ich lese jetzt schon seit ein paar Wochen hier und bin total froh, daß ich endlich so ein tolles Forum gefunden habe, das mir schon einige Fragen beantwortet und Sicherheit gegeben hat. Schade, daß ich's noch nicht in den ersten Wochen nach der Geburt von Maya (06/12) kannte, da hätte es mir noch mehr geholfen! (Ihr solltet Flyer in den Geburts- und Krankenhäusern verteilen!
Also, nun zu meiner Frage:
Maya und ich hatten trotz ambulanter Geburt, Schnullerfreiheit, Hebamme und Stillberaterin einen schwierigen Stillstart.
Ich hatte ungefähr einen Monat lang wunde, offene Brustwarzen und starke Schmerzen bei jedem Anlegen und konnte nur schwer tolerieren, daß meine Kleine quasi durchgehend an meiner Brust sein wollte. Ich denke allerdings jetzt im Nachhinein, daß dabei eine große Unsicherheit und die Angst, daß da was falsch läuft einen wesentlichen Anteil hatte. Jedenfalls machten wir weiter und spielten uns immer besser miteinander ein, ich hatte weniger Schmerzen und fand's zwar anstrengend aber gewöhnte mich dran, daß ich Maya eben so oft stillen musste (auch wenn mir häufig Leute sagten, daß es zu oft und meine Brust doch kein Schnuller sei...) und war eigentlich ganz guter Dinge, daß wir es soweit geschafft hatten.
Bis wir zur U3 gingen...
Wir waren in der Zwischenzeit für den Sommer nach Mecklenburg auf's Land gezogen, was zwar schön war, aber auch ziemlich abgeschieden (ohne Info-Möglichkeit über Internet und so) und zur U3 gingen wir dann eben nicht zu unserem vorherigen anthroposophischen Arzt, sondern zu irgendeiner Kinderärztin in der nächsten Stadt.
Und die sagte mir, daß Maya zwar ganz fit sei, aber daß das Gewicht ja gar nicht ginge ... wie ich denn füttern würde ... achso, naja, dann reicht jetzt meine Milch eben nicht mehr, klare Sache... und schrieb uns fein "unzureichendes Gedeihen" ins gelbe Heft. (Dabei war Maya dort das erste Mal auf dieser Waage und die Ärztin hatte noch gar keinen Verlauf zum Beurteilen --- eine Tabelle mit allen unseren gesammelten Gewichtsdaten häng ich hier übrigens hinten ran, das ist dann übersichtlicher)
Mir war also klar, daß das nur eingeschränkt ernstzunehmende Kritik war, trotzdem verunsicherte mich das wieder sehr und immer wenn ich in diesen Unsicherheits-Modus kam, hatte ich das Gefühl, es klappt mit dem Stillen wieder schlechter.
Wir kauften uns dann ne Waage und kontrollierten das Gewicht von unserem Kleinchen regelmäßig (sie schaffte immer so um die 100g/Woche Zunahme) und nach langem Widerstand meinerseits überredete mich mein Freund dann doch dazu, daß wir ihr doch abends zusätzlich eine Flasche pre anbieten können, damit sie sich dann ggf den Rest holen kann, falls sie doch irgendwie Nährstoffmangel hat. Da war Maya ungefähr 3,5 Monate alt.
Seitdem gibt Papa ihr also abends eine Mahlzeit, inzwischen trinkt sie da auch rund 100-120ml, am Anfang hat sie nur 40-70ml genommen, und ich stille trotzdem immer noch ungefähr im 2h-Rhythmus (tags wie nachts, mal bißchen längere, mal kürzere Abstände)
Jetzt ist Maya 5 Monate alt, saugt trotz der täglichen Flaschengabe gut an der Brust (also meckert nicht dabei und mir tut's nicht weh), bekommt seit ungefähr 2 Wochen ein bißchen Obst und Gemüse bei uns vom Tisch und hat jetzt auch gut zugenommen (in den letzten paar Wochen je 200-300g).
Es läuft also alles ganz gut und mein Freund mag es total gern, ihr abends die Flasche zu geben. Ich will also nicht wieder alles durcheinander bringen, aber eigentlich ist die Flasche doch jetzt überflüssig, oder?
Kann ich die den beiden einfach wieder so wegnehmen?
Oder schaden wir ihr damit sogar, überfüttern wir sie?
Und meint ihr, das Zufüttern damals war nötig (das ist jetzt nur so retrospektiv für mich)? So gut zugenommen hat sie ja erst jetzt in den letzten 3 Wochen, wobei sie schon seit 2 Monaten Pre bekommt - ich denke also mehr, das war einfach ihr Style, am Anfang langsamer zuzunehmen und jetzt aufzuholen...
Was meint ihr?
Ich häng jetzt gleich noch die gesammelten Gewichtsdaten ran,
lieben Gruß schonmal,
Julia