Was haltet Ihr davon?
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Nalla
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Was haltet Ihr davon?
Hallo,
ich bin beim surfen auf diese Webseite gestossen. Ich habe Sie noch nicht komplett gelesen, aber was meint Ihr dazu?
Nalla (Ich hoffe der Link funktioniert)
http://talentfreischoen.blogspot.de/201 ... 5419389048
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Schokolinchen
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Re: Was haltet Ihr davon?
Ich meine erstmal, dass es toll ist in einem freien Land zu leben, in dem jeder seine Meinung äußern kann. Und dann denke ich, dass es schade ist, das immer solche Gräben entstehen müssen, jeder sollte für sein Kind das tun, was er für das Beste hält. Wenn jemand sein Kind stillen möchte - schön! Wenn sie für sich selbst entschieden hat, das nicht zu wollen - auh in Ordnung! Ist ja keine Stilldiktatur! Aber jede Srite sollte der anderen doch zugestehen, eine eigene Entscheidung zu treffen.
Schokolinchen
mit dem grossen Quatschkopf (07/11) und dem kleinen Knuddel (09/14)
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- 4tiere
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Re: Was haltet Ihr davon?
Mir tut sie nur leid, dass sie es so polemisieren muss ...
Letztendlich zeigt sie damit, dass mit dem Thema bei Weitem nicht abgeschlossen hat. So wie sie argumentiert, sucht sie verzweifelt nach Rechtfertigungen und die meisten Kommentare gehen auch in die Richtung.
Letztendlich zeigt sie damit, dass mit dem Thema bei Weitem nicht abgeschlossen hat. So wie sie argumentiert, sucht sie verzweifelt nach Rechtfertigungen und die meisten Kommentare gehen auch in die Richtung.
-liche Grüße Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße!

Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ...
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
- cosima83
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Re: Was haltet Ihr davon?
Sie kritisiert ja unter anderem, dass LLL, die Autorin des Nicht-Stillen-Buches usw. propagieren, eine Mutter haben IN DEN ERSTEN LEBENSMONATEN ihr Baby nicht länger allein zu lassen.
Was ist daran bitte schlimm? Also an dieser Forderung? Fast alle Mütter sind doch ganz selbstverständlich die Hauptbezugsperson ihres Säuglings, egal, wie dieser ernährt wird. Nicht umsonst gibt es den Mutterschutz. Und es ist wohl eher die Ausnahme, dass der Vater die an den Mutterschutz grenzenden Elternmonate nimmt. Oder die Mutter schon sehr früh ihr Kind für viele Stunden am Tag wegorganisiert.
Meine Schwester (Flaschenmami) findet es jedenfalls auch befremdlich, dass eine Bekannte im ersten Lebensjahr ihres Sohnes ohne Baby für zwei Wochen in Urlaub fuhr....
Eine Kommentatorin schrieb, dass es eher eine Frage des Willens und der Organisation ist, ob und wie ein Vater (oder eine andere nahe Bezugsperson) sich in die Babypflege einbringt und eine Bindung zum Kind aufbaut. Das dies NICHT eine Frage von Stillen und Nichtstillen ist.
Dem möchte ich zustimmen! Auch eine intensive Stillbeziehung lässt Platz für einen Mann als Vater UND Ehemann. Das Baby hängt (zumindest an den meisten Tagen.....) ja nicht rund um die Uhr am Busen der Mama.
Und die allermeisten Flaschenkinder bekommen die Flasche hauptsächlich von der Mama, auch wenn der Papa sich da theoretisch gleichberechtigt einbringen KÖNNTE. Das Mama und Papa beide gleich oft nacht aufstehen wird in den meisten Familien sicher nicht über längere Zeit praktiziert. so zumindest die Erfahrungen meiner Nachsorgehebamme und aus meinem Bekanntenkreis.
Es wird vieles schwarz-weiß gemalt: Die Grundsätze der LLL mögen für viele (außerhalb dieses Forums) befremdlich wirken, aber der Vergleich mit einer Religion halte ich für eine Frechheit!
Das erste, was man bei der LLL lernt ist Tolleranz gegenüber Andersdenkenden/-handelnden, das Abgrenzen der eigenen Ansichten und Handlungsweisen von den Bedürfnissen der Familie, die man als Stillberaterin betreut.
Klar, LLL-Stillgruppen sind eher Anlaufpunkte für Mütter die länger stillen als der Durchschnitt, Familienbett haben usw. Aber dadurch bieten sie ein Angebot für genau DIESE Mütter, die sich in den zigmillionen anderen Gruppen aller Couleur, die es für junge Mütter und ihre Kinder gibt irgendwann nicht mehr wohlfühlen oder dumm angeschaut werden.
Was ist daran bitte schlimm? Also an dieser Forderung? Fast alle Mütter sind doch ganz selbstverständlich die Hauptbezugsperson ihres Säuglings, egal, wie dieser ernährt wird. Nicht umsonst gibt es den Mutterschutz. Und es ist wohl eher die Ausnahme, dass der Vater die an den Mutterschutz grenzenden Elternmonate nimmt. Oder die Mutter schon sehr früh ihr Kind für viele Stunden am Tag wegorganisiert.
Meine Schwester (Flaschenmami) findet es jedenfalls auch befremdlich, dass eine Bekannte im ersten Lebensjahr ihres Sohnes ohne Baby für zwei Wochen in Urlaub fuhr....
Eine Kommentatorin schrieb, dass es eher eine Frage des Willens und der Organisation ist, ob und wie ein Vater (oder eine andere nahe Bezugsperson) sich in die Babypflege einbringt und eine Bindung zum Kind aufbaut. Das dies NICHT eine Frage von Stillen und Nichtstillen ist.
Dem möchte ich zustimmen! Auch eine intensive Stillbeziehung lässt Platz für einen Mann als Vater UND Ehemann. Das Baby hängt (zumindest an den meisten Tagen.....) ja nicht rund um die Uhr am Busen der Mama.
Und die allermeisten Flaschenkinder bekommen die Flasche hauptsächlich von der Mama, auch wenn der Papa sich da theoretisch gleichberechtigt einbringen KÖNNTE. Das Mama und Papa beide gleich oft nacht aufstehen wird in den meisten Familien sicher nicht über längere Zeit praktiziert. so zumindest die Erfahrungen meiner Nachsorgehebamme und aus meinem Bekanntenkreis.
Es wird vieles schwarz-weiß gemalt: Die Grundsätze der LLL mögen für viele (außerhalb dieses Forums) befremdlich wirken, aber der Vergleich mit einer Religion halte ich für eine Frechheit!
Das erste, was man bei der LLL lernt ist Tolleranz gegenüber Andersdenkenden/-handelnden, das Abgrenzen der eigenen Ansichten und Handlungsweisen von den Bedürfnissen der Familie, die man als Stillberaterin betreut.
Klar, LLL-Stillgruppen sind eher Anlaufpunkte für Mütter die länger stillen als der Durchschnitt, Familienbett haben usw. Aber dadurch bieten sie ein Angebot für genau DIESE Mütter, die sich in den zigmillionen anderen Gruppen aller Couleur, die es für junge Mütter und ihre Kinder gibt irgendwann nicht mehr wohlfühlen oder dumm angeschaut werden.
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Angora
Re: Was haltet Ihr davon?
Ich kenne mindestens genauso viele Mütter, die nicht gestillt haben wie welche, die gestillt haben. Warum die Mütter nicht stillen, hab ich nie hinterfragt, weils doch ihre Sache ist. Gleiches mit tragen, Familienbett, ach und was weiß ich noch.
Ich hab übrigens eine Bekannte, die hat ihr erstes Kind gestillt, das zweite nicht, sie wollte das nicht mehr. Ich finde das zwar schade (jaund gehör zu denen, die echt zu faul für Flaschen wären....) aber es ist ihr Ding.
Was ich noch schlimmer finde ist, dass man es als Mutter in dieser Gesellschaft niemandem Recht machen kann: stillst du, heißts du lässt dich fremdbestimmen, erst recht wenns länger geht als 6 Monate. Trägst du, heißts, so lernt dein Kind nie laufen, schlaft ihr im Familienbett wird gleich ein Paarproblem unterstellt.
stillt man nicht, hat man gleich den Rabenmutterstempel drauf. Fährt man nur im Kiwa, findet das hier keiner gut, schläft das Kind im eigenen Bett, provoziert man was weiß ich welche Probleme.... Mütter haben einen großen Feind: andere Mütter....
Ich zieh zwar mein Ding durch, weil ich auf mein Bauchgefühl höre u das mache, woran mein Herz hängt, aber ich lasse andere ihr Leben leben, weil ich ja auch nicht möchte, dass mir reingequatscht wird.
vielleicht muss sich irgendwann mal keiner mehr für seine Lebenseinstellung rechtfertigen!
Ich hab übrigens eine Bekannte, die hat ihr erstes Kind gestillt, das zweite nicht, sie wollte das nicht mehr. Ich finde das zwar schade (jaund gehör zu denen, die echt zu faul für Flaschen wären....) aber es ist ihr Ding.
Was ich noch schlimmer finde ist, dass man es als Mutter in dieser Gesellschaft niemandem Recht machen kann: stillst du, heißts du lässt dich fremdbestimmen, erst recht wenns länger geht als 6 Monate. Trägst du, heißts, so lernt dein Kind nie laufen, schlaft ihr im Familienbett wird gleich ein Paarproblem unterstellt.
stillt man nicht, hat man gleich den Rabenmutterstempel drauf. Fährt man nur im Kiwa, findet das hier keiner gut, schläft das Kind im eigenen Bett, provoziert man was weiß ich welche Probleme.... Mütter haben einen großen Feind: andere Mütter....
Ich zieh zwar mein Ding durch, weil ich auf mein Bauchgefühl höre u das mache, woran mein Herz hängt, aber ich lasse andere ihr Leben leben, weil ich ja auch nicht möchte, dass mir reingequatscht wird.
vielleicht muss sich irgendwann mal keiner mehr für seine Lebenseinstellung rechtfertigen!
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Nalla
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- Wohnort: irgendwo im nirgendwo
Re: Was haltet Ihr davon?
So, jetzt habe ich den Artikel gelesen. Mir bleibt die Autorin die Gründe für Ihr nichtstillen schuldig. Sonst stehe ich auch auf dem Standpunkt, jede Frau sollte selber entscheiden, ob Sie stillt oder nicht.
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Angora
Re: Was haltet Ihr davon?
Aber muss sie denn dafür Gründe haben? Reicht nicht, dass sie weiß, dass sie nicht will? Meine einzige Begründung fürs stillen war auch: zu faul um nachts ein fläschchen zu machen u zu geizig um das Kunstfutter zu bezahlen. Aus reiner Ideologie hab ich damit nicht angefangen. War halt einfach so der leichteste weg für mich. So wie ein Kind halt auch spontan zu gebären u keinen wunschkaiserschnitt machen zu lassen.
Für sie ists der richtige Weg. Punkt. Ihr Kind wird daran nicht sterben u kein schlechter Mensch (sonst wäre ich jetzt auch einer!)
Für sie ists der richtige Weg. Punkt. Ihr Kind wird daran nicht sterben u kein schlechter Mensch (sonst wäre ich jetzt auch einer!)
- Seerose
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Re: Was haltet Ihr davon?
Hmmm, was meine ich? Also erstmal geht es um jemand, der hier im Forum gut unterwegs war. Sie hat nämlich tatsächlich aus dem Forum zitiert, da kann sogar ich mich dran erinnern.Nalla hat geschrieben: Ich habe Sie noch nicht komplett gelesen, aber was meint Ihr dazu?
Und dann hat sie schon so ein bißchen Recht was die Thematisierung des Themas betrifft. Also mich hat ja von Anfang an verwundert, daß Stillen überhaupt ein Thema ist, denn ich dachte tatsächlich immer, daß JEDE erstmal versucht ihr Baby zu stillen bzw. ich hätte ohne Erfahrungen anderer Mütter gar nicht von "versucht" geschrieben sondern bin früher davon ausgegangen, daß man eben einfach stillt und fertig. Warum? Hmmmm, weil es eben die Frauen so machen.. Aber nun hab ich das Glück aus einer Familie zu kommen, wo man es eben immer so gemacht hat (auch in den 60er und 70er Jahren).
Also genau so wie es mich verwundert, daß die Autorin schreibt, daß sie eben nicht stillt (stillen mag??) - hat es mich anfangs eigentlich auch verwundert wenn Leute betonen, daß sie stillen bzw. es sogar ein Wort gibt das Langzeitstillen heißt. Letztendlich ist das Fórum hier Schuld, daß ich mich nach Jahren mal dazu bekannt habe, wenn auch ich immer noch denke, daß jeder so lange stillen soll wie er mag und daß ein Terminus wie LZS auch wiederum dazu da ist daß eben polarisiert wird. Ich kann mich nur wiederholen, daß ich z. B. auch Signaturen hier sehr merkwürdig empfinde, wenn da steht wie lange jemand stillt.
Das von ihr erwähnte Wort "Stillna*i", das wir ja hier alle von zitierter Frömel kennen, geht allerdings m. E. gar nicht, weniger wegen des Stillens als wegen der absoluten Verharmlosung der zweiten Wortbedeutung.
Ehrlich gesagt glaub ich nicht daß das Thema Stillen noch lange "so" ein Thema ist und sein wird. In unserer "modernen Zeit" müssen wir uns vermutlich demnächst viel mehr mit anderen Themen beschäftigen, Themen mit wesentlich weitreichenderen Auswirkungen wie Stillen oder Nichtstillen.. Samenspende inkl. der Rechte der Kinder und Leihmütterschaft gehören dazu.
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Liebe Grüße,
Seerose
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- Sakura
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Re: Was haltet Ihr davon?
Puh....
Meiner Meinung nach macht die Bloggerin genau das, was sie anderen vorwirft: sie hat ein Problem damit, wenn andere Dinge anders machen als sie selbst.
Ich höre viel Wut aus dem Text, viel Frustration. Wahrscheinlich hat sie viele Kommentare einstecken müssen. Ob die nun wirklich böse waren, oder sie einfach "nur" davon genervt war, ist die Frage. Pärchen, die das Geschlecht ihres Kindes vor der Geburt nicht wissen wollen, sagen oft, sie wären mega-genervt von der ständigen Frage, "was es wird". Ist die Frage nach dem Geschlecht deswegen böse oder respektlos?
Meiner Meinung nach macht die Bloggerin genau das, was sie anderen vorwirft: sie hat ein Problem damit, wenn andere Dinge anders machen als sie selbst.
Ich höre viel Wut aus dem Text, viel Frustration. Wahrscheinlich hat sie viele Kommentare einstecken müssen. Ob die nun wirklich böse waren, oder sie einfach "nur" davon genervt war, ist die Frage. Pärchen, die das Geschlecht ihres Kindes vor der Geburt nicht wissen wollen, sagen oft, sie wären mega-genervt von der ständigen Frage, "was es wird". Ist die Frage nach dem Geschlecht deswegen böse oder respektlos?
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
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- Seerose
- Miss SuTiversum
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Re: Was haltet Ihr davon?
Ach so, was ich auch noch schreiben wollte...
Den Angriff auf die LLL find ich ausgesprochen dumm und eher unverständlich. Ich mag einfach nicht glauben, daß sich Frauen, die Probleme beim Stillen haben sich nur an die LLL wenden, weil sie unter gesellschaftlichem Druck stehen.
Ich gehe davon aus, daß diese Frauen in ihrem eigenen Interesse (dem Interesse des Babys) sich an die LLL wenden.
Und daß sie die WHO nicht leiden kann, gut, das find ich sogar sympathisch. Die mag ich nämlich auch nicht.
Den Angriff auf die LLL find ich ausgesprochen dumm und eher unverständlich. Ich mag einfach nicht glauben, daß sich Frauen, die Probleme beim Stillen haben sich nur an die LLL wenden, weil sie unter gesellschaftlichem Druck stehen.
Und daß sie die WHO nicht leiden kann, gut, das find ich sogar sympathisch. Die mag ich nämlich auch nicht.
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Liebe Grüße,
Seerose
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