Einfluss mütterlicher Ernährung auf Geschmack der Muttermilc

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moettchen
hat viel zu erzählen
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Re: Einfluss mütterlicher Ernährung auf Geschmack der Mutter

Beitrag von moettchen »

jusl hat geschrieben:Kann man leicht ausrechnen:

Ein 0,2 l Glas Weinschorle (halb Wein mit 12 % Alkohol und halb Wasser) entspricht ungefähr 12 ml Alkohol (= ungefähr 10 g Alkohol).

Ein 2 cl Glas Jägermeister (35 % Alkohol) entspricht ungefähr 7 ml Alkohol (= ungefähr 5,5 g Alkohol). Also weniger als die Weinschorle.

In der Tat ungünstig gewesen wären 0,2 l Jägermeister. *kleiner Scherz* ;-)

Wie Du den Ton der Broschüre auffasst, kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann Volumenprozente ausrechnen. Müttern, die sich wegen des Themas Alkohol in der Stillzeit Sorgen machen, empfehle ich, dies ebenfalls zu tun. Ausrechnen, wie viel Alkohol wo drin, ausrechnen, welchen Blutalkoholgehalt der Konsum dieser Menge nach sich zieht (bzw. vom Promillerechner ausrechnen lassen), ausrechnen, wie viel Alkohol dann noch beim Kind ankommen kann. Wenn man selbst die Informationsbeschaffung und damit die Verantwortung übernimmt, ist man auch nicht mehr darauf angewiesen, sich zu fragen, welche der vielen Broschüren denn nun wohl Recht hat.
>> ok, bzgl. Informationen als Basis für selbständige Entscheidung hast Du natürlich Recht. Hatte jetzt nur mal die Broschüre quergelesen und fand einfach den Tenor abweichend von Deiner Aussage.
Nein, ob das Kind schon Bananen KENNT, ist unerheblich. Der wesentliche Punkt ist, dass die kindliche Leber ab dem Beikostalter geringe Mengen Alkohol nachweislich problemlos abbauen kann. Wäre dem nicht so, dann müsste auf H*pps Trauben- und Apfelsaft ja die Warnung stehen: "Achtung, Schwips droht, für Babys ungeeignet.". ;-)

LG
Julia
>> hmm, ja klar ist es jetzt nicht konkret von den Bananen abhängig, aber wenn ich mich auf die Angaben auf H*pps oder sonstigen Getränken verlassen würde, dann würde ich gesüßten Tee oder Milchbrei in rauen Mengen an mein Baby verfüttern = auf die Angaben der Lebensmittelindustrie verlasse ich mich lieber nicht. Du schreibst: "Der wesentliche Punkt ist, dass die kindliche Leber ab dem Beikostalter geringe Mengen Alkohol nachweislich problemlos abbauen kann.". Ab welchem Lebensmonat ist das denn sicher so (Beikostalter ist ja doch ein recht vager Begriff), nach dem 4. Lebensmonat, nach dem 6. Lebensmonat oder bei einzelnen Kindern noch später??

Sorry, will nicht nerven, aber irgendwie hat mich die Diskussion mal wieder etwas verunsichert.
mit großem Moettchen (08/2010) an der Hand und kleinem Moettchen (03/2013) auf dem Arm
jusl
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Re: Einfluss mütterlicher Ernährung auf Geschmack der Mutter

Beitrag von jusl »

hmm, ja klar ist es jetzt nicht konkret von den Bananen abhängig, aber wenn ich mich auf die Angaben auf H*pps oder sonstigen Getränken verlassen würde, dann würde ich gesüßten Tee oder Milchbrei in rauen Mengen an mein Baby verfüttern = auf die Angaben der Lebensmittelindustrie verlasse ich mich lieber nicht.
Du meinst damit ernsthaft, dass Du Alkoholschäden bei Deinem Baby befürchtest durch das Trinken von Babysäften?? Mit der Begründung, weil Du Dich auf die Angaben der Babynahrungshersteller (bzw. deren Fehlen) nicht verlassen kannst?
Du schreibst: "Der wesentliche Punkt ist, dass die kindliche Leber ab dem Beikostalter geringe Mengen Alkohol nachweislich problemlos abbauen kann.". Ab welchem Lebensmonat ist das denn sicher so (Beikostalter ist ja doch ein recht vager Begriff), nach dem 4. Lebensmonat, nach dem 6. Lebensmonat oder bei einzelnen Kindern noch später??

Sorry, will nicht nerven,.
Ich will auch nicht nerven, aber ich bin sicher, dass Dir klar ist, dass ich keine andere Antwort als diese geben kann:

Die Leber eines 3 Monate alten Babys funktioniert besser als die eines 1 Monat alten Babys. Mit 3 Monaten ist das Baby dann auch größer, schwerer und reifer.
Die Leber eines 5 Monate alten Babys funktioniert besser als die eines 3 Monate alten Babys. Mit 5 Monaten ist das Baby dann auch größer, schwerer und reifer.
Die Leber eines 7 Monate alten Babys funktioniert besser als die eines 5 Monate alten Babys. Mit 7 Monaten ist das Baby dann auch größer, schwerer und reifer.
Die Leber eines 9 Monate alten Babys funktioniert besser als die eines 7 Monat alten Babys. Mit 9 Monaten ist das Baby dann auch größer, schwerer und reifer.
...
...
...
aber irgendwie hat mich die Diskussion mal wieder etwas verunsichert
Das ist bedauerlich; als Stillberaterin in diesem Forum hier bemühe ich mich für gewöhnlich um das Gegenteil. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die Verunsicherung überwinden und einen Weg finden kannst, der gut zu Euch passt.

LG
Julia
moettchen
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Re: Einfluss mütterlicher Ernährung auf Geschmack der Mutter

Beitrag von moettchen »

jusl hat geschrieben:
hmm, ja klar ist es jetzt nicht konkret von den Bananen abhängig, aber wenn ich mich auf die Angaben auf H*pps oder sonstigen Getränken verlassen würde, dann würde ich gesüßten Tee oder Milchbrei in rauen Mengen an mein Baby verfüttern = auf die Angaben der Lebensmittelindustrie verlasse ich mich lieber nicht.
Du meinst damit ernsthaft, dass Du Alkoholschäden bei Deinem Baby befürchtest durch das Trinken von Babysäften?? Mit der Begründung, weil Du Dich auf die Angaben der Babynahrungshersteller (bzw. deren Fehlen) nicht verlassen kannst?
nein, natürlich nicht (jetzt verstehst Du mich auch bewußt ein Bißchen falsch, oder :) ). Ich wollte mit dem Vergleich nur zum Ausdruck bringen, daß Hinweise oder fehlende Hinweise der Lebensmittelindustrie m.E. keine verläßliche Informationsquelle zulassen.

OK, danke für den Rest der Antwort. Mir ist dann jetzt klar, daß es keine definierten (Alters)Grenzen gibt. Mir war vor Deiner Antwort tatsächlich nicht klar, ob es die nicht gibt oder sie einfach bisher nicht genannt wurden. Aber, keine Angst: jetzt sind auch meine Fragen alle vollumfänglich beantwortet und ich höre mit dem Nachfragen auf.

Gruß und danke nochmal für Deine Erläuterungen!
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klimaforscherin
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Re: Einfluss mütterlicher Ernährung auf Geschmack der Mutter

Beitrag von klimaforscherin »

jusl hat geschrieben:
aber irgendwie hat mich die Diskussion mal wieder etwas verunsichert
Das ist bedauerlich; als Stillberaterin in diesem Forum hier bemühe ich mich für gewöhnlich um das Gegenteil. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die Verunsicherung überwinden und einen Weg finden kannst, der gut zu Euch passt.
Ich finde es sehr schön, neben sinnvollen Ratschlägen auch zu erfahren, WARUM sie sinnvoll sind. Für viele Bereiche.

Wenn ich verunsichert bin, dann eher durch vehement überzeugt vorgetragene Meinungen im RL (auch wenn es der größte Blödsinn ist). Man lässt sich doch leicht überrumpeln. Beim näheren Nachdenken dann ... dann könnte man auch wieder sinnvoll dagegenhalten.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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Sabrina89
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Re: Einfluss mütterlicher Ernährung auf Geschmack der Mutter

Beitrag von Sabrina89 »

Danke für das tolle Thema!


Unsere Maus ist zwar erst 6 Wochen alt und ich werde mir wohl auch später nur dann etwas gönnen wenn ich weiß dass sie die nächsten 3 Stunden vorrausichtlich nicht stillen wird. Aber so weiß ich jetzt dass es unbedenklich ist wenn sie doch mal früher kommt :).



Und zum Thema blähen usw. Leah verträgt eigentlich such alles was ich esse. Sogar das verschriene Sauerkraut hätte keinerlei Auswirkungen!


Lg
Sabrina
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