Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Momolina
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Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Beitrag von Momolina »

Hallo zusammen,

ich komme gerade vom Zahnarzt und bin etwas fertig. Mein Zahn, bei dem er ein Loch nicht gesehen hat und das über 1,5 Jahre, ist leider doch nicht zu retten gewesen und ich stehe vor der Wurzelbehandlung.
An sich ist mein Dok sehr kinderfreundlich, hat 4 eigene, aber was das Stillen angeht ist er nicht SuT-konform ;) Ich habe also wegen Medikamenten und Stillen gefragt und er meinte, einmal abpumpen würde genügen, dass die Betäubung raus ist. Das bedeutet nach ihm aber 8h nicht stillen, bei uns bedeutet das etwa 4-7 mal nicht stillen. Und wie soll das mit dem Baby werden?
Er trinkt nicht aus der Flasche. Er trinkt etwas aus dem Glas, aber mehr schlecht als recht. Muss ich das nun richtig trainieren und hoffen, dass er die 8h irgendwie durchhält? Oder soll ich morgen mit Brei anfangen, dass er in 2 Wochen wenigstens noch ein bissl essen kann? Aber geht das unter Druck und Zwang? Ich glaube nicht...
Was könnt ihr mir raten? Habt ihr noch Ideen? Oder soll ich mir von der LLL so ein Brustfüttersystem besorgen? Ich bin etwas verzweifelt. Einmal habe ich große Angst vor dem Termin und dann noch das Ernährungsproblem meines Babys...
Viele Grüße, Momolina
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"Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten."
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greenie bird
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Re: Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Beitrag von greenie bird »

die betäubung ist gar kein problem, da muss man auch nicht abpumpen- es handelt sich um eine lokale wirkung. wenn du eventuell AB bekommst, kannst du bei embryotox gucken.
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

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emsu
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Re: Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Beitrag von emsu »

Ich hatte schon 2 OPs und auch einmal ne größere Behandlung beim ZA und habe nie abgepumpt oder nicht gestillt danach. Ärzte erzählen da zum Teil echt komische Sachen, wenn man sie zu Stillen und Narkose fragt. Ich hatte mit meiner Hebamme vor der ersten OP gesprochen und sie hat auch gemeint, abpumpen oder Milch wegschütten, wie es viele Ärzte raten sei nicht nötig.
Es gibt da auch ein Faltblatt von der AFS dazu :arrow: htp://www.afs-stillen.de/upload/faltblaetter/ ... aesthetika
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Momolina
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Re: Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Beitrag von Momolina »

Danke Euch beiden! Ihr beruhigt mich deutlich!!!
Viele Grüße, Momolina
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Re: Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Beitrag von scarlett79 »

Ich konnte den genannten Link nicht öffnen, aber hier auch nochmal einer:

http://www.doraschweitzer.de/resources/ ... llzeit.pdf
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spacerabbit
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Re: Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Beitrag von spacerabbit »

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Ärzte Embryotox nicht kennen. Eigentlich würde bei Deinem Zahnarzt ein Anruf seitens Deines Arztes bei Embryotox genügen, und dann hätte er alle notwendigen Infos bezüglich Betäubung und Stillen. Das kannst Du Deinem Zanharzt je vielleicht beim nächsten Mal nett empfehlen. Ansonsten entspann Dich und mach Dir keine Sorgen bezüglich der Betäubung. Es kommst bestimmt aber noch einmal auf den Wirkstoff der Lokalanästhesie an, da kannst Du ja bei Deinem Arzt noch mal nachfragen. Gute Besserung!
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blueberry
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Re: Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Beitrag von blueberry »

Hier nochmal der Link zum AFS-Faltblatt. Auch das kann man seinem Arzt einfach mal zur Info mitnehmen. Ausdrucken und sagen, man habe es von seiner Stillberaterin bekommen und schon ist man den schwarzen Peter los und muss nicht sagen "ich hab Ihren INfos nicht vertraut und das hier im Internet gefunden" :lol:

http://www.afs-stillen.de/upload/faltbl ... aesthetika
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Momolina
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Re: Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Beitrag von Momolina »

Durch Zufall habe ich mit einer Bekannten heute gesprochen, sie ist Beraterin bei LLL...
Sie meinte, ich soll beim Dok anrufen, fragen welche Medis ich bekommen werde und diese in der roten Liste nachschlagen. Dann wäre ich ganz sicher und würde mich besser fühlen. Hach, doof alles. Das hat mich nun wieder sehr verunsichert.
Viele Grüße, Momolina
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geryvoy
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Re: Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Beitrag von geryvoy »

Ich wollte nur mal kurz erzählen dass ich in bisher beiden Schwangerschaften (und ich könnte wetten in dieser wird das auch noch kommen) beim Zahnarzt fast zuhause war. Ich war in beiden Schwanberschaften durchschnittlich 2 mal in der Woche (und ich habe diesen Durchschnitt wirklich akurat ausgerechnet!) beim Zahnarzt.
Alle meine Backenzähne oben sind durch die Schwangerschaften kaputt (drei Kronen und der Rest hat alle eine Füllung und sind grösstenteils wurzelbehandelt). Ständig ist was abgebrochen, ich war drei mal beim Notdienst weil ich von 0 auf 100 meeega Zahnschmerzen bekam, Füllungen sind ständig rausgefallen, unter den Füllungen haben sich die Zähne doch wieder entzündet...
Mein Super Zahndoc hat das alles prima hinbekommen. Aber ich hatte wirklich sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Zeit danach (und da hab ich auch mind. zweistündlich gestillt) mehrere Wurzelbehandlungen. Immer mit ner ordentlichen, ganz normalen Lokalanästhesie (mit Adrenalin! nicht diese Wischi-Waschi-Betäubung für Schwangere :shock: ). Nur geröntgt hat mein Doc in der Schwangerschaft nicht.
Ich hab nie abgepumpt, immer ganz normal gestillt. Lt. Aussage meines Zahnarztes ist das auch nicht nötig. Hätte uns eh nix gebracht. Anfangs haben meine Kinder nicht aus Flaschen getrunken ;-)
LG
Yvonne

mit C. (*29.Juli 2009) und M. (*06.August 2011) und J. (*18.Mai 2013)
gestillt, getragen, familiengebettet, stoffgewickelt

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Katha
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Re: Wurzelbehandlung, Medikamente und mein Baby?

Beitrag von Katha »

Momolina hat geschrieben:Durch Zufall habe ich mit einer Bekannten heute gesprochen, sie ist Beraterin bei LLL...
Sie meinte, ich soll beim Dok anrufen, fragen welche Medis ich bekommen werde und diese in der roten Liste nachschlagen. Dann wäre ich ganz sicher und würde mich besser fühlen. Hach, doof alles. Das hat mich nun wieder sehr verunsichert.
Rote Liste?????? Also laut der darfst Du vermutlich gar nichts nehmen!!!!! Kann man sich also sparen.
Wenn Du das Lokalanästhesikum sichherheitshalber abchecken willst:
Embryotox sammelt Daten von Schwangeren und Stillenden. Viele Mittel sind auf deren HP aufgelistet. Ärzte, Stillberaterinnen, Apotheker und Hebammen dürfen da auch nachfragen.
Wen jemand ein Fachbuch haben will Schäfer/Spielmann

Bei den örtlichen Betäubungen hast Du ja schon den AFS Link bekommen.
Mondenkind hat Dir außerdem doch auch geantwortet, oder? (Mein Netz hängt gerade) Sie ist Ärztin und IBCLC-Stillberaterin - hat Schäfer/Spielmann im Schrank und beantwortet hier vermutlich alle 3 Tage eine Medi-Frage.


Rote Liste........bin immer noch ganz platt von dem Rat
(Mit Hinweis auf die hat mir meinHA mein Migränemittel nicht aufgeschrieben, obwohl unbedenklich laut Embryotox-Datenlage für mein Stillkind; drum Krieg ich da grad nen Hals)
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
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