Hallo Lanali,
also ich finde Mittagschlaf nach vier Wochen erst prima, so hatte ich mir das eigentlich auch vorgestellt. Und so wird es jetzt auch sein, bis dahin geht P. halt nur 3 Stunden in die Kita und ich hole ihn auch so um halb 12 bzw. theoretisch kann er wohl auch zum Mittagessen bleiben und ich kann ihn zwischen Mittagessen und Schlafen abholen, aber bisher war er immer schon ab 11 super müde. Und mein Wunsch wird auch absolut respektiert, heute haben sie mich schon um 11:15 Uhr wieder reingerufen weil er so müde war und sie meinten, ich sollte lieber mit ihm heim gehen. Danke für Deinen Erfahrungsbericht
Hallo Danat,
Du Arme, Du hörst dich echt fertig an! Aber bei uns ist es wie gesagt auch grad schwierig, unter 1,5 Stunden Einschlafbegleitung läuft abends gar nix, manchmal dauert es auch noch länger bis er schläft. Und nachts sind wir auch von mehr oder minder Durchschlafen wieder auf 3-5 Mal wach werden zurück. Und Wickeln ist ein absoluter Kampf.
Nachdem was Du schreibst verstehe ich, dass Du nicht so ganz zufrieden bist mit der Kita auch wenn Dein Kind glücklicherweise gut zurechtkommt. Ich finds aber toll, dass Du Dich nicht einschüchtern lässt sondern auf einer sanften Ablösung bestehst! Und die Erzieherinnen haben ja offenbar auch schon gemerkt, dass sie bei Dir mit ihrem Schema F nicht weiter kommen

Bei uns dauert die Eingewöhnung auch insgesamt kürzer als ich gedacht hatte (und als es vorher gesagt wurde bzw. auf den Unterlagen steht) denn ab kommender Woche hat die Bezugserzieherin schon wieder ein neues Eingewöhnungskind. Das heißt P. hat eigentlich nur 2 Wochen "Exklusivzeit" mit ihr. Von dieser Sache abgesehen finde ich aber, dass sie die Eingewöhnung gut machen: P. hat eine klare Bezugserzieherin und sie hat sich ihm ab dem ersten Tag immer wieder als Spielpartnerin etc angeboten, er hat ihr auch schon am ersten Tag ein Buch zum Vorlesen gebracht u.ä.. Der Tagesablauf ist insgesamt sehr strukturiert (Emmi Pikler ist sehr wichtig im pädagogischen Konzept dort) und es geht viel ruhiger zu als ich erwartet hatte. Die ersten beiden Tage waren wir auch nur 1.5 Stunden gemeinsam da, als ich mal auf Toilette wollte haben sie mich gebeten mich vorher ordentlich zu verabschieden oder mein Kind mitzunehmen (habe dann letzteres gemacht als er offensichtlich nicht wollte, dass ich weg gehe). Die erste Trennung war an Tag 4, das waren dann aber auch gleich 45 Minuten. Allerdings lief es richtig gut und sie meinten ich hätte sogar noch länger draußen bleiben können (war im Kitagebäude, sie haben da so eine Aufenthaltsecke für Eltern), sie wollten es aber auch nicht überstrapazieren. Das fand ich gut. Hatte mich auch ordentlich verabschiedet und P. hatte nicht geweint als ich raus gegangen bin.
Diesen Punkt mit dem "gehen Sie doch mal woanders lang und verabschieden Sie sich auch nicht", das finde ich wirklich ÜBERHAUPT nicht angebracht. Und ich finde so wie Du auch, dass schon eine Bindung WÄHREND der Eingewöhnung aufgebaut werden kann und werden sollte. Ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht wie schnell P. Vertrauen zu seiner Erzieherin gefasst hat (am Ende dann doch die Folge von 16 Monaten geduldigem AP

?). In den ersten Tagen hat er viel (sanfte aber bestimmte) Kritik von ihr und von mir einstecken müssen da er leider pünktlich zu Beginn der Kitaeingewöhnung eine Hau- und Kneifphase angefangen hat. Am ersten Tag hat er sich wirklich daneben benommen und hat allen anderen Kindern weh getan. Dieses Verhalten hat dann aber täglich nachgelassen und am Freitag nach 1.5 Stunden Trennung (fand ich auch lang für den zweiten Trennungsversuch aber es lief wieder super ohne alle Tränen) hat er sich zum Abschied noch einmal seiner Bezugserzieherin auf den Schoss geworfen und ist dann zu mir gekommen und hat mich umarmt. Trotz des schlechten Einstiegs am ersten Tag hat er sie schon richtig gern. Da war ich echt baff und bin prächtig gelaunt ins Wochenende gestartet. Und heute hat es auch nach dem Wochenende sehr gut funktioniert und P. hat viel Kontakt zu anderen Kindern aufgenommen und war überhaupt nicht mehr aggressiv.
Insgesamt bin ich also sehr zufrieden mit der Kita, auch wenn sie nicht so viel Zeit für die Eingewöhnung haben wie ich gehofft hatte haben sie mein Kind bisher bemerkenswert gut eingeschätzt und er scheint sich zunehmend zu entspannen dort. Ich glaube, dass es der Erzieherin lieber wäre wenn P. gleich mit dem Mittagschlaf anfängt aber sie nimmt auch meine Entscheidung ernst, noch ein paar Wochen damit zu warten. Mit Stillkindern kennen sie sich halt nicht so aus, aber macht ja eigentlich nichts solange sie mir nicht reinreden. Allerdings lebe ich auch in der Großstadt in einem absoluten Babyboomer Viertel, wo TT (gerne auch an Männdern

) an der Tagesordnung sind und die Eltern hohe Ansprüche an die (allerdings viel zu wenigen) Kitas stellen. Verstehe auch garnicht wieso die noch nie ein Stillkind hatten, fast alle 16 Monate alten Kinder hier aus der Gegend, die ich kenne, werden noch gestillt.
Erzähl doch mal wie es bei Euch weiter geht und lass Dich nicht unterkriegen. Aber wenn Dein Bauchgefühl Dir sagt, dass Dein Kind sich dort wohl fühlen wird dann ist das ja das Allerwichtigste!
Liebe Sibi,
danke für Deine Erfahrungen! Ja, ich habe genug Zeit um noch vier Wochen mit dem Mittagschlaf zu warten und das werde ich jetzt auch tun. Ich habe am Wochenende noch einmal ausgiebig drüber nachgedacht und habe meinen Bauch entscheiden lassen! Das akzeptiert die Kita auch gut, obwohl sie mich für etwas übertrieben vorsichtig halten, wie ich glaube. Macht aber nix.
Wäre mein Sohn auch erst 6 Monate alt dann würde ich auch ganz lange warten, mit 16 Monate ist er natürlich um einiges "robuster", nimmt aber andererseits den Mittagschlaf und die Umstände drum herum viel bewusster wahr als früher, da ist er auch mal hier mal da im TT oder auf dem Arm eingeschlafen (allerdings schon damals schwer bei anderen Menschen).
Mit dem zum Mittagschlaf Abstillen bin ich mir auch nicht mehr so sicher derzeit. Letzte Woche hat es überraschend gut geklappt und seither mache ich es täglich so aber er weint immer noch sehr, nicht lang aber trotzdem für mich ganz schwer auszuhalten. Und ob das wegen des Mittagschlafs in der Kita nötig ist weiß ich auch nicht so ganz denn dort hat er es ja mit einer Frau zu tun, die ihn noch nie gestillt hat. Ich werde mal diese Woche noch abwarten und sehen ob er sich nicht doch bald daran gewöhnt und dann entscheiden ob ich ihn nicht doch lieber wieder stille zum mittags einschlafen. Leider muss ich P. in ein paar Monaten spätestens sowieso abstillen (weil zeitlich drängender Wunsch nach Geschwisterkind und ICSI Kandidatin, hatte mal einen Thread zum Thema eröffnet) insofern wäre ich froh wenn wir schon einen Schritt in diese Richtung gehen könnten....
Liebe Grüße an Euch Alle,
Alioscha
Alioscha mit Wunschkindsohn *04/2011 und dem zweiten Wundersohn *08/2013 sowie einem Wintersternchen 02/2010