Das mit der Flasche hört sich doch schonmal toll an!

Ich denke, dass man sich so schnell dran gewöhnt, liegt einfach auch an unserer gesellschaftlichen Prägung - Fläschchen waren in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts irgendwann so normal geworden, dass sie sogar als Symbol für Babys (Wickelraum-Piktogramme etc.) verwendet werden

. Wer würde da vermuten, dass es schädlich sein könnte, einem Baby eine Saugerflasche zu geben - dafür bedarf es bei uns leider schon einigen Wissens und einiger Reflexion der eigenen Prägung... . Aber wie gesagt: prima, wenn das nun ohne ging und so schnell und problemlos
OT zum Tragen: Wenn es eher medizinisch begründet sein soll, ist vielleicht dieser Artikel die passende Lektüre für Deinen Freund
"Über das Tragen von Babys und Kleinkindern Tüchern oder Tragehilfen"von Dr. Ewald Fettweis, Sonderdruck aus "Orthopädische Praxis" 2/2010 (ML Verlag Uelzen)
Wo der herkommt, gibt es
noch mehr Fachtexte zum Tragen - ist zwar dann manches eher aus der Fachrichtung Physiotherapie. Macht ja aber nix.
(Und zu den Stoffwindeln: wir haben auch im ersten Lebensjahr komplett mit Stoffwindeln gewickelt - sogar im Urlaub. Trotz aller Überzeugung, finde ich das aber eher eine Umweltsache als dass ich darauf bestehen würde, um des
Kindeswohls wegen. Deshalb würde ich persönlich das als ersten Punkt fallen lassen, wenn es darum geht, mich meinem Freund gegenüber kompromissbereit zu zeigen, wenn es um "Kinderfragen" geht. Vom Tragen in ungeeigneten Tragesystemen oder vom nicht bedürfnisgerechten Umgang mit dem Baby - also z.B. einer Beeinträchtigung der Stillbeziehung - kann ein Kind einen nachhaltigen Schaden davontragen. Von Wegwerfwindeln - abgesehen von den BAbys, die davon vielleicht nen roten Po bekommen - nicht. Manchmal hilft da Prioritätensetzung, auch und gerade in einer "Mama-Diktatur"

)