Brust-OP und Stillen?
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JanoschMama
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Brust-OP und Stillen?
Ich mache mir Sorgen um eine liebe Freindin von mir. Sie hat seit der SwS einen nicht gerade kleinen Knubbel in der Linken Brust. Es wurden schon Proben entnommen, die GsD gezeigt haben, dass es sich um gutartige Gewebeveränderungen handelt. Es ist aber leider auch Drüsengewebe betroffen. Ihr Arzt rät dazu, es operativ entfernen zu lassen, zumal es sogar beginnt zu schmerzen. er meint, es bestünde immer ein Risiko, dass es bösartig werden könnte.
Nun ist der Sohn von I. gerade 5 Monate alt und wird noch gestillt. I. möchte auch unbedingt weiterstillen und fürchtet sich nicht nur vor der Op und der Narkose, sondern auch davor eventuell abstillen zu müssen.
Nun war unsere Überlegung, ob es nicht möglich sein könnte, einseitig weiter zu stillen (dauerhaft oder vorrünergehend?). Die betroffene Seite würde sie dann vorher abstillen. Ist so etwas möglich? Wie sollte sie vorgehen? Die rechte Brust müsste es doch schaffen den Bedarf des kleinen zu decken, oder? Wie lange dauert die Umstellung? Sie müsste die OP schon nächsten Monat angehen, da dann ihr Mann Urlaub hat und zur Unterstützung da ist. Hat sie Anspruch darauf, ihren Kleinen bei sich im KH zu behalten?
Fragen über Fragen...
Gibt es hier Frauen mit ähnlichen Erfahrungen?
Hat vielleicht eine unserer Stillmods Ein paar Antworten?
vielen Dank umd liebe Grüße!
Nun ist der Sohn von I. gerade 5 Monate alt und wird noch gestillt. I. möchte auch unbedingt weiterstillen und fürchtet sich nicht nur vor der Op und der Narkose, sondern auch davor eventuell abstillen zu müssen.
Nun war unsere Überlegung, ob es nicht möglich sein könnte, einseitig weiter zu stillen (dauerhaft oder vorrünergehend?). Die betroffene Seite würde sie dann vorher abstillen. Ist so etwas möglich? Wie sollte sie vorgehen? Die rechte Brust müsste es doch schaffen den Bedarf des kleinen zu decken, oder? Wie lange dauert die Umstellung? Sie müsste die OP schon nächsten Monat angehen, da dann ihr Mann Urlaub hat und zur Unterstützung da ist. Hat sie Anspruch darauf, ihren Kleinen bei sich im KH zu behalten?
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Gibt es hier Frauen mit ähnlichen Erfahrungen?
Hat vielleicht eine unserer Stillmods Ein paar Antworten?
vielen Dank umd liebe Grüße!
M. mit A. 08/11 und Gummibärchen 08/14
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AnnaKatharina
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Re: Brust-OP und Stillen?
Eine sehr gute Freundin von mir hat vor Jahren genau das Selbe gehabt.
Sie hatte einen Knoten, der erst als gutartig angesehen wurde, aber dann wuchs, und die Ärzte wollten ihn rausnehmen.
Da war ihr Jüngster gerade 3 Monate (Frühchen auch noch).
Sie hat die OP machen lassen. Leider ist die OP-Wunde nicht zugegangen, da floß immer Milch raus. Die Wunde war WOCHENLANG offen. Sie hat ewig viel rumprobiert, was hilft, und schlussendlich ging die Wunde zu. Und sie hatte einn Milchstau. Der nicht wegzukriegen war, bzw. immer wieder kam, alle paar Tage. Unsere Hebamme meinte, wahrscheinlich sei ein Milchgang mit angeschnitten worden, und jetzt halt leider zugewachsen und vernarbt. Die Ärzte haben dann die Wunde wieder aufgeschnitten und wollten ntürlich dass sie SOFORT abstillt und ein Antibiotikum nimmt.
Die Hebamme hat ihr dann geraten, nur eine Seite abzustillen. Hat wohl recht problemlos geklappt. Die Wunde ist dann innerhalb einer Woche zugegangen und verheilt.
Sie hat dann mit der anderen Brust noch lange voll weitergestillt, weil ihr Sohn keinen rechten Geschmack an Beikost fand. Sie fand es problemlos, aber man hat es schon sehr gesehen durch den Größenunterschied.
Ich hab sie letztens beim Schwimmen nochmal nackt gesehen. Die Brust ist ganz ganz doll vernarbt, das sieht man noch sehr, obwohl es ja schon mehrere Jahre her ist.
deiner Freundin alles Gute, und dass es nicht so doof läuft wie bei meiner!
Sie hatte einen Knoten, der erst als gutartig angesehen wurde, aber dann wuchs, und die Ärzte wollten ihn rausnehmen.
Da war ihr Jüngster gerade 3 Monate (Frühchen auch noch).
Sie hat die OP machen lassen. Leider ist die OP-Wunde nicht zugegangen, da floß immer Milch raus. Die Wunde war WOCHENLANG offen. Sie hat ewig viel rumprobiert, was hilft, und schlussendlich ging die Wunde zu. Und sie hatte einn Milchstau. Der nicht wegzukriegen war, bzw. immer wieder kam, alle paar Tage. Unsere Hebamme meinte, wahrscheinlich sei ein Milchgang mit angeschnitten worden, und jetzt halt leider zugewachsen und vernarbt. Die Ärzte haben dann die Wunde wieder aufgeschnitten und wollten ntürlich dass sie SOFORT abstillt und ein Antibiotikum nimmt.
Die Hebamme hat ihr dann geraten, nur eine Seite abzustillen. Hat wohl recht problemlos geklappt. Die Wunde ist dann innerhalb einer Woche zugegangen und verheilt.
Sie hat dann mit der anderen Brust noch lange voll weitergestillt, weil ihr Sohn keinen rechten Geschmack an Beikost fand. Sie fand es problemlos, aber man hat es schon sehr gesehen durch den Größenunterschied.
Ich hab sie letztens beim Schwimmen nochmal nackt gesehen. Die Brust ist ganz ganz doll vernarbt, das sieht man noch sehr, obwohl es ja schon mehrere Jahre her ist.
deiner Freundin alles Gute, und dass es nicht so doof läuft wie bei meiner!
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
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JanoschMama
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Re: Brust-OP und Stillen?
Danke, AnnaKatharina, für deine Antwort.
Das liest sich ja ganz schön schlimm! Ich hoffe I. bleibt von diesen Komplikationen verschont.
Aber es macht Mut zu lesen, dass es doch noch relativ gut ausgegangen ist. Vor allem, dass es trotzdem mit dem Stillen geklappt hat. Also kann eine Brust durchaus den Bedarf decken, zumal der kleine auch schon Beikost erhält.
Wie ist sie denn bei dem einseitigen Abstillen vorgegangen? Hat jemand Tipps, was zu beachten ist?
An den möglichen Grössenunterschied habe ich noch gar nicht gedacht...
Ist es denn möglich, mit der operierten Brust wieder zu stillen, sobald sie verheilt ist? Also eine Art Relaktation zu versuchen?
Das liest sich ja ganz schön schlimm! Ich hoffe I. bleibt von diesen Komplikationen verschont.
Aber es macht Mut zu lesen, dass es doch noch relativ gut ausgegangen ist. Vor allem, dass es trotzdem mit dem Stillen geklappt hat. Also kann eine Brust durchaus den Bedarf decken, zumal der kleine auch schon Beikost erhält.
Wie ist sie denn bei dem einseitigen Abstillen vorgegangen? Hat jemand Tipps, was zu beachten ist?
An den möglichen Grössenunterschied habe ich noch gar nicht gedacht...
Ist es denn möglich, mit der operierten Brust wieder zu stillen, sobald sie verheilt ist? Also eine Art Relaktation zu versuchen?
M. mit A. 08/11 und Gummibärchen 08/14
- Katha
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Re: Brust-OP und Stillen?
gab hier letztens einen Thread, da hatte die Mama monatelang Schmerzen in einer Brust.
Da ging es auch ums Abstillen einer Seite. Bilde mir ein, dass da Jusl auch geschrieben hat, dass man die wieder relaktieren könnte.
Aber ich find das leider nicht
bin einige Seiten zurück gegangen
und hab auch einige Schlagwörter versucht zu suchen...)
Muss langsam schlafen.
Wünsche Deiner Freundin gute Besserung!
Da ging es auch ums Abstillen einer Seite. Bilde mir ein, dass da Jusl auch geschrieben hat, dass man die wieder relaktieren könnte.
Aber ich find das leider nicht
Muss langsam schlafen.
Wünsche Deiner Freundin gute Besserung!
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
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co+lu
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Re: Brust-OP und Stillen?
ich hatte während der stillzeit einen undefinierbaren knoten, einige zeit später eine stanzbiopsie und später einen abszess an dieser stelle, der operativ gespalten wurde. mir wurde geraten, dafür abzustillen, was ich auch tat. nach ca. 6 wochen konnte ich wieder voll stillen, die milch war aber immer noch recht knapp. nach weiteren 4 wochen konnten wir wieder richtig entspannt stillen.
hier meine stillgeschichte:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=130414
alles gute für deine freundin.
hier meine stillgeschichte:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=130414
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co mit lu (01/11)
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JanoschMama
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Re: Brust-OP und Stillen?
@Katha: Danke für deine Mühe, werde dann nachher auch nochmal die Suchmaschine bemühen.
Liebe Grüße,
Maria mit Janosch (08/11)
Liebe Grüße,
Maria mit Janosch (08/11)
M. mit A. 08/11 und Gummibärchen 08/14
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JanoschMama
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Re: Brust-OP und Stillen?
@co+lu: Danke für deinen Erfahrungsbericht. Da habt ihr ja ganz schön was durch machen müssen. Ich werde ihn mir gleich nochmal genauer durchlesen. Aber es ist letztendlich gut ausgegangen?
Liebe Grüße,
Maria mit Janosch (08/11)
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AnnaKatharina
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Re: Brust-OP und Stillen?
Ich hab gestern Abend eh mit der Freundin telefoniert und sie nochmal gefragt.JanoschMama hat geschrieben: Wie ist sie denn bei dem einseitigen Abstillen vorgegangen? Hat jemand Tipps, was zu beachten ist?
Sie meinte, dass abstillen wäre recht einfach gewesen. Sie hat mit der betroffenen Brust nicht mehr gestillt, hat wenn es sehr spannte ein bißchen Milch ausgestrichen unter der heißen Dusche, und ansonsten hat sie ganz viel gekühlt (sie meinte, praktisch den ganzen Tag), und Wickel mit ganz starkem Salbeitee gemacht.
Ging wohl innerhalb von 2 oder 3 Tagen.
Vorher hatte sie schon ein paar Tage die andere Brust mehrmal zusätzlich zum Stillen abgepumpt und die Milch eingefroren. Sobald die operierte Brust dann keine MIlch mehr produziert hat, hat sie zusätzlich irgendwelche milchsteigernden Sachen gemacht. Ich hab nicht gefragt, was genau.
Sie ist tatsächlich ohne Zufüttren von Flaschenmilch hingekommen, hatte den Zwerg aber zwischenzeitlich natürlich fast dauerhaft an der 'guten' Brust und hat ab und zu etwas von der eingefrorenen Milch gegeben, wenn sie mal eine Pause brauchte.
Sie meinte aber, das ganze Thema wäre nach einer guten Woche durchgewesen. Also erst ein paar Tage zusätzlich pumpen, dann 2-3 Tage eine Site abstillen, parallel die andere Seite ständig stillen. Und dann noch ein paar Tage Miclh steigern, aber das eher nebenher.
Allerdings hatte sie damals gute Unterstützung: Ihr Mann konnte sich ein paar Tage freinehmen, der große Sohn war eine Woche bei Oma, und die Mittlere war Vormittags bei der Tagesmutter und da haben ich und eine andere Freundin sie dann abwechslend Mittags abgeholt und was mit ihr unternommen (Zoo, Schwimmbad, Spielplatz, etc) damit die Mutter Ruhe hat zuhause. War aber eben auch nur eine Woche, da geht sowas ja gut.
Grüße,
Anna-Katharina
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
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co+lu
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Re: Brust-OP und Stillen?
ja, es gab dann zum glück keinerlei probleme mehr, außer dass das hochfahren der milchproduktion länger dauerte als ich dachte. aber ich hatte keinen milchstau, keine knoten, keine entzündungen o.ä. mehr. wir stillen immer noch ohne problemlos.JanoschMama hat geschrieben:@co+lu: Danke für deinen Erfahrungsbericht. Da habt ihr ja ganz schön was durch machen müssen. Ich werde ihn mir gleich nochmal genauer durchlesen. Aber es ist letztendlich gut ausgegangen?
co mit lu (01/11)
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JanoschMama
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Re: Brust-OP und Stillen?
@Anna-Katharina: danke, da sind echt ein paar gute tipps dabei. ich gebs an meine freundin weiter. eine handpumpe hat sie auch zu hause. ihr mann hat demnächst urlaub umd ihr kleiner ist noch das einzige kind. also ideale vorraussetzungen.
wir gehen morgen gemeinsam zu einer stillgruppe. die wird von einer stillbeauftragten IBCLC geleitet. ich hoffe sie hat auch noch ein paar tipps.
lieben dank an euch alle!
wir gehen morgen gemeinsam zu einer stillgruppe. die wird von einer stillbeauftragten IBCLC geleitet. ich hoffe sie hat auch noch ein paar tipps.
lieben dank an euch alle!
M. mit A. 08/11 und Gummibärchen 08/14