Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Novia
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Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Beitrag von Novia »

Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich einen Extra-Thread für mich eröffne.

Ich muss einfach mein Leid mal klagen.

Mein Sohn ist 14 Monate und schon immer sehr „kuschelig“ gewesen. Er liebt die körperliche Nähe und fordert sie seit der Geburt ein. Sicherlich normal, aber meine Große war da nicht so „anhänglich“ (das klingt so negativ, aber sie wollte einfach bei vielem lieber ihre Ruhe haben, hat auch nicht gerne mit bei uns geschlafen). Egal. Jedenfalls ist er sehr auf mich fixiert, lässt sich, wenns dicke kommt, eigentlich am besten von mir trösten. Nachts haben wir einfach immer nach Bedarf gestillt (wie auch tagsüber), hin und wieder gab es Nächte, da hat er jede Stunde getrunken. Seit einigen Tagen quälen ihn die Backenzähne und er will nachts ausschließlich Brust, fängt sofort an zu schreien, wie verrückt. Macht sich steif und manchmal ist eben auch Brust nicht das richtige. Nichtdestotrotz muss ich ran. Der Papa kriegt ihn ganz selten beruhigt, dabei verbringt er durch meinen Berufswiedereinstieg vor vier Wochen gerade mehr Zeit mit den Kindern.

Ich gehe nach diesen Nächten wirklich auf dem Zahnfleisch, so kann ich nicht arbeiten. Ich wollte gerne länger stillen diesmal, er stillt tagsüber wenn ich nach Hause komme und dann vorm schlafen. Er genießt das auch sehr und zeigt mir, dass er sich darauf freut, es ihm schmeckt und gut tut. Aber die Nächte… da sehe ich nichts von meinem fröhlichen Sohn. Da ist er Unglück pur. Dabei schläft er doch bei mir, ist an mir dran. Mehr Nähe geht doch nicht.

Und dann frage ich mich: Muss ich nun abstillen? Die Große hat mit 15 Monaten das letzte Mal gestillt, der war das aber auch nicht so wichtig. Aber diesmal hängen wir beide dran, mein Sohn derzeit mehr, würde ich sagen. Ich will auch nicht anfangen, es durch eine Milchflasche zu ersetzen. Wasser in der Flasche trinkt er. Und dann will er Brust. Ich bin derzeit auch nicht in der Verfassung, das durchzuziehen fürchte ich. Er schreit momentan wie verrückt. Ist megaempfindlich… ich


Entschuldigt, wenn ich durcheinander schreibe, ich bin einfach nur müde. :( Vielleicht habt ihr ja einen Rat.
Ich bin nicht weichgespült. :lol:
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EUfqtw

Re: Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Beitrag von EUfqtw »

Ich denke nicht, dass es am Stilen an sich liegt. sondern daran, dass er Stillen eben mit dir verbindet, es als seine Beruhigungsmethode erwählt hat und das gerade jetzt, wahrscheinlich auch durch die neue Situation Zuhause, vermehrt einfordert, weil es ihm Sicherheit gibt.

wenn es zB so gewesen wäre, dass er von Anfang an mehr beim Papa war und der ihn am besten durch Klopfen auf den Popo, während er auf dem Ball hopst, beruhigen könnte, so würde er mittlerweile vermutlich DAS so massiv einfordern.

da wieder es vermutlich emotional leichter fallen zu sagen, egal, jetzt beruhigt aber mal die Mama.


ICH (nicht allgemeingueltig :wink: ) wuerde wohl noch etwas warten, jetzt nicht gerade die akute zahnungsphase dafür waehlen, aber dann die nächtlichen Phasen des Nicht-Stillens und Von-Papa-beruhigt-Werden immer mehr ausdehnen.
notfalls mit Ohropax.
Denn der Papa schafft das und es ist bei euch ja nicht so, dass er ihn als Bezugsperson nicht gewohnt ist! :)

ich weiss, viele hier werden da stanz anders sehen, aber ich persönlich finde, ein 14 Monate altes Kind kann auch andere beruhigungsmethoden lernen (wenn das Stillen in Stress ausartet) und Stillen nach Bedarf ist auch DEIN Bedarf!
sternchen84
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Re: Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Beitrag von sternchen84 »

Hmm ich kann hier nur von uns berichten, wenn ich hin tagsüber oft an die Brust lasse, dann fordert er das nachts nicht so Dolle......


Ich denke durch die Veränderung der Situation (du gehst doch wieder arbeiten gelle?) braucht er das wahrscheinlich vermehrt....nen guten Tipp hab ich keinen (weil ich mit der nächtlichen stündlichen stillerei grad auch aufm Zahnfleisch gehe), aber ich kann dich verstehen, dass das nicht geht Dauerstillen, total übermüdet und dann noch arbeiten gehen.....ich Schick dir ne ganze Portion Kraft und hoffe es wird bald besser.
Rechtschreibfehler dürfen aufs iPad geschoben werden;-)


Liebe Grüße
Jessi mit der Mausi (02/2008), dem Bärchen(10/2011), dem Käferchen (08/2019)an der Hand und unser geliebtes Sternenkind (01/2011) fest im Herzen
Novia
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Re: Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Beitrag von Novia »

Lillian, nee das stimmt schon, der Papa schafft das. Aber die Große wird ja auch gestört dadurch und mir blutet dabei das Herz. Dann glaube ich auch, dass es nicht das Richtige sein kann. Am Wochenende stillen wir tagsüber auch nicht wahnsinnig viel mehr außerhalb der Zahnungsphasen. Er trinkt gut und gerne Wasser oder Tee tagsüber. Und er ist es auch gewöhnt, dass ich mehrere Stunden nicht da bin. Tagsüber alles okay und schon immer gewesen. Aber so schlimm wie jetzt waren die Nächte noch nicht.

Ich grüble halt, weil ja ganz viele um die Zeit das Handtuch werfen.
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Hixi
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Re: Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Beitrag von Hixi »

Also bei meinem war das Zähne bekommen auch ziemlich anstrengend. Da wurde dann nonstop gestillt in der Nacht.
Ich weiss auch nicht ob abstillen wirklich die Lösung ist, aber ich kann nur für mich und mein Kind schreiben.

Bei mir war nachts beruhigen eigentlich am Einfachsten mit Stillen. Der Papa durfte tagsüber mal trösten, aber nachts ging es eigentlich gar nicht. Habe auch immer mal wieder versucht durch schmusen, streicheln, leises gut zureden zu beruhigen.
Aber der Protest wurde dann immer so groß, dass ich es beim Stillen belassen hab und es heute noch so handhabe.
Ich muss aber schon dazu sagen, dass für meinen Kleinen das Stillen absolut wichtig ist. Ich denke das ist auch von Kind zu Kind unterschiedlich wie Du auch schon selber geschrieben hast.

Ich glaube es hilft halt nur ausprobieren ob vielleicht doch der Papa ein bischen nachts unterstützen kann. Wenn Du wieder arbeiten gehts brauchst Du einfach ein bischen Unterstüzung weil das Dauerstillen ganz schön an die Knochen geht.

Ich schick Dir auf jeden Fall ganz viel Kraft! Bis in ein paar Tagen kann ja auch der ganze Spuk wieder vorbei sein :wink:
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Novia
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Re: Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Beitrag von Novia »

Seit zwei Tagen ist es endlich ein wenig besser, auch wenn er dafür nun ausschließlich bei mir ruhig ist... Bis Freitag war der Zustand der von vor 6 Wochen. Dass ich noch geradeaus gucken kann....

Mal schauen, wie es weitergeht.

Freitagabend habe ich übrigens versucht, ihm eine Milchflasche anzudrehen. Die flog durchs ganze Zimmer nur bei Kontakt mit dem Sauger an seinem Mund...

Nuckel hat er sich vor sechs Wochen auch selbst abgewöhnt.
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Re: Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Beitrag von Jet »

Nächtliches abstillen kann aber auch in die andere Richtung gehen. Wir stillen nachts schon seit ein paar Wochen nicht mehr. Seitdem klebt mein ansonsten unschmusiges Kind nachts wie eine Klette an mir. Ständig bin ich von kleinen Ärmchen umschlungen :-) Aber, er schläft nachts viel besser!
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Re: Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Beitrag von Novia »

tut er sowieso immer. :lol:
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Re: Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Beitrag von Spatz »

Huhu,
meine Tochter hatte beim zahnen auch unheimliche Probleme gehabt. Mein Kinderarzt riet dazu Schmerzmittel zu geben, damit wir beide zur Ruhe kommen könnten.
Ist halt nur keine Dauerlösung, und man muss sich halt sicher sein, das es wirklich nur die Zähne sind.
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Lucanna
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Re: Ist denn Abstillen wirklich die Lösung?

Beitrag von Lucanna »

Bei uns war (oder besser ist) die Lage ähnlich. Mein Sohn ist auch 14 Monate alt.
Aber er schläft schon immer sehr schlecht (mit ca. 10 Monaten bis zu 15 mal aufwachen).
Im Moment bin ich also schon glücklich, wenn er nur 5 mal wach ist und nicht eine Stunde lang schreit oder sich herumwälzt.

Alle Versuche ihn vom Papa beruhigen zu lassen, sind grünlich fehlgeschlagen, obwohl mein Mann schon immer regelmäßig mindestens halbe Tage mit ihm alleine war.
Nachts geht nur Mama, wenn er schreit, aufjault oder ähnliches.

Ich habe mich damit abgefunden bzw. versuche einfach schnell wieder einzuschlafen. Und ich glaube nicht, dass abstillen uns helfen würde, zumal noch diverse Zähne fehlen.

Manchmal machen es homöpathische Zäpfchen gegen Zahnungbeschwerden besser.

Sonst habe ich leider auch keine Tipps für dich.

Solidarische Grüße *gähn*
Lucanna
Matschkönig (09/11)
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