Kann ich mich aufs frühchenstillen vorbereiten?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Jet
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 608
Registriert: 19.04.2011, 11:04

Kann ich mich aufs frühchenstillen vorbereiten?

Beitrag von Jet »

Huhu,
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, habe ich ein recht hohes frühgeburtsrisiko. Diesmal würde ich mich gern intensiver auf das stillen vorbereiten. Mein Sohn kam an 35+1. Uns wurde direkt im kh eine saugverwirrung beschert. Ich durfte ihn erst nach fast 24 h das erste mal anlegen. Ihm wurde einfach immer die Flasche gegeben, obwohl ich sehr deutlich gesagt hab, dass ich stillen will. Als er unter der uv Lampe lag, durfte ich ihn gar nicht stillen ("dauert zu lang"). Das Ergebnis war ca 2 Monate pumpstillen und dann endlich ausschließlich an der Brust. Milch hatte ich trotz einseitigem Stillen (zu spät erkannte Blockade) immer genug.
Was kann ich diesmal tun, damit es leichter wird?
Es ist mir klar, dass es durchaus auf das gestationsalter ankommt. Und dann kann man frühchen nicht wochenlang saugfrei ernähren. Aber gibt es da irgendwelche Tipps oder hilfreiche Literatur zu dem Thema?
Jet mit Lütti (07/10) an der Hand und winzigkleiner Hummel (12/12 an 28+2)
Benutzeravatar
Katha
Dipl.-SuT
Beiträge: 4488
Registriert: 30.03.2012, 20:38

Re: Kann ich mich aufs frühchenstillen vorbereiten?

Beitrag von Katha »

Kann da leider nichts fachlich dazu beitragen, aber hab ne Frage:
Bist Du wieder im selber KH wie bei Deinem Großen?
Zieht Dein Mann bezüglich des Stillens mit Dir am Selben Strang? Wichtig finde ich, dass er da auch beim Durchsetzen hilft, zB dass angelegt wird.
So was wie "dauert zu lange" ist ja ein gemeiner Kommentar!
Hier ein Link von der AFS http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idart=432
Und ein Faltblatt http://www.afs-stillen.de/upload/faltbl ... borene.pdf
Und haben noch eine Broschüre zum Bestellen.

Drück weiter die Daumen, dass Deine Maus noch ne Zeitlang drinbleibt :)
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
Jet
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 608
Registriert: 19.04.2011, 11:04

Re: Kann ich mich aufs frühchenstillen vorbereiten?

Beitrag von Jet »

Wir wohnen jetzt über 400km vom alten kh entfernt :-) Mein Mann findet stillen voll normal, ich hab ja schließlich über 2 Jahre gestillt. Es ist sogar der Meinung, dass ich ohne weitere sws gern hätte weiter stillen können.
Das afs Heft ist schon auf meiner Liste, ich muss mir nur meine mitgliedsnummer raussuchen lassen. :-)

Ich war letztes mal am Anfang echt naiv. Diesmal wäre ich deutlich durchsetzungsstärker und möchte halt informiert das Thema angehen.
Jet mit Lütti (07/10) an der Hand und winzigkleiner Hummel (12/12 an 28+2)
Jet
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 608
Registriert: 19.04.2011, 11:04

Re: Kann ich mich aufs frühchenstillen vorbereiten?

Beitrag von Jet »

Nachtrag: die startprobleme meines Sohnes wurden im Nachhinein betrachtet durch das sehr seltene anlegen noch verstärkt (ich sag nur Blutzucker und Gelbsucht). Das war so überflüssig...
Jet mit Lütti (07/10) an der Hand und winzigkleiner Hummel (12/12 an 28+2)
Benutzeravatar
Kirschquark
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7688
Registriert: 21.05.2007, 21:37

Re: Kann ich mich aufs frühchenstillen vorbereiten?

Beitrag von Kirschquark »

bei uns im KH gibts ein extra Infoheft von KH zum Stillen von Frühgeborenen. Vielleicht bei Euch ja auch? Sonst kann ich eine besorgen und Dir schicken. Aber mit dem AFS-Heft bist Du sicher auch gut ausgestattet.
LG
Hannah
mit Mukolinchen *31.08.06 und Schlüpfling *03.01.13 und Sterngucker *03.09.16
Jet
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 608
Registriert: 19.04.2011, 11:04

Re: Kann ich mich aufs frühchenstillen vorbereiten?

Beitrag von Jet »

Guter Tipp! Ich werde mal nachfragen.
Jet mit Lütti (07/10) an der Hand und winzigkleiner Hummel (12/12 an 28+2)
Waschbaer78
Dipl.-SuT
Beiträge: 4749
Registriert: 02.03.2009, 14:05

Re: Kann ich mich aufs frühchenstillen vorbereiten?

Beitrag von Waschbaer78 »

Mein Sohn kam 34+1 und lag 12 atge neointensiv-erstes Anlegen nach über einer Woche...daher furchtbarer Stillstart,aber 18Monate haben wir trotzdem geschafft..
Mein Fazit dadraus war:Das nächste mal setze ich mich durch-ich habe mich immer abfertigen lassen mit "Jetzt gehts nicht,er liegt unterm Licht"-"Er hat so schlechte Blutwerte"-"Er ist so unruhig ,lassen sie ihn"..als er ins Wärmebettchen kam und ich das erste Mal anlegte,haben sie mir nach 2 Minuten Stillhütchen gegeben und direkt sie Flasche.
Ich würde mich nach meiner Erfahrung und Wissen das ich mittlerweile sammlen konnte niemals mehr davon abhalten lassen(außer es herrscht wirklich lebensgefahr..klar)..dafür braucht man aber vierl Stärke,dier ich damals als Erstlingsmutter mit Frühchen und Horrorgeburt einfach nicht hatte..leider,ich mache mir heute noch Vorwürfe deswegen.
Ja ich würde sagen das ist die größte Hürde:Sich gegen das Personla,das nach Schema F handelt,durchzusetzen.
Dazu hilfreich ist natürlich ein stärkender Mann,eine Stillberaterin,Ruhe im Wochenbett..und das eigene Wissen rumd ums Stillen...

Alles alles Gute
mit besonders wundervollem Sohn (01/09)
"Normalität ist wie eine gepflasterte Straße, man kann gut drauf gehen, aber es wachsen keine Blumen drauf."Vincent van Gogh
Kruschelkistenbewertungen bitte hier:
viewtopic.php?f=352&t=212033
Benutzeravatar
manie
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 373
Registriert: 09.11.2012, 07:16
Wohnort: nähe münchen

Re: Kann ich mich aufs frühchenstillen vorbereiten?

Beitrag von manie »

unsere kleine war zwar kein frühchen, aber kam auf grund sehr geringem geburtsgewicht auf die frühchenstation. Und obwohl es ein stillfreundliches kkh war wurde ihr dort die flasche gegeben. Ein schnuller wurde ihr auch angeboten. Den wollte sie aber eh nicht. Zum glück kam es zu keiner saugverwirrung. Im nachhinein hat mir da aber auch so einiges nicht gepasst. Und wir haben sie dann auch recht schnell auf eigene verantwortung mit nach hause genommen. Wir hatten das gefühl, dass sie daheim bei uns am besten aufgehoben ist. Und das gefühl hat uns nicht getäuscht.
Und zum thema frühchen stillen. Setzt dich durch. Meine mama hat das vor über 20 jahren bei meinen brüdern (zwillinge) auch gemacht.
Ich wünsche alles gute für die geburt und dass es der zwerg noch eine weile im bauch aushält.
manie mit großer Maus 8/12 und kleiner Maus 4/14
Ich bin fast immer einhändig mit dem Handy hier, darum bitte nicht böse sein, wenn alles klein geschrieben ist.
Lucccy
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1011
Registriert: 19.03.2012, 12:12

a1

Beitrag von Lucccy »

Hallo,

ich hab hier mal eine etwas andere Tendenz.

Nach der Geburt habe ich sofort angefangen abzupumpen, mein Spätfrühchen war auf Neo-ITS. Wir haben eine Weile nicht angelegt, sondern die gepumpte Milch per Flasche (zeitweise auch per Sonde) gegeben. Entlassen wurde ich dann mit Stillhütchen, da direktes Anlegen nicht klappte. Ab errechnetem Termin habe ich dann mit Hilfe meiner Hebamme das Hütchen abgewöhnt.

Mittlerweile (und hauptsächlich durch dieses Forum) bin ich mit unserem Start etwas ausgesöhnt: schon das Trinken aus der Flasche war anstrengend genug, Stillen (zur Ernährung) hätte anfangs sicher noch schlechter funktioniert. Von Frühchenmamas aus anderen Kliniken hab ich vom Teufelskreis -Anlegen, Nachfüttern, Abpumpen (alles saubermachen)- gehört. Von denen hat keine auch nur 6 Monate gestillt. Da war das Abpumpen, Flasche geben und warten bis das Baby fitter ist recht konsequent in meiner Klinik und war stressfreier für mich als Mama. Ge-känguruht haben wir auch häufig, der Körperkontakt war also trotzdem gegeben. Und der Einsatz von Schnullern war auf Station (nicht mehr Neo-ITS) auch nicht gerne gesehen, ebenso wie der Calma eher kritisch gesehen wurde.
Und der Zwischenschritt Stillhütchen zwischen Flasche und direktem Anlegen war wohl sogar ein Einsatz von Stillhütchen mit passender Indikation.
Hier diente "Schema F" (Flasche) also dem fitter werden des Babys und danach wurde das Stillen auch in der Klinik forciert.

Ganz nebenbei: heute stille ich ein Kleinkind, das sogar so "saugverwirrt" war, ein Jahr lang keine Flasche (mit abgepumpter Mumi) mehr zu akzeptieren. :)

Gruß Lucccy
Waschbaer78
Dipl.-SuT
Beiträge: 4749
Registriert: 02.03.2009, 14:05

Re: a1

Beitrag von Waschbaer78 »

Lucccy hat geschrieben:Hier diente "Schema F" (Flasche) also dem fitter werden des Babys und danach wurde das Stillen auch in der Klinik forciert.
Anspielung auf mich?Vielen dank
Sollte es notwendig sein diesen Weg,den wir genauso gegangen sind,zu gehen ,um stressfrei für alle es zu gestalten, da es sonst massive Probleme gäbe..in Ordnung.Aber wenn vor lauter Tunnelblick eben nicht mal anderem eine Chance gegeben wird...sehr sehr traurig..vor allem wenn die mama es eigentlich möchte,aber nicht die Kraft hat sich zu wehren.Ich finde da gibts es auch Alternativen als die Flasche um ein baby zu peppeln.
mit besonders wundervollem Sohn (01/09)
"Normalität ist wie eine gepflasterte Straße, man kann gut drauf gehen, aber es wachsen keine Blumen drauf."Vincent van Gogh
Kruschelkistenbewertungen bitte hier:
viewtopic.php?f=352&t=212033
Antworten

Zurück zu „Stillforum“