Stillen nach der Geburt
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Annemie
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Stillen nach der Geburt
Ich habe mich bisher nur im Trage- Forum rumgetrieben und hier im Forum noch keinen richtigen Überblick.
Wenn meine frage also schon irgendwo beantwortet ist, tut es mir leid, dann gebt mir bitte einfach den link- ich hab nämlich irgendwie nichts gefunden;-)
Ich bin mit meinem 2. Kind schwanger, geburtstermin ist im Januar.
Mein erstes Kind war ein frühchen, lag fast 2 Wochen auf der Neo, wir hätten also einen ungünstigen stillstart mit abpumpen, stillhütchen und alles was dazu gehört.
Mich ärgert immernoch, dass die Schwestern oft aus Faulheit doch pulvermilch gegeben haben, ich war aber auch einfach noch zu verwirrt und unsicher.
Ich weiß also überhaupt nicht, wie das stillen in den ersten Tagen abläuft.
So- 2. Kind- ich will alles besser machen und gut vorbereitet sein!
Wie ist das?
Direkt nach der Geburt wird das Baby angelegt.
Bekommt es denn wirklich schon etwas aus der Brust? Reicht das Kollostrum?
Was mache ich wenn das Kind merklich Hunger hat, also meine Brust noch nicht reicht bis der Milcheinschuss kommt, bzw.was mache ich mit den Schwestern, die dann evtl zufüttern wollen?
Ich möchte diesmal einfach genau wissen was zu tun ist und mich von niemandem verunsichern lassen.
Liebe Grüsse!
Wenn meine frage also schon irgendwo beantwortet ist, tut es mir leid, dann gebt mir bitte einfach den link- ich hab nämlich irgendwie nichts gefunden;-)
Ich bin mit meinem 2. Kind schwanger, geburtstermin ist im Januar.
Mein erstes Kind war ein frühchen, lag fast 2 Wochen auf der Neo, wir hätten also einen ungünstigen stillstart mit abpumpen, stillhütchen und alles was dazu gehört.
Mich ärgert immernoch, dass die Schwestern oft aus Faulheit doch pulvermilch gegeben haben, ich war aber auch einfach noch zu verwirrt und unsicher.
Ich weiß also überhaupt nicht, wie das stillen in den ersten Tagen abläuft.
So- 2. Kind- ich will alles besser machen und gut vorbereitet sein!
Wie ist das?
Direkt nach der Geburt wird das Baby angelegt.
Bekommt es denn wirklich schon etwas aus der Brust? Reicht das Kollostrum?
Was mache ich wenn das Kind merklich Hunger hat, also meine Brust noch nicht reicht bis der Milcheinschuss kommt, bzw.was mache ich mit den Schwestern, die dann evtl zufüttern wollen?
Ich möchte diesmal einfach genau wissen was zu tun ist und mich von niemandem verunsichern lassen.
Liebe Grüsse!
- saiidi
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 09.07.2011, 18:45
- Wohnort: Obb/OÖ
Re: Stillen nach der Geburt
Liebe Annemie.
Kann dich gut verstehn. Beim ersten gings mir ähnlich wie dir.
Am hilfreichsten war bei mir bei meiner zweiten die kleine bei mir im Bett zu haben und so gut wie garnicht *aus der Hand* zu geben.
Kleine schreit evtl später mehr.
Kann dich gut verstehn. Beim ersten gings mir ähnlich wie dir.
Am hilfreichsten war bei mir bei meiner zweiten die kleine bei mir im Bett zu haben und so gut wie garnicht *aus der Hand* zu geben.
Kleine schreit evtl später mehr.
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Lösche Benutzer 8492
Re: Stillen nach der Geburt
Wenn es nicht reichen wuerde, waere die Menschheit vor der Erfindung der Pulvermilch ausgestorbenAnnemie hat geschrieben: Bekommt es denn wirklich schon etwas aus der Brust? Reicht das Kollostrum?
Bei mir ebenfalls - beim ersten ist alles schiefgelaufen, die Kleine hab ich einfach angelegt, das hat geklappt...
- blueberry
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Re: Stillen nach der Geburt
Wie wäre es denn mit einem guten Stillbuch, in das Du Dich jetzt noch in Ruhe einlesen kannst? Ich finde z.B. dieses hier sehr gut. Übersichtlich, gut zu lesen, gutes Layout, alles wichtige erwähnt, Adressen drin wo man sich Hilfe suchen kann im Bedarfsfall, unideologisch und unesoterisch - und auf dem neuesten Stand (und sehr erschwinglich zudem) :
http://www.amazon.de/Stillen-Ratgeber-K ... cr_pr_pb_i
Gute Tipps zum ersten Stillen findest Du auch in den Faltblättern der AFS:
http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcat=66
Beim Lesen nicht verwirrt sein: die werden in Druckform normalerweise gedrittelt gefaltet, so dass die "Titelseite" auf dem ersten Blatt ganz rechts ist, wenn man es als PDF öffnet...
Vor allem in diesem:
Richtig Stillen
(inkl. einer guten Beschreibung, wie das Baby sich nach der Geburt/in der ersten Zeit selbst anlegen kann: "Was Ihr Baby kann" auf der Innenseite
)
und diesem:
Die Ernährung des Neugeborenen
Darin findest Du auch sehr anschaulich beschrieben, wie winzig der Magen eines neugeborenen Babys ist und warum es vom Kolostrum (das ja auch schon Milch ist - die kommt nicht erst später!) ganz genau satt wird, solange man von Anfang an nach Bedarf anlegt.
---------------------
Und wie man mit Schwestern umgeht, die zufüttern wollen? Man wird zur Löwenmama
, gibt das Baby nicht aus der Hand, lässt niemanden mit Schnuller oder Fläschchen - und mit Tee schon gar nicht - auch nur in die Nähe des Kindes - und verlässt so schnell wie irgend von GEsundheitszustand der Mama her zulässig das Krankenhaus in Richtung Zuhause
Sollte auf Zufüttern beharrt werden, lässt man sich die Indikation gut erklären und holt dann gegebenenfalls eine Zweitmeinung ein. In jedem Fall besteht man auf STILLFREUNDLICHEM Zufüttern, etwa per BES oder Becher, Löffel, ... (Infos findest Du hier im Forum - z.B. in der "Linksammlung Stillwissen", die hier im Unterforum oben festgepinnt ist) um eine Saugverwirrung zu verhindern.
Meine Wochenbetthebamme war damals vom nahegelegenen Krankenhaus und sie sagte, fast alle Stillprobleme, die bei den Müttern auf Station regelmäßig vorkommen, kennt sie kaum je von den Müttern, die nachder Geburt nach Hause gegangen sind und das Wochenbett in Ruhe und Privatsphäre verbringen... Aber auch wenn Du - aus welchen Gründen auch immer - in der Klinik bleiben musst/möchtest: dann wirst Du Dich mit dem richtigen Stillwissen an der Hand (das Dir anzueignen Du ja schon auf dem besten Wege bist!
) überzeugt auftreten und Dir bei Zweifeln an den Ratschlägen der Wochenstationsschwestern den Rat einer guten Stillberaterin in Deiner Nähe oder hier im Forum suchen. Und dann wird schon alles klappen!
http://www.amazon.de/Stillen-Ratgeber-K ... cr_pr_pb_i
Gute Tipps zum ersten Stillen findest Du auch in den Faltblättern der AFS:
http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcat=66
Beim Lesen nicht verwirrt sein: die werden in Druckform normalerweise gedrittelt gefaltet, so dass die "Titelseite" auf dem ersten Blatt ganz rechts ist, wenn man es als PDF öffnet...
Vor allem in diesem:
Richtig Stillen
(inkl. einer guten Beschreibung, wie das Baby sich nach der Geburt/in der ersten Zeit selbst anlegen kann: "Was Ihr Baby kann" auf der Innenseite
und diesem:
Die Ernährung des Neugeborenen
Darin findest Du auch sehr anschaulich beschrieben, wie winzig der Magen eines neugeborenen Babys ist und warum es vom Kolostrum (das ja auch schon Milch ist - die kommt nicht erst später!) ganz genau satt wird, solange man von Anfang an nach Bedarf anlegt.
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Und wie man mit Schwestern umgeht, die zufüttern wollen? Man wird zur Löwenmama
Meine Wochenbetthebamme war damals vom nahegelegenen Krankenhaus und sie sagte, fast alle Stillprobleme, die bei den Müttern auf Station regelmäßig vorkommen, kennt sie kaum je von den Müttern, die nachder Geburt nach Hause gegangen sind und das Wochenbett in Ruhe und Privatsphäre verbringen... Aber auch wenn Du - aus welchen Gründen auch immer - in der Klinik bleiben musst/möchtest: dann wirst Du Dich mit dem richtigen Stillwissen an der Hand (das Dir anzueignen Du ja schon auf dem besten Wege bist!
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Lösche Benutzer 8492
Re: Stillen nach der Geburt
So war es bei uns auch. Der Grosse wurde staendig gewogen, hat seine 10% abgenommen, zufuettern, Milchpumpe, total nervige Schwestern...Die Kleine hatte fast das gleiche Geburtsgewicht, wir hatten 3 Tage nur Ruhe, niemand hat sich um uns gekuemmert, bei der U2 haben sie dann gemerkt, dass sie auch 10% abgenommen hat, war fast das gleiche Gewicht wie beim Bruder. Sie war auch ziemlich gelb, wir durften trotzdem gehen... Ich hab mich dann auch erfolgreich gegen das Zufuettern gewehrt, das mir die Hebamme bei jedem Besuch aufdraengen wollte - jetzt stillen wir fast 6 Monate vollblueberry hat geschrieben: Meine Wochenbetthebamme war damals vom nahegelegenen Krankenhaus und sie sagte, fast alle Stillprobleme, die bei den Müttern auf Station regelmäßig vorkommen, kennt sie kaum je von den Müttern, die nachder Geburt nach Hause gegangen sind und das Wochenbett in Ruhe und Privatsphäre verbringen... Aber auch wenn Du - aus welchen Gründen auch immer - in der Klinik bleiben musst/möchtest: dann wirst Du Dich mit dem richtigen Stillwissen an der Hand (das Dir anzueignen Du ja schon auf dem besten Wege bist!) überzeugt auftreten und Dir bei Zweifeln an den Ratschlägen der Wochenstationsschwestern den Rat einer guten Stillberaterin in Deiner Nähe oder hier im Forum suchen. Und dann wird schon alles klappen!
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Annemie
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Re: Stillen nach der Geburt
Ich danke euch!!
Das Buch werde ich mir auf jeden fall kaufen und die Broschüren in aller Ruhe durchlesen.
Ich hoffe so sehr dass es eine unproblematische Geburt wird, dann geh ich nämlich gleich am nächsten Tag Heim, das weiß ich sicher;-)
@wildmotzi
Mir ist schon klar dass dass die Versorgung auch die ersten Tage so passen wird, dass das die Natur schon richtig macht, aber mir fehlen bisher einfach die Argumente, wenn mir jemand reinreden will. Und dann möchte ich mir sicher sein, dass ich es richtig mache
Ich bin jemand, der sich leicht verunsichern lässt!
Das Buch werde ich mir auf jeden fall kaufen und die Broschüren in aller Ruhe durchlesen.
Ich hoffe so sehr dass es eine unproblematische Geburt wird, dann geh ich nämlich gleich am nächsten Tag Heim, das weiß ich sicher;-)
@wildmotzi
Mir ist schon klar dass dass die Versorgung auch die ersten Tage so passen wird, dass das die Natur schon richtig macht, aber mir fehlen bisher einfach die Argumente, wenn mir jemand reinreden will. Und dann möchte ich mir sicher sein, dass ich es richtig mache
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- blueberry
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Re: Stillen nach der Geburt
Dann würde ich zusätzlich zum Vorgenannten noch folgendes machen:Annemie hat geschrieben: Ich bin jemand, der sich leicht verunsichern lässt!
1. Buch/ausgedruckte Faltblätter (sicherheitshalber auch das zu Frühchen und Kaiserschnitt?) nach dem Lesen in die Kliniktasche packen zum Nachschlagen bei Unsicherheiten.
und - wenn möglich:
2. Den Papa (oder eine dann oft anwesende gute Freundin, Schwester, ... ?) im Vorfeld gut informieren, ihm ausgewählte Buchseiten (oder bei motiviertem Papa: das ganze Buch) zum Lesen geben, Faltblätter in die Hand drücken (es gibt da auch eins speziell für den Papa!
Man ist als Mama im Wochenbett erfahrungsgemäß nicht besonders gut in der Lage, neue Informationen und Sachtexte zu studieren. Darum ist alles, was man vorher verinnerlicht hat/gelesen hat Gold wert und der Papa (oder andere(r) UnterstützerIn) in Diskussionen mit medizinischem Personal im Zweifelsfall eine Riesenstütze.
3. Eine Stillberaterin bei Euch in der Nähe kannst Du auch im Vorfeld schonmal kontaktieren. Dann ist die Hemmschwelle niedriger, sich dann auch mit gefühlt "kleinen" Problemen an sie zu wenden - und zwar bevor diese zu großen werden können
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Goldschnuppe
- ist gern hier dabei
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Re: Stillen nach der Geburt
Der letzte Satz irritiert mich. Wie meinst du das? Ein Baby schreit doch nicht mehr weil es in seiner ersten Lebenszeit fast ausschließlich bei der Mama ist. Dassaiidi hat geschrieben:Liebe Annemie.
Kann dich gut verstehn. Beim ersten gings mir ähnlich wie dir.
Am hilfreichsten war bei mir bei meiner zweiten die kleine bei mir im Bett zu haben und so gut wie garnicht *aus der Hand* zu geben.
Kleine schreit evtl später mehr.
ist doch das Beste was ihm passieren kann. Oder hab ich dich falsch verstanden?
- blueberry
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Re: Stillen nach der Geburt
Goldschnuppe hat geschrieben:Der letzte Satz irritiert mich. Wie meinst du das? Ein Baby schreit doch nicht mehr weil es in seiner ersten Lebenszeit fast ausschließlich bei der Mama ist. Dassaiidi hat geschrieben:Liebe Annemie.
Kann dich gut verstehn. Beim ersten gings mir ähnlich wie dir.
Am hilfreichsten war bei mir bei meiner zweiten die kleine bei mir im Bett zu haben und so gut wie garnicht *aus der Hand* zu geben.
Kleine schreit evtl später mehr.
ist doch das Beste was ihm passieren kann. Oder hab ich dich falsch verstanden?
Ich denke, sie wollte sagen:
"Moment, mein Baby ruft mich gerade - wenn ich es später heute noch schaffe, schreib ich Dir noch mehr. Soviel jetzt erstmal von mir, ich muss mich um mein weinendes Baby kümmern"
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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teea
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 93
- Registriert: 22.07.2012, 23:51
Re: Stillen nach der Geburt
Ich war auch kurz irritiert über den letzten Satz, aber mit der Erklärung ergibt er auch für mich einen Sinn.blueberry hat geschrieben:Goldschnuppe hat geschrieben:Der letzte Satz irritiert mich. Wie meinst du das? Ein Baby schreit doch nicht mehr weil es in seiner ersten Lebenszeit fast ausschließlich bei der Mama ist. Dassaiidi hat geschrieben:Liebe Annemie.
Kann dich gut verstehn. Beim ersten gings mir ähnlich wie dir.
Am hilfreichsten war bei mir bei meiner zweiten die kleine bei mir im Bett zu haben und so gut wie garnicht *aus der Hand* zu geben.
Kleine schreit evtl später mehr.
ist doch das Beste was ihm passieren kann. Oder hab ich dich falsch verstanden?
Ich denke, sie wollte sagen:
"Moment, mein Baby ruft mich gerade - wenn ich es später heute noch schaffe, schreib ich Dir noch mehr. Soviel jetzt erstmal von mir, ich muss mich um mein weinendes Baby kümmern"
Liebe Grüße
Theresa
mit Fröschlein 02/12
Theresa
mit Fröschlein 02/12