ständig schwankende Milchmenge

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Phönix
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Phönix »

4tiere: Hm, nee, Clustern ists bei uns auf jedenfall nicht. Das ist anders und dafür ist auch immer genug da. Sie ist dann wirklich, wirklich frustriert, dockt dann auch teils gar nicht mehr an. Und ich merk ja selbst, dass sie dann auch keinen MSR mehr auslösen kann bzw. der immer später kommt.
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von beuteltier »

Phönix hat geschrieben:So trinkt dann auch meine Tochter: An einem Tag dreimal die gleiche Seite, bis der Druck endlich nachlässt, am nächsten Tag stillt sie beide Seiten und ist immernoch hungrig. Schon seit Beginn der Stillzeit ist es so, dass abends "weniger" da ist und sie viel länger nuckelt als morgens
:idea: Ich wollte noch ergänzen, dass es besser ist,immer beide Brüste anzubieten, da dann das BAby seine Nahrungszufur besser regulieren kann und das dann gegebenenfalls eher den Fettgehalt für die Stillmahlzeiten erhöht!! :idea:

(Aus "Mein Kind will nicht essen" von Dr. Carlos Gonzales empfohlen von La Leche Liga)
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Phönix
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Phönix »

Ich muss den Thread jetzt nochmal hochholen.

Im Moment weiß ich grad einfach nicht mehr weiter. Ich sitz seit einigen Tagen wieder auf Ebbe und komm da nicht weiter und bin einfach nur absolut genervt, denk zum Teil schon ans abstillen, das will ich aber nun absolut nicht.

Aktuelles Problem ist mal wieder die Nachmittags und Abendzeit, insbesondere das Einschlafstillen. Unter Normalbedingungen stillt sie zum einschlafen beide Seiten leer, haut sich quasi ihren Magen nochmal richtig voll und schläft dabei dann ein. Im Moment ist da aber einfach nicht so viel, als das das mit einer Stillmahlzeit zu schaffen wäre. Wenn sie 3 Stunden oder so dauernuckeln würde, wäre sie auch irgendwann satt, macht sie aber nicht. Sie dockt an, nuckelt kurz, stellt fest - kommt nix, dockt ab, meckert rum, steckt sich den Daumen in den Mund. Und das Spiel geht von vorne los, nach 3,4 Versuchen dockt sie gar nicht mehr an. Ihr fehlt dann die Geduld, immer wieder bis zum MSR zu nuckeln. In der Zwischenzeit zuppelt sie ständig an mir rum, wuselt auf mir rum, meckert, schreit, windet sich - kurz: übelstes Theater!

Im Moment machen wirs so, dass sie ab ca. 17 Uhr aller ner halben Stunde beide Seiten stillen darf, eben vorausgesetzt, sie hat die Geduld zum ausreichend langen Nuckeln. In der Zwischenzeit darf sie schimpfen oder ein paar Schlucke aus dem Becher trinken oder was anderes essen, aber nicht stillen. Alternativen Will sie aber seltenst - sie will Mamamilch trinken. Und zwar auf einmal soviel, dass sie auch satt wird. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Zufüttern wird von ihrer Seite mit allen probierten Methoden verweigert. Das wären Becher (nur 2,3 Schlucke, danach lässt sie alles rauslaufen, ist eher noch probieren), Flasche mit verschiedenen Saugern (Totalausfall), NUK Trinklernflasche (wurde 3 Wochen akzeptiert, danach komplett verweigert), Fingerfeeder (Totalausfall), BES (2,3 mal gings, seitdem verweigert sies).

Das BES war jetzt meine letzte Hoffnung. Sie ist einen Abend damit total friedlich eingeschlafen, hat 80 ml draus getrunken. :( Danach noch 2,3 mal mit angedockt, festgestellt: fühlt sich komisch an, abgedockt, wieder angedockt, immernoch komisch, abgedockt und angefangen zu weinen. Danach geht sie dann auch 10-15 Minuten nicht mehr an die Brust ohne BES und brüllt sich in der Zwischenzeit weg.


Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich diese verfahrene Situation auflösen soll. Ich hätte gerne wieder ein entspanntes Einschlafen und nen entspannten Abend ohne Dauertheater. Ich mag grad einfach nicht mehr. :cry:
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Lucanna »

Hallo.

Ich hatte auch schon ähnliche Schwierigkeiten. Allerdings war mein Kind da schon etwas älter, so 12 Monate.
Wie sieht es denn bei euch mit der Beikost aus?
Wir haben dann abends, z.T. erst um 22.00/23.00 Uhr, noch einen Obstbrei gefüttert, obwohl er sonst lieber festes gegessen hat, ging das ganz gut.

LG
Lucanna
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Mondenkind »

Phönix hat geschrieben:Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich diese verfahrene Situation auflösen soll. Ich hätte gerne wieder ein entspanntes Einschlafen und nen entspannten Abend ohne Dauertheater. Ich mag grad einfach nicht mehr.
Kann ich gut verstehen. Aber ich frage mal ganz kühn: was, wenn es mit dem Stillen direkt gar nichts zu tun hat? Dein Kind ist jetzt 9 Monate alt, in dem Alter ändert sich viel. Einschlafstillen funktioniert auch nicht ewig, viele Kinder schlafen irgendwann abends nicht mehr an der Brust ein. Teils ist es eine Phase und irgendwann ist alles beim Alten, teils ändern sich die gEwohnheiten grundlegend. Vielleicht braucht ihr ein neues Abendritual?

Dass ein Kind in dem Alter das BES als neue Maßnahme nicht annimmt wundert mich nicht, auch Fingerfeeding macht in dem Altern überhaupt keinen Sinn. In meinen Augen auch ein weiteres Zeichen dafür, dass es hier nicht um Milchmenge oder HUnger geht, sondern einfach um veränderte Bedürfnisse.
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Phönix »

Lucanna: Beikost isst sie mittlerweile ganz gut, solange es Fingerfood ist und auch ganz haargenau das, was wir auch essen. Brei und alles andere, was man ihr füttern müsste, wird verweigert, da ist sie sehr eigen. Sie isst alles, aber nur, solange sies selbst essen darf. Sobald man sie füttert, ists vorbei.

Mondenkind: Aber nach dem ganzen Theater und ewigen hin und her schläft sie ja doch irgendwann dauernuckelnd an der Brust ein? Ohne Brust einschlafen ist nicht. Sie schläft grundsätzlich nur beim Tragen oder Stillen ein. Abends geht nur stillen, tragen endet in Geschrei. Alle versuche, das in Richtung Kuscheln und streicheln, singen etc. zu lenken, sind in jämmerlichem Geschrei geendet.
Ich bin mir ziemlich sicher, wenn da 100 ml mehr in der Brust wären, würde sie wesentlich eher und ohne vorheriges Dauertheater einschlafen.Aber ganz sicher bin ich mir eben auch nicht.
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Mondenkind »

Du kennst Dein Kind am besten und Du musst mit der Situation klarkommen. Aber wenn es an den "100ml mehr" liegen würde, gäbe es keinen einleuchtenden Grund, warum sie nicht selbst für die 100ml mehr sorgen würde. Dass ein Kind in dem Alter sich nicht mehr fingerfeeden lässt ist total normal. Du kannst auch das BES nochmal versuchen, da kann man ja viel variieren, wie man den Schlauch befestigt, Schlauchdicke usw. Aber ich persönlich glaube ehrlich gesagt nicht dran. Dein Kind ist kein Baby mehr und ändert seine GEwohnheiten- das ist auch mal anstrengend und schwer zu durchschauen. Schau mal ins Schlaf, Kindlein schlaf- UF, da findest Du tausend Berichte über Kinder, die plötzlich nicht mehr an der Brust einschlafen...
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Phönix »

Gestern abend hing sie mir dann eine Stunde Dauernuckelnd an der Brust und hats in der Zeit gerade auf 2 MSR geschafft. Sie war währenddessen Hundemüde, konnte aber einfach nicht einschlafen. Sie hat dann völlig frustriert abgedockt und angefangen zu weinen. Ich hab ihr dann nochmal 100 ml PRE gemacht, in die Trinklernflasche gefüllt (die hat sie ja noch am ehesten akzeptiert) und ihr gegeben. Die hat sie in 3 Zügen fast leer getrunken. Anschließend war ich noch die Flasche auswaschen, in diesen 5 Minuten ist sie friedlich an Papa gekuschelt eingeschlafen. Also ists doch definitiv Hunger, der sie so ein Theater machen lässt? Sonst würde sie das doch nicht trinken oder?
Mondenkind hat geschrieben:Du kennst Dein Kind am besten und Du musst mit der Situation klarkommen. Aber wenn es an den "100ml mehr" liegen würde, gäbe es keinen einleuchtenden Grund, warum sie nicht selbst für die 100ml mehr sorgen würde.
?

Ich würde es einfach so akzeptieren wie es ist, dass es ja offensichtlich nicht reicht. Wenn sie sich adäquat zufüttern lassen würde. Wies scheint, ist wohl diese Trinklernflasche die stressfreieste Alternative, BES werd ich nochmal probieren. Aus meiner Sicht versucht sie alles, diese 100 ml aus mir rauszubekommen, schaffts aber aus irgendeinem Grund nicht. An was kann das denn liegen?

Der ewige Faktor Stress, ja, ok, hab ich. Aber den hatte ich sonst auch, das kann mMn nicht DIE Ursache sein?
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Sakura »

Hi Phönix,

da die Gewichtsentwicklung Deiner Tochter mit den von Dir geposteten Daten völlig normal war, scheint es nicht an Deiner Milchmenge zu liegen. WENN Du zu wenig Milch hättest, dann hätte Dein Kind von Anfang an Auffälligkeiten gezeigt, z.b. eine zu geringe Zunahme. Dein Kind hat monatelang voll gestillt, und dabei zu ihren besten Zeiten täglich zwischen einem dreiviertel Liter und einem Liter getrunken. D.h. Deine Brust "kann es". Und Dein Kind "kann es". 100ml dürfen da nach der Zeit kein Thema mehr sein. (Es sei denn, es sind bei Dir zwischenzeitlich Gesundheitsprobleme aufgetreten, wie z.b. Schilddrüse o.ä.).

Die Tatsache, dass sich Deine Brust "leer" anfühlt, ist nach der langen Zeit völlig normal, und ist KEIN Hinweis auf die Milchmenge. Die Milch wird BEIM Stillen gebildet.

Theater an der Brust kann viele, viele Gründe haben:
Geschmack der Milch:
- z.b. durch Zyklus. Du schreibst selbst, dass Du einen Zusammenhang vermutest. Der Geschmack der Milch kann sich mit dem Gang des Zyklus ändern, manche Kinder protestieren da.
- z.b. durch Lebensmittel. Eine Mitarbeiterin der Milchküche im Krankenhaus sagte mir mal, sie könne es riechen, wenn eine Frau, die Muttermilch spendet, Knoblauch gegessen hat. Auch sonst kann der Geschmack der Milch mit verschiedenen Nahrungsmitteln sich leicht ändern.

Zahnen:
- Die Lütten bauen zum Saugen einen rhythmischen Unterdruck auf, und der kann sich schmerzhaft aufs Zahnfleisch auswirken, wenn das durch drängende Zähnchen eh schon malträtiert wird.

Alter des Kindes:
- wie Mondenkind schreibt: Dein Kind wird älter. Es ist ganz normal, dass sie irgendwann nicht mehr konzentriert wie ein Neugeborenes stillt. Vielleicht ärgert sie irgendwas, vielleicht war der Tag aufregend, und sie will abends tatsächlich cluster-feeden, vielleicht ist sie abgelenkt beim Stillen.... Oder aber sie hat Zahnschmerzen, oder Wachstumsschmerzen oder Bauchschmerzen durch Beikost oder oder...

Natürlich ist es Euch trotzdem unbenommen, abends eine Flasche einzuführen, wenn ihr alle damit besser klar kommt.
Wobei Deine Milchmenge wahrscheinlich nicht das Problem ist.

Aber sag mal, wie oft stillt ihr noch in 24 Stunden? Es gibt Frauen, bei denen die Milchproduktion zurück geht, wenn sie zu selten stillen. Die Lütten versuchen dann, durch Dauersaugen dagegen anzukämpfen, wenn man sie lässt, denn die Milchmenge wird ja nur durch Stillen gesteigert.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Phönix »

Bis auf die gesundheitlichen Gründe sind das alles Sachen, wo ich ein klares Nein dahinter schreiben kann. Schilddrüsenwerte müsste ich mal abklären lassen, einige Symptome würden sogar passen.

Geschmack hat sie nie interessiert, bei Knoblauch pupst sie nur mehr, ebenso im Zyklus. Wobei der im Moment auch total zerschossen ist, bin im Moment bei Tag 60 und dem 2. Eisprung.
Beim Zahnen stillt und nuckelt sie grundsätzlich mehr, das scheint ihr eher zu helfen.
Sie stillt nach wie vor sehr konzentriert, das sah zwischendurch echt schon ganz anders aus. Da konnte ich nur im abgedunkelten Schlafzimmer stillen und durfte mich dabei auch keinen Milimeter bewegen, jetzt ist ihr die Umgebung völlig Wurst.

Die ganzen Tatsachen sind mir bekannt und auch völlig logisch. Trotzdem oder gerade deswegen bin ich überzeugt davon, dass sie gerne möchte, aber es aus irgendeinem Grund nicht schafft, darum find ich das ja so komisch. Weil, wie ihr schon schreibt, es ging monatelang gut. Wobei, das die Milch abends gefühlt weniger ist, ist schon fast immer so, aber bisher nie so extrem gewesen, das ich das Gefühl gehabt hätte, ich müsste zufüttern. Da hätte zufüttern auch keine 80 ml gebracht, die sie dann noch trinkt, höchstens 20.

Wir stillen so zwischen 8 und über 15 mal, in den letzten Tagen eher häufiger; fast stündlich, wenn sie wach ist; gegen abend halbstündlich. Nachmittags ist auch mal ne Pause von 2 Stunden dazwischen, wenn wir unterwegs oder spazieren sind.
Tochter (03/2012), Sohn (03/2014)

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