info und auf das BES. Ich bin fleißig am Pumpen, obwohl das arg an die Substanz geht und mein BW echt schon sehr empfindlich geworden sind. Er bekommt oft MuMi, aber manchmal auch 1-2x Pre. Letzte Nacht konnte ich sogar mal etwas stillen, vielleicht so 5 Minuten. Da habe ich mich dann schon gefragt, bleib ich einfach liegen und er neben mir, so dass er im Zweifelsfall einfach andockt oder renn ich rüber zum Abpumpen, um die Milchproduktion aufrecht zu erhalten. Habe dann gepumpt und kurze Zeit später hat er natürlich Hunger gehabt.
Ich versuche, den Schnuller so wenig wie möglich einzusetzen, aber ich kann nachts ihn nicht ewig beruhigen, da wird kurze Zeit später der Große wach und der braucht ja auch seinen Schlaf. Er kommt aktuell so schon arg kurz, wenn ich stets am Pumpen und Füttern bin. Ist grad alles sehr viel und mir geht das echt die Substanz. Ich werde jetzt schauen, wie es weiter geht. Das BES ist ja unterwegs und ich versuche auf jeden Fall. Immerhin schaff ich es ja ab und an, dass er andockt, wenn auch nur für ne Minute. Besser wie nix, aber zum satt werden einfach zu wenig.
Auf jeden Fall hatten wir jetzt schon zweimal wieder Stuhlgang. Aktuell wiege ich ihn auch täglich, ich schreibe dann die Werte auf, wenn ich ein paar gesammelt habe.
Aktuell warte ich auf die Eltern-Info und auf das BES. Ich bin fleißig am Pumpen, obwohl das arg an die Substanz geht und mein BW echt schon sehr empfindlich geworden sind. Er bekommt oft MuMi, aber manchmal auch 1-2x Pre. Letzte Nacht konnte ich sogar mal etwas stillen, vielleicht so 5 Minuten. Da habe ich mich dann schon gefragt, bleib ich einfach liegen und er neben mir, so dass er im Zweifelsfall einfach andockt oder renn ich rüber zum Abpumpen, um die Milchproduktion aufrecht zu erhalten. Habe dann gepumpt und kurze Zeit später hat er natürlich Hunger gehabt.
Ich versuche, den Schnuller so wenig wie möglich einzusetzen, aber ich kann nachts ihn nicht ewig beruhigen, da wird kurze Zeit später der Große wach und der braucht ja auch seinen Schlaf. Er kommt aktuell so schon arg kurz, wenn ich stets am Pumpen und Füttern bin. Ist grad alles sehr viel und mir geht das echt die Substanz. Ich werde jetzt schauen, wie es weiter geht. Das BES ist ja unterwegs und ich versuche auf jeden Fall. Immerhin schaff ich es ja ab und an, dass er andockt, wenn auch nur für ne Minute. Besser wie nix, aber zum satt werden einfach zu wenig.
Auf jeden Fall hatten wir jetzt schon zweimal wieder Stuhlgang. Aktuell wiege ich ihn auch täglich, ich schreibe dann die Werte auf, wenn ich ein paar gesammelt habe.
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Re: Brustverweigerung und Gedeihstörung
Schön, dass das Stillen für ein paar Minuten geklappt hat. Es ist nicht schlimm, wenn Du mehr oder weniger kurz vorher gepumpt hast; Du kannst dann trotzdem stillen. Gerade die häufige Nachfrage steigert ja die Milchproduktion.Letzte Nacht konnte ich sogar mal etwas stillen, vielleicht so 5 Minuten. Da habe ich mich dann schon gefragt, bleib ich einfach liegen und er neben mir, so dass er im Zweifelsfall einfach andockt oder renn ich rüber zum Abpumpen, um die Milchproduktion aufrecht zu erhalten. Habe dann gepumpt und kurze Zeit später hat er natürlich Hunger gehabt.
Das kannst Du ruhig direkt hier machen. Einfach jeden neuen Messwert hier in Deinem Strang posten; dann brauchst Du zuhause auch nicht auf Zettel aufzupassen.Aktuell wiege ich ihn auch täglich, ich schreibe dann die Werte auf, wenn ich ein paar gesammelt habe.
LG
Julia
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traumi
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Re: Brustverweigerung und Gedeihstörung
Das BES ist jetzt da. Habs auch schon zusammengebaut und Wasser durchlaufen lassen. Nicht schlecht. Kann ich das auch im Vaporisator auskochen oder ist es im Topf besser wg. der Schläuche? Die Eltern-Info ist noch nicht da, ich hoffe, die kommt bald.
Würden eigentlich Stillhütchen helfen, dass er andockt? Oder macht es das nur noch schlimmer? Weil meine letzten Versuche sind gescheitert
Nun noch die Gewichtsdaten (ich schreibs in den Kalender, da geht auch kein Zettel verloren
)
03.01.2013 - (---), Stuhlgang
04.01.2013 - 4,74 kg
05.01.2013 - 4,83 kg, Stuhlgang
06.01.2013 - (---)
07.01.2013 - 4,85 kg, Stuhlgang
So, nun muss ich noch pumpen gehen.
Würden eigentlich Stillhütchen helfen, dass er andockt? Oder macht es das nur noch schlimmer? Weil meine letzten Versuche sind gescheitert
Nun noch die Gewichtsdaten (ich schreibs in den Kalender, da geht auch kein Zettel verloren
03.01.2013 - (---), Stuhlgang
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So, nun muss ich noch pumpen gehen.
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traumi
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Re: Brustverweigerung und Gedeihstörung
Hallo zusammen,
nun sind schon wieder ein paar Tage vergangen und ich möchte mich mal wieder melden und gleichzeitig damit dieses Thema abschließen.
Wir haben es immer wieder versucht, den Kleinen anzulegen, aber es hat einfach nicht funkioniert. Mit dem BES bin ich ganz gut zurecht gekommen, die Eltern-Info hat mir geholfen und mich auch motiviert. Der Kleine hat dann auch gemerkt, dass gleich Milch kommt, hat gesaugt, ich habe es auch blubbern hören, aber nach ein paar Zügen wars vorbei und er schrie wieder. Dieses Spiel hatten wir ein paar Mal. Ich habe es in verschiedensten Situationen versucht, aber es endete immer mit Schreien. Mir tat das in diesen Momenten einfach zu sehr weh, so dass ich dann den Entschluss gefasst habe, ihn und mich nicht weiter zu quälen. Es viel mir sehr schwer, diese Entscheidung zu treffen, aber ich wollte einfach nicht länger herumprobieren. Es hat ihn gequält, es hat mich gequält und auch irgendwo den Rest der Familie. Der Kleine hat entschieden und ich akzeptiere nun seine Entscheidung. Ich werde sie zwar nicht verstehen und immer wieder darüber den Kopf schütteln, aber ich werde sie akzeptieren. So schwer das mir fällt. Ich mag das Stillen, aber ich möchte es nicht um jeden Preis durchsetzen. Ich möchte ja auch, dass es Freude bereitet und kein Kampf ist. So schade das nun auch ist
Habe heute auch nochmal abschließend mit meiner Hebamme gesprochen, das brauchte ich einfach. Ich werde mit Sicherheit immer wieder unsere Stillbeziehung in den ersten Wochen zurückdenken, immerhin haben wir fast 3 Monate geschafft. Schade, dass es nun so abrupt enden musste.
Ich weiß nun aber auch, dass es alternative Fütterungsmethoden gibt, dass ich mir vielleicht beim nächsten Mal eher eine Beratung suchen werden, wenn ich das Gefühl habe, dass das Kind nicht richtig saugt oder öfters die Brust anschreit. Insofern habe ich auch dadurch Erfahrung sammeln können.
Der Vollständigkeit halber hier nochmal die Gewichtsdaten, das Wiegen werde ich nun auch einstellen:
03.01.2013 - (---), Stuhlgang
04.01.2013 - 4,74 kg
05.01.2013 - 4,83 kg, Stuhlgang
06.01.2013 - (---)
07.01.2013 - 4,85 kg, Stuhlgang
09.01.2013 - 5,00 kg, Stuhlgang
10.01.2013 - 5,20 kg
11.01.2013 - (---), Stuhlgang
12.01.2013 - (---), Stuhlgang
14.01.2013 - 5,13 kg, Stuhlgang
15.01.2013 - (---), Stuhlgang
16.01.2013 - 5,19 kg
17.01.2013 - (---), Stuhlgang
18.01.2013 - (---), Stuhlgang
20.01.2013 - 5,27 kg
21.01.2013 - (---), Stuhlgang
Ich möchte mich nochmals für die freundliche Beratung und Unterstützung hier bedanken. Das nächste mal meld ich mich einfach eher.
nun sind schon wieder ein paar Tage vergangen und ich möchte mich mal wieder melden und gleichzeitig damit dieses Thema abschließen.
Wir haben es immer wieder versucht, den Kleinen anzulegen, aber es hat einfach nicht funkioniert. Mit dem BES bin ich ganz gut zurecht gekommen, die Eltern-Info hat mir geholfen und mich auch motiviert. Der Kleine hat dann auch gemerkt, dass gleich Milch kommt, hat gesaugt, ich habe es auch blubbern hören, aber nach ein paar Zügen wars vorbei und er schrie wieder. Dieses Spiel hatten wir ein paar Mal. Ich habe es in verschiedensten Situationen versucht, aber es endete immer mit Schreien. Mir tat das in diesen Momenten einfach zu sehr weh, so dass ich dann den Entschluss gefasst habe, ihn und mich nicht weiter zu quälen. Es viel mir sehr schwer, diese Entscheidung zu treffen, aber ich wollte einfach nicht länger herumprobieren. Es hat ihn gequält, es hat mich gequält und auch irgendwo den Rest der Familie. Der Kleine hat entschieden und ich akzeptiere nun seine Entscheidung. Ich werde sie zwar nicht verstehen und immer wieder darüber den Kopf schütteln, aber ich werde sie akzeptieren. So schwer das mir fällt. Ich mag das Stillen, aber ich möchte es nicht um jeden Preis durchsetzen. Ich möchte ja auch, dass es Freude bereitet und kein Kampf ist. So schade das nun auch ist
Habe heute auch nochmal abschließend mit meiner Hebamme gesprochen, das brauchte ich einfach. Ich werde mit Sicherheit immer wieder unsere Stillbeziehung in den ersten Wochen zurückdenken, immerhin haben wir fast 3 Monate geschafft. Schade, dass es nun so abrupt enden musste.
Ich weiß nun aber auch, dass es alternative Fütterungsmethoden gibt, dass ich mir vielleicht beim nächsten Mal eher eine Beratung suchen werden, wenn ich das Gefühl habe, dass das Kind nicht richtig saugt oder öfters die Brust anschreit. Insofern habe ich auch dadurch Erfahrung sammeln können.
Der Vollständigkeit halber hier nochmal die Gewichtsdaten, das Wiegen werde ich nun auch einstellen:
03.01.2013 - (---), Stuhlgang
04.01.2013 - 4,74 kg
05.01.2013 - 4,83 kg, Stuhlgang
06.01.2013 - (---)
07.01.2013 - 4,85 kg, Stuhlgang
09.01.2013 - 5,00 kg, Stuhlgang
10.01.2013 - 5,20 kg
11.01.2013 - (---), Stuhlgang
12.01.2013 - (---), Stuhlgang
14.01.2013 - 5,13 kg, Stuhlgang
15.01.2013 - (---), Stuhlgang
16.01.2013 - 5,19 kg
17.01.2013 - (---), Stuhlgang
18.01.2013 - (---), Stuhlgang
20.01.2013 - 5,27 kg
21.01.2013 - (---), Stuhlgang
Ich möchte mich nochmals für die freundliche Beratung und Unterstützung hier bedanken. Das nächste mal meld ich mich einfach eher.
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sonne2908
- gut eingelebt
- Beiträge: 43
- Registriert: 26.12.2012, 13:08
Re: Brustverweigerung und Gedeihstörung
Hallo,
ich wollte Dir nur sagen, dass ich es super finde, dass Du so für Euer Stillen gekämpft hast. Ich habe dies auch durchmachen müssen und kann mich gut in Dich reinversetzen. Es bricht einem das Herz Stillen zu können, aber durch das Baby nicht zu dürfen. Mich hat das Schreien an der Brust immer sehr verletzt und traurig gemacht. Ich wünsche Euch alles Gute:-)
ich wollte Dir nur sagen, dass ich es super finde, dass Du so für Euer Stillen gekämpft hast. Ich habe dies auch durchmachen müssen und kann mich gut in Dich reinversetzen. Es bricht einem das Herz Stillen zu können, aber durch das Baby nicht zu dürfen. Mich hat das Schreien an der Brust immer sehr verletzt und traurig gemacht. Ich wünsche Euch alles Gute:-)
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jusl
- Jusl Almighty
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- Registriert: 19.03.2007, 10:54
- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: Brustverweigerung und Gedeihstörung
Vielen Dank, Traumi, für Deine Rückmeldung. Für Dich und Deine Familie alles Gute!
LG
Julia
LG
Julia