Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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zwieback
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Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von zwieback »

Ich hoffe die überschrifft passt und auch das Forum ist das richtige (sonst bitte ändern/verschieben)

Es geht um eine Geschichte die gerade Aktuell im engen Freundeskreis passiert.

Kurz vorweg
L. wurd im september 2005 geboren eigentlicher ET wäre erst Novmber gewesen
L. kam in der 30ssw

Sie kam auf eine Frühchenintensiv und lebte dort dier ersten Tage und Wochen.
Getillt wurde sie nie und bekam auch nie MuMi.

Heute ist es so das sie meist größer und schwerer ist als andere Kinder in ihrer Kiga Gruppe oder Klasse
bis auf eine neigung zum Astma ist sie soweit gesund.

Sie kann sich oft nur schwer von Mama lösen
verkricht sich reglrecht in ihrer Mutter, hat ängste (dunkelheit, alleine sein, neue situationen )

selbst wenn sie orte, personen und gegebenheiten kennt (wie zum beispiel in den Kiga kommen, das Wöchenliche schwimmen etc) kann sie sich nicht trennen , will dabei sein aber mit mama.
sie hat sehr oft richtige wutausbrüche, schreit rum stampft auf den boden, knallt türen, haut und tritt nach ihrer Mutter.

Nach viel hin und her, reden mit dem Kiga personal, Kinderärzten, einem Kinderpsychologen sind sie jetzt bei einer Homeopathin.
Diese hat jetzt das eine oder andere an Globuli schon gegeben und es tat sich etwas.
Sie sagte L. sei noch gar nicht auf dieser Welt angekommen, sie müsse noch mal die ganze geburt durchmachen um anzukommen.
seit dieser Woche bekommt sie jetzt Muttermilch Globuli, da sie das bis jetzt nie bekommen habe würde es ihr einfach fehlen und das wird jetzt nach geholt. (es gibt wohl zwei arten einmal von ein und der selben spenderin und einmal eines was von verschiedenen spenderinen kommt in verschiedenen alterstufen inkl kolostrum (bei welchem baby das dann wohl fehlt dachte ich dabei als erstes))

naja ich fand den einwurf das diese fehlende MuMi anscheindens folgen hat/te (haben ) sehr interesannt.

hat eine vone uch davon schon mal was gehört und kann berichten?

wir wissen noch nicht wie es jetzt weiter gehen soll7wird mit L.

Leider ist die Zeit vorbei wo man einfach sagen ok du bleibst dann zu hause.
Im Kiga wurde es noch gemacht, aber jetzt arbeitet die Mutter und L. besucht seit dem sommer die 1.kl.

ich bin gespannt auf eure antworten

Und nein das soll keine hetze oder an den pranger stellen oder sowas werden gegen Mütter die nicht stillen können oder wollen. Für die jenigen die wollen und nicht können tut es mir leid und über diejenigen die nicht wollen, kann ich nicht bestimmen und es ist deren sache was sie machen.
Trageberaterin Clauwi GK 80/09 und AK 05/10

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Katha
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von Katha »

Meine Gynäkologie hat in dieser SwS zu mir mal gesagt: "dass hätte ich mir eigentlich, als sie zum ersten Mal bei der Tür reinkamen, denken können, dass sie ein KS waren und nicht gestillt wurden."
Ich kann mit Deiner Beschreibung also durchaus was anfangen.

(Meine Mutter hat das Stillen allerdings 5 Wochen tapfer versucht - und ich selig genuckelt. Aber ich hatte Fläschchen bekommen, war vermutlich saugverwirrt und die Stillproben von 30ml haben sie dann leider doch mit der Ärzten Ausreden lassen)
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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paula108
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von paula108 »

Ich glaube, das Mädchen hat eher ein Bonding-Problem durch die Frühgeburt und das getrennt sein von der Mutter.
Das kann sich sehr traumatisch auswirken.
Da wir ja hier im Stillforum sind, bin ich der Meinung, dass es nicht an der fehlenden Muttermilch liegt, dass L. solche Schwierigkeiten hat.
Es ist bestimmt eher das fehlende Stillen (die Nähe, die Geborgenheit) was diese Spätfolgen auslösen kann.

Meine Theorie würde ja allerdings der erfolgreichen Gabe der Muttermilchglobuli widersprechen, oder?


PS: Falls es euch interessiert, kann ich da eine gute Therapeutin in HH empfehlen.
Sie beschäftigt sich mit solchen Traumata.
Herzliche Grüße von Paula.
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Lizzy
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von Lizzy »

Katha hat geschrieben:Meine Gynäkologie hat in dieser SwS zu mir mal gesagt: "dass hätte ich mir eigentlich, als sie zum ersten Mal bei der Tür reinkamen, denken können, dass sie ein KS waren und nicht gestillt wurden."
Hat sie gesagt, woran sie das gesehen hat?
Liebe Grüße,
Lizzy

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zwieback
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von zwieback »

@Paula108

ich würde die Therapeutin gerne weiter geben.
ich weiß nicht wie lange sie es jetzt erstmal auf die Globulischiene versuchen.
(die vorrigen gaben halfen schon das hat man gemerkt, bzw man hat gemerkt das sie etwas bewegt/bewirkt haben.

ist die therapeutin privat oder in einer klinik beschäftigt?
L. wurde in HH geboren
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paula108
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von paula108 »

Hast PN
Herzliche Grüße von Paula.
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Katha
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von Katha »

Finde ich total spannend: kann man die MuMi vom Bonding überhaupt trennen?
Hab das in meiner Antwort zusammengewürfelt ;)
Katha mit dem Hasen *01/2012
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Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
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paula108
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von paula108 »

Katha hat geschrieben:Finde ich total spannend: kann man die MuMi vom Bonding überhaupt trennen?
Hab das in meiner Antwort zusammengewürfelt ;)
Gute Frage.
Ich denke aber ja, bis zu einem gewissen Grad schon.

Wenn man jetzt nur die Milch als solche sieht und die Nähe, das Saugen und die Geborgenheit davon trennt…?
Dann ist es eben eine wahnsinnig gute Milch und das Beste, was man haben kann.
Alles andere kann man doch auch ohne Muttermilch geben, oder seich das zu einfach?
Herzliche Grüße von Paula.
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KleinMy
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von KleinMy »

Ich glaube man.darf.das mit den globuli nicht so einfach sehen...die mumi globulis stehen sicher.für Sehr Viel mehr als für die reine mumi gabe....
Ich habe eine erwachsene Freundin (Sie wurde lange gestillt und auch getragen) und Sie hatte vor kurzem depressive Schwankungen und hat auch diese mumi globuli bekommen ...Ich glaube das wäre zu einfach gedacht...kenne mich aber auch zu wenig aus ...
Glücklich mit kleinem Wurzelsepp (04/11) und zwei Sternenkindern im Herzen

Mit dem Handy online und daher etwas wirr und seltsam in der Rechtschreibung ...

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paula108
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von paula108 »

KleinMy hat geschrieben:Ich glaube man.darf.das mit den globuli nicht so einfach sehen...die mumi globulis stehen sicher.für Sehr Viel mehr als für die reine mumi gabe....
Ich habe eine erwachsene Freundin (Sie wurde lange gestillt und auch getragen) und Sie hatte vor kurzem depressive Schwankungen und hat auch diese mumi globuli bekommen ...Ich glaube das wäre zu einfach gedacht...kenne mich aber auch zu wenig aus ...
Das glaub ich ja auch.
Die Schwingung der Muttermilchglobuli wirkt sicher ausbalancierend.
Ich kenne mich aber auch zu wenig aus…

Der reine Mumie-Gehalt wäre bei einer homöopathischen Dosis auch wirklich nicht erwähnenswert. :wink:
Herzliche Grüße von Paula.
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