Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
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smibo
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Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
http://mobil.n-tv.de/panorama/Handel-ni ... 87431.html
Daas der unkontrollierte handel mit mumi gefährlich sein kann ist unbestritten. Aber seit wann ist einer Spenderin schlechter als die industrienahrung? Dachte immer laut who sei an erster stelle das stillen des kindes durch die eigene mutter am besten gefolgt von abgepumpter mumi. Danach kommt die mumi einer spenderin und erst dann industriemilch?
Kamn denn industriemilch, die immer gleich ist in der zusammensetzung wirklich besser sein als mumi einer gesunden spenderin?
Daas der unkontrollierte handel mit mumi gefährlich sein kann ist unbestritten. Aber seit wann ist einer Spenderin schlechter als die industrienahrung? Dachte immer laut who sei an erster stelle das stillen des kindes durch die eigene mutter am besten gefolgt von abgepumpter mumi. Danach kommt die mumi einer spenderin und erst dann industriemilch?
Kamn denn industriemilch, die immer gleich ist in der zusammensetzung wirklich besser sein als mumi einer gesunden spenderin?
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Petra40
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Re: Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
In dem Artikel wird ja auch zu Bedenken gegeben, dass die Milch einer Mutter immer optimal auf ihr Kind abgestimmt ist und die Milch einer Mutter eines größeren Stillkindes beispielsweise für ein Neugeborenes ungeeignet sei. Wie ist das denn eigentlich in Kulturen, in denen es üblich ist, dass Kinder von mehreren Frauen gestillt werden? Oder wie war das mit den Ammen?
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Kitabuna
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Re: Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
Danke für den Link, smibo.
Mich würden auch Stellungsnahmen zum Bericht, der weiter unten aufgeführt ist, interessieren.
"Zufüttern ist nötig. Stillkinder brauchen Eisen"
Hauptthese: "Mütter, die ihre Kinder voll stillen, sollten nach etwa vier Monaten eisenreiche Breinahrung zufüttern." In einer Studie des FKE mit 76 Kindern hätten die gestillten Kinder signifikant häufiger einen Eisenmangel, im Vergleich zu den mit (eisenhaltiger) Flaschenmilch ernährten Säuglingen.
Ich (als Laie) hatte das anders in Erinnerung: Muttermilch enthält nicht viel Eisen, dieses wird aber vom Körper besser absorbiert, so dass es in der Regel nicht zu einem Mangel kommt.
Ist Muttermilch bei Eisenmangel nicht sogar indiziert, da so der Organismus Eisen aus der Nahrung besser aufnehmen kann? (Gut, es wird ja im Text auch nicht zum Abstillen mit Beikosteinführung geraten, so dass man diesen Effekt trotzdem noch hätte.)
Tut mir leid, falls schon an anderer Stelle im Forum darüber diskutiert wurde.
Mich würden auch Stellungsnahmen zum Bericht, der weiter unten aufgeführt ist, interessieren.
"Zufüttern ist nötig. Stillkinder brauchen Eisen"
Hauptthese: "Mütter, die ihre Kinder voll stillen, sollten nach etwa vier Monaten eisenreiche Breinahrung zufüttern." In einer Studie des FKE mit 76 Kindern hätten die gestillten Kinder signifikant häufiger einen Eisenmangel, im Vergleich zu den mit (eisenhaltiger) Flaschenmilch ernährten Säuglingen.
Ich (als Laie) hatte das anders in Erinnerung: Muttermilch enthält nicht viel Eisen, dieses wird aber vom Körper besser absorbiert, so dass es in der Regel nicht zu einem Mangel kommt.
Tut mir leid, falls schon an anderer Stelle im Forum darüber diskutiert wurde.
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Kitabuna
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Re: Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
Uups, meinte resorbiertKitabuna hat geschrieben: Ich (als Laie) hatte das anders in Erinnerung: Muttermilch enthält nicht viel Eisen, dieses wird aber vom Körper besser absorbiert
- Katha
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Re: Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
Was mich auch irritiert ist der Hinweis, dass Reife MuMi nicht für Neugeborene.
Tandemstillen geht ja auch (gut, da sollte immer zuerst das jüngere Kind trinken)
Gab hier einige Threads - zb hat eine das Neugeborene einer guten Freundin gestillt, als deren Mann Unfall hatte - da war es aus stillberaterischer Hinsicht kein Problem.
Und Jusl schrieb da irgendwo, dass die Reihenfolge 1. Stillen, 2. Pumpstillen, 3. Fremde MuMi und erst dann Pre sei.
Ich nehme jetzt die Unsicherheiten Jenseits der MuMi-Banken raus (Krankheiten, Kühlkette, etc)
Vielleicht schreiben die das auch nur so, damit es weniger machen - um auch die Risiken Bzgl. Krankheiten zu minimieren?
Tandemstillen geht ja auch (gut, da sollte immer zuerst das jüngere Kind trinken)
Gab hier einige Threads - zb hat eine das Neugeborene einer guten Freundin gestillt, als deren Mann Unfall hatte - da war es aus stillberaterischer Hinsicht kein Problem.
Und Jusl schrieb da irgendwo, dass die Reihenfolge 1. Stillen, 2. Pumpstillen, 3. Fremde MuMi und erst dann Pre sei.
Ich nehme jetzt die Unsicherheiten Jenseits der MuMi-Banken raus (Krankheiten, Kühlkette, etc)
Vielleicht schreiben die das auch nur so, damit es weniger machen - um auch die Risiken Bzgl. Krankheiten zu minimieren?
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
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- MarinaG
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Re: Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
Es stimmt nicht. Natürlich ist Stillen durch die eigene Mutter optimal. Aber auch Frauenmilch anderer Frauen ist viel, viel geeigneter für Menschenkinder als künstliche Milchnahrung oder Kuhmilch. Die Unterschiede in Zusammensetzung zwischen Frauenmilch und Formula sind riesig, allein die Zahl der Komponenten ist nicht zu vergleichen. Glauben die Ärzte, dass Pre-Nahrung ähnlicher dem Kolostrum ist als die reife Frauenmilch?Petra40 hat geschrieben:In dem Artikel wird ja auch zu Bedenken gegeben, dass die Milch einer Mutter immer optimal auf ihr Kind abgestimmt ist und die Milch einer Mutter eines größeren Stillkindes beispielsweise für ein Neugeborenes ungeeignet sei.
Die besten Kinder überhaupt:
Alexander (April 2011), Katharina (Oktober 2013) und Julian (Februar 2016)
Alexander (April 2011), Katharina (Oktober 2013) und Julian (Februar 2016)
- blueberry
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Re: Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
Und auch PRE verändert ihre Zusammensetzung ja NULL während des gesamten ersten Jahres... (Und sogenannte "Folgemilchen" sind ja nun noch weiter weg vom Vorbild MuMi als es PRE schon ist...)
Ich denke, hier werden einfach verschiedene Sachen vermengt: klar ist es nicht sinnvoll von anonymen Spenderinnnen für z.T. horrende Summen irgendwo übers Netz Muttermilch zu beziehen. Wer ernsthaft sein Kind mit gespendeter Frauenmilch ernähren möchte, wird sich dafür einen festen und überschaubaren Stamm bekannter Spenderinnen suchen, die sich dann auf bestimmte Krankheiten testen lassen, denen man zutraut, sich an Hygieneregeln zu halten und wo der Transport mit Kühlkette funktioniert. Oder eben eine Frauenmilchbank für Frühchen etc.
Die Risiken sind dann nicht viel größer als die, dass das Kind durch kontaminierte, zu lange zubereitet rumstehende, ... Pulvermilch mit Keimen in Berührung kommt - vielleicht bei großer Sorgfalt sogar geringer.
Dass MuMi sich individuell dem Kind anpasst als Argument GEGEN Spendermilch und FÜR Premilch zu verwenden ist jedenfalls der größte Mumpitz - aber anscheinend wollten sie halt mehr schreiben als einfach nur "da besteht Infektionsgefahr"...
Ich denke, hier werden einfach verschiedene Sachen vermengt: klar ist es nicht sinnvoll von anonymen Spenderinnnen für z.T. horrende Summen irgendwo übers Netz Muttermilch zu beziehen. Wer ernsthaft sein Kind mit gespendeter Frauenmilch ernähren möchte, wird sich dafür einen festen und überschaubaren Stamm bekannter Spenderinnen suchen, die sich dann auf bestimmte Krankheiten testen lassen, denen man zutraut, sich an Hygieneregeln zu halten und wo der Transport mit Kühlkette funktioniert. Oder eben eine Frauenmilchbank für Frühchen etc.
Die Risiken sind dann nicht viel größer als die, dass das Kind durch kontaminierte, zu lange zubereitet rumstehende, ... Pulvermilch mit Keimen in Berührung kommt - vielleicht bei großer Sorgfalt sogar geringer.
Dass MuMi sich individuell dem Kind anpasst als Argument GEGEN Spendermilch und FÜR Premilch zu verwenden ist jedenfalls der größte Mumpitz - aber anscheinend wollten sie halt mehr schreiben als einfach nur "da besteht Infektionsgefahr"...
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Re: Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
Achso, und zum Eisenmangel, der angeblich durchs Stillen entstehen könnte, gibt es hier reichlich Threads im Forum und eine Stellungnahme der AFS auf deren Website und einen guten Artikel in - ich meine welt-online, der hier garantiert irgendwo verlinkt ist. Kurz gefasst: Stillkinder können maximal TROTZ des Stillens einen Eisenmangel bekommen (wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen wie Frühgeburt, Nabelschnur nicht auspulsiert, small for date, ... ) und nicht WEGEN des Stillens. Aber dazu findet man wie gesagt schon einiges hier im Forum - einfach mal suchen.
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Sibi
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Re: Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
Ich kann die Warnung nachvollziehen und ich würde ehrlich gesagt auch nicht auf die Idee kommen, meinem Kind Muttermilch aus dem Internet zu kaufen. Was weiß ich, was da gepanscht, gestreckt, falsch aufbewahrt wurde... Dann lieber selbst Formula kaufen und anrühren.
Einige andere Aspekte an dem Artikel und erst recht in den Kommentaren fand ich aber auch schräg - ein Kommentar hörte sich so an, als wenn es irre schwer ist, sich so zu verhalten und zu ernähren, damit die eigene Muttermilch gesünder als Formula ist.
Einige andere Aspekte an dem Artikel und erst recht in den Kommentaren fand ich aber auch schräg - ein Kommentar hörte sich so an, als wenn es irre schwer ist, sich so zu verhalten und zu ernähren, damit die eigene Muttermilch gesünder als Formula ist.
- blueberry
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Re: Kinderärzte warnen vor gespendeter Mumi
Naja, das wird ja auch recht erfolgreich zwischen den Zeilen so mancher "Stillen ist das Beste - so geht es"-Anleitung kommuniziert, die von Seiten der Formula-Hersteller z.B. in Gyn-Praxen ausliegen...Sibi hat geschrieben:ein Kommentar hörte sich so an, als wenn es irre schwer ist, sich so zu verhalten und zu ernähren, damit die eigene Muttermilch gesünder als Formula ist.
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