Stillstreik? Ist es das? Bin ratlos und etwas verzweifelt :(

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lynn2012

Re: Stillstreik? Ist es das? Bin ratlos und etwas verzweifel

Beitrag von lynn2012 »

@4tiere: ich hab das nicht so gemeint, dass jemand sagt ich würde abstillen! Steht das da so?
Und ich habe vor der Eröffnung schon viel hier gelesen nicht nur die Finalisten. Auch sonst habe ich im Netz viel gelesen. Aber ich wollte gerne eine Meinung direkt zu meinem Problem und dann dachte ich, ist es vielleicht nicht verkehrt einen Thread auf zu machen? Und wieso ist der Grund für den Stillstreik die Flasche? Sie bekam vorher doch keine. Hmm. Und reichen Ca. 800g Brei aus, damit sie genug Flüssigkeit bekommt, du denkst sie hat da keinen Durst? Sie bekam ja vor dem Streik viel mehr Flüssigkeit zu dem Brei.

Ich habe aber trotzdem das Gefühl, dass sie einfach keine Milch mehr mag. Gibt es sowas?

Und hat jemand evtl. Erfahrung mit diesem Würgereiz beim Anlegen?

Um einen Rat, welcher Trinkbecher wäre ich auch dankbar.

LG ela
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saiidi
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Re: Stillstreik? Ist es das? Bin ratlos und etwas verzweifel

Beitrag von saiidi »

Kann dir zu deinem Problem leider gar nichts raten. Meine Tochter hatte auch ab und zu mal beim Anlegen gewürgt, beim zweiten oder dritten Versuch aber ganz normal getrunken. Ich habe keine Ahnung was da der Grund war. Ist auch nur eine Phase gewesen und wieder vorbei gegangen.
Liebe Grüße
Saiidi

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mirahh
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Re: Stillstreik? Ist es das? Bin ratlos und etwas verzweifel

Beitrag von mirahh »

Wir haben zu Anfang einen "Camo-cup" benutzt. Das ging gut,ist aber zum mitnehmen unpraktisch. Dafür habe ich jetzt die Trinklerntasse von n*uby aus dem budni. Damit hat er zuerst eine Weile rumprobiert, kann jetzt aber trinken...und auch so rauslaufen lassen;-)

Der Becher ist deshalb gut, weil er sehen und riechen kann,was er trinkt, erlebt,was kippen bringt, trinkt ohne zu saugen und die Hände flach an den Becher legen kann, was gut für lockeren Mundschluss ist. Du musst aber zumindest zuerst immer mit festhalten.
In der Badewanne hat er normale Plastikbecher und übt fleißig. Sehr süß!
mirahh mit dem Kleinen (1/2012) und der Mini-Krabbe (3/2014) und dem Knöpfchen im Bauch (9/2016)
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4tiere
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Re: Stillstreik? Ist es das? Bin ratlos und etwas verzweifel

Beitrag von 4tiere »

Wie geht es euch?
Ich komme erst jetzt dazu, zu schreiben.

Du fragtest nach den Gründen, die gegen die Flasche sprechen. Ich habe mal ein paar Zitate von Jusl rausgesucht und hoffe, sie helfen dir beim Verstehen:
jusl hat geschrieben:Jedenfalls: in dem Moment, in dem (bewusst oder unbewusst) abstillfördernde Maßnahmen von der Mutter getroffen werden, also neben Schnuller- und Flaschenverwendung z.B. Stillen nach der Uhr, Abtrainieren nächtlichen Stillens, Zufüttern von künstlicher Säuglingsmilch, häufige, lange Trennungen usw., praktiziert man eigentlich schon kein strenges "sich selbst Abstillen lassen" mehr (da erwiesen ist, dass diese Maßnahmen statistisch gesehen die Stilldauer verkürzen).
...
Du fragtest, ob man im Falle von Brustverweigerung mit 7, 8 , 9 Monaten lieber die Flasche geben sollte. Klare Antwort: wenn Wert auf eine natürliche Dauer der Stillzeit gelegt wird, NEIN. Entweder das Kind hat ein Problem und verweigert deshalb die Brust (in dem Alter sehr wahrscheinlich), Stillstreik, Schmerzen usw. dann ist Flasche geben eine Maßnahme, die die Wiederaufnahme des Stillens stark beeinträchtigen kann. Oder aber das Kind ist eines der ganz seltenen Exemplare, die tatsächlich extrem früh dem Stillalter entwachsen (neulich war im Fernsehen ein Baby, was mit 4 Monaten LIEF. Gibt's auch ;-)). Dann braucht es aber eben auch keine Flasche mehr. ;-)
(Quelle: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 0#p1339318)

jusl hat geschrieben:um das beantworten zu können, muss man erstmal den Begriff "sich selbst abstillen" definieren. Ich persönlich gebrauche ihn im "strengen" Sinne, das heißt:
"Ein Kind stillt sich selbst ab" = "Ein Kind wird die gesamte Stillzeit hindurch nach Bedarf gestillt und wächst dann am Ende von allein aus seinem Stillalter heraus". Hier wird Stillen nicht durch etwas anderes ersetzt wie z.B. Nuckelflaschen, Schnuller, Herumtragen zum Einschlafen usw. (d.h. es findet keine Umgewöhnung statt), sondern das Kind lässt reifebedingt bzw. entwicklungsbedingt die Stillzeit einfach hinter sich. So wie es früher die Krabbelzeit einfach hinter sich gelassen hat und jetzt eben läuft.

Dies also in klarer Abgrenzung zu "mein Baby (6 Monate) hat sich abgestillt (weil ich angefangen habe, das Stillen nach und nach durch Flaschenmilch zu ersetzen und das Kind nun - am besten saugverwirrt - nun gar nicht mehr stillen mag/kann)".
Manchmal benutze ich zwar die Formulierung "Ein Baby stillt sich zur Flasche hin ab." - damit ist dann aber eindeutig eine Umgewöhnung gemeint, und eben KEIN reifebedingtes Herauswachsen aus dem Stillalter.

Wenn Du also der Verwendung des Begriffs "sich selbst abstillen" im zu Beginn dargestellten "strengen" Sinne zustimmst ;-), dann merkt man "mein Kind stillt sich gerade selbst ab" z.B. daran, dass...

* das Stillen für das Kind einfach an Bedeutung verliert,
* das Kind seltener danach fragt,
* es irgendwann auch mal einen Tag (oder eine Woche...) gar nicht zum Stillen kommt, weil es einfach was "Besseres" zu tun hat,
* es einverstanden ist, gar gleichgültig die Achseln zuckt, wenn man auf den geäußerten Stillwunsch antwortet "Jetzt nicht, lass uns doch stattdessen...",
* es entweder länger bzw. durchschläft oder es sich nachts problemlos anders beim Wiedereinschlafen helfen lässt (z.B. einfach kuscheln),
* es kein Saugbedürfnis mehr hat (also keine anderen Nuckelflaschen, Daumen, Schnuller mehr "braucht", insb. anders Trost, Beruhigung, Einschlafhilfe findet),
* es gut am Familientisch mitisst.
(Quelle: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... e#p1873628)
Bild-liche Grüße

Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
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4tiere
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Re: Stillstreik? Ist es das? Bin ratlos und etwas verzweifel

Beitrag von 4tiere »

Nachdem du schon so viel Lesestoff bekommen hast, wiederhole ich noch mal Jusls aussagen hier und hoffe, du gehst in deiner Antwort darauf ein. Sonst kann dir keiner helfen ...
jusl hat geschrieben: Für ein Baby in dem Alter Deiner Tochter ist es überhaupt nicht schlimm, wenn es mal ein paar Tage lang keine Muttermilch bekommt oder sonstige Milch. Am wichtigsten ist, dass sie genug trinkt. Einfach Wasser, oder auch Tee oder verdünnte Vollmilch oder Säfte sind völlig in Ordnung. Am zweiwichtigsten ist die Nahrungsaufnahme. Gemüse, Obst und etwas sonstiges Fingerfood ist total OK.
...
Es wird bestimmt gut ausgehen. Wichtig ist, keine Flaschensauger einzuführen (weil man sonst sehr prompt eine Umgewöhnung riskiert, die nur seeehr mühsam wieder rückgängig gemacht werden kann). Auch der Schnuller sollte nur wenig bis gar nicht zum Einsatz kommen. Wie sieht das bei Euch aus?
Immer wieder zwanglos anbieten ist eine gute Idee, ruhig auch in ganz ANDEREN Settings als die gewohnten Stillpositionen (z.B. zur Abwechlung mal zusammen in der Badewanne, oder beim Umhergehen, oder aufrecht im Tragetuch usw...). Manchmal platzt der Knoten auch, wenn man mal einen Tag lang ganz bewusst KEINEN Stillversuch unternimmt (aber auch nichts anderes zum Saugen anbietet!...), einfach um den Druck komplett rauszunehmen.
lynn12 hat geschrieben:Wir benutzen schon Flaschen, um ihr was zu Trinken zu geben (Avent), aber sie zieht an KEINEM Sauger. Wir drücken die Flüssigkeit in den Mund und sie schluckt und kabbert am Sauger rum.
Sie mag auch nur süssen Tee, kein Wasser. Saft probier ich gerade rum.
Wie schon geschrieben, lasst die Flasche weg. Und gesüssten Tee sowie Saft haben als Getränk zum Durstlöschen nichts aber auch garnichts zu suchen. (Ich sage nur die Zähne ... und später das Gewicht)
Und wenn sie nicht will, auf keine Fall was reindrücken. Dann braucht sie es nicht.
Bietet Wasser im Becher an (wir haben vom Zahnputzbecher bis Tupperbecher alles im Gebrauch gehabt). Das natürlich gerade jetzt in eurer Situation regelmässig. (Natürlich macht das eine Sauerrei am anfang, aber die lernen ganz schnell, wie es geht und Lätzchen mit Gummierung sind dabei hilfreich.)
Und wenn sie wieder stillt (nach Bedarf natürlich), bekommt sie darüber die notwendige Flüssigkeit. Es ist also dann nicht schlimm, wenn ein Stillkind, nicht trinken will.

lynn12 hat geschrieben:So ist sie eigentlich gut gelaunt, sie zahnt zwar (weis nicht wo, seh nix), aber es hält sich im Rahmen. Wenn es ganz schlimm ist, hab ich ihr doch jetzt schon mal ein Paracetamol supp. gegeben.
Das kann wirklich ein Grund sein und die Zähne können so zu sagen im Untergrund drücken, ohne das was zu spüren ist, wenn man reinfasst. Das kann dann schon schmerzen und beim Stillen stören.


So nun hast ganze Romane bekommen und ich hoffe, du meldest dich bald, berichtest, wie es euch geht und gehst auf unsere Hinweise ein.
Ich freue mich und bin gespannt ...
Bild-liche Grüße

Natalie
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Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
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