Beim Großen ist es so, dass er Mittags seinen Schlaf sehr dringend noch braucht und sich auch einfordert und dann sehr lange schläft, zwischen anderthalb und drei Stunden. Das finde ich viel für ein Kind, das bald drei wird. Der Kleine schläft ziemlich genau anderthalb Stunden und dann habe ich mit ihm noch etwas Exklusivzeit, bis der Große wach wird und dann nach ca. 30 Minuten Aufwachritual auch aus dem Bett kommt.
Der Große geht aufgrunddessen abends sehr spät ins Bett. Das stört uns teilweise. Zum einen möchten wir uns abends über Dinge unterhalten, die keine Kinderthemen sind und das geht im Moment kaum, weil F. ständig dabei ist. Wir finden keine Situation, in der er wach sein darf, wir aber unsere Ruhe haben. Wenn er mit im Raum ist, hört er unsere Gespräche ja trotzdem/würde den Fernseher mitbekommen etc...
Wir möchten auch nicht zwingend, dass er jeden Abend um halb neun schläft, aber es ist seit Wochen kaum ein Abend, an dem wir mal Ruhe haben. Da der Kleine nachts nach wie vor dreimal die Wasserflasche angereicht haben möchte, bin ich etwas übermüdet und kann mich abends nur wach halten, wenn ich auf dem Sofa sitze und stricke oder am Laptop sitze.
Kuschele ich mich mit dem Großen ins Bett und nutze die Zeit für eine gemeinsame Lesestunde, dann schlafe ich über den Büchern ein. Meinem Lebensgefährten geht es genauso und oft ist es so, dass F. etwas früher schläft, wenn er sich dazulegt, aber mein Lebensgefährte ebenso.
Ich habe oft den Wunsch F. den Mittagsschlaf abzugewöhnen oder zu verkürzen, aber beide Möglichkeiten tun ihm nicht gut. Es ist auch schwer umsetzbar, dass er mittags nicht schläft, weil ich den kleinen Sohn Mittags so 15 Minuten in den Schlaf kuschele. In dieser Zeit legt sich der Große im Kinderzimmer auch hin und schläft. Wenn wir unterwegs sind, habe ich manchmal das Glück, dass der Kleine im Wagen einschläft und ich mit dem Großen spiele. Aber auch dann sagt er nach einiger Zeit, dass er jetzt schlafen will. Ich finde, ein Kind, das so deutlich sagen kann, dass es müde ist und auch schlafen will, sollte man nicht verbiegen.
Andererseits würde ich gerne abends von neun bis elf kinderfrei haben. Die Mittagspause ist zwar schön für mich, aber da könnte ich auch drauf verzichten, wenn ich dafür abends wieder etwas früher Zeit für mich bzw. wir Eltern Zeit für uns haben.
Langer Rede kurzer Sinn: Findet ihr es in Ordnung am Schlaf des Kindes zu manipulieren? Würde er sich nach ein paar Tagen vielleicht an den kürzeren Mittagsschlaf gewöhnen und wäre nachmittags nicht mehr so furchtbar schlecht gelaunt? Soll ich vielleicht dem Kleinen versuchen anzugewöhnen, sich nachts selbst mit Schnuller und Wasserflasche zu versorgen, damit ich nicht mehr im Schlaf gestört werde und wir Eltern so einfach um zehn/elf Uhr noch fitter sind und dann unsere gemeinsame Zeit nehmen? Für mich klingt nichts stimmig von alledem und dennoch habe ich den Wunsch etwas zu ändern.
Habt ihr vielleicht Ideen?
(Und bitte nicht wundern, warum ich total übermüdet bin und dann nachts nach eins hier poste: Es war heute mal wieder extrem spät, bis beide Jungs schliefen und ich habe mich danach noch mal an den Laptop gesetzt und jetzt den müden Punkt überwunden. Vielleicht brauche ich ein Unterforum "Schlaf, Mama, Schlaf")

