Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstillen?
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- Schnuckiputz
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Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstillen?
Hallo,
schon oft hab ich hier gestöbert und viele nützliche Tipps gefunden, aber jetzt hab ich mit meinem kleinen Sohn ein größeres Problem, weshalb ich nun auch mal Hilfe brauche (zwar gibts in der Linksammlung Stillwissen ähnliche Beiträge, aber immer ist irgendwas ein bisschen anders):
Seit drei Tagen müssen wir auf Anweisung der Kinderärztin zufüttern und irgendwie hatte ich heute den Eindruck, dass meine Milch zurückgegangen ist. Jetzt habe ich unheimliche Angst, dass es das nun nach nur drei Monaten gewesen ist und ich meinem Kleinen nur noch die Flasche geben muss.
Ich erzähl mal ausführlich, wie es dazu gekommen ist:
Wir hatten einen nicht ganz so guten Stillstart, er hat zwar von Anfang an gut getrunken, aber ich hatte unheimliche Schmerzen dabei. Schon im Krankenhaus und auch meine Hebamme nachher, alle haben mir geholfen, ihn richtig anzulegen usw. Das schien alles gut zu sein, trotzdem wurden die Schmerzen nicht weniger und ich bekam sehr schnell wunde Brustwarzen. Ich hatte auch nach dem Stillen oft Gefäßkrämpfe in den Brustwarzen, was sich aber durch die Einnahme von Magnesium bald gebessert hat. Also alles in allem hatte ich ganz schön zu leiden und ich konnte in den ersten Wochen an einer Hand abzählen, wie oft das Stillen mal schmerzfrei funktioniert hat. Nach fünf Wochen konnte ich nicht mehr und habe mir Stillhütchen gekauft. Dadurch konnten die Brustwarzen wenigstens abheilen und die Schmerzen ließen endlich nach. Trotzdem habe ich mich sehr bemüht, meinen Sohn nicht spüren zu lassen, wenn es mir wehtat, da ich ihn unbedingt stillen wollte. Er war auch immer satt und zufrieden, wenn er mit dem Trinken fertig war, und er hat gut zugenommen.
Irgendwann nach etwa neun Wochen stagnierte sein Gewicht etwas, die Hebamme kam noch ab und zu und meinte, man müsse das weiter beobachten, aber ich soll mich nicht sorgen. Leider hatte sie dann eine gute Woche keine Zeit mehr für uns und dann mussten wir zur Vorsorgeuntersuchung. Die Kinderärztin fand ihn zu dünn und fragte, wie ich denn stille. Nachdem ich ihr sagte, dass er immer sehr lange zum Trinken braucht, mehr als 20 Minuten pro Seite, war sie entsetzt und meinte wörtlich: "Na dann nuckelt er ja nur noch, dann ist es ja klar, dass er Hunger hat und nicht genug bekommt. Er darf an einer Brust höchstens 10 Minuten trinken, zack, zack, und dann muss er fertig sein." Daraufhin meinte sie schon, wir müssten wahrscheinlich zufüttern, aber ich sollte erst mal den Stillrhythmus umstellen (ihn auch mindestens alle dreieinhalb Stunden stillen) und zur Gewichtskontrolle wiederkommen. Ich muss dazu sagen, dass sie sicherlich recht hatte, was die Anzahl der Mahlzeiten betraf: Meistens waren es nur vier pro Tag (also in den ersten vier Wochen auf jeden Fall viel mehr, aber dann hat es sich nach und nach auf weniger und dafür längere Mahlzeiten eingepegelt), das war bestimmt zu wenig. Aber ich wollte doch alles richtig machen und hab ihn eben ganz konsequent nach Bedarf gestillt. Er hat immer etwas bekommen, sobald er Hunger hatte. Ich hätte ihn wohl auch mal wecken müssen, wenn er tagsüber mehr als drei bis vier Stunden geschlafen hatte.
Jedenfalls hab ich mich gefühlt wie eine Rabenmutter, die Ärztin hat in ihre Kartei geschrieben, mein Sohn "'verhungert' an der Brust". Das war wirklich hart, ich habe bestimmt drei Tage lang geweint deswegen. Wieder zu Hause hab ich ihn dann an jeder Brust nur 10 Minuten trinken lassen, er schrie danach natürlich, vor allem, weil er noch Hunger hatte. Das Ende vom Lied war, dass nun mindestens vier Einzelmahlzeiten nötig waren, um ihn satt zu bekommen – und das mit jeder Menge Geschrei dazwischen. Nach eineinhalb Tagen habe ich das abgebrochen und ihn wenigstens zwanzig Minuten trinken lassen. Daran konnte er sich zum Glück gut gewöhnen. (Nun sind wir übrigens bei mindestens fünf bis sechs Mahlzeiten pro Tag.) Bei der Gewichtskontrolle meinte die Ärztin auch, er sei "über den Berg" und hätte an Bauch und Schenkeln nun auch zugenommen (für mich sah er genauso aus wie eine Woche zuvor). Das war vor drei Wochen. Nun waren wir vor drei Tagen wieder zum Impfen da und er wurde auch gewogen. Innerhalb der drei Wochen hatte er nur 50 Gramm zugenommen. Dass das zu wenig ist, war mir dann auch klar und ich musste schon im Wartezimmer wieder mit den Tränen kämpfen. Die Ärztin war diesmal ganz lieb und meinte, es sei ja nicht so schlimm, ich müsse eben ein bisschen zufüttern. Klar ist es das Wichtigste, dass er nun wieder besser zunimmt, aber ich war schon enttäuscht, da ich ja schon in der Schwangerschaft gelesen habe, man sollte sein Kind möglichst vier bis sechs Monate voll stillen und ich hatte mir so sehr gewünscht, dass das klappt. Als ich diese Empfehlung gegenüber der Ärztin erwähnte, sagte sie, das würde aber doch sowieso höchstens die Hälfte der stillenden Frauen schaffen. Das war schon recht demotivierend.
Wir haben dann jedenfalls so ein Pre-Milchpulver gekauft und die ersten paar Versuche waren ganz schlimm, er hat nur geweint, wenn ich mit der Flasche ankam, und den Sauger immer wieder ausgespuckt. Ich war wieder verzweifelt, weil ich dachte, jetzt bekommt er immer noch nicht genug zu essen und am Ende kann er sich deshalb nicht gut entwickeln. Zum Glück wurde es nach und nach besser und jetzt hat er auch schon zwei Fläschchen ganz ausgetrunken. Aber gerade das macht mir nun wieder Sorgen, weil er nur noch etwa 10 Minuten an der Brust trinkt, aber an der Flasche viel länger. Er trinkt generell meist sehr langsam. Heute Abend hat er für 20 ml aus der Flasche mehr als eine halbe Stunde gebraucht. Soll ich die Trinkzeit an der Flasche denn auch wie beim Stillen auf max. 20 Min. begrenzen oder ihn, so lange er saugt, trinken lassen, auch wenn es so lange dauert?
Er bekommt die Flasche immer erst nach dem Stillen mit der laut Packungsanleitung kleinsten zubereitbaren Milchmenge, das sind 70 ml (die Kinderärztin sagte, wir sollten 50 ml nach jeder Stillmahlzeit anbieten und er könne dann trinken, so viel er eben noch braucht).
Ich hab übrigens nach der ersten "Zufütterandrohung" viel Stilltee getrunken und Bockshornkleesamen zu mir genommen (letzteres hatte meine Hebamme empfohlen). Aber ich hatte vorher nicht das Gefühl, zu wenig Milch zu haben, und das Ergebnis dieser Aktionen war ein Milchstau. Es war also offensichtlich genug Milch da. Ich trage auch ständig Stilleinlagen, die ich teilweise mehrmals täglich wechseln musste, weil eigentlich immer etwas ausgelaufen ist. Und nachdem ich gelesen hab, dass die Milchmenge auch durch die Stillhütchen zurückgehen kann, hab ich es schon ein paar Mal ohne versucht, erst zwei Tage (dann waren die Brustwarzen wieder etwas gereizt), dann eine halbe Woche und jetzt auch schon wieder fünf Tage – und bis auf seine ersten paar Sauger schmerzfrei. Seitdem trinkt er etwas zügiger und kräftiger, habe ich den Eindruck. Das hört sich also alles danach an, als seien wir auf dem Weg der Besserung, aber heute Abend hat er bei zwei Fütterungen meine Brüste beide jeweils nach ganz kurzer Zeit losgelassen, geweint und geschrien, immer wieder zugefasst, kurz gesaugt und wieder geweint, so als würde nichts mehr rauskommen. Das eine Fläschchen hat er danach recht gierig angefangen (aber auch nicht viel getrunken). Die Mengen, die er aus der Flasche trinkt, nehmen zu und die Stilleinlagen waren heute ganz trocken. Jetzt habe ich Angst, dass ich nach all dem Stress wirklich keine Milch mehr habe und ihm nur noch die Flasche geben kann. Ob sich da doch noch was machen lässt? Ich hatte ja gehofft, dass das Zufüttern nur vorübergehend sein muss und ich ihn bald wieder nur stillen kann. Aber jetzt sieht es nicht danach aus. Ich bin ganz verzweifelt und hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Ich weiß nicht, wie es so weitergehen soll.
Vielen Dank schon mal und bitte entschuldigt den ausführlichen Bericht, ich musste das auch einfach mal loswerden. Meine Hebamme hat leider keine Zeit mehr, die Kinderärztin hält offensichtlich nicht so sehr viel vom Stillen (aber sie macht sich natürlich Sorgen um den Kleinen, was vollkommen richtig und gut ist) und einer Stillgruppe konnte ich mich bisher noch nicht anschließen.
Viele Grüße
Chris
Ach und ich hab hier im Forum gelesen, dass man ja möglichst auch die Gewichtsdaten angeben soll, hier kommen sie also:
12.6.: 3420 g (Geburtsgewicht)
14.6.: 3230 g (U2, KH)
15.6.: 3320 g (Hebamme)
16.6.: 3360 g (Hebamme)
17.6.: 3410 g (Hebamme)
18.6.: 3510 g (Hebamme)
21.6.: 3600 g (Hebamme)
25.6.: 3660 g (Hebamme)
4.7.: 3910 g (Hebamme)
15.7.: 4310 g (Hebamme)
24.7.: 4390 g (U3, KÄ)
6.8.: 4510 g (Hebamme)
10.8.: 4620 g (Hebamme)
24.8.: 4690 g (U4, KÄ)
31.8.: 4820 g (Kontrolle, KÄ)
24.9.: 4870 g (KÄ)
26.9.: 5030 g (zu Hause mit Digitalwaage aus der Apotheke)
Zufüttermengen:
24.9.: 50 ml (abends 1x 30, 1x 20 ml)
25.9.: 140 ml (morgens 10 ml, ab nachmittags 1x 40, 1x 20, 1x 70 ml)
26.9: 160 ml (morgens 20 ml, ab mittags 1x 30, 1x 70 ml, abends 2x direkt nacheinander je 20 ml)
(Für 10 ml braucht er durchschnittlich 10 Minuten, nur die 70 ml hat er schneller getrunken, die letzten beiden 20 ml aber extrem langsam, insgesamt hat er für die etwa eine Stunde gebraucht.)
schon oft hab ich hier gestöbert und viele nützliche Tipps gefunden, aber jetzt hab ich mit meinem kleinen Sohn ein größeres Problem, weshalb ich nun auch mal Hilfe brauche (zwar gibts in der Linksammlung Stillwissen ähnliche Beiträge, aber immer ist irgendwas ein bisschen anders):
Seit drei Tagen müssen wir auf Anweisung der Kinderärztin zufüttern und irgendwie hatte ich heute den Eindruck, dass meine Milch zurückgegangen ist. Jetzt habe ich unheimliche Angst, dass es das nun nach nur drei Monaten gewesen ist und ich meinem Kleinen nur noch die Flasche geben muss.
Ich erzähl mal ausführlich, wie es dazu gekommen ist:
Wir hatten einen nicht ganz so guten Stillstart, er hat zwar von Anfang an gut getrunken, aber ich hatte unheimliche Schmerzen dabei. Schon im Krankenhaus und auch meine Hebamme nachher, alle haben mir geholfen, ihn richtig anzulegen usw. Das schien alles gut zu sein, trotzdem wurden die Schmerzen nicht weniger und ich bekam sehr schnell wunde Brustwarzen. Ich hatte auch nach dem Stillen oft Gefäßkrämpfe in den Brustwarzen, was sich aber durch die Einnahme von Magnesium bald gebessert hat. Also alles in allem hatte ich ganz schön zu leiden und ich konnte in den ersten Wochen an einer Hand abzählen, wie oft das Stillen mal schmerzfrei funktioniert hat. Nach fünf Wochen konnte ich nicht mehr und habe mir Stillhütchen gekauft. Dadurch konnten die Brustwarzen wenigstens abheilen und die Schmerzen ließen endlich nach. Trotzdem habe ich mich sehr bemüht, meinen Sohn nicht spüren zu lassen, wenn es mir wehtat, da ich ihn unbedingt stillen wollte. Er war auch immer satt und zufrieden, wenn er mit dem Trinken fertig war, und er hat gut zugenommen.
Irgendwann nach etwa neun Wochen stagnierte sein Gewicht etwas, die Hebamme kam noch ab und zu und meinte, man müsse das weiter beobachten, aber ich soll mich nicht sorgen. Leider hatte sie dann eine gute Woche keine Zeit mehr für uns und dann mussten wir zur Vorsorgeuntersuchung. Die Kinderärztin fand ihn zu dünn und fragte, wie ich denn stille. Nachdem ich ihr sagte, dass er immer sehr lange zum Trinken braucht, mehr als 20 Minuten pro Seite, war sie entsetzt und meinte wörtlich: "Na dann nuckelt er ja nur noch, dann ist es ja klar, dass er Hunger hat und nicht genug bekommt. Er darf an einer Brust höchstens 10 Minuten trinken, zack, zack, und dann muss er fertig sein." Daraufhin meinte sie schon, wir müssten wahrscheinlich zufüttern, aber ich sollte erst mal den Stillrhythmus umstellen (ihn auch mindestens alle dreieinhalb Stunden stillen) und zur Gewichtskontrolle wiederkommen. Ich muss dazu sagen, dass sie sicherlich recht hatte, was die Anzahl der Mahlzeiten betraf: Meistens waren es nur vier pro Tag (also in den ersten vier Wochen auf jeden Fall viel mehr, aber dann hat es sich nach und nach auf weniger und dafür längere Mahlzeiten eingepegelt), das war bestimmt zu wenig. Aber ich wollte doch alles richtig machen und hab ihn eben ganz konsequent nach Bedarf gestillt. Er hat immer etwas bekommen, sobald er Hunger hatte. Ich hätte ihn wohl auch mal wecken müssen, wenn er tagsüber mehr als drei bis vier Stunden geschlafen hatte.
Jedenfalls hab ich mich gefühlt wie eine Rabenmutter, die Ärztin hat in ihre Kartei geschrieben, mein Sohn "'verhungert' an der Brust". Das war wirklich hart, ich habe bestimmt drei Tage lang geweint deswegen. Wieder zu Hause hab ich ihn dann an jeder Brust nur 10 Minuten trinken lassen, er schrie danach natürlich, vor allem, weil er noch Hunger hatte. Das Ende vom Lied war, dass nun mindestens vier Einzelmahlzeiten nötig waren, um ihn satt zu bekommen – und das mit jeder Menge Geschrei dazwischen. Nach eineinhalb Tagen habe ich das abgebrochen und ihn wenigstens zwanzig Minuten trinken lassen. Daran konnte er sich zum Glück gut gewöhnen. (Nun sind wir übrigens bei mindestens fünf bis sechs Mahlzeiten pro Tag.) Bei der Gewichtskontrolle meinte die Ärztin auch, er sei "über den Berg" und hätte an Bauch und Schenkeln nun auch zugenommen (für mich sah er genauso aus wie eine Woche zuvor). Das war vor drei Wochen. Nun waren wir vor drei Tagen wieder zum Impfen da und er wurde auch gewogen. Innerhalb der drei Wochen hatte er nur 50 Gramm zugenommen. Dass das zu wenig ist, war mir dann auch klar und ich musste schon im Wartezimmer wieder mit den Tränen kämpfen. Die Ärztin war diesmal ganz lieb und meinte, es sei ja nicht so schlimm, ich müsse eben ein bisschen zufüttern. Klar ist es das Wichtigste, dass er nun wieder besser zunimmt, aber ich war schon enttäuscht, da ich ja schon in der Schwangerschaft gelesen habe, man sollte sein Kind möglichst vier bis sechs Monate voll stillen und ich hatte mir so sehr gewünscht, dass das klappt. Als ich diese Empfehlung gegenüber der Ärztin erwähnte, sagte sie, das würde aber doch sowieso höchstens die Hälfte der stillenden Frauen schaffen. Das war schon recht demotivierend.
Wir haben dann jedenfalls so ein Pre-Milchpulver gekauft und die ersten paar Versuche waren ganz schlimm, er hat nur geweint, wenn ich mit der Flasche ankam, und den Sauger immer wieder ausgespuckt. Ich war wieder verzweifelt, weil ich dachte, jetzt bekommt er immer noch nicht genug zu essen und am Ende kann er sich deshalb nicht gut entwickeln. Zum Glück wurde es nach und nach besser und jetzt hat er auch schon zwei Fläschchen ganz ausgetrunken. Aber gerade das macht mir nun wieder Sorgen, weil er nur noch etwa 10 Minuten an der Brust trinkt, aber an der Flasche viel länger. Er trinkt generell meist sehr langsam. Heute Abend hat er für 20 ml aus der Flasche mehr als eine halbe Stunde gebraucht. Soll ich die Trinkzeit an der Flasche denn auch wie beim Stillen auf max. 20 Min. begrenzen oder ihn, so lange er saugt, trinken lassen, auch wenn es so lange dauert?
Er bekommt die Flasche immer erst nach dem Stillen mit der laut Packungsanleitung kleinsten zubereitbaren Milchmenge, das sind 70 ml (die Kinderärztin sagte, wir sollten 50 ml nach jeder Stillmahlzeit anbieten und er könne dann trinken, so viel er eben noch braucht).
Ich hab übrigens nach der ersten "Zufütterandrohung" viel Stilltee getrunken und Bockshornkleesamen zu mir genommen (letzteres hatte meine Hebamme empfohlen). Aber ich hatte vorher nicht das Gefühl, zu wenig Milch zu haben, und das Ergebnis dieser Aktionen war ein Milchstau. Es war also offensichtlich genug Milch da. Ich trage auch ständig Stilleinlagen, die ich teilweise mehrmals täglich wechseln musste, weil eigentlich immer etwas ausgelaufen ist. Und nachdem ich gelesen hab, dass die Milchmenge auch durch die Stillhütchen zurückgehen kann, hab ich es schon ein paar Mal ohne versucht, erst zwei Tage (dann waren die Brustwarzen wieder etwas gereizt), dann eine halbe Woche und jetzt auch schon wieder fünf Tage – und bis auf seine ersten paar Sauger schmerzfrei. Seitdem trinkt er etwas zügiger und kräftiger, habe ich den Eindruck. Das hört sich also alles danach an, als seien wir auf dem Weg der Besserung, aber heute Abend hat er bei zwei Fütterungen meine Brüste beide jeweils nach ganz kurzer Zeit losgelassen, geweint und geschrien, immer wieder zugefasst, kurz gesaugt und wieder geweint, so als würde nichts mehr rauskommen. Das eine Fläschchen hat er danach recht gierig angefangen (aber auch nicht viel getrunken). Die Mengen, die er aus der Flasche trinkt, nehmen zu und die Stilleinlagen waren heute ganz trocken. Jetzt habe ich Angst, dass ich nach all dem Stress wirklich keine Milch mehr habe und ihm nur noch die Flasche geben kann. Ob sich da doch noch was machen lässt? Ich hatte ja gehofft, dass das Zufüttern nur vorübergehend sein muss und ich ihn bald wieder nur stillen kann. Aber jetzt sieht es nicht danach aus. Ich bin ganz verzweifelt und hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Ich weiß nicht, wie es so weitergehen soll.
Vielen Dank schon mal und bitte entschuldigt den ausführlichen Bericht, ich musste das auch einfach mal loswerden. Meine Hebamme hat leider keine Zeit mehr, die Kinderärztin hält offensichtlich nicht so sehr viel vom Stillen (aber sie macht sich natürlich Sorgen um den Kleinen, was vollkommen richtig und gut ist) und einer Stillgruppe konnte ich mich bisher noch nicht anschließen.
Viele Grüße
Chris
Ach und ich hab hier im Forum gelesen, dass man ja möglichst auch die Gewichtsdaten angeben soll, hier kommen sie also:
12.6.: 3420 g (Geburtsgewicht)
14.6.: 3230 g (U2, KH)
15.6.: 3320 g (Hebamme)
16.6.: 3360 g (Hebamme)
17.6.: 3410 g (Hebamme)
18.6.: 3510 g (Hebamme)
21.6.: 3600 g (Hebamme)
25.6.: 3660 g (Hebamme)
4.7.: 3910 g (Hebamme)
15.7.: 4310 g (Hebamme)
24.7.: 4390 g (U3, KÄ)
6.8.: 4510 g (Hebamme)
10.8.: 4620 g (Hebamme)
24.8.: 4690 g (U4, KÄ)
31.8.: 4820 g (Kontrolle, KÄ)
24.9.: 4870 g (KÄ)
26.9.: 5030 g (zu Hause mit Digitalwaage aus der Apotheke)
Zufüttermengen:
24.9.: 50 ml (abends 1x 30, 1x 20 ml)
25.9.: 140 ml (morgens 10 ml, ab nachmittags 1x 40, 1x 20, 1x 70 ml)
26.9: 160 ml (morgens 20 ml, ab mittags 1x 30, 1x 70 ml, abends 2x direkt nacheinander je 20 ml)
(Für 10 ml braucht er durchschnittlich 10 Minuten, nur die 70 ml hat er schneller getrunken, die letzten beiden 20 ml aber extrem langsam, insgesamt hat er für die etwa eine Stunde gebraucht.)
Schnuckiputz mit Schnuppi (06/2012) und Schnute (01/2015)
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honigtopf2010
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3921
- Registriert: 22.11.2010, 21:29
Re: AW: Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abst
Ach du Arme, schön, dass du deine Frage hier stellst. Die Stillberaterinnen melden sich noch. Bis dahin will ich mich nur mal VERDAMMT laut über die unqualifizierten Äußerungen der Kinderärztin ärgern. Ich will damit ausdrücklich nicht eure GewichtsSituation werten, aber was diese Frau über die 10 Minuten an der Brust erzählt hat, ist dummer, grober Unfug und in höchstem Maße fahrlässig eine Mutter derart zu verunsichern! Oh, ich könnte mich furchtbar darüber aufregen! Nein, ich rege mich auf. Meine Liebe es tut mir leid. Ich bin mir sicher mit Hilfe hier aus dem Forum bekommt ihr das gut wieder hin. Oh!
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
- Cerry
- möchten wir nicht mehr missen
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Re: Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstille
Hallo und herzlich willkommen im Forum 
da hast du ja schon ganz schoen was hinter dir und ich moechte dir schon mal einen Druecker da lassen! Es wird sich sicher bald eine Stillberaterin melden, ich moechte dir nur schon mal ans Herz legen, auf eine stillfreundliche Zufuettermethode umzusteigen, dem Becher z.B. Alles Gute dir und deinem Zwerg!
da hast du ja schon ganz schoen was hinter dir und ich moechte dir schon mal einen Druecker da lassen! Es wird sich sicher bald eine Stillberaterin melden, ich moechte dir nur schon mal ans Herz legen, auf eine stillfreundliche Zufuettermethode umzusteigen, dem Becher z.B. Alles Gute dir und deinem Zwerg!
mit Kletterkind (12/2010) und Mausezahn (4/2013)
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jusl
- Jusl Almighty
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- Registriert: 19.03.2007, 10:54
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Re: Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstille
Hallo Schnuckiputz,
vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht und die Daten. Diese lassen nur einen Schluss zu: Du bist leider vollkommen widersinnig beraten worden und deswegen auf dem besten Wege, unfreiwillig und unnötig abzustillen.
Ich fang mal mit der Gewichtsentwicklung an:
Die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme betrug in den ersten zwei Lebensmonaten gut 170 g. Ein durchschnittlicher Wert, der keinen Hinweis auf irgendein Problem liefert.
Ihr habt zwar relativ selten gestillt, aber lang genug(!), so dass Dein Sohn damit ausreichend gut gediehen ist. Ein anderes Stillmanagement wäre zwar günstiger gewesen (das siehst Du inzwischen ja selbst: deutlich häufiger anbieten!), aber weil Dein Sohn LANGE pro Mahlzeit stillen durfte, war das soweit OK. Der Hinweis Deiner Ärztin allerdings hat das Problem, vor dem sie warnte, überhaupt erst augelöst(!): Die Begrenzung der Stillzeit hat dazu geführt, dass Dein Baby nicht mehr genug Milch aufnehmen konnte. Durch das viele Schreien ist sein Energieverbraucht gestiegen, was das Problem verstärkt hat. 5-6 Mahlzeiten pro Tag sind AUF JEDEN FALL zu wenig, wenn Dein Baby nur so kurz trinken darf UND die Gewichtsentwicklung Anlass zur Sorge gibt. Normalerweise trinken junge Babys 8-12 mal in 24 Stunden.
Das hier ist ja echt ein Ding:
Keine Sorge: bei GUTER Beratung/Betreuung schaffen es ALLE Frauen, die in den ersten Wochen ihr gut gedeihendes Baby vollstillen konnten, locker bis zum Beikoststart weiter voll zu stillen und nach Einführung der Beikost ganz normal weiter zu stillen. Und warum? Weil sich gar nichts mehr ändert! Der Energiebedarf verändert sich zwischen 3 oder 4 Monaten im Vergleich zu 8 oder 10 Monaten praktisch kaum. Die Stillbeziehung ist eingespielt, das Baby hat eine gute Technik drauf, alles easy.
Über die ärztliche, methodisch ausgesprochen zweifelhafte Interpretation der Gewichtsdaten spare ich mir mal den Kommentar. Nur so viel: die Gewichtszunahme von "einem Dienstag zum nächsten Dienstag" lässt sich NICHT dadurch bestimmen, dass man an den beiden Dienstagen jeweils einmal wiegt. DAS FUNKTIONIERT SO NICHT.
Ausführliche Informationen dazu findest Du in unserem Grundinfo-Thread Gewichtsentwicklung, Gedeihen und Gewichtskontrolle. Bitte unbedingt lesen!
Empfehlenswert ist folgendes Vorgehen:
* sofort das Zufüttern künstlicher Milch einstellen. Diese Maßnahme ist deswegen vertretbar, weil Ihr erst seit 3 Tagen zufüttert. Deine Milchproduktion hat offenbar sehr schnell aufs Zufüttern reagiert (Milchproduktion heruntergefahren), deshalb darf genauso angenommen werden, dass dies in die andere Richtung GENAUSO funktioniert (durchs häufige Stillen fährt sie schnell wieder hoch).
* MINDESTENS 10-12 MAL in 24 Stunden das Stillen anbieten. Direkt automatisch nach jedem Aufwachen, und immer wenn Dein Baby quietscht/unruhig wird.
* Die Stillpositionen variieren. Mal im Sitzen, mal im Liegen, mal im Umhergehen... probiere aus, was für Euch passt.
* Probiere es immer wieder ohne Hütchen, aber wenn es zu stressig fürs Baby ist, nimm sie! (Siehe auch: Behandlungwege der Saugverwirrung)
* Vermeide einen hohen Kalorienverbrauch beim Baby! So wenig schreien wie möglich, kein Frieren. Siehe Tipps zum Vermeiden von Energieverlust.
* Dokumentiere in nächster Zeit sorgfältig alle Kriterien guten Gedeihens. Dies gibt Dir die Sicherheit, dass es Deinem Baby gut geht und die Maßnahmen gut anschlagen. Ausführliche Info dazu wie gesagt in unserer Grundinfo zur Gewichtsentwicklung.
* Nimmt Dein Baby einen Schnuller? Falls ja, weg damit, oder wenigstens auf ein Minimum (absolute Notfälle) beschränken.
Dieses Vorgehen für einige Tage, und dann ziehen wir Bilanz und schauen, was gut geklappt hat, und was noch nicht so. Die Chancen stehen aber gut, dass Ihr damit die Kurve kriegt, ohne nochmal künstliche Milch zufüttern zu müssen (und wenn doch, dann nur ganz kurz). Wenn Du möchtest, begleiten wir Dich hier gerne dabei. Wesentlicher Punkt ist, dass Dein Baby mit guter Technik stillt (am besten ohne, aber auch mit Hütchen ist das möglich). Ein gute Anlegetechnik ist jetzt also das A und O. (Deine Schmerzen sind ebenfalls ein Hinweis auf eine ungünstige Trink- bzw. Anlegetechnik!..) Falls Du dabei Hilfe brauchst, ist ein Besuch einer Stillberaterin vor Ort eine gute Idee, damit sie Dir beim Andocken helfen und ggf korrigieren kann.
Was meinst Du dazu?
Ich hoffe, diese ersten Hinweise sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht und die Daten. Diese lassen nur einen Schluss zu: Du bist leider vollkommen widersinnig beraten worden und deswegen auf dem besten Wege, unfreiwillig und unnötig abzustillen.
Ich fang mal mit der Gewichtsentwicklung an:
Die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme betrug in den ersten zwei Lebensmonaten gut 170 g. Ein durchschnittlicher Wert, der keinen Hinweis auf irgendein Problem liefert.
Ihr habt zwar relativ selten gestillt, aber lang genug(!), so dass Dein Sohn damit ausreichend gut gediehen ist. Ein anderes Stillmanagement wäre zwar günstiger gewesen (das siehst Du inzwischen ja selbst: deutlich häufiger anbieten!), aber weil Dein Sohn LANGE pro Mahlzeit stillen durfte, war das soweit OK. Der Hinweis Deiner Ärztin allerdings hat das Problem, vor dem sie warnte, überhaupt erst augelöst(!): Die Begrenzung der Stillzeit hat dazu geführt, dass Dein Baby nicht mehr genug Milch aufnehmen konnte. Durch das viele Schreien ist sein Energieverbraucht gestiegen, was das Problem verstärkt hat. 5-6 Mahlzeiten pro Tag sind AUF JEDEN FALL zu wenig, wenn Dein Baby nur so kurz trinken darf UND die Gewichtsentwicklung Anlass zur Sorge gibt. Normalerweise trinken junge Babys 8-12 mal in 24 Stunden.
Das hier ist ja echt ein Ding:
ja, ähm, also bei derartig schlechter Stillberatung durch die Ärztin ist DAS auch kein Wunder!...Als ich diese Empfehlung gegenüber der Ärztin erwähnte, sagte sie, das würde aber doch sowieso höchstens die Hälfte der stillenden Frauen schaffen.
Keine Sorge: bei GUTER Beratung/Betreuung schaffen es ALLE Frauen, die in den ersten Wochen ihr gut gedeihendes Baby vollstillen konnten, locker bis zum Beikoststart weiter voll zu stillen und nach Einführung der Beikost ganz normal weiter zu stillen. Und warum? Weil sich gar nichts mehr ändert! Der Energiebedarf verändert sich zwischen 3 oder 4 Monaten im Vergleich zu 8 oder 10 Monaten praktisch kaum. Die Stillbeziehung ist eingespielt, das Baby hat eine gute Technik drauf, alles easy.
Ein weiteres Beispiel für die schlechte Beratung, an die Du geraten bist. Zufüttern kann manchmal notwendig sein (bei Euch war es das nicht, das belegen die Gewichtsdaten...), aber dies sollte mit stillfreundlichen Methoden geschehen anstatt mit einer Saugflasche, wenn die Stillbeziehung so wenig wie möglich gestört werden soll. Der Grund dafür ist, dass viele Babys mit dem Wechsel der verschiedenen Trinktechniken, die für Brust, Hütchen und Flasche notwendig sind (diese betreffen im Wesentlichen Zungen- und Kieferstellung und die Saug-Schluck-Koordination), NICHT GUT zurechtkommen (Fachbegriff: "Saugverwirrung"). Wird vor dem Hintergrund bestehender Stillprobleme - welche auch immer das sein mögen - die Flasche eingeführt, verschlechtert diese die Stillprobleme praktisch IMMER. Deshalb: wenn Zufüttern nötig ist, dann stillfreundliche Methoden wählen!Wir haben dann jedenfalls so ein Pre-Milchpulver gekauft und die ersten paar Versuche waren ganz schlimm, er hat nur geweint, wenn ich mit der Flasche ankam, und den Sauger immer wieder ausgespuckt. Ich war wieder verzweifelt, weil ich dachte, jetzt bekommt er immer noch nicht genug zu essen und am Ende kann er sich deshalb nicht gut entwickeln. Zum Glück wurde es nach und nach besser und jetzt hat er auch schon zwei Fläschchen ganz ausgetrunken. Aber gerade das macht mir nun wieder Sorgen, weil er nur noch etwa 10 Minuten an der Brust trinkt, aber an der Flasche viel länger. Er trinkt generell meist sehr langsam. Heute Abend hat er für 20 ml aus der Flasche mehr als eine halbe Stunde gebraucht. Soll ich die Trinkzeit an der Flasche denn auch wie beim Stillen auf max. 20 Min. begrenzen oder ihn, so lange er saugt, trinken lassen, auch wenn es so lange dauert?
Über die ärztliche, methodisch ausgesprochen zweifelhafte Interpretation der Gewichtsdaten spare ich mir mal den Kommentar. Nur so viel: die Gewichtszunahme von "einem Dienstag zum nächsten Dienstag" lässt sich NICHT dadurch bestimmen, dass man an den beiden Dienstagen jeweils einmal wiegt. DAS FUNKTIONIERT SO NICHT.
Ausführliche Informationen dazu findest Du in unserem Grundinfo-Thread Gewichtsentwicklung, Gedeihen und Gewichtskontrolle. Bitte unbedingt lesen!
Ja, da lässt sich noch was machen. Als allererstes: Notbremse ziehen, und die Fläschchen weglassen. Sie verstärken die Stillprobleme. Dein Baby soll lernen, gut mit Hütchen oder gut ohne Hütchen zu trinken. Wenn er jetzt auch noch lernen soll, gut an der Flasche zu trinken, ist das zu viel!Es war also offensichtlich genug Milch da. Ich trage auch ständig Stilleinlagen, die ich teilweise mehrmals täglich wechseln musste, weil eigentlich immer etwas ausgelaufen ist. Und nachdem ich gelesen hab, dass die Milchmenge auch durch die Stillhütchen zurückgehen kann, hab ich es schon ein paar Mal ohne versucht, erst zwei Tage (dann waren die Brustwarzen wieder etwas gereizt), dann eine halbe Woche und jetzt auch schon wieder fünf Tage – und bis auf seine ersten paar Sauger schmerzfrei. Seitdem trinkt er etwas zügiger und kräftiger, habe ich den Eindruck. Das hört sich also alles danach an, als seien wir auf dem Weg der Besserung, aber heute Abend hat er bei zwei Fütterungen meine Brüste beide jeweils nach ganz kurzer Zeit losgelassen, geweint und geschrien, immer wieder zugefasst, kurz gesaugt und wieder geweint, so als würde nichts mehr rauskommen. Das eine Fläschchen hat er danach recht gierig angefangen (aber auch nicht viel getrunken). Die Mengen, die er aus der Flasche trinkt, nehmen zu und die Stilleinlagen waren heute ganz trocken. Jetzt habe ich Angst, dass ich nach all dem Stress wirklich keine Milch mehr habe und ihm nur noch die Flasche geben kann. Ob sich da doch noch was machen lässt?
Empfehlenswert ist folgendes Vorgehen:
* sofort das Zufüttern künstlicher Milch einstellen. Diese Maßnahme ist deswegen vertretbar, weil Ihr erst seit 3 Tagen zufüttert. Deine Milchproduktion hat offenbar sehr schnell aufs Zufüttern reagiert (Milchproduktion heruntergefahren), deshalb darf genauso angenommen werden, dass dies in die andere Richtung GENAUSO funktioniert (durchs häufige Stillen fährt sie schnell wieder hoch).
* MINDESTENS 10-12 MAL in 24 Stunden das Stillen anbieten. Direkt automatisch nach jedem Aufwachen, und immer wenn Dein Baby quietscht/unruhig wird.
* Die Stillpositionen variieren. Mal im Sitzen, mal im Liegen, mal im Umhergehen... probiere aus, was für Euch passt.
* Probiere es immer wieder ohne Hütchen, aber wenn es zu stressig fürs Baby ist, nimm sie! (Siehe auch: Behandlungwege der Saugverwirrung)
* Vermeide einen hohen Kalorienverbrauch beim Baby! So wenig schreien wie möglich, kein Frieren. Siehe Tipps zum Vermeiden von Energieverlust.
* Dokumentiere in nächster Zeit sorgfältig alle Kriterien guten Gedeihens. Dies gibt Dir die Sicherheit, dass es Deinem Baby gut geht und die Maßnahmen gut anschlagen. Ausführliche Info dazu wie gesagt in unserer Grundinfo zur Gewichtsentwicklung.
* Nimmt Dein Baby einen Schnuller? Falls ja, weg damit, oder wenigstens auf ein Minimum (absolute Notfälle) beschränken.
Dieses Vorgehen für einige Tage, und dann ziehen wir Bilanz und schauen, was gut geklappt hat, und was noch nicht so. Die Chancen stehen aber gut, dass Ihr damit die Kurve kriegt, ohne nochmal künstliche Milch zufüttern zu müssen (und wenn doch, dann nur ganz kurz). Wenn Du möchtest, begleiten wir Dich hier gerne dabei. Wesentlicher Punkt ist, dass Dein Baby mit guter Technik stillt (am besten ohne, aber auch mit Hütchen ist das möglich). Ein gute Anlegetechnik ist jetzt also das A und O. (Deine Schmerzen sind ebenfalls ein Hinweis auf eine ungünstige Trink- bzw. Anlegetechnik!..) Falls Du dabei Hilfe brauchst, ist ein Besuch einer Stillberaterin vor Ort eine gute Idee, damit sie Dir beim Andocken helfen und ggf korrigieren kann.
Was meinst Du dazu?
Ich hoffe, diese ersten Hinweise sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
-
bertilla
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 786
- Registriert: 26.06.2012, 05:47
Re: Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstille
Deine Kinderärztin hat eine etwas seltsamen Umgangston... Dass dir das so nahe geht mit dem "Verhungern an der Brust" kann ich gut verstehen, das klingt echt brutal *tröst*. Aber ich finde, du hast schon echt viel Durchhaltewillen bewiesen und bist eine tolle Mutter!
Mama seit 05/2012
- Schnuckiputz
- alter SuT-Hase
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Re: Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstille
Erst einmal vielen lieben Dank für die tröstenden und aufmunternden Worte! Das hilft schon sehr!
Und dir Julia, vielen Dank für die schnelle ausführliche Antwort! Leider habe ich das erst nach seiner ersten Mahlzeit heute morgen gelesen, sodass er noch ein Fläschchen bekommen hat. Er hat aber vorher auch wieder ganz gut an der Brust getrunken, jeweils etwa 20 Minuten, und von allein aufgehört, als er satt war. Dann hatte ich die Flasche angeboten, er hat sie aber nicht gewollt. Das ging ganz ohne Geschrei, aber den Sauger hat er immer wieder aus dem Mund befördert. Nach ein paar Minuten wurde er aber doch quengelig, hat die Flasche dann ganz problemlos genommen und fast ausgetrunken. Aber damit ist jetzt also erst mal wieder Schluss. Wir versuchen es auf jeden Fall durch häufigeres Stillen, ich hoffe sehr, dass es klappt.
Sonst ist mein Süßer generell ein munteres, aufgewecktes Kerlchen. Gerade jetzt strampelt er wieder ganz angestrengt fröhlich und lacht und jauchzt dabei vor sich hin.
Und auch wenn sich daraus noch nichts ableiten lässt, hat es mich wenigstens ein bisschen beruhigt, dass auf der Waage heute morgen 5120 g stand. (Zumindest scheint das Gewicht nicht weniger zu werden.) Wir beobachten das weiter und dann berichte ich gern.
Die Kinderärztin ist in allen anderen Dingen sehr gut, aber eben schon etwas älter, was das Stillen angeht, nicht gerade auf dem neuesten Stand und auch nicht recht überzeugt davon, so schien es mir. Gestern habe ich mir dann auch schon gedacht, ich hätte mich nicht so beeinflussen und ihn weiter so lange wie er wollte trinken lassen sollen. Aber er ist mein erstes Kind und natürlich wollte ich alles richtig machen. Da war ich durch die Kommentare der Ärztin eben verunsichert.
Jetzt probieren wir erst mal wieder nur zu stillen und ich berichte, wie es geht. Vielen Dank bis dahin noch einmal für alle bisherigen Hinweise und auch für die Links zu den anderen Themen!
Viele Grüße!
Und dir Julia, vielen Dank für die schnelle ausführliche Antwort! Leider habe ich das erst nach seiner ersten Mahlzeit heute morgen gelesen, sodass er noch ein Fläschchen bekommen hat. Er hat aber vorher auch wieder ganz gut an der Brust getrunken, jeweils etwa 20 Minuten, und von allein aufgehört, als er satt war. Dann hatte ich die Flasche angeboten, er hat sie aber nicht gewollt. Das ging ganz ohne Geschrei, aber den Sauger hat er immer wieder aus dem Mund befördert. Nach ein paar Minuten wurde er aber doch quengelig, hat die Flasche dann ganz problemlos genommen und fast ausgetrunken. Aber damit ist jetzt also erst mal wieder Schluss. Wir versuchen es auf jeden Fall durch häufigeres Stillen, ich hoffe sehr, dass es klappt.
Sonst ist mein Süßer generell ein munteres, aufgewecktes Kerlchen. Gerade jetzt strampelt er wieder ganz angestrengt fröhlich und lacht und jauchzt dabei vor sich hin.
Und auch wenn sich daraus noch nichts ableiten lässt, hat es mich wenigstens ein bisschen beruhigt, dass auf der Waage heute morgen 5120 g stand. (Zumindest scheint das Gewicht nicht weniger zu werden.) Wir beobachten das weiter und dann berichte ich gern.
Die Kinderärztin ist in allen anderen Dingen sehr gut, aber eben schon etwas älter, was das Stillen angeht, nicht gerade auf dem neuesten Stand und auch nicht recht überzeugt davon, so schien es mir. Gestern habe ich mir dann auch schon gedacht, ich hätte mich nicht so beeinflussen und ihn weiter so lange wie er wollte trinken lassen sollen. Aber er ist mein erstes Kind und natürlich wollte ich alles richtig machen. Da war ich durch die Kommentare der Ärztin eben verunsichert.
Jetzt probieren wir erst mal wieder nur zu stillen und ich berichte, wie es geht. Vielen Dank bis dahin noch einmal für alle bisherigen Hinweise und auch für die Links zu den anderen Themen!
Viele Grüße!
Schnuckiputz mit Schnuppi (06/2012) und Schnute (01/2015)
- Schnuckiputz
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2815
- Registriert: 27.09.2012, 00:04
Re: Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstille
Was ich noch vergessen hatte: Einen Schnuller hat er auch, nimmt ihn aber sowieso nur sehr selten und viel lieber seinen Daumen. Den Schnuller lassen wir jetzt also auch ganz weg.
Schnuckiputz mit Schnuppi (06/2012) und Schnute (01/2015)
- Schnuckiputz
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Re: Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstille
Nun haben wir schon über eine Woche geschafft und hier folgt mein Bericht:
Wir waren letzte Woche auch bei einer Stillberaterin, die sich angesehen hat, wie der Kleine angelegt wird und saugt, sie meinte, das sieht alles sehr gut aus. Und auch sie hat gesagt, es müsste mit häufigem Stillen eigentlich wieder hinzubekommen sein.
Die ersten paar Tage hat er oft nach einem bisschen Saugen gewimmert oder sogar etwas geschrien, wahrscheinlich kam noch nicht wieder so viel Milch, wie er zuvor gewohnt war. Aber nach und nach wurde es besser. Mittlerweile wimmert er nur noch (oder lässt auch mal los), wenn es um uns herum unruhig ist. Ich muss also sehr darauf achten, dass es ruhig und entspannt ist, dann klappt es ganz gut. Wir stillen ohne Stillhütchen, die Brustwarzen sind noch immer ziemlich empfindlich und gereizt, aber wirkliche Schmerzen habe ich zum Glück nicht mehr. Tagsüber meldet er sich jetzt oft schon nach einer Stunde wieder, ab und zu liegen auch mal zwei oder drei Stunden zwischen den Mahlzeiten. Dafür schläft er nachts recht lang (aber das auch schon lange). Es ist also etwas anstrengend auf die zehn bis zwölf Mahlzeiten zu kommen, aber ich bemühe mich sehr. Heute waren es neun.
Insgesamt wirkt der Kleine munter und fröhlich, er lacht sehr viel und hat scheinbar auch wieder mehr Energie, denn er strampelt ganz ausgiebig beim Spielen. Es scheint ihm also wirklich gut zu gehen. Und ich hoffe, dass ich die Gewichtsdaten der letzten Tage auch schon mal vorsichtig als Zunahme werten kann:
26.9. 5030 g
27.9. 5120 g
28.9. 5090 g
29.9. 5110 g
30.9. 5150 g
2.10. 5170 g
3.10. 5170 g
4.10. 5240 g
Das habe ich alles zu Hause mit einer Babywaage gewogen, jeweils morgens nach dem ersten Stillen mit Body und frischer Windel.
Kann ich denn jetzt einfach so weitermachen oder muss ich noch mehr beachten? Darf er nachts schlafen (meist sind es sieben bis acht Stunden) oder muss ich ihn dann auch noch mal wecken? Ich hab es ein-, zweimal versucht, aber er ist dann sehr schläfrig und hat eigentlich gar nicht getrunken, sondern nur etwas genuckelt, bevor er gleich wieder eingeschlafen ist.
Ich freu mich so sehr, dass es wieder etwas besser aussieht, und ich hoffe, dass das nun einigermaßen stabil bleibt. Deshalb möchte ich aber nicht schon wieder (oder immer noch) was falsch machen. Vielen Dank schon mal für alle bisherige Unterstützung!
Übrigens war es auch schön, in der Stillgruppe andere Mütter zu treffen, deren Babys auch (zumindest zwischendurch mal) nicht so gut zugenommen haben. Ich glaube, man lässt sich auch schnell verunsichern, wenn man wenig Austausch mit anderen hat, denen es vielleicht ähnlich geht.
Viele Grüße
Wir waren letzte Woche auch bei einer Stillberaterin, die sich angesehen hat, wie der Kleine angelegt wird und saugt, sie meinte, das sieht alles sehr gut aus. Und auch sie hat gesagt, es müsste mit häufigem Stillen eigentlich wieder hinzubekommen sein.
Die ersten paar Tage hat er oft nach einem bisschen Saugen gewimmert oder sogar etwas geschrien, wahrscheinlich kam noch nicht wieder so viel Milch, wie er zuvor gewohnt war. Aber nach und nach wurde es besser. Mittlerweile wimmert er nur noch (oder lässt auch mal los), wenn es um uns herum unruhig ist. Ich muss also sehr darauf achten, dass es ruhig und entspannt ist, dann klappt es ganz gut. Wir stillen ohne Stillhütchen, die Brustwarzen sind noch immer ziemlich empfindlich und gereizt, aber wirkliche Schmerzen habe ich zum Glück nicht mehr. Tagsüber meldet er sich jetzt oft schon nach einer Stunde wieder, ab und zu liegen auch mal zwei oder drei Stunden zwischen den Mahlzeiten. Dafür schläft er nachts recht lang (aber das auch schon lange). Es ist also etwas anstrengend auf die zehn bis zwölf Mahlzeiten zu kommen, aber ich bemühe mich sehr. Heute waren es neun.
Insgesamt wirkt der Kleine munter und fröhlich, er lacht sehr viel und hat scheinbar auch wieder mehr Energie, denn er strampelt ganz ausgiebig beim Spielen. Es scheint ihm also wirklich gut zu gehen. Und ich hoffe, dass ich die Gewichtsdaten der letzten Tage auch schon mal vorsichtig als Zunahme werten kann:
26.9. 5030 g
27.9. 5120 g
28.9. 5090 g
29.9. 5110 g
30.9. 5150 g
2.10. 5170 g
3.10. 5170 g
4.10. 5240 g
Das habe ich alles zu Hause mit einer Babywaage gewogen, jeweils morgens nach dem ersten Stillen mit Body und frischer Windel.
Kann ich denn jetzt einfach so weitermachen oder muss ich noch mehr beachten? Darf er nachts schlafen (meist sind es sieben bis acht Stunden) oder muss ich ihn dann auch noch mal wecken? Ich hab es ein-, zweimal versucht, aber er ist dann sehr schläfrig und hat eigentlich gar nicht getrunken, sondern nur etwas genuckelt, bevor er gleich wieder eingeschlafen ist.
Ich freu mich so sehr, dass es wieder etwas besser aussieht, und ich hoffe, dass das nun einigermaßen stabil bleibt. Deshalb möchte ich aber nicht schon wieder (oder immer noch) was falsch machen. Vielen Dank schon mal für alle bisherige Unterstützung!
Übrigens war es auch schön, in der Stillgruppe andere Mütter zu treffen, deren Babys auch (zumindest zwischendurch mal) nicht so gut zugenommen haben. Ich glaube, man lässt sich auch schnell verunsichern, wenn man wenig Austausch mit anderen hat, denen es vielleicht ähnlich geht.
Viele Grüße
Schnuckiputz mit Schnuppi (06/2012) und Schnute (01/2015)
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jusl
- Jusl Almighty
- Beiträge: 16020
- Registriert: 19.03.2007, 10:54
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Re: Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstille
Vielen Dank für Deinen Bericht. Wie sieht es denn mit dem Zufüttern aus?
LG
Julia
LG
Julia
- klimaforscherin
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 7128
- Registriert: 06.05.2010, 19:22
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Re: Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstille
Also ich denke, sie ist deinem ersten Punkt gefolgt und hat das Zufuettern weggelassen.
Das liest sich so, insbesondere der Bericht ueber den ersten Tag.
Das liest sich so, insbesondere der Bericht ueber den ersten Tag.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012
