Hallo,
eine Bekannte von mir hatte gerade eine Brustentzündung (bzw. Milchstau?) - sie hätte eigentlich im Krankenhaus bleiben müssen, da sie aber nicht wollte, hat sie Antibiotikum in Tablettenform bekommen.
Jetzt geht es ihr wieder besser und heute hatte sie einen Termin im Krankenhaus bei der Stillberatung.
Sie hat erzählt, dass dort gesagt wurde, dass sie nun zufüttern soll, da es sein kann, dass durch einen Milchstau zuwenig Milch produziert wird - und ich kann mir das schlichtweg nicht vorstellen.
Kann mir bitte mal jemand von den Stillberaterinnen genaueres dazu schreiben?
Ich muss dazusagen, dass die Bekannte eigentlich eh nie recht begeistert vom Stillen war und oft mal zwischendurch zugefüttert hat (ihr Baby ist jetzt 10 Wochen alt) bzw. sowieso zugefüttert wurde, wenn die Kleine mal für 5 Stunden beim Papa war (die beiden leben getrennt).
Ich bin mir aber unsicher, ob das, was ihr von der Stillberaterin gesagt wurde, auch wirklich so stimmt und ob es nicht besser wäre, öfter anzulegen statt zuzufüttern - deshalb wollte ich mich hier mal informieren.
danke,
bookworm
nach Brustentzündung zuwenig Milch
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Re: nach Brustentzündung zuwenig Milch
Ich hatte mal eine Brustentzündung und in folge dessen auf der betroffenen Seite fast gar keine Milch mehr. Damals war meine Tochter 8 Wochen alt.
Ich habe nicht zugefüttert, weil ja nur die kranke Seite betroffen war. Ich habe dann häufiger die betroffene Seite angelegt, der Hunger wurde danach an der anderen Seite gestillt. Zwei Tage war es richtig arg, danach hat es sich wieder etwas eingependelt. Ich bin auf der Seite aber nie mehr zur alten Menge zurückgekommen, sie hat immer weniger als die andere Seite produziert (auch jetzt noch, 3,5 Jahre später, 2.Kind).
Also, dass die Milch weniger wird, kann ich bestätigen. Das man unbedingt zufüttern muss nicht.
Ich habe nicht zugefüttert, weil ja nur die kranke Seite betroffen war. Ich habe dann häufiger die betroffene Seite angelegt, der Hunger wurde danach an der anderen Seite gestillt. Zwei Tage war es richtig arg, danach hat es sich wieder etwas eingependelt. Ich bin auf der Seite aber nie mehr zur alten Menge zurückgekommen, sie hat immer weniger als die andere Seite produziert (auch jetzt noch, 3,5 Jahre später, 2.Kind).
Also, dass die Milch weniger wird, kann ich bestätigen. Das man unbedingt zufüttern muss nicht.
Viele Grüße, Simone (Trageberaterin der Trageschule NRW) mit Kindergartenmädchen (01/09) und kleiner Tragemaus (08/12)
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Re: nach Brustentzündung zuwenig Milch
ok, danke für die Info. Ich werde das mal so an meine Bekannte weitergeben.
Ich hab nochmal mit ihr telefoniert und sie hat mir gesagt, dass die Kleine bei der Stillberatung soooooo geweint hat und gar nicht mehr aufgehört hat - sie konnte sie vor lauter Schreien nicht mal anlegen. Und da hat die Stillberaterin dann gemeint, dass sie zufüttern soll, weil die Kleine eben die Flasche ohne Probleme nimmt. Die Brust nimmt sie zwar auch, aber eben nur, wenn sie noch nicht voll schreit.
Und die Milch sei eventuell "zu dünn"???
Zugenommen hat sie durchschnittlich 120g/Woche.
Für mich hört sich das aber trotzdem eher nach Saugverwirrung an (weil sie halt doch viel Schnuller und öfter mal ne Flasche bekommt. Mir geht's halt einfach nur darum, dass meine Bekannte auch richtig informiert ist und nicht aufgrund falscher Empfehlungen zufüttert und ev. abstillt und das dann auch so an ihre Freundinnen weitergibt, die das vielleicht auch nicht hinterfragen (also à la: "Milchstau/Brustentzündung = zuwenig Milch = zufüttern).
lg,
bookworm
Ich hab nochmal mit ihr telefoniert und sie hat mir gesagt, dass die Kleine bei der Stillberatung soooooo geweint hat und gar nicht mehr aufgehört hat - sie konnte sie vor lauter Schreien nicht mal anlegen. Und da hat die Stillberaterin dann gemeint, dass sie zufüttern soll, weil die Kleine eben die Flasche ohne Probleme nimmt. Die Brust nimmt sie zwar auch, aber eben nur, wenn sie noch nicht voll schreit.
Und die Milch sei eventuell "zu dünn"???
Zugenommen hat sie durchschnittlich 120g/Woche.
Für mich hört sich das aber trotzdem eher nach Saugverwirrung an (weil sie halt doch viel Schnuller und öfter mal ne Flasche bekommt. Mir geht's halt einfach nur darum, dass meine Bekannte auch richtig informiert ist und nicht aufgrund falscher Empfehlungen zufüttert und ev. abstillt und das dann auch so an ihre Freundinnen weitergibt, die das vielleicht auch nicht hinterfragen (also à la: "Milchstau/Brustentzündung = zuwenig Milch = zufüttern).
lg,
bookworm