Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Was kommt nach dem Vollstillen?

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hexenase
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Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Beitrag von hexenase »

Hallo
Eigentlich wollte ich das Thema Beikost ganz entspannt angehen. Richtung Blw/ Fingerfood ihr einfach zu unseren Mahlzeiten auch etwas anbieten und selbst essen lassen. Wenns sich mal ergibt, dann mal nen Löffel Gemustes füttern, aber hauptsächlich selbst entdecken lassen.
Nun komm ich grad von der U5 und hab mich wieder verunsichern lassen. Als ich der Ärztin das erzählt hab hat sie mich ziemlich skeptisch angeschaut. Sie meinte, dass mit dem Löffel essen aber schon unglaublich wichtig sei für die Motorik und ich sollte mir das doch nochmal überlegen, weil die Kinder das brauchen. Den Brei im Mund zu bewegen, zu schlucken. Und man müsse dann einfach Gedult haben aber dran bleiben wenn das Baby davon nicht begeistert ist.

Jetzt sitz ich hier also wieder und das wars mit unentspannt. Ich mach mir wieder Gedanken... Aber wenn sie ein Stückch3n Kartoffel in den Mund bekommt, dann wird der doch auch im Mund bewegt?! Ok, sie ist sehr viel wenigsr, als ein Breibaby. Also "trainiert" sie ihre Muskeln wohl auch weniger. Und schlucken tut sie davon noch weniger. Aber kann sie recht haben?! Fordere ich ihre Motorik dadurch zu wenig? Könnten Nachteile entstehen?
Liebe Grüße von mir, meinem großen (06/10) , der kleinen (02/12) und der minizwergin (08/16 )
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Sternenfaengerin
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Re: Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Beitrag von Sternenfaengerin »

sorry, aber was ein blödsinn :oops:

wenn dein kind brot essen will, muss es das doch auch zum mund führen.. und macht das alles sogar aus eigenen - aufbauenden - bewegungen. wenn man das essen nur in den mund tut (ob jetzt mit hand oder löffel) ist das - im umkehrschluss) ja nur die halbe bewegung....

lass dich nicht verunsichern und höre auf den bauch!!!

(hmm... ich denke gerade an die steinzeit zurück ;) und muss grinsen ;) )
Lösche Benutzer 1828

Re: Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Hmmm,w ie haben die Menschen denn sprechen gelernt - so ohne Löffel.....Die hat man mWn in der grauen VOrzeit nicht benutzt 8)
AnnaKatharina
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Re: Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Beitrag von AnnaKatharina »

Mensch, das gehört wohlin die Kategorie 'Blödsinn'.
Frag die Ärztin doch bitte beim nächsten Mal freundlich, wie das denn früher so war, wal es keine Pürierstäbe und keine Löffel gab.
Aber die waren wahrscheinlich was ihre Mundmotorik angeht totaaaaal unterentwickelt.
;-)
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Leyket
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Re: Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Beitrag von Leyket »

Ich überlege grad, wie man auf sowas kommt?
Was genau für Muskeln werden denn beim Brei füttern vom Baby so benutzt, die bei Fingerfood nicht verwendet werden?
Und ich frag mich ob meine Ärztin nochmal fragen würde, oder ohne weitere Kommentare unter Schwachfug verbuchen.

Ich hab jetzt meinen Sohn vor Augen, wie er (von mir) gelöffelten Brei einfach ohne ihn noch groß zu bewegen (wofür auch? Ist ja schon kurz und klein) einfach runterschlingt und dazu im Vergleich, wie er sich selbst ein Stück Kartoffel vom Teller nimmt, anfangs mit der ganzen Faust, später daran den Pinzettengriff probt, das Stück Karoffel im Mund bewegt, mit dem Gaumen quetscht... wie er die verschiedenen Konsistenzen im Mund ertasten konnte mit Fingerfood und man sieht das schon, wie fasziniert und überrascht sie dann manchmal sind 8)
Nee, mit Brei hat er das nie gemacht. Den konnt er vollkommen "unmotorisch" :lol: einfach runterschlucken. Er hat davon zwar meist mehr gegessen, aber trotzdem weniger Muskeln dafür in Anspruch nehmen müssen (jetzt mal so rein augenscheinlich).
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hexenase
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Re: Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Beitrag von hexenase »

Das war halt auch mein Gedanke: Früher konnten dann wohl die Kinder später sprechen...
Danke euch! Ich lass mich halt immer super schnell verunsichern und mach mir dann erstmal tagelang Gedanken.
Mag schon garnicht mehr zum Arzt gehen, jedes mal werd ich Komisch angeguckt. Armes Baby wird erst mit men Jahr geeimpft, bekommt keine D-Flouretten, keinen Brei, schläft nicht durch und dann trage ich auch noch auf dem Rücken (war nur überrascht, sie kennt das nur vor dem Bauch)

Hach, sie ist halt eigentlich eine ganz nette Frau und hat selbst 4 Kinder. Deshalb nehm ich mir ihre Worte doch etwas zu Herzen. Und ich fühl mich jedesmal so angeguckt, weil ich so von der Norm abweiche.
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Latascha
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Re: Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Beitrag von Latascha »

:lol: naja und ein Kind was durch BLW an Beikost heran geführt wird, das nimmt dann nie einen Löffel und bewegt auch den Mund nicht.

Manche Aussagen :roll:


Bleib entspannt und freu dich daran, wie das Kind die Welt der Lebensmittel entdeckt 8)
Liebe Grüße
Latascha
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Re: Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Beitrag von AnnaKatharina »

hexenase hat geschrieben: Mag schon garnicht mehr zum Arzt gehen, jedes mal werd ich Komisch angeguckt.
Dann geh doch einfach nicht mehr hin!
(oder sind die Us bei euch Pflicht?) dan evtl. Arzt wechseln.
Ansonsten gilt: Zu einem Ohr rein, zum Anderen raus. Und immer nett lächeln.

Grüße,
Anna-Katharina
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Wortgewitter
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Re: Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Beitrag von Wortgewitter »

Ja, wechsel doch den Arzt. Ich persönlich finde ja nicht, dass der Arzt in allem mit einem selbst übereinstimmen soll, aber Du solltest die Freiheit haben, deinen eigenen Kram zu machen.
Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **

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Re: Brei löffeln wichtig für Mundmotorik?!

Beitrag von pixie pix »

Was eine Aussage...lass dich nicht verunsichern!

Unsere Kinderärztin wollte uns bei der U5 auch vom Fingerfood abhalten. Weil Babys bis zu einem Alter von mindestens einem Jahr nur Flüssiges zu sich nehmen könnten und sonst ersticken würden. (Frage mich ja, warum dann diverse Hersteller Babykekse ab dem 6. Monat etc. anbieten.)
"Fingerfood? Ist das ein neuer Trend aus USA? Neenee, da geben Sie schön Brei. Karotte oder mit was man da anfängt." Hab nur genickt, gelächelt und auf mein Gefühl gehört. ;-)
Bei der U6 wurde nur kurz gefragt, wie es mit dem Essen klappt. Ich sagte nur, er isst und stillt. Isst er auch Gemüse und Obst? Ja. Damit war das Thema durch. KiA ist für mich keine Anlaufstelle mehr in Ernährungsfragen.

Wir geben seit unser Kind Interesse an Beikost zeigt Fingerfood.

Das mit der Motorik ist Quatsch. Ich finde, dass durch BLW Mundmotorik und Hand-/Fingermotorik eher besonders trainiert werden. Man konnte/kann hier richtig zusehen, wie die Entwicklung voranging bzgl. Motorik und Essensmenge.

Und eigentlich ist das "trainieren/fördern" genauso Quatsch (nicht böse gemeint). In 15 Jahren essen sie eh alleine. ;-)

Wenn es am Familientisch mal Kartoffelsuppe, Kartoffelbrei, Obstmus, Müsli etc. gibt, darf unser Kind entscheiden, ob es Hände oder Besteck benutzt. Bei Betseck muss man noch ein wenig helfen, das Essen draufzubugsieren. Manchmal legt er auch das Essen mit der Hand aufs Besteck.
Mittlerweile isst er ganz stolz selbst mit dem Löffel (mit Geklecker natürlich) und das anfangs BLW-kritische Umfeld ist schwer begeistert.... :roll:

Noch ein Vorteil für BLW-Kinder ist, dass sie die unterschiedlichen Formen, Farben und Texturen der Lebensmittel mit allen Sinnen kennenlernen.

Was ich hier übrigens total süß finde ist, dass Sohnemann seit letzter Woche die Zucchini "Nini" nennt. :-))

BLW rocks!





Wenn nur die Sauerei nicht wäre...... ;-)
pixie mit Söhnchen (06/11)
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