hausdrachin hat geschrieben:Es gab hier mal eine Diskussion zum Vergleich der Sicherheit des Kindes zwischen Kinderwagen und TT. Da war die Argumentation, TT sei viel sicherer, da wenn man stürzt, würde man reflexartig sein Kind schützen.
Wieso sollte das beim Fahrradsturz anders sein? Ich kann mir gerade gar nicht vorstellen, wie man es schafft, auf das Kind draufzufallen. Wenn ich bisher (ohne Kind) mit Rad gestürzt bin, dann auf Hände und Knie. Weder mein Bauch noch mein Rücken haben je den Boden berührt.
Und nein, ich fahre nicht mit Kind im TT Rad, aber finde es auch irre, wie hier so heftig contra gepostet wird.
Fiddlegirl hat geschrieben:Also ihr könnt davon halten, was ihr wollt, aber ich finde es völlig okay, solange das Kind nicht irgendwie locker vor den Bauch geschnallt ist.
Da kann och mich anschließen.
Und die Gefahr, angefahren zu werden, hat man auch als Fußgänger.
1. Mit dem Kinderwagen/TT gehst du SPAZIEREN und nimmst nicht aktiv am Straßenverkehr teil, fährst auf der Straße, biegst ab an vorbeifahrenden Autos etc.
2. Mit dem Rad hast du noch einen FREMDKÖRPER um dich herum, bzw unter dir. Dh. der normale "Abfangmechanismus" funktioniert hier nicht mehr korrekt, da das Rad im Weg ist, je nachdem wo es hinfällt. Anders als wenn du mit dem TT läufst zB. Jeder, der mit dem Rad schon einmal umgefallen ist, weiß wovon ich spreche
3. Man hört kaum von Todesfällen im Kinderwagen oder TT beim Spazierengehen (ausser ein Irrer rast in die Menge, klar), während Todesfälle und Unfälle mit dem Rad weitaus häufiger sind. Zudem sind die Verletzungen dann auch SEHR viel schlimmer als wenn man spazieren geht, der Vergleich hinkt also gewaltig.
Bei allem, womit ich mich schneller fortbewege als Schrittgeschwindigkeit schütze ich mich - mit nem Helm (Rad, Ski, etc) oder Schützern (Inliner etc) einfach weil ab dann meine Reflexe usw. nicht mehr schnell genug sind um mich ausreichend zu sichern. Wieso sollte ich dann nicht das kostbarste in meinem Leben (mein Kind) mindestens genauso gut schützen wollen!?
