Sehr merkwürdig
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honigtopf2010
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Sehr merkwürdig
Also ich muss mal was los werden. Hatte ich noch nie so gelesen. Ich war heute im Bioladen. Da gab es H*olle Brei ab 4. Monat steht dort groß drauf und darunter geeignet für Fläschchen, als Milchbrei, ohne Milch etc. Und darunter dann:
H*olle empfiehlt gemäß den Richtlinien der WHO 6 Monate voll stillen...
Ich finde das irgendwie...strange...
Ich empfehle der Firma dann einfach auch ab 6. Monat drauf zu schreiben.
Hatte sowas noch nie gesehen.
H*olle empfiehlt gemäß den Richtlinien der WHO 6 Monate voll stillen...
Ich finde das irgendwie...strange...
Ich empfehle der Firma dann einfach auch ab 6. Monat drauf zu schreiben.
Hatte sowas noch nie gesehen.
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
- Seerose
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Re: Sehr merkwürdig
Hmm, ganz spontan: 4 Monate für's Marketing, 6 Monate für "die Moral". 
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Re: Sehr merkwürdig
Naja, es gibt ja auch Kinder, die bereits vor dem vollendeten 6. Monat beikostreif sind. Und für die gäbe es dann ja keine empfehlenswerten Breie. Wäre genauso strange.
Aber klar, ich weiss schon wie du das meinst. Hauptsache darauf hingewiesen. Tatsächlich kann es ihnen ja auch nur recht sein, wenn sich niemand dran hält. An vollgestillten Babys verdienen Breihersteller nix.
Aber klar, ich weiss schon wie du das meinst. Hauptsache darauf hingewiesen. Tatsächlich kann es ihnen ja auch nur recht sein, wenn sich niemand dran hält. An vollgestillten Babys verdienen Breihersteller nix.


Melly mit Juli (8 1/2) und neuer Liebe Marco
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Re: Sehr merkwürdig
Es muss doch drauf hingewiesen werden, dass Stillen das Beste ist?
Und manche koennen doch einfach nicht 6 Monate stillen? "Fuer Flaschenbabys ab 4. Monat, fuer Stillbabys ab 6. Monat" waer doch eine lange Aufschrift
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Und manche koennen doch einfach nicht 6 Monate stillen? "Fuer Flaschenbabys ab 4. Monat, fuer Stillbabys ab 6. Monat" waer doch eine lange Aufschrift
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honigtopf2010
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Re: AW: Sehr merkwürdig
Davon abgesehen, dass Stillen nicht das Beste, sondern allenfalls normal ist, wäre diese Aufschrift ungefähr genau so lang, wie das, was dort standwildmotzi hat geschrieben:Es muss doch drauf hingewiesen werden, dass Stillen das Beste ist?
Und manche koennen doch einfach nicht 6 Monate stillen? "Fuer Flaschenbabys ab 4. Monat, fuer Stillbabys ab 6. Monat" waer doch eine lange Aufschrift.
Klar, das mit der Beikostreife ist mir bewusst. Aber um viele widersprechende Informationen auf einem Karton? Ich hab gedacht, das wär so ein Supertoller BioHersteller mit Anspruch und so. Kenn mich aber mit Brei auch nicht so aus :mad:
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AnnaKatharina
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Re: Sehr merkwürdig
Hole hat eine "Kindermilch 4" im Sortiment. Für Kinder ab 12. Monaten.
Ich glaub mehr muß man zu der ' Moral' der Firma nicht mehr sagen, oder?
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- parsimonia
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Re: Sehr merkwürdig
hierschreibt holle, warum sie es vertretbar finden diese absatzsteigernde aufdrucke anzubringen:
1) Das allmähliche Zufüttern in der sogenannten Beikost-Phase würde in der Zeitspanne nach dem 4. bis nach dem 6. Monat beginnen und gehe über in die Familienkost zu Beginn des zweiten Lebensjahres.
hinterhältig und absatzfördernd formuliert: warum sagen sie nicht zu beginn des 5. monats oder zu beginn des 13. monats? und was ist mit dem bezug? geht die beikostphase in eine familienkostphase über, also in eine anstattkost, oder endet hier tatsächlich die breikost aus dem glas?
2) Da sich jedes Kind individuell entwickeln würde und bereits frühzeitig seine eigenen Vorlieben für bestimmte Mahlzeiten besäße, seien Abweichungen vom allgemeinen Ernährungsplan ganz natürlich.
natürlich sind kinder keine kalender und jedes kind ist anders, aber es fehlt ethischerweise irgendwie der hinweis, dass es auch kinder gibt, die erst mit einem jahr beikostreif sind? Und wo sind die kriterien zu beikostreife? ausserdem es klingt nach einem freischein für holle. damit könnte holle alle seine maßnahmen rechtfertigen.
3) Ebenso beeinflusse das individuelle Verhalten des Babys auch dessen Energiebedarf und damit die gewünschte Mahlzeitmenge. Lebhafte Kinder würden mehr Energie als ruhige Babys verbrauchen und würden demnach häufigere oder größere Mahlzeitenmengen benötigen.
auf einer babybreikonserve aufgedruckt suggeriert es, als sei eine muttermilchsitzung keine mahlzeit und würde weniger kalorien haben als die breinahrung. wie war noch das verhältnis gemüse und muttermilch energiedichte?
4) Der Holle Ernährungsplan orientiere sich an den Vorgaben des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund und solle dem Verbraucher als Stütze für die Ernährung seines Kindes dienen.
erst geben sie sich ein freischein und dann legitimieren sie ihre haltung mit dem Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund, ein institut, ausgerechnet dem institut,
und dann schieben sie alles auf den verbraucher. der alles nach besten gewissen und wissen selbst wissen muss.
1) Das allmähliche Zufüttern in der sogenannten Beikost-Phase würde in der Zeitspanne nach dem 4. bis nach dem 6. Monat beginnen und gehe über in die Familienkost zu Beginn des zweiten Lebensjahres.
hinterhältig und absatzfördernd formuliert: warum sagen sie nicht zu beginn des 5. monats oder zu beginn des 13. monats? und was ist mit dem bezug? geht die beikostphase in eine familienkostphase über, also in eine anstattkost, oder endet hier tatsächlich die breikost aus dem glas?
2) Da sich jedes Kind individuell entwickeln würde und bereits frühzeitig seine eigenen Vorlieben für bestimmte Mahlzeiten besäße, seien Abweichungen vom allgemeinen Ernährungsplan ganz natürlich.
natürlich sind kinder keine kalender und jedes kind ist anders, aber es fehlt ethischerweise irgendwie der hinweis, dass es auch kinder gibt, die erst mit einem jahr beikostreif sind? Und wo sind die kriterien zu beikostreife? ausserdem es klingt nach einem freischein für holle. damit könnte holle alle seine maßnahmen rechtfertigen.
3) Ebenso beeinflusse das individuelle Verhalten des Babys auch dessen Energiebedarf und damit die gewünschte Mahlzeitmenge. Lebhafte Kinder würden mehr Energie als ruhige Babys verbrauchen und würden demnach häufigere oder größere Mahlzeitenmengen benötigen.
auf einer babybreikonserve aufgedruckt suggeriert es, als sei eine muttermilchsitzung keine mahlzeit und würde weniger kalorien haben als die breinahrung. wie war noch das verhältnis gemüse und muttermilch energiedichte?
4) Der Holle Ernährungsplan orientiere sich an den Vorgaben des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund und solle dem Verbraucher als Stütze für die Ernährung seines Kindes dienen.
erst geben sie sich ein freischein und dann legitimieren sie ihre haltung mit dem Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund, ein institut, ausgerechnet dem institut,
Quelle siehe hier. und hierwelches sich die Kritik gefallen lassen musste, der Nahrungsmittelindustrie als PR-Organ zu dienen: Damals warnte das Institut vor „gefährlichem Eisenmangel bei Stillkindern“ und warb für fleischreiche Gläschenkost – das Ganze auf Basis einer Studie, die von der Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft genannt (CMA, "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft") in Auftrag gegeben und finanziert wurde.
und dann schieben sie alles auf den verbraucher. der alles nach besten gewissen und wissen selbst wissen muss.
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Re: Sehr merkwürdig
Fast tun sie mir leid. Irgendwie ist's wie mit der "Eltern", allen kann man es nie rechtmachen.parsimonia hat geschrieben:hierschreibt holle, warum sie es vertretbar finden diese absatzsteigernde aufdrucke anzubringen:
Ist doch o. K., heutzutage haben wir ja eher zu viel als zu wenig Information. Ich hab mir eh nie was vorschreiben lassen von anderen.und dann schieben sie alles auf den verbraucher. der alles nach besten gewissen und wissen selbst wissen muss.
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Re: Sehr merkwürdig
du hast recht, es könnte der debatte um diese stillunfreundlichen artikel in der eltern gleichen, aber für mich sieht es anders aus.Seerose hat geschrieben: Fast tun sie mir leid. Irgendwie ist's wie mit der "Eltern", allen kann man es nie rechtmachen.![]()
Ist doch o. K., heutzutage haben wir ja eher zu viel als zu wenig Information. Ich hab mir eh nie was vorschreiben lassen von anderen.
bei der zeitschrift eltern ist es für mich redaktionelle freiheit, was sie verbreiten wollen und was nicht.
die eltern können sich aussuchen was sie annehmen wollen und was nicht.
meistens finden die mütter eh nur die texte gut, mit denen sie sowieso konform gehen.
bei der babynahrung sehe ich es anders. die hersteller haben im meinen augen eine gewisse verantwortung zu tragen. nicht umsonst rügt foodwatch oft sehr irreführende aussagen von nahrungsmittelherstellern auf ihren produkten. auch da ist der verbraucher selbst verantwortlich in dem was er kauft.
ich empfinde es im bereich der kindernahrung als unethisch so zu werben. gilt hier eigentlich auch der "WHO / UNICEF Kodex für die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten"?
wieso wird bei uns strenger darauf geachtet, wie pietätsvoll ein bestatter werben darf, als ein babynahrungshersteller? sind die bestattungskunden weniger kompetent als gestresste eltern, die wenig zeit haben sich über alles eine pro und contra liste zu machen?
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Re: Sehr merkwürdig
Steht da wirklich ab 4. Monat oder ab 4 Monate? Ersteres würde ja heißen, nach abgeschlossenen 3 Monaten...
Mit der kleinen Milchnudel (16.05.11) an der Hand und Minizwerg im Bauch (vET 20.10.13)