Wer hatte einen guten Still-start?

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schokoliebe
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Re: Wer hatte einen guten Sill-start?

Beitrag von schokoliebe »

Nr. 1: mieser Stillstart. Kam 5 Wochen zu früh, Saugschwäche und Gelbsucht, daher erstmal Magensonde, dann Fläschchen. Erst nach 6 harten Wochen mit Abpumpen und lauter frustrierenden Brust-Anbrüll-Anlegeversuchen hat es überraschenderweise doch noch geklappt. Wir sind gerade langsam am Abstillen, d.h. er vergißt es jetzt fast jeden Morgen.

Nr. 2: kam termingerecht, ein Stilltalent, sie wollte wenige Minuten nach der Geburt an die Brust und blieb da die ersten Stunden erstmal hängen.
War eine ambulante Geburt, ein entspanntes Wochenbett und sie stillt noch recht viel und gern.
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mirabelle
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Re: Wer hatte einen guten Sill-start?

Beitrag von mirabelle »

Hallo Snettchen!
Bei uns läuft das Stillen von Anfang an super, mein Kleiner hat auch kaum was abgenommen nach der Geburt, wog nach 7 Tagen bereits 300g über dem Geburtsgewicht und hat die ersten Wochen 450g pro Woche zugelegt, ich hatte außer einem Milchstau vor kurzem noch keine Probleme, mein Kleiner ist jetzt 3 1/2 Monate alt.
Weder meine Oma noch meine Mama hat gestillt (sie hat nicht "die richtige Brust zum Stillen!", komisch, dass es dann bei mir klappt, hab ich doch ihren Busen geerbt! :? )
Mein Kleiner hatte aber auch optimale Bedingungen! Wir hatten eine Hausgeburt, ich hab ihn von Anfang an oft angelegt und er war die ersten Tage nicht in fremden Armen, ist nie beim Stillen gestört worden und ich hab mich an keine "Hausfrauenstillregeln" gehalten. Tipps der Verwandtschaft wurden und werden ignoriert, wie zB das Fläschchen zu "meiner Entlastung" oder ob ich überhaupt genug Milch habe sooft wie er an den Busen will (siehe Gewichtszunahme). Außerdem schläft unser Baby von Anfang an bei uns im Bett, so kann ich ihn sofort anlegen, wenn er unruhig wird. Einen Schnuller hat er bis heute nicht.Zuerst hat er keinen bekommen um eine Saugverwirrung zu vermeiden, dann hat er wollte er ihn partout nicht.
wir stillen auch jetzt nach über 3 Monaten noch sehr oft, teilweise stündlich, das hilft super bei Unruhe ich bin so froh übers Stillen ich weiß echt nicht wie das die anderen Mütter machen die nicht stillen, ich möchte es nicht missen und wünsche dir auch so einen unkomplizierten Stillstart wie mein Sohn und ich ihn hatten.
Vergiss das wichtigste nicht:Wenn du im KH entbindest, besteh auf eine Stunde Bonding bevor was an ihm gemacht wird und gib ihn danach nicht mehr aus der Hand!
Lg
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Carlotta
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Re: Wer hatte einen guten Sill-start?

Beitrag von Carlotta »

Hallo und Willkommen!

Ich habe hier auch eine geborene Stillerin :-)
Ich glaube das liegt an ein paar Punkten:
Ich habe mir nie Gedanken gemacht sondern wusste einfach dass es klappt, meine Mutter z.B. hat auch immer erzählt wie problemlos bei ihr alles war.
Ich habe in einem stillfreundlichen KH entbunden - Maus wurde mir gleich angelegt und ich habe das einfach fleißig weiter gemacht. Und Mäusel lag eigentlich die ganze Zeit auf oder neben mir, also nie in diesem Beistellbettchen. Mir wurde sehr gut beim Anlegen geholfen - bestehe da drauf!!
Und ansonsten habe ich ganz automatisch bei jedem Meckenr o.ä. die Maus angelegt und sie wusste wirklich was zu tun war - Milcheinschuss kam wohl sehr schnell, habe auch ihn nicht wirklich bemerkt.
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Re: Wer hatte einen guten Sill-start?

Beitrag von Ratze »

Ich hatte einen super unkomplizierten Stillstart und eine ebensolche Stillzeit. Ich hab mir im Vorfeld wenig Gedanken darüber gemacht. Wenn's klappt ist super, wenn nicht, dann ist es eben so. Ganz stressfrei. Als der Zwerg dann da war hat er sofort nach der Geburt kräftig getrunken. Auf die Hebammen und Krankenschwestern hab ich nicht gehört, vonwegen nur alle drei Stunden anlegen und jede Seite nur fünf Minuten :roll: Mein Würmchen dürfte immer trinken und auch solange er wollte. Der Milcheinschuß kam ganz langsam, ich hätt's fast nicht gemerkt. Keine prallen, roten Brüste, die Milch war nach da am 3. Tag.
Ich hatte weder wunde BW noch einen Milchstau oder sonst irgendwas unangenehmes. Eine rundum tolle Stillzeit!
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Kleine
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Re: Wer hatte einen guten Sill-start?

Beitrag von Kleine »

ich hatte eine geplante Sectio 10 Tage vor Termin wegen blöder Kindslage und mein Sohn war wenige Minuten nach der Geburt bei mir. Er hatte leider etwas Startschwierigkeiten, weil er partout nicht rauswollte und sich ordentlich verkeilt hat. Das erste Mal gestillt hat er am Dienstag Abend (Mittags wurde er geboren). Das lag aber daran, dass er einfach total geschafft war. Bis Donnersag Abend wollte er dann nur 3 Mal an die Brust, dann hat die Stillberaterin gesagt, dass er jetzt muss, weil er einfach immer gelber wurde. Sie zog ihn nackig aus (was ihm gar nicht gefiel) und als er zu trinken anfing, haben wir ihn in eine warme Decke gepackt. Tja, und von da an wollte er gar nicht mehr aufhöhren :D

Trotzdem ich einen extremen Milcheinschuss hatte und mit der Wiegenhaltung gar nicht zurecht kam, hatten wir einen prima Stillstart, denn das Klinikpersonal (besonders die Stillberaterinnen) haben uns supertoll geholfen und mir mit einer Engelsgeduld gezeigt wie man "von hinten" stillt, auch Fußballerhaltung genannt. Das sieht man nie oder extrem selten, also tat ich mir einfach schwer mit "Nachmachen", denn ich hatte es bis dahin noch nie gesehen, nur darüber gelesen...

Also hier ein Beispiel, dass das Stillen auch mit geplanter Sectio ganz prima klappen kann.
LG
Anika

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Re: Wer hatte einen guten Sill-start?

Beitrag von bienenmeister »

Was heißt gut?

Ich hatte Schmerzen, ich hatte eine nette, aber stillunkundige Hebamme, auf deren falsches Anraten ich Muttermilch zufüttern "musste" und dieses scheiß Stillhütchen hatte.

Aber mein Kind hat noch nie Pulvermilch bekommen oder aus einer Flasche getrunken und er stillt problemlos, von Anfang an (das Problem war eher meine Hebamme :roll: ).


Ich würde mir nur noch eine kompetente Stillberaterin an die Seite nehmen und mir von allen anderen Stilltipps verbitten. So ein bisschen hat mir diese Abpumperei den Babymoon verdorben und ich bin ziemlich sauer, bis heute.
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Kleine
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Re: Wer hatte einen guten Sill-start?

Beitrag von Kleine »

dem muss ich auch zustimmen: eine stillkundige Nachsorgehebamme ist das A und O, leider ist das wohl nicht die Regel, habe ich in meinem unmittebaren Umfeld auch zwei Mal mitbekommen...
LG
Anika

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bienenmeister
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Re: Wer hatte einen guten Sill-start?

Beitrag von bienenmeister »

wenn die hebamme keine stillberaterin ist, wäre das nichts mehr für mich, nict mit der erfahrung die ich gemacht habe!
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hej-da
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Re: Wer hatte einen guten Sill-start?

Beitrag von hej-da »

Kind 1: sehr bescheidener Stillstart. Stark ausgeprägte Saugschwäche, keine Unterstützung seitens der Krankenschwestern, Verlegung auf Kinderintensiv, abpumpen, Flasche usw.

Mein Riesenglück war damals, dass ich immer überzeugt war, dass ich stillen werde. Ich habe zu jedem Thema gelesen- zum Stillen nix. Und genau deshalb wusste ich nichts von Saugverwirrung usw.
Ich habe blauäugig beschlosseh, erst Zuhause mit dem Stillen anzufangen.und auch nur in den ersten 2 Tagen angelegt.
Nach 9 Tagen durften wir nach Hause und nach zwei Tagen haben wir angefangen zu "üben". Erst mit Stillhütchen. Es war anfangs nicht ganz einfach, aber ich habe 25 Monate gestillt:-D

Bei unserer Motte war es komplett anders.Sie hat einige Stunden nach der Geburt einfach angefangen zu zutscheln. Ich werde diesen Augenblick nie vergessen und hab.auch ein Foto gemacht. Ich war darauf eingestellt, dass es wieder so ein Kampf wird. Aber die Maus wusste ganz alleine was zu tun ist
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bayleaf
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Re: Wer hatte einen guten Sill-start?

Beitrag von bayleaf »

Ich hab gar nicht gewusst wie sehr in Deutschland noch die Stillhütchen empfohlen werden. Und noch vorm Milcheinschuß und bei schlechtem Stillstart?! Oh je.
Hier beim Britischen BFN (Breast Feeding Network) raten wir davon ab, allerhöchstens bei schlimmen Beißern könnt ich's noch verstehen das man als Notlösung ein Hütchen vorübergehend benutzt bis das Zahnen vorbei ist aber ansonsten bringen die echt wenig und sind ziemlich stressig zum benutzen.
Mit meinen 09/12/16 Jungs
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