Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Saphira89
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Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Beitrag von Saphira89 »

Hallo,

tut mir leid, dass ich keinen genaueren Titel eingeben konnte, aber ich habe mehrere Stillprobleme, die ich alle in einem Thread zusammenfassen möchte...

Eine Zeitlang hat das Stillen nach schwerem Start gut geklappt.
Seit einiger Zeit aber (so ca. 3-4 Wochen) wird es von Tag zu Tag schwieriger...

1.
Tagsüber ist ein entspanntes Stillen nicht mehr möglich. Wenn ich merke, dass Helena Hunger hat, lege ich sie an. Wird nicht sofort der MSR ausgelöst, fängt sie an zu treten, schreien, schlagen, etc. So kann ich sie dann unmöglich wieder anlegen. Also lauf ich mit ihr rum, wiege und wippe und versuche es so. So dockt sie dann auch wieder an, beschwert sich aber ständig weiter bis der MSR dann endlich ausgelöst wird. Oder aber ich gebe ihr den Schnuller, bis sie sich etwas beruhigt hat, nehme ihn wieder raus und lege an. Schreit sie dann wieder, wieder Schnuller, beruhigen, anlegen.... Ist der erste "Strom" Milch versiegt und es kommt nicht mehr so viel auf einmal, wird sie wieder unruhig, dockt ab, schreit, etc... so geht das die ganze Zeit weiter. Ich wechsel dann die Seite. Ist auch da der erste "Strom" versiegt, ist es ein absoluter Kampf sie satt zu kriegen, weil sie dann so wütend wird. Oft lege ich sie nach insgesamt ca. 40mins ab und geb den Schnuller.

2.
Wir konnten eine Zeitlang abends wunderbar Stillen zum Einschlafen. Wir haben dann im Liegen gestillt, bis sie fest eingeschlafen war und sich abgedockt hat. Auch das geht nicht mehr - selbes Problem wie oben beschrieben. Nachts allerdings ist das Stillen gar kein Problem im Liegen. Andocken - trinken - schlafen.

3.
Unterwegs ist an Stillen nicht mehr wirklich zu denken. SIe kann noch so Hunger haben, wenn wir unterwegs sind, docktg sie ständig ab und guckt sich um. Spucktuch überlegen, T-Shirt drüber, nix hilft... so komme ich kaum noch lange raus...

4.
Ich würde so gerne den Schnuller reduzieren oder ganz loswerden. Aber da ich sie an der Brust nicht beruhigt kriege, geht das nicht. Abends stillt sie bis sie satt ist, aber noch nicht schläft. Dann dockt sie an und ab, immer wieder. Das tut mit der Zeit echt weh. Also hilft nur Schnuller, sonst schreit sie.
Auch tagsüber muss ich ihn geben, weil sie einfach nicht an der Brust bleibt.

Ich weiß nicht mehr weiter...finde es im Moment sooo anstrengend...hoffe mir kann jemand hier helfen!
Danke schonmal!
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spacerabbit
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Re: Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Beitrag von spacerabbit »

Kann es sein, dass sie vielleicht gerade einen Wachstumsschub durchmacht? Manchmal gab es beim Großen und auch bei der Kleinen so Phasen, in denen plötzlich alles anders war und sie unzufrieden beim Stillen und zappelig gewirkt haben. Bei uns haben in solchen Phasen Chamomilla Globuli ganz gut geholfen oder auch Bachblüten Rescue Tropfen, übrigens auch für einen selbst gut, wenn man müde und gestresst ist...Und immer dran denken: Es ist eine Phase, auch die geht vorbei! Alles Gute Euch erst einmal.
Großer Bruder 29.06.2008
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vrabec
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Re: Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Beitrag von vrabec »

Mensch, ich mag Dich mal drücken, wenn ich darf. Das klingt wirklich sehr, sehr anstrengend und schwierig.

Leider kann ich Dir keinen pauschalen Rat geben. Allerdings kenne ich eine so sehr zappelige Phase auch von meinem Großen, da wäre ich auch fast verzweifelt. Das war, als die ersten Zähnchen kamen. Deine Maus ist zwar noch recht jung, aber es ist möglich... Dann sollte es aber auch wieder vorbei sein, sobald sie durch sind.

Hast Du schon mal verschiedene Stillpositionen ausprobiert? Bei uns brachte damals die Footballerhaltung ein bisschen Erleichterung.

Ich hoffe, dass es bald besser wird, vielleicht kommen ja noch hilfreiche Vorschläge!
Liebe Grüße,
vrabec mit den Jungs "Eja" *18.12.2007 und "Nuna" *2.9.2010 und der kleinen Schnuffelmaus *15.02.2014
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tofino08
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Re: Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Beitrag von tofino08 »

Das kommt mir bekannt vor - besonders Punkt Nummer 1. Das hat mein Kleiner auch gemacht als er in dem selben Alter war. Ging ungefähr 4 Wochen. Nun ist alles wieder normal. Es ist nur eine Phase. :wink:

Bei mir führte es dazu, dass der MSR erst recht spät auslöste, weil ich eben wollte, dass es schnell geht und mich deswegen unter Druck gesetzt habe, zu entspannen. Dabei verspannt man natürlich erst recht. Einen Tipp habe ich leider nicht, außer durchhalten - es geht vorbei.
tofino mit Herbstkind 2009, Frühlingskind 2012 und Winterkind 2017
Saphira89
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Re: Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Beitrag von Saphira89 »

Hey,

danke Euch...

keine Ahnung ob es ein Wachstumsschub ist...es wird ja schon seit 4 Wochen nicht besser...

Ja es ist sehr sehr anstrengend...grade weil ich eigentlich noch recht lange stillen wollte... Aber momentan muss ich sagen, dass ich das SO nicht lange durchhalte.

Helena hat auch noch zusätzlich große Probleme mit der Verdauung und dem Stuhlgang. 15 bis 18 Tage ohne Stuhlgang sind hier normal und selbst dann kommt nur mit nachhelfen was und recht wenig...und ständig hängt ein Pups quer, sodass ich nicht wirklich schlafen kann, da sich Helena deswegen die Nächte durchwühlt und hin und her schmeißt.

Zähne? :shock: Muss ich mal drauf achten....
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Katha
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Re: Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Beitrag von Katha »

Saphira89 hat geschrieben:Hallo,

tut mir leid, dass ich keinen genaueren Titel eingeben konnte, aber ich habe mehrere Stillprobleme, die ich alle in einem Thread zusammenfassen möchte...

Eine Zeitlang hat das Stillen nach schwerem Start gut geklappt.
Seit einiger Zeit aber (so ca. 3-4 Wochen) wird es von Tag zu Tag schwieriger...

1.
Tagsüber ist ein entspanntes Stillen nicht mehr möglich. Wenn ich merke, dass Helena Hunger hat, lege ich sie an. Wird nicht sofort der MSR ausgelöst, fängt sie an zu treten, schreien, schlagen, etc. So kann ich sie dann unmöglich wieder anlegen. Also lauf ich mit ihr rum, wiege und wippe und versuche es so. So dockt sie dann auch wieder an, beschwert sich aber ständig weiter bis der MSR dann endlich ausgelöst wird. Oder aber ich gebe ihr den Schnuller, bis sie sich etwas beruhigt hat, nehme ihn wieder raus und lege an. Schreit sie dann wieder, wieder Schnuller, beruhigen, anlegen.... Ist der erste "Strom" Milch versiegt und es kommt nicht mehr so viel auf einmal, wird sie wieder unruhig, dockt ab, schreit, etc... so geht das die ganze Zeit weiter. Ich wechsel dann die Seite. Ist auch da der erste "Strom" versiegt, ist es ein absoluter Kampf sie satt zu kriegen, weil sie dann so wütend wird. Oft lege ich sie nach insgesamt ca. 40mins ab und geb den Schnuller.

2.
Wir konnten eine Zeitlang abends wunderbar Stillen zum Einschlafen. Wir haben dann im Liegen gestillt, bis sie fest eingeschlafen war und sich abgedockt hat. Auch das geht nicht mehr - selbes Problem wie oben beschrieben. Nachts allerdings ist das Stillen gar kein Problem im Liegen. Andocken - trinken - schlafen.

3.
Unterwegs ist an Stillen nicht mehr wirklich zu denken. SIe kann noch so Hunger haben, wenn wir unterwegs sind, docktg sie ständig ab und guckt sich um. Spucktuch überlegen, T-Shirt drüber, nix hilft... so komme ich kaum noch lange raus...

4.
Ich würde so gerne den Schnuller reduzieren oder ganz loswerden. Aber da ich sie an der Brust nicht beruhigt kriege, geht das nicht. Abends stillt sie bis sie satt ist, aber noch nicht schläft. Dann dockt sie an und ab, immer wieder. Das tut mit der Zeit echt weh. Also hilft nur Schnuller, sonst schreit sie.
Auch tagsüber muss ich ihn geben, weil sie einfach nicht an der Brust bleibt.

Ich weiß nicht mehr weiter...finde es im Moment sooo anstrengend...hoffe mir kann jemand hier helfen!
Danke schonmal!
Forum hängt bei mir gerade irgendwie, drum nur kurz.
Hatten das mit 3 Monaten auch in der Art, kann leider meinen Thread auch nicht verlinken, meld mich später nochmal
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
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Lotti
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Re: Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Beitrag von Lotti »

Hallo,

Punkt 1 hatte ich mit meiner Tochter auch ganz schlimm, oft ging es dann auch nur auf dem Peziball oder herumlaufend. Manchmal hat sie tagsüber echt wenig getrunken udn mich dann nachts leergesaugt...nachts war es auch nie ein Problem, wie bei Dir. An Stillen in der Öffentlichkeit war nicht zu denken.
So einen richtigen Tipp hab ich auch nicht, außer vielleicht, sie direkt nach dem Aufwachen im Halbschlaf (am besten auch im Halbdunkeln) anzulegen, hast Du das mal probiert? Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen, es geht vorbei! Mittlerweile kommen diese Ausraster nur noch extrem selten vor, wenn sie ganz großen Hunger hat und der MSR besonders spät kommt. Aber davon abgesehen läuft das Stillen super, das hätte ich zu dieser Zeit (so im 3./4. Lebensmonat) auch nicht gedacht.
S. mit Töchtern (März 2012 und Dezember 2015)
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vrabec
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Re: Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Beitrag von vrabec »

Saphira89 hat geschrieben:Ja es ist sehr sehr anstrengend...grade weil ich eigentlich noch recht lange stillen wollte... Aber momentan muss ich sagen, dass ich das SO nicht lange durchhalte.
Das musst Du auch ganz sicher nicht! Das Stillverhalten Deiner Kleinen wird sich noch oft ändern, es wird ganz bestimmt nicht immer so weitergehen! Ich kenne das, beim ersten Kind hat man immer das Gefühl, die Schwierigkeiten werden endlos weitergehen. Aber in der Retrospektive merkt man dann, dass es sich immer nur um Phasen handelte, die irgendwie doch recht schnell vorübergingen.

Ich will Dir nicht sagen, dass Du auf jeden Fall die Zähne zusammenbeißen und durchhalten musst, aber vielleicht macht es Dir ein bisschen Mut zu hören, dass es wieder besser werden wird. Ich wünsche Dir, dass das sehr bald der Fall sein wird!
Liebe Grüße,
vrabec mit den Jungs "Eja" *18.12.2007 und "Nuna" *2.9.2010 und der kleinen Schnuffelmaus *15.02.2014
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kamala
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Re: Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Beitrag von kamala »

Hey, hier hatten wir das auch ungefähr zu der Zeit, rumlaufen beim Stillen hat geholfen, und manchmal habe ich "nachts" simuliert (da klappte es nämlich): zusammen hinlegen, in Gedanken ganz viel Zeit mitnehmen, tun als ob es das Normalste der Welt wäre, mitten am Tag im Bett zu liegen. Und eben nur wir zwei.
Ich denke auch: es ist nur eine Phase, und wahrscheinlich hast Du es nach vier Wochen auch schon fast geschafft!
Kamala mit Tochter 04/12 und Sohn 12/14 und Tochter 07/18
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a-n-e-l-a
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Re: Viele, immer größer werdende Stillprobleme

Beitrag von a-n-e-l-a »

Huhu,

ich kann Dich so gut verstehen und Deine Sorgen nachvollziehen. Bei uns gab es auch große Probleme beim Stillen, war verzweifelt und ich habe auch vieles probiert..das einzige was bei mir super geklappt hat dann die Maus immer Im Halbschlaf zu stillen... Ich habe sie getragen bis sie eingeschlafen ist und dann angelegt..sie hat dann angedockt und getrunken..hast Du das schon einmal probiert? Oder wenn sie gerade aufgewacht ist bzw. kurz vor dem Aufwachen..

Und ich habe (so schwer es auch war) gelernt ruhig zu bleiben...die Maus hat vorher meine Anspannung und meine Sorgen gespürt und die Situation hat sich noch mehr hochgeschaukelt..in diesem Sinne tu Dir (!!!!) etwas gutes, lass Dir was leckeres kochen und Dich verwöhnen..vielleicht könnt ihr mal einen oder zwei Tage nur im Bett zusammen kuscheln..hast Du Unterstützung?

alles Gute für Euch!!
Puppiboy (05/08)
Puppigirl (06/11)
Miniboy (07/17)
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