Fragen zur Einschlafbegleitung und Familienbett

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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MaareMum
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Re: AW: Fragen zur Einschlafbegleitung und Familienbett

Beitrag von MaareMum »

das buch "besucherritze" kann ich auch empfehlen. da brauchst du JKKSL gar nicht lesen, es wird in "besucherritze" genug drauf eingegangen, dass man schon kotzen will. Auf Amaz*n kann man reinlesen, lohnt sich.

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bella27
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Re: Fragen zur Einschlafbegleitung und Familienbett

Beitrag von bella27 »

Danke für eure Zusprüche. Die haben mich in meinem Handeln gestärkt.

Das Buch "Besucherritze" schau ich mir gerne an. Ich hab mal kurz reingelesen und es ist sehr interessant.

Von dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" nehme ich erstmal sehr weit abstand. Keine Ahnung wieso meine Freudinnen so begeister davon waren, ich könnte es gar nicht übers Herz bringen mein Kind schreien zu lassen, wenn ich genau weiß was es braucht.
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MaareMum
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Re: Fragen zur Einschlafbegleitung und Familienbett

Beitrag von MaareMum »

bella27 hat geschrieben:Danke für eure Zusprüche. Die haben mich in meinem Handeln gestärkt.

Das Buch "Besucherritze" schau ich mir gerne an. Ich hab mal kurz reingelesen und es ist sehr interessant.

Von dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" nehme ich erstmal sehr weit abstand. Keine Ahnung wieso meine Freudinnen so begeister davon waren, ich könnte es gar nicht übers Herz bringen mein Kind schreien zu lassen, wenn ich genau weiß was es braucht.
Dieses Buch muss irgendwie ziemlich überzeugend geschrieben sein.
Ich hab hier auch mal nen Thread aufgemacht, weil ne Freundin ihr Kind danach schlafen lassen wollte und das Buch sooo toll fand. Da wurde mir auch Besucherritze empfohlen und ich hab es der Freundin gegeben und seitdem ferbert sie nicht mehr sondern begleitet in den Schlaf (leider findet sie JKKSL immernoch nicht wirklich schlecht, nur nicht passend für sie selber). Keine Ahnung, was an diesem Buch dran ist. Die Autorin ist ja wohl Kinderärztin, das scheint ne Menge an Legitimation für Eltern auszumachen :-(
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Re: Fragen zur Einschlafbegleitung und Familienbett

Beitrag von Bienenstich »

Schade, "Besucherritze" ist bei Amazon zur Zeit ausverkauft. Neuauflage erscheint erst im Februar. Bei uns in der Stadtbibliothek gibt es das Buch nicht, JKKSL haben sie aber gleich mehrfach da. :roll:
Liebe Grüße von Bienenstich mit Krümel (03/2012)
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Katha
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Re: Fragen zur Einschlafbegleitung und Familienbett

Beitrag von Katha »

Josef Mengele war auch Arzt :evil:
Warum das nur an Legitimation zieht...
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Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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Rumpelmama
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Re: Fragen zur Einschlafbegleitung und Familienbett

Beitrag von Rumpelmama »

Das große Problem ist, dass das Prinzip "Kind muss durchschlafen, im eigenen Bett" in unserer Gesellschaft als das große, normale Ziel dargestellt wird. In fast allen Erziehungszeitungen, Internetseiten, klassischen Baby-Büchern werden Tipps oder "Meilensteine" genannt, wie man sein Kind wann so schlafen legt, dass es irgendwann durchschläft. Die Tipps mit dem Schreien lassen, nicht sofort springen usw. passen eigentlich schon gar nicht mehr zu der konsensfähigen Auffassung, man solle ganz kleine Babies durchaus verwöhnen. Aber beim Schlafen hört wahrscheinlich für viele "die Freundschaft auf", ist eben u.U. sehr nervig und anstrengend...

Der große Erfolg des Buches JKKSL kommt wahrscheinlich auch daher, dass es wohl bei vielen Kinder "funktioniert" (jedenfalls das Schlafen, von den Nebenwirkungen rede ich mal nicht).
Selbst meine sonst ganz liebe Hebamme hat das Buch empfohlen.

Ich selbst habe schon vor Jahren einen Zeitungsartikel zum "Babybalkon" gelesen und fande die Idee genial. Haben dann ganz selbstverständlich ein normales Babybett zum Beistellbett umfunktioniert. Trotzdem dachte ich nach Lektüre div. Bücher, Zeitungen usw., ich müsste mein Kind trainieren, damit es mit 6 Monaten allein ein- und durchschläft. Nicht dass es funktioneriert hätte, denn ich habe es eben nicht schreien lassen, sondern es wanderte immer öfter, immer länger in mein Bett :)

Könnt ihr euch vorstellen, welche Erleichterung es war, dieses Forum zu finden, zu sehen, dass man nicht alleine familienbettet und hier zu lesen, dass das Durchschlafen NICHT SEIN MUSS, bzw. gar nicht unbedingt normal ist (siehe Dr. Renz-Polster)?

Stillen und Familienbett gehören meiner Meinung nach untrennbar zusammen, sind von der Natur so vorgesehen.
Also: Wir "Verwöhner" sind die Normalen, nicht die "Trainierer"!
Rumpelmama mit Schmusekater (3/2012), mit TH getragen bis 5/2015, "Brust genuckelt" bis 11/2015, immer noch im Familienbett
Iguzf
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Re: Fragen zur Einschlafbegleitung und Familienbett

Beitrag von Iguzf »

Ich kann auch nur bei meinen Vorschreiberinnen unterschreiben. Der Erfolg von "JKKSL" ist mir unverständlich, ich habe allerdings ein paar Mal TV-Beiträge mit der guten Frau gesehen und wenn man sich nicht näher mit dem Thema beschäftigt, wirkt sie derart logisch und überzeugend, dass eben viele offenbar dann glauben, dass das nur gut sein kann. Und achja Kinderärztin ist sie ja auch noch.... Furchtbar arm die Kinder, die da dran glauben müssen.
Also bitte bitte, bleib beim Familienbett und bei stillen nach Bedarf! Das hört sich ganz toll an was du machst, sehr bedürnisorientiert! Und das ist nicht verwöhnen was du da machst, sonder du gibst deinem Kind Urvertrauen, eine starke Bindung etc. und all das wird es zu einem selbstbewussten, starken Menschen machen!
ClauWi-Trageberaterin (GK 11/12, MK 5/13), http://www.tragecoaching.at
Mit kleiner Tragemaus, die jetzt auch auf eigenen Beinen die Welt erkundet, 02/12 (SSW 28+2)
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MaareMum
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Re: Fragen zur Einschlafbegleitung und Familienbett

Beitrag von MaareMum »

Rumpelmama hat geschrieben: In fast allen Erziehungszeitungen, Internetseiten, klassischen Baby-Büchern werden Tipps oder "Meilensteine" genannt, wie man sein Kind wann so schlafen legt, dass es irgendwann durchschläft.
Aber was ich nicht verstehe: warum muss man immer Bücher lesen und dann machen, was in den Büchern steht, wenn einem doch das Bauchgefühl was ganz anderes sagt.
Ich lese aus Prinzip keine Ratgeber-Bücher, weil ich der Meinung bin, dass ich und mein Kind am besten wissen, was gut für uns ist. (Gut, Besucherritze hab ich wegen der Freundin gelesen, aber das sagt ja nix anderes als Hör auf deinen Bauch).
Die Leute lesen JKKSL, lassen ihr Kind schreien, fühlen sich sche*sse dabei und heulen mit, und machen es trotzdem. Kapier ich nicht!
Gruß, MaareMum
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Angora

Re: Fragen zur Einschlafbegleitung und Familienbett

Beitrag von Angora »

mmmh, nein, es gibt auch welche, die sogar, wenn besuch (das war ich) da ist, das schlafprogramm voll durchziehen. ICH hätte heulen können und hätte am liebsten das kind (anderthalb, vorher gabs noch nen gutenachtkakao :roll:) aus dem bett geholt und auf der couch in den schlaf geknuddelt.
ich lese auch keine ratgeber (mehr). hab in der schwangerschaft schon so ein paar bllödsinnige gelesen und für doof und unbrauchbar befunden und nachdem ich dann 2x jkksl geschenkt bekam, eben doch mal gelesen und für noch unbrauchbarer befunden und entsorgt. ich finde es schade, dass nur so wenige eltern uaf ihr bauchgefühl hören :-( mir käme nie was anderes in den sinn. ich hatte zu beginn auch mal einen stubenwagen (in dem ich schon drinnelag als baby). War zu umständlich und zu laut (ähm, monsieur hat halt nur drin gebrüllt), also legte ich ihn zu mir ins bett. damals kannte ich die sut seite noch nicht und hatte noch nie zuvor was von familienbett gehört. aber hey, mein instinkt funktioniert also wohl so, wie er arbeiten sollte! man muss nur drauf hören. was aber so viele nicht mehr machen, weil es lauter oberkluge ratgeber zu kaufen gibt. ja, von ärzten und so..... :roll:
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