Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Moderator: Giraeffchen
- mupfel
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Re: Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Hm, das mit dem Reflux würde ich wahrscheinlich auch nochmal anschauen lassen... wobei es dann mMn schon komisch ist, dass sie abends beim Papa gut einschläft und nachts auch gut schläft.
Wie geht es euch denn gerade?
Wie geht es euch denn gerade?
Liebe Grüße von mupfel mit der mini-mupfel (10/11)
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elamshin
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Mal aus einer anderen Richtung:
Ich kenne diese Situation sehr gut und möchte dir eine große Portion Kraft hierlassen. Mein Krümel war sehr gestresst, hat viel geschrien, war irre unruhig und das Schlafen, insbesondere die Einschlafsituation war die Hölle. Immerhin konnten wir im Tuch tragen und der Föhn half - ansonsten wäre ich durchgedreht. Ich kenne diese Aggression die das Geschrei auslöst, die Hilflosigkeit, wo man doch alles gibt, sich Gedanken macht, da ist, einfach nur helfen will. Ich wurde gebissen, gekratzt, geschlagen und war manchmal einfach nur mit meinem Kind am heulen.
Bei uns hatte das aber keine medizinischen Gründe, sondern psychische. Die Schwangerschaft war zwar komplikationslos, meine Lebenssituation aber stressig. Nicht nur kurz,sondern über mehrere Monate. Ich bin daran gewöhnt, so etwas "durchzupowern". Mein Baby bekam aber allen Stress ab. Er zeigte mir das vor allem beim stillen - einschlafstillen ging gar nicht, er dockte an und wieder ab, weinte verzweifelt, dockte an und ab, wollte weg und doch wieder zu mir. Es war zum heulen.
Hilfe haben wir bei einer Stillberaterin gefunden die auch Bindungsanalysen macht, sich mit Prä- und Perinatalen Problemen befasst und etwas von einem Babyflüsterer hat (wenn auch nichts Esoterisches). Wir haben viel geredet, sie hat mir aufgezeigt woher die Probleme kamen, hat mir Wege gegeben um damit umzugehen und dem Kleinen ein Ventil zu geben seinen Stress loszuwerden. Das war nichts Weltbewegendes, es ging im Grunde nur ums Ansprechen, Thematisieren, eingefahrene Situationen lösen.
Wir haben zwei Monate gebraucht, in denen es schrittweise besser wurde. Davor gab es keine(!) Wachphase in der er entspannt war, kein Einschlafen ohne Tränen. Heute ratzt er beim Einschlafstillen in drei Minuten weg, die Tage sind fast durchgehend entspannt. Klar gibt es Quengeltage, es quälen mal Zähne oder ein Schub. Aber er ist jetzt ein fröhliches, offenes, entspanntes Baby.
Vielleicht kann eine solche Begleitung auch helfen, diese eingefahrene Situation aufzulösen? Den Schmerz und die Schlafbegleitung durch dich zu entkoppeln? Ich drücke euch jedenfalls alle verfügbaren Daumen und wünsche euch eine baldige Entspannung.
Ich kenne diese Situation sehr gut und möchte dir eine große Portion Kraft hierlassen. Mein Krümel war sehr gestresst, hat viel geschrien, war irre unruhig und das Schlafen, insbesondere die Einschlafsituation war die Hölle. Immerhin konnten wir im Tuch tragen und der Föhn half - ansonsten wäre ich durchgedreht. Ich kenne diese Aggression die das Geschrei auslöst, die Hilflosigkeit, wo man doch alles gibt, sich Gedanken macht, da ist, einfach nur helfen will. Ich wurde gebissen, gekratzt, geschlagen und war manchmal einfach nur mit meinem Kind am heulen.
Bei uns hatte das aber keine medizinischen Gründe, sondern psychische. Die Schwangerschaft war zwar komplikationslos, meine Lebenssituation aber stressig. Nicht nur kurz,sondern über mehrere Monate. Ich bin daran gewöhnt, so etwas "durchzupowern". Mein Baby bekam aber allen Stress ab. Er zeigte mir das vor allem beim stillen - einschlafstillen ging gar nicht, er dockte an und wieder ab, weinte verzweifelt, dockte an und ab, wollte weg und doch wieder zu mir. Es war zum heulen.
Hilfe haben wir bei einer Stillberaterin gefunden die auch Bindungsanalysen macht, sich mit Prä- und Perinatalen Problemen befasst und etwas von einem Babyflüsterer hat (wenn auch nichts Esoterisches). Wir haben viel geredet, sie hat mir aufgezeigt woher die Probleme kamen, hat mir Wege gegeben um damit umzugehen und dem Kleinen ein Ventil zu geben seinen Stress loszuwerden. Das war nichts Weltbewegendes, es ging im Grunde nur ums Ansprechen, Thematisieren, eingefahrene Situationen lösen.
Wir haben zwei Monate gebraucht, in denen es schrittweise besser wurde. Davor gab es keine(!) Wachphase in der er entspannt war, kein Einschlafen ohne Tränen. Heute ratzt er beim Einschlafstillen in drei Minuten weg, die Tage sind fast durchgehend entspannt. Klar gibt es Quengeltage, es quälen mal Zähne oder ein Schub. Aber er ist jetzt ein fröhliches, offenes, entspanntes Baby.
Vielleicht kann eine solche Begleitung auch helfen, diese eingefahrene Situation aufzulösen? Den Schmerz und die Schlafbegleitung durch dich zu entkoppeln? Ich drücke euch jedenfalls alle verfügbaren Daumen und wünsche euch eine baldige Entspannung.
2/2012, 8/2014 und 9/2019
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MarkusMama
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Re: Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Hallo Elamshin,elamshin hat geschrieben:Mal aus einer anderen Richtung:
Ich kenne diese Situation sehr gut und möchte dir eine große Portion Kraft hierlassen. Mein Krümel war sehr gestresst, hat viel geschrien, war irre unruhig und das Schlafen, insbesondere die Einschlafsituation war die Hölle. Immerhin konnten wir im Tuch tragen und der Föhn half - ansonsten wäre ich durchgedreht. Ich kenne diese Aggression die das Geschrei auslöst, die Hilflosigkeit, wo man doch alles gibt, sich Gedanken macht, da ist, einfach nur helfen will. Ich wurde gebissen, gekratzt, geschlagen und war manchmal einfach nur mit meinem Kind am heulen.
Bei uns hatte das aber keine medizinischen Gründe, sondern psychische. Die Schwangerschaft war zwar komplikationslos, meine Lebenssituation aber stressig. Nicht nur kurz,sondern über mehrere Monate. Ich bin daran gewöhnt, so etwas "durchzupowern". Mein Baby bekam aber allen Stress ab. Er zeigte mir das vor allem beim stillen - einschlafstillen ging gar nicht, er dockte an und wieder ab, weinte verzweifelt, dockte an und ab, wollte weg und doch wieder zu mir. Es war zum heulen.
Hilfe haben wir bei einer Stillberaterin gefunden die auch Bindungsanalysen macht, sich mit Prä- und Perinatalen Problemen befasst und etwas von einem Babyflüsterer hat (wenn auch nichts Esoterisches). Wir haben viel geredet, sie hat mir aufgezeigt woher die Probleme kamen, hat mir Wege gegeben um damit umzugehen und dem Kleinen ein Ventil zu geben seinen Stress loszuwerden. Das war nichts Weltbewegendes, es ging im Grunde nur ums Ansprechen, Thematisieren, eingefahrene Situationen lösen.
Wir haben zwei Monate gebraucht, in denen es schrittweise besser wurde.
na, was hat die Babyflüstererin denn gefunden? Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß das simple Problem war, daß Dein Kind gerne beim Stillen Pipi und Kaka machen wollte, aber du ihm sicherlich dabei nicht das Töpfchen angeboten hast. Deswegen das Abdocken und Schreien. Klar können solche "Experten" mit angeblichen Peri- und postnatalen Traumataaufarbeitungen sicherlich viel Geld verdienen. Irgendwann lernen die Kinder, daß es kein Töpfchen gibt und sie das nasse Zeug eben am Hintern behalten müssen. Dann resignieren sie und schlafen dann eben mit Pipi und Kaka am Hintern ein. Wie Dein Kind nach zwei Monaten des Verzweifelt-Sich-Bemerkbar-Machens und Ignoriertwerdens. Das hat aber nichts mit den Entspannungstechniken oder gar Traumaaufarbeitung zu tun, die dir die "Expertin" beigebracht hat.
Nachdem ich in einem anderen Forum beim stillen Mitlesen den entscheidenden Tipp bekam, habe ich beim nächtlichen Stillen meinem zweiten Sohn ein Töpfchen unter den Popo geschoben und - siehe da - keine nächtlichen Schrei- und Zappelattacken während des Stillens mehr. Wenn mans weiß. Aber wie soll ein Baby denn schon anders reagieren? Und wie soll eine Mutter, der immer eingebläut wurde, das Kind könne seine Ausscheidungen bis zum 2. Lebensjahr noch nicht selbst artikulieren und sammeln bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, das auch derart interpretieren, wie ich jetzt hier schreibe? Von selber wäre ich leider auch nie drauf gekommen. Aber schön, daß es doch auch schlaue Muttis gibt, die sich kundig gemacht haben jenseits vom Rat solcher "Experten" wie Deiner Stillberaterin. So daß uraltes Zivilisationswissen nicht restlos verschüttet wird.
LG
MarkusMama
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Maja
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Re: Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Ja, es KANN eine Ursache von unruhigem Still- und Schlafverhalten sein, dass das Kind einfach "mal muss". Habe ich so auch persönlich erlebt und auch etwas gebraucht, bis ich mein Kind da endlich richtig verstanden habe.
Aber: es gibt noch Dutzende weitere Ursachen für gestresste, überreizte, nervöse, unruhige, ..., Babys. Und es gibt kein Patentrezept. Man kann eins nach dem anderen ausprobieren und sich freuen wenn dann was hilft. Das dann aber auch alle Babys zu verallgemeinern ist schlicht unsachlich. Anderes Baby, andere Mutter, andere Probleme.
Und es gibt durchaus Babys mit einem Geburtstrauma, und durchaus Übertragung von eigenem Stress auf das Kind, und Gespräche mit psychologisch geschulten Beratern sind keineswegs nur Hokuspokus oder Geldschinderei.
Aber: es gibt noch Dutzende weitere Ursachen für gestresste, überreizte, nervöse, unruhige, ..., Babys. Und es gibt kein Patentrezept. Man kann eins nach dem anderen ausprobieren und sich freuen wenn dann was hilft. Das dann aber auch alle Babys zu verallgemeinern ist schlicht unsachlich. Anderes Baby, andere Mutter, andere Probleme.
Und es gibt durchaus Babys mit einem Geburtstrauma, und durchaus Übertragung von eigenem Stress auf das Kind, und Gespräche mit psychologisch geschulten Beratern sind keineswegs nur Hokuspokus oder Geldschinderei.
2004/2006/2014
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elamshin
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Hallo MarkusMama!
Nein, die Babyflüsterin hat an uns nichts verdient.
Und es ging auch nicht darum, das der kleine Hosenmatz im Schlaf Unruhe zeigte - ich habe auch ausprobiert ob sein Schlafverhalten etwas mit voller Blase oder Darm zu tun haben. Es ging um ein gestresstes, dauernd überreiztes Kind, das nicht in der Lage war zum einschlafen abzuschalten. Die Einschlafsituation war da nur der Höhepunkt. Da halfen keine Rituale, kein Tragen, keine Wunderheilmittel, gar nichts.
Es ging auch nicht um Voodoo. Die besagte Dame hat mit mir die Schwangerschaft und Geburt durchbesprochen, sie hat den Krümel beobachtet. Je klarer mir das Problem und unsere eingefahrene Dynamik wurde, desto besser konnten wir damit umgehen.
Man muss nicht daran "glauben".
Es ist im Grunde nichts anderes als eine Hilfe von außen, das Gefühlsleben des Kindes besser zu verstehen und ihm zur Seite zu stehen. Das Körpergedächtnis spielt dabei auch eine große Rolle.
Für uns war es jedenfalls der Schritt zu einem harmonischen Familienleben und einem zufriedenen Kind. Darum wollte ich den Hinweis geben - wer weiß aus der DIstanz schon wo das Problem liegt?
Lg,
elamshin
Nein, die Babyflüsterin hat an uns nichts verdient.
Und es ging auch nicht darum, das der kleine Hosenmatz im Schlaf Unruhe zeigte - ich habe auch ausprobiert ob sein Schlafverhalten etwas mit voller Blase oder Darm zu tun haben. Es ging um ein gestresstes, dauernd überreiztes Kind, das nicht in der Lage war zum einschlafen abzuschalten. Die Einschlafsituation war da nur der Höhepunkt. Da halfen keine Rituale, kein Tragen, keine Wunderheilmittel, gar nichts.
Es ging auch nicht um Voodoo. Die besagte Dame hat mit mir die Schwangerschaft und Geburt durchbesprochen, sie hat den Krümel beobachtet. Je klarer mir das Problem und unsere eingefahrene Dynamik wurde, desto besser konnten wir damit umgehen.
Man muss nicht daran "glauben".
Für uns war es jedenfalls der Schritt zu einem harmonischen Familienleben und einem zufriedenen Kind. Darum wollte ich den Hinweis geben - wer weiß aus der DIstanz schon wo das Problem liegt?
Lg,
elamshin
2/2012, 8/2014 und 9/2019
- Pupu
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Re: Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Auch von mir eine Stimme fürs Tragen - ob man das Baby nun auf dem Arm oder im Sling trägt, welchen Unterschied macht das schon? Tragen muss man's ja eh und die Position ist gleich. Und ob man nun im Sling auf der Hüfte oder mit Tragetuch auf dem Rücken trägt, macht auch keinen großen Unterschied mehr, vor allem in dem Alter. Ab auf den Rücken und Küche aufräumen... Dann kann sie vielleicht schonmal ein wenig runterkommen und dösen. Und vielleicht sogar einschlafen. Du musst sie ja nicht ewig da lassen, kannst sie ja ablegen wenn sie eingeschlafen ist.
Und noch ein Gedanke: was, wenn du mit ihr nach oben gehst und dich eben NICHT mit ihr hinlegst, sondern ins Bett SETZT, mit ihr kuschelst, ein Buch anschaust, ihr vorsingst und sie dabei streichelst, in deinen Armen wiegst etc? Den Fokus darauf richtest, ihr erstmal nur eine Auszeit zu ermöglichen, zum Runterkommen, zum Entspannen - für euch beide? Mittagsruhe statt Mittagsschlaf? Und Schlaf ist optional...? Vielleicht kommt es dann ganz von allein?
Und noch ein Gedanke: was, wenn du mit ihr nach oben gehst und dich eben NICHT mit ihr hinlegst, sondern ins Bett SETZT, mit ihr kuschelst, ein Buch anschaust, ihr vorsingst und sie dabei streichelst, in deinen Armen wiegst etc? Den Fokus darauf richtest, ihr erstmal nur eine Auszeit zu ermöglichen, zum Runterkommen, zum Entspannen - für euch beide? Mittagsruhe statt Mittagsschlaf? Und Schlaf ist optional...? Vielleicht kommt es dann ganz von allein?
Lg aus Finnland von Pupu mit Wildgurke
(02/09), Quatschbanane
(08/11) und zwei Minimöhrchen 
(07/17)
"I'm not procrastinating. I'm doing side quests!"
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- Bananenkeks
- schreibt ganz schön oft
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Re: AW: Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Das finde ich auch eine gute Idee: Mittagsruhe statt zwingend Schlaf. Wir haben das auch so gemacht und machen es auch heute noch so. Immer um die Mittagszeit eine bis zwei Stunden ruhig im SchlaZi. Ein bisschen abgedunkelt, wenig Reize. Nach wenigen Wochen hat sich die Ruhe- in eine Schlafzeit gewandelt.Pupu hat geschrieben:Auch von mir eine Stimme fürs Tragen - ob man das Baby nun auf dem Arm oder im Sling trägt, welchen Unterschied macht das schon? Tragen muss man's ja eh und die Position ist gleich. Und ob man nun im Sling auf der Hüfte oder mit Tragetuch auf dem Rücken trägt, macht auch keinen großen Unterschied mehr, vor allem in dem Alter. Ab auf den Rücken und Küche aufräumen... Dann kann sie vielleicht schonmal ein wenig runterkommen und dösen. Und vielleicht sogar einschlafen. Du musst sie ja nicht ewig da lassen, kannst sie ja ablegen wenn sie eingeschlafen ist.
Und noch ein Gedanke: was, wenn du mit ihr nach oben gehst und dich eben NICHT mit ihr hinlegst, sondern ins Bett SETZT, mit ihr kuschelst, ein Buch anschaust, ihr vorsingst und sie dabei streichelst, in deinen Armen wiegst etc? Den Fokus darauf richtest, ihr erstmal nur eine Auszeit zu ermöglichen, zum Runterkommen, zum Entspannen - für euch beide? Mittagsruhe statt Mittagsschlaf? Und Schlaf ist optional...? Vielleicht kommt es dann ganz von allein?
Bananenkeks mit Krümel (10/2011) und ein paar Sternchen
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geldbeutel
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Re: Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Vielen vielen Dank für all eure Antworten.
Ich komme leider eher selten zum Lesen, ich muss die alle nacheinander nochmal aufarbeiten und dann gezielter auf Rückfragen eingehen...
Also, das mit dem "nicht Tragen" kam von der Krankengymnastin; die hatte ja mit allem, was sie sagte, soweit recht (immerhin krabbelt das Kind dank ihrer Hilfe!), aber, wie ich inzwischen erfahren habe: sie hat was gegen Tragehilfen jeder Art und spricht sich immer dagegen aus. Mir konkret sagte sie, meine Maus würde die Beine schon ungünstig halten und durch die Manduca würde ich diese Fehlhaltung fördern. Das kann ich mir auch nicht recht vorstellen, vor allem, wenn sie mal 20 Minuten am Tag drin sitzt. Aber: die Maus mag die Manduca ohnehin nicht (mehr) gerne, weil sie dann zu wenig sieht, sich zu wenig bewegen kann. Und auch zu Zeiten, in denen sie sich sauwohl drin gefühlt hat - geschlafen hat sie darin nie.
Ich versuche, zusammen mit ihre gegen ihre Bett-Aversion anzugehen; sobald sie wach wird, zeigt sie auf die Tür und will raus. Ich versuche ihr zu vermitteln: das Bett ist gemütlich und kuschlig, und man kann auch mal drin sein, wenn man nicht schlafen will - zum Quatsch machen zum Beispiel. Das klappt schon ein wenig, wir sind nun schon ein paarmal im Bett herumgetollt, ohne dass sie sofort wieder abhauen wollte.
Das mit dem Spazierengehen ist so ein Ding: im Kiwa schläft sie maximal eine halbe Stunde, und das genügt als Tagschlaf nicht. Aber bis sie einschläft, muss ich bis zu zwei Stunden laufen - nicht gemächlich, nicht zögern, niemals stehenbleiben. Und da habe ich ein gesundheitliches Problem, 3 Stunden oder mehr stramm Wagen schieben kann ich nicht gut und schon gar nicht täglich. Und gerade jetzt, wo es kalt und nass wird draussen, brauche ich Alternativen.
Heute zum Beispiel bin ich mit ihr ins Schlafzimmer - sie war hundemüde. Sie weinte nicht, als wir uns hinlegten, meckerte nur etwas ("Prinzessin auf der Erbse"), bis sie die optimale Liegeposition gefunden hatte - sie lag dann bäuchlings auf mir und streichelte meinen Arm <3 Wir kuschelten bestimmt eine halbe Stunde - aber sie schlief halt nicht ein. Obwohl sie entspannt war und nicht schrie. Hundemüde war sie aber anschliessend immer noch, leider. Aber vielleicht ist das ein Schritt in die richtige Richtung?
Wir nähern uns ja nun dem Zeitraum, von dem der KiA meinte wir müssten eine "deutliche Besserung merken". Vielleicht hat er ja recht. Auch laut ihm waren wir beim besten Orthopäden, den man für Kinder in dem Alter in unserer Region finden kann. Und die Maus schreit weniger als vor 4 Wochen, soviel steht fest; allerdings klebt sie an mir wie türkischer Honig, den ganzen Tag - und, sobald ich gleich hoch gehe, auch in der Nacht.
Und an der Idee mit dieser Begleitung, Aufarbeitung von Schwangerschaft und Geburt... da könnte schon was dran sein. Ich hab manchmal den Drang, über die Schwangerschaft, die Geburt (die ich ganz schrecklich fand), die Zeit danach (die noch schrecklicher war) zu reden, aber ich hab leider niemanden.
Jetzt muss ich aber schlafen; da die Maus so anhänglich ist, sind die Nächte für mich nicht wirklich entspannend...
Liebe Grüsse an euch alle und bis bald (ich denke, am Wochenende)!
Ich komme leider eher selten zum Lesen, ich muss die alle nacheinander nochmal aufarbeiten und dann gezielter auf Rückfragen eingehen...
Also, das mit dem "nicht Tragen" kam von der Krankengymnastin; die hatte ja mit allem, was sie sagte, soweit recht (immerhin krabbelt das Kind dank ihrer Hilfe!), aber, wie ich inzwischen erfahren habe: sie hat was gegen Tragehilfen jeder Art und spricht sich immer dagegen aus. Mir konkret sagte sie, meine Maus würde die Beine schon ungünstig halten und durch die Manduca würde ich diese Fehlhaltung fördern. Das kann ich mir auch nicht recht vorstellen, vor allem, wenn sie mal 20 Minuten am Tag drin sitzt. Aber: die Maus mag die Manduca ohnehin nicht (mehr) gerne, weil sie dann zu wenig sieht, sich zu wenig bewegen kann. Und auch zu Zeiten, in denen sie sich sauwohl drin gefühlt hat - geschlafen hat sie darin nie.
Ich versuche, zusammen mit ihre gegen ihre Bett-Aversion anzugehen; sobald sie wach wird, zeigt sie auf die Tür und will raus. Ich versuche ihr zu vermitteln: das Bett ist gemütlich und kuschlig, und man kann auch mal drin sein, wenn man nicht schlafen will - zum Quatsch machen zum Beispiel. Das klappt schon ein wenig, wir sind nun schon ein paarmal im Bett herumgetollt, ohne dass sie sofort wieder abhauen wollte.
Das mit dem Spazierengehen ist so ein Ding: im Kiwa schläft sie maximal eine halbe Stunde, und das genügt als Tagschlaf nicht. Aber bis sie einschläft, muss ich bis zu zwei Stunden laufen - nicht gemächlich, nicht zögern, niemals stehenbleiben. Und da habe ich ein gesundheitliches Problem, 3 Stunden oder mehr stramm Wagen schieben kann ich nicht gut und schon gar nicht täglich. Und gerade jetzt, wo es kalt und nass wird draussen, brauche ich Alternativen.
Heute zum Beispiel bin ich mit ihr ins Schlafzimmer - sie war hundemüde. Sie weinte nicht, als wir uns hinlegten, meckerte nur etwas ("Prinzessin auf der Erbse"), bis sie die optimale Liegeposition gefunden hatte - sie lag dann bäuchlings auf mir und streichelte meinen Arm <3 Wir kuschelten bestimmt eine halbe Stunde - aber sie schlief halt nicht ein. Obwohl sie entspannt war und nicht schrie. Hundemüde war sie aber anschliessend immer noch, leider. Aber vielleicht ist das ein Schritt in die richtige Richtung?
Wir nähern uns ja nun dem Zeitraum, von dem der KiA meinte wir müssten eine "deutliche Besserung merken". Vielleicht hat er ja recht. Auch laut ihm waren wir beim besten Orthopäden, den man für Kinder in dem Alter in unserer Region finden kann. Und die Maus schreit weniger als vor 4 Wochen, soviel steht fest; allerdings klebt sie an mir wie türkischer Honig, den ganzen Tag - und, sobald ich gleich hoch gehe, auch in der Nacht.
Und an der Idee mit dieser Begleitung, Aufarbeitung von Schwangerschaft und Geburt... da könnte schon was dran sein. Ich hab manchmal den Drang, über die Schwangerschaft, die Geburt (die ich ganz schrecklich fand), die Zeit danach (die noch schrecklicher war) zu reden, aber ich hab leider niemanden.
Jetzt muss ich aber schlafen; da die Maus so anhänglich ist, sind die Nächte für mich nicht wirklich entspannend...
Liebe Grüsse an euch alle und bis bald (ich denke, am Wochenende)!
geldbeutel mit grossem (09/2011) und kleinem (01/2014) Schnäuzchen
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geldbeutel
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- Registriert: 29.10.2011, 06:06
Re: Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Das ist es, was ich zu etablieren versuche; bislang kreischte sie allerdings schon auf der Treppe, wenn sie verstand, dass es ums "Hochgehen" ging. Setzte man sie ins Bett, krabbelte sie an den Rand um wieder rauszusteigen; nahm man sie in den Arm, wand sie sich und kreischte wütend, schlug um sich. Ich halte mich jetzt öfter oben mit ihr auf, damit sie den Raum, das Bett, die ganze Umgebung - eigentlich ist alles sehr einladend und heimelig gestaltet - als genau das wahrnimmt und nicht als Schlaf-HöllePupu hat geschrieben:Und noch ein Gedanke: was, wenn du mit ihr nach oben gehst und dich eben NICHT mit ihr hinlegst, sondern ins Bett SETZT, mit ihr kuschelst, ein Buch anschaust, ihr vorsingst und sie dabei streichelst, in deinen Armen wiegst etc? Den Fokus darauf richtest, ihr erstmal nur eine Auszeit zu ermöglichen, zum Runterkommen, zum Entspannen - für euch beide? Mittagsruhe statt Mittagsschlaf? Und Schlaf ist optional...? Vielleicht kommt es dann ganz von allein?
Ich tu mich so schwer mit dem allen und frag mich, warum tausende anderer Mütter das offenbar spielend hinkriegen und nur ich nicht
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- Pupu
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- Wohnort: Finnland
Re: Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Nicht zweifeln. Du machst das wunderbar 
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(02/09), Quatschbanane
(08/11) und zwei Minimöhrchen 
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