Vater-Tochter-Beziehung

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Kirschsüppchen
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Vater-Tochter-Beziehung

Beitrag von Kirschsüppchen »

Ich wußte jetzt nicht so genau, wie ich sonst das Thema nennen sollte...
Es geht um meinen Mann und unsere Tochter.
Ich bin tagsüber alleine mit der Kleinen (4Monate), trage sie viel und stille voll.
Wir haben eine sehr schöne Beziehung zueinander.

Nur mein Mann ist sehr traurig: Sobald sie auf seinem Arm bzw. Schoß ist, fängt sie bitterlich an zu weinen und sieht sich suchend nach mir um. Ist sie dann wieder bei mir, ist alles in Ordnung und sie strahlt wie der Sonnenschein.

Mein Mann trägt sie auch, wie es die Zeit eben zuläßt.

Das "Szenario" haben wir nun schon eine ganze Zeit lang beobachtet.

Mir tut das für meinen Mann sehr leid. Kann man irgendetwas tun, damit die Situation etwas entschärft wird?
Zu aller erst warst du nur ein Gedanke, eine Idee und wie ein Schmetterling trugen dich deine Flügelschläge sanft behütet in unsere Herzen. Dann warst du so groß wie ein Staubkorn, und bald darauf schon eine handvoll Mensch - immer sicher und beschützt in meinem Bauch. Nun beginnt dein Tag mit deinem Lachen, endet mit deiner Reise ins Träumeland - und dazwischen tragen wir dich weiter: in unseren Gedanken, in unseren Herzen und mitten durch die Welt.

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Sibi
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Re: Vater-Tochter-Beziehung

Beitrag von Sibi »

Ich will Dir die Hoffnung nicht nehmen und jedes Kind ist anders, aber bei uns hat sich erst mit ungefähr einem Jahr Besserung eingestellt. Davor war unser Kind absolutes Mamakind. Was aber an einigen Schnittstellen geholfen hat: Den Papa machen lassen. Nicht reinfunken, wenn er sich kümmert und - wenn es geht - auch einfach mal allein weggehen und Kind und Mann allein lassen. Das haben wir aber erst deutlich nach Ende des Vollstillens gemacht und als unsere Tochter keine Schreikrämpfe mehr bekam, wenn ich weg war.

Für Deinen Mann ist es blöd, aber haltet durch - in einem Jahr bist Du dann abgemeldet, darfst allein ins Bad gehen (welch Luxus!) und dein Mann wird dafür auf Schritt und Tritt verfolgt. :lol: Aber er muss dran bleiben, auch wenn es sicher frustrierend ist.
Lösche Benutzer 9567

Re: Vater-Tochter-Beziehung

Beitrag von Lösche Benutzer 9567 »

Bei uns ist es jetzt mit 14 Monaten soweit.
Gaaaanz langsam baut sich die Beziehung weiter aus.Mein Mann hatte auch Urlaub und da hat sich in kurzer Zeit einiges getan.
Linus ruft z.b. jetzt auch Papa wenn er die Aufmerksamkeit von ihm haben möchte.
Oft interessiert es ihn sehr was Papa so macht und dann ziehe ich mich langsam zurück.

Trotzdem bin ich immer für Krisensituationen zuständig und bei jeglichem Unwohlsein gefragt.
Beziehung entsteht über Kontakt-da ist es klar,dass derjenige der zuhause bleibt den entscheidenden Vorteil hat.Erstmal.

Ich find es hört sich total gut an ,dass dein Mann traurig über die Situation ist.
Er möchte nicht nur Statist sein ,es bedeutet ihm viel in gutem Kontakt zu seiner Tochter ( die ja nun wirklich noch klein ist) zu sein.
Ermutige und bestärke ihn in seinen Bemühungen bis sich euer Kind ihm von allein zuwendet.
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manie
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Re: Vater-Tochter-Beziehung

Beitrag von manie »

das ist ja echt schade für den papa. Nimmt er sie denn auch mal im tuch? Ich hab das meinem mann auch nahegelegt und es klappt super. Vor allem weil ich dann auch mal entlastet bin. Oder er spielt mit ihr, wenn sie auf der decke liegt. Bei uns hat auch der papa fast von anfang an die feste aufgabe bekommen sie für die nacht fertig zu machen.
Mehr kann ich jetzt auch nicht dazu sagen. Wünsch euch aber, dass es besser wird.
manie mit großer Maus 8/12 und kleiner Maus 4/14
Ich bin fast immer einhändig mit dem Handy hier, darum bitte nicht böse sein, wenn alles klein geschrieben ist.
frau schneider
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Re: Vater-Tochter-Beziehung

Beitrag von frau schneider »

hallo kirschsüppchen,

ich kann dir nur von der vater-sohn-beziehung hier berichten :wink:
mein kleiner ist schon etwas älter, aber ansonsten ist es hier ähnlich. mein mann trägt ihn auch oft (mittlerweile hauptsächlich auf dem rücken) und wenn mich der kleine nicht sieht, geht es bedeutend besser, als wenn ich mit im raum bin. gestern war ich sogar für 3,5 stunden unterwegs (da konnte ich ihn wirklich nicht mitnehmen), ich hab mir im vorfeld schon gedanken gemacht, v.a. ob er das auch so lange ohne stillen aushält, aber als ich nach hause kam, war der kleine ganz vergnügt. er hatte laaange geschlafen (er schläft bei meinem mann immer länger als bei mir) und war gut gelaunt. :shock: :D
hat er aber die auswahl, dann bin ganz klar ich die nummer 1!

das war und ist bei seinen schwestern im übrigen genauso. bin ich nicht da, dann läuft es mit papa super, aber wenn wir beide zuhause sind, dann ist mein mann fast immer zweite wahl. das tut mir auch sehr leid für ihn. aber es bleibt uns nichts, als das zu akzeptieren. und ihnen immer wieder gelegenheit zu geben, ohne mich zu sein!

glg vom see
frau schneider
sTanja
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Re: Vater-Tochter-Beziehung

Beitrag von sTanja »

Ja, hier auch, uns hat am besten geholfen, das ich mich verzogen habe, und Papa und Kind alleine waren, das klappte gut. Einfach mal ein Stündchen in die Badewanne, oder die beiden auf einen Tragespaziergang schicken.
Und: ruhig bleiben und es akzeptieren, das Mama eben Nr 1 ist, das ändert sich auch wieder (bei uns herrscht jetzt fast Gleichberechtigung) :)
Liebe Grüße
sTanja mit Nomadenkind (03/11) und Osterhasen (03/14) im Familienbett und zwei Sternchen im Herzen
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Cocorella
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Re: Vater-Tochter-Beziehung

Beitrag von Cocorella »

Bei uns hat das auch lange gedauert, bis der Papa akzeptiert wurde. Als die Hamsterbacke noch voll gestillt wurde, war es unmöglich für mich, Sohn und Vater allein zu lassen.
Bei uns wurde der Papa automatisch interessanter mit den Monaten. Aber es war auch hart für ihn, da er sich immer so abgewiesen fühlte.
Sonst kann ich den anderen nur zustimmen. Feste Papa-Sohn-Rituale haben bei uns dann irgendwann auch ganz gut geklappt. Ganz wichtig dabei: Nicht dazwischen funken! :wink:
Liebe Grüße von Cocorella mit ihrer Hamsterbacke 09/11

*Was glauben sie, was hier los wäre, wenn die Leute wüssten, was hier los ist!*
Volker Pispers
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Kirschsüppchen
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Re: Vater-Tochter-Beziehung

Beitrag von Kirschsüppchen »

Vielen Dank fürs Mutmachen :-)
Ich sehe schon: wir sind mit dieser "Problematik" nicht alleine..
Zu aller erst warst du nur ein Gedanke, eine Idee und wie ein Schmetterling trugen dich deine Flügelschläge sanft behütet in unsere Herzen. Dann warst du so groß wie ein Staubkorn, und bald darauf schon eine handvoll Mensch - immer sicher und beschützt in meinem Bauch. Nun beginnt dein Tag mit deinem Lachen, endet mit deiner Reise ins Träumeland - und dazwischen tragen wir dich weiter: in unseren Gedanken, in unseren Herzen und mitten durch die Welt.

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kleineRaupeN
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Re: Vater-Tochter-Beziehung

Beitrag von kleineRaupeN »

Ja, ich denke, dass ist bei sehr vielen der Fall. Und dann kommt als erstes Wort meistens "Mama" :wink:

Wir haben es so gemacht wie viele hier schon geschrieben haben. Der Raupenpapa darf immer das Baden übernehmen, denn das ist einfach ein schöner Moment für die Miniraupe. Außerdem ist ein fester Bestandteil des Abendrituals, dass er Gitarre spielt. Und was am meisten geholfen hat: seit die Miniraupe 8,5 Monate alt ist gehe ich wieder zu einem Abendkurs einmal die Woche und der Raupenpapa bringt sie ins Bett. Das hat nie geklappt solange ich noch in der Nähe war und sie bei mir einschlafstillen konnte...
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estival
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Re: AW: Vater-Tochter-Beziehung

Beitrag von estival »

Mein Mann ist seit meine Tochter 7 Monate alt ist halbtags ohne mich daheim. Das klappt super. Aber sobald ich da bin, will sie auch nur zu mir. Einschlafen geht mit Papa auch heute (17 Monate!) ausschliesslich im ergobaby.

Ich denke, das hat die Natur so eingerichtet, oder? Mama ist eben Mama ;-) früher wäre ein Überleben ohne uns schwierig, wegen dem stillen.

Ist schade für die Papas, denke aber auch, wenn du mal nicht da bist, klappts bestimmt.

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