Montessori
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Re: Montessori
@KinderKinder: Du sprichst das Entscheidende an, das Material ist ein (möglicher) Schlüssel zur Welt, viel wichtiger ist aber die Haltung des Erwachsenen gegenüber dem Kind. So, dass er nicht der "Verhinderer" des Kindes wird. Die Grenzen sind ja schon durch eine gute "Vorbereitete Umgebung" und die indirekte Erziehung durch die Gruppe und das Vorbild der Lehrerin gegeben. Die Freiheit des Kindes ist seine Würde, aber diese Freiheit muss das Kind auch zu nutzen lernen, also gibt man ihm eine Umgebung, die es in seinen sensiblen Phasen fördert (besser nicht hindert!)... So entscheidet das Kind frei in dieser Umgebung. Und Störungen der Ordnung schaden der Freiheit der anderen Kinder, also muss hier auch gehandelt werden. Oft nicht leicht! Denn gerade an unserer Schule versprechen sich viele Eltern ein Allheilmittel bei wirklich herausfordernden Kindern. Das ist es aber nicht. Trotzdem bin ich immer wieder erstaunt, weil wir viele dieser Kinder durch deren Interessenmoment wieder in die Arbeit bringen. Ich war vorher an einer Regelschule, da wären diese Kinder durch den Rost gefallen...
Mit 4 Jungs 15,4 und 3 und Minibaby und einem kunterbuntem Leben!

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KinderKinder
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Re: Montessori
Jaja, die Haltung zum Kind.... Das erinnert mich an den ersten Kurstag vor vielen vielen Jahren, als ich die Montessoriausbildung gemacht habe. Die Dozenten meinten, wir würden uns in unserer gesamten Persönlichkeit und Haltung verändern. Ich dachte mir: "So ein Blödsinn. Ich möchte mich nicht verändern! Ich möchte doch bloß diese Pädagogik kennenlernen!"
Weit gefehlt! Und auch jetzt ist es in den Kursen zu Beginn immer spannend zu sehen, dass die Leute mit der Montessoripädagogik in erster Linie das tolle Material verbinden. Die Veränderung der Teilnehmer passiert dann aber relativ rasch
Die vermehrte Achtsamkeit den Dingen gegenüber, die Geschwindigkeit in ihren Handlungen, usw. werden deutlich. Ein Beispiel: Am ersten Kurstag bereiten wir eine Stilleübung vor, ein Tuch liegt auf dem Boden, in der Mitte eine Kerze, rundherum die nötigen Gegenstände. Am ersten Kurstag steigen die Teilnehmer noch über das Tuch drüber. Mit jedem Kurstag werden sie achtsamer, langsamer und berichten das aber auch von ihrer Arbeit in der Klasse!
Nun zurück zu Montessori zu Hause: Auch hier spielt die Achtsamkeit den Dingen gegenüber eine große Rolle. Ebenso die Geschwindigkeit, gerade wenn es darum geht, den Kindern eine (neue) Handlung zu zeigen. Die "Übungen des täglichen Lebens" ergeben sich bei uns von selbst, da ich den Haushalt NUR mit den Kindern mache. So sitzen sie entweder auf der Arbeitsplatte in der Küche oder stehen mit einem kleinen Sessel daneben, wenn ich in der Küche arbeite. Sie helfen mir beim Zusammenlegen der Wäsche ebenso wie beim Abwischen des Tisches, beim Saugen, beim Arbeiten auf der Baustelle usw. Als Montessori gelebt hat, war es nicht üblich, so kleine Kinder zu integrieren, aus diesem Grund sind solche Übungen Teil ihres "Programms". Was die Kinder aber trotzdem noch sehr gerne zusätzlich machen sind die Schütt- und Löffelübungen, ebenso die Arbeit mit verschiedenen Pinzetten, usw.
Noch zur vorbereiteten Umgebung zu Hause: Mein Großer genießt es in vollen Zügen, hier eine vorbereitete Umgebung zu finden, die schon sehr speziell ist. Die Kleinen wissen das natürlich noch nicht zu schätzen, aber das wird schon noch kommen. Wir leben ja im Paradies: Bauernhof, Wald und Wiesen, Werkstätte mit allem, was man sich vorstellen kann und was Bubenherzen höher schlagen lässt: Holz, Metall, alle nur erdenklichen Werkzeuge und Maschinen, altes Gerümpel zum Verwerten in Hülle und Fülle, Fahrzeuge und Platz, Platz, Platz. In so einer Umgebung, die aber natürlich schon lange vor den Kindern vorhanden war und nicht für sie gemacht wurde, lässt es sich leicht kreativ sein
Nun zurück zu Montessori zu Hause: Auch hier spielt die Achtsamkeit den Dingen gegenüber eine große Rolle. Ebenso die Geschwindigkeit, gerade wenn es darum geht, den Kindern eine (neue) Handlung zu zeigen. Die "Übungen des täglichen Lebens" ergeben sich bei uns von selbst, da ich den Haushalt NUR mit den Kindern mache. So sitzen sie entweder auf der Arbeitsplatte in der Küche oder stehen mit einem kleinen Sessel daneben, wenn ich in der Küche arbeite. Sie helfen mir beim Zusammenlegen der Wäsche ebenso wie beim Abwischen des Tisches, beim Saugen, beim Arbeiten auf der Baustelle usw. Als Montessori gelebt hat, war es nicht üblich, so kleine Kinder zu integrieren, aus diesem Grund sind solche Übungen Teil ihres "Programms". Was die Kinder aber trotzdem noch sehr gerne zusätzlich machen sind die Schütt- und Löffelübungen, ebenso die Arbeit mit verschiedenen Pinzetten, usw.
Noch zur vorbereiteten Umgebung zu Hause: Mein Großer genießt es in vollen Zügen, hier eine vorbereitete Umgebung zu finden, die schon sehr speziell ist. Die Kleinen wissen das natürlich noch nicht zu schätzen, aber das wird schon noch kommen. Wir leben ja im Paradies: Bauernhof, Wald und Wiesen, Werkstätte mit allem, was man sich vorstellen kann und was Bubenherzen höher schlagen lässt: Holz, Metall, alle nur erdenklichen Werkzeuge und Maschinen, altes Gerümpel zum Verwerten in Hülle und Fülle, Fahrzeuge und Platz, Platz, Platz. In so einer Umgebung, die aber natürlich schon lange vor den Kindern vorhanden war und nicht für sie gemacht wurde, lässt es sich leicht kreativ sein
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schneeflocke
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Re: Montessori
Vielen Dank für Eure tollen Antworten.
Kennt ihr diese Mobile? --> Munari, Octahedron und Gobbi? Welche habt/hattet ihr? Selbstgemacht?
Mir gefällt auch naturbelassenes Spielzeug, also ich meine z.B. soetwas: http://www.howwemontessori.com/how-we-m ... materials/
Woher bezieht ihr Eure Spielsachen?
Freue mich, bald wieder von Euch zu hören.
Kennt ihr diese Mobile? --> Munari, Octahedron und Gobbi? Welche habt/hattet ihr? Selbstgemacht?
Mir gefällt auch naturbelassenes Spielzeug, also ich meine z.B. soetwas: http://www.howwemontessori.com/how-we-m ... materials/
Woher bezieht ihr Eure Spielsachen?
Freue mich, bald wieder von Euch zu hören.
Liebe Grüße
schneeflocke
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Re: Montessori
KinderKinder hat geschrieben:
Nun zurück zu Montessori zu Hause: Auch hier spielt die Achtsamkeit den Dingen gegenüber eine große Rolle.
Oh, das interessiert mich. Ich finde die Haltung von Montessori den Kindern gegenüber klasse. Das war mein Zugang dazu.
Was mich dann aber abgeschreckt hat, waren die vielen Plastikmaterialien und, dass ich den Eindruck gewonnen habe, dass der Wert der Dinge nicht geschätzt wird. Vielleicht weil ich Montessori und Unerzogen gern gedanklich zusammenbringe, wo es ja gar nicht so unüblich ist, dass Kinder Dinge zerstören dürfen/ sollen/ können.
Was mich noch interessieren würde, ist, wie Gemeinschaft gelebt wird? Das ist auch ein Punkt, der mir bei Montessori noch nicht schlüssig ist. Es wird ja viel Wert auf Individualismus gelegt - gleichsam ist aber wissenschaftlich belegt, dass der Mensch eine starke Gemeinschaft braucht um sich selbst zu finden und auch um Kultur und Werte unserer Kultur tragen zu können.
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KinderKinder
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Re: Montessori
Schau mal, dieser Blog gefällt mir recht gut: http://montessoriselbstgemacht.wordpress.com/ Hier wird immer wieder mal gezeigt, wie man Material ganz leicht selbst machen kann.schneeflocke hat geschrieben:Vielen Dank für Eure tollen Antworten.
Kennt ihr diese Mobile? --> Munari, Octahedron und Gobbi? Welche habt/hattet ihr? Selbstgemacht?
Mir gefällt auch naturbelassenes Spielzeug, also ich meine z.B. soetwas: http://www.howwemontessori.com/how-we-m ... materials/
Woher bezieht ihr Eure Spielsachen?
Freue mich, bald wieder von Euch zu hören.
Tolle Bücher: Hilf mir, es selbst zu tun, Morgen wird es wieder schön usw: http://www.amazon.de/Hilf-mir-selbst-tu ... 936&sr=8-1
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Re: Montessori
Ja, da bringst du wohl tatsächlich etwas durcheinander. Bei Montessori werden die Materialien und Dinge sogar SEHR hoch geschätzt. Jedes Material ist auch nur einmal im Raum vorhanden. Die Originalmaterialien sind alle aus wunderschönem Holz, tw. lackiert, wenn die Farbe wichtig ist. Sie wurden per Hand von Tischlern aus der Umgebung erzeugt und diese Liebe am Detail wird eben in diesem achtsamen Umgang vermittelt. Ebenso verwenden die Kinder Gläser, Porzellangeschirr, usw. Plastik gab es doch zu dieser Zeit noch gar nicht! Sollte hier mal etwas zu Bruch gehen, sorgt das Kind selbst dafür (natürlich mit Hilfe und Anleitung durch den Erwachsenen, sofern noch notwendig), dass die Scherben beseitigt werden.Frieher hat geschrieben:KinderKinder hat geschrieben:
Nun zurück zu Montessori zu Hause: Auch hier spielt die Achtsamkeit den Dingen gegenüber eine große Rolle.
Oh, das interessiert mich. Ich finde die Haltung von Montessori den Kindern gegenüber klasse. Das war mein Zugang dazu.
Was mich dann aber abgeschreckt hat, waren die vielen Plastikmaterialien und, dass ich den Eindruck gewonnen habe, dass der Wert der Dinge nicht geschätzt wird. Vielleicht weil ich Montessori und Unerzogen gern gedanklich zusammenbringe, wo es ja gar nicht so unüblich ist, dass Kinder Dinge zerstören dürfen/ sollen/ können.
Was mich noch interessieren würde, ist, wie Gemeinschaft gelebt wird? Das ist auch ein Punkt, der mir bei Montessori noch nicht schlüssig ist. Es wird ja viel Wert auf Individualismus gelegt - gleichsam ist aber wissenschaftlich belegt, dass der Mensch eine starke Gemeinschaft braucht um sich selbst zu finden und auch um Kultur und Werte unserer Kultur tragen zu können.
Es gibt hier sehr schöne Stellen in Montessoris Orignialliteratur, die sich mit der Gemeinschaft beschäftigen. Spontan fällt mir dazu die gemeinsame Mahlzeit ein, die richtig zelebriert wird. Die Kinder decken gemeinsam sorgsam den Tisch (siehe Gläser), richten den Tisch schön her und essen dann gemeinsam. Es stimmt schon, der Lernprozess ist individuell. Aber das bedeutet ja nicht, dass jedes Kind ständig alleine irgendwo sitzt und kognitiv arbeitet. Viele Arbeiten werden gemeinsam in der Gruppe, als Partner, usw. erledigt.
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Maja
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Re: Montessori
Schöner Thread! Ich stelle gerade fest, dass ich in der "Kleinkindzeit" tatsächlich sehr viel montessori-typisch eingerichtet hatte bei uns, dass sich das aber anscheinend inzwischen etwas verloren hat. Leider findet man nicht soviel zur "Alltagseinrichtung" für Schulkinder, da muss ich noch mal suchen.
Was ich noch empfehlen kann, wenn man die Prinzipien des Materials schon "verinnerlicht" hat: Flohmärkte besuchen. Ich habe eigentlich immer Dinge gefunden - Spielzeug oder Gebrauchsgegenstände - die sich für Materialien verwenden lassen bzw. "funktionieren", und meistens zu extrem günstigen Preisen weil die Verkäufer nicht wirklich etwas damit anfangen konnten
Was ich noch empfehlen kann, wenn man die Prinzipien des Materials schon "verinnerlicht" hat: Flohmärkte besuchen. Ich habe eigentlich immer Dinge gefunden - Spielzeug oder Gebrauchsgegenstände - die sich für Materialien verwenden lassen bzw. "funktionieren", und meistens zu extrem günstigen Preisen weil die Verkäufer nicht wirklich etwas damit anfangen konnten
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KinderKinder
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Re: Montessori
Gute Idee! Alte Kaffeemühlen, Mörser, usw. trainieren beispielsweise wunderbar die Motorik! Schöne, alte Karaffen, Schälchen, Schüsselchen, Kannen, usw. lassen sich wunderbar für Schütt- und Löffelübungen hernehmen. Sie sind oft so schön mit Blumen verziert und es macht ein tolles Geräusch, wenn getrocknete Bohnen hineingelöffelt werden.Maja hat geschrieben: Was ich noch empfehlen kann, wenn man die Prinzipien des Materials schon "verinnerlicht" hat: Flohmärkte besuchen. Ich habe eigentlich immer Dinge gefunden - Spielzeug oder Gebrauchsgegenstände - die sich für Materialien verwenden lassen bzw. "funktionieren", und meistens zu extrem günstigen Preisen weil die Verkäufer nicht wirklich etwas damit anfangen konnten
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Lösche Benutzer 3486
Re: Montessori
KinderKinder hat geschrieben:
Ja, da bringst du wohl tatsächlich etwas durcheinander. Bei Montessori werden die Materialien und Dinge sogar SEHR hoch geschätzt. Jedes Material ist auch nur einmal im Raum vorhanden. Die Originalmaterialien sind alle aus wunderschönem Holz, tw. lackiert, wenn die Farbe wichtig ist. Sie wurden per Hand von Tischlern aus der Umgebung erzeugt und diese Liebe am Detail wird eben in diesem achtsamen Umgang vermittelt. Ebenso verwenden die Kinder Gläser, Porzellangeschirr, usw. Plastik gab es doch zu dieser Zeit noch gar nicht! Sollte hier mal etwas zu Bruch gehen, sorgt das Kind selbst dafür (natürlich mit Hilfe und Anleitung durch den Erwachsenen, sofern noch notwendig), dass die Scherben beseitigt werden.
Es gibt hier sehr schöne Stellen in Montessoris Orignialliteratur, die sich mit der Gemeinschaft beschäftigen. Spontan fällt mir dazu die gemeinsame Mahlzeit ein, die richtig zelebriert wird. Die Kinder decken gemeinsam sorgsam den Tisch (siehe Gläser), richten den Tisch schön her und essen dann gemeinsam. Es stimmt schon, der Lernprozess ist individuell. Aber das bedeutet ja nicht, dass jedes Kind ständig alleine irgendwo sitzt und kognitiv arbeitet. Viele Arbeiten werden gemeinsam in der Gruppe, als Partner, usw. erledigt.
Vielen Dank für deine Erläuterungen. Dann liegt es wohl tatsächlich daran, dass ich unerzogen und Montessori verbinde.
Ich bin zwar gar nicht traditionell, aber wenn Kinder ihrer Kultur beraubt werden, damit sie möglichst frei von Einflüssen aufwachsen oder wenn Sie nicht erleben dürfen, wie eine Gemeinschaft sie auch tragen kann - mit allen Ecken und Kanten die sie eben haben - dann fände ich es sehr schade. Einen solchen Individualismus erkauft man sich mit einem sehr hohen Preis - meine ich.
Gut zu wissen, dass ich da unerzogen-Elemente auf Montessori übertragen habe, die da gar nicht hingehören. Weil ich grundsätzlich das Menschenbild sehr schön finde.
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Sibi
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Re: Montessori
Frieher,
ich frage mich auch gerade, was Du für ein Bild von "Unerzogen" hast. Ich ermuntere ganz sicher nicht meine Tochter, Sachen zu zerstören oder wünsche mir, dass sie frei von (gesellschaftlichen) Einflüssen oder gar Beziehungen aufwächst. Im Gegenteil, für mich ist die enge Beziehung zu Menschen fundamental im Unerzogenkonzept - nur so kann man m. E. auf Regeln und klassische Erziehung verzichten, weil sich das Notwendige über die Beziehung zueinander und den gegenseitigen Respekt und Achtung für die jeweiligen Bedürfnisse regelt.
Eine Frage zu Montessori - wieso gibt es da eigentlich so viel "extra" Material? Also was ist der Unterschied zwischen diesen Materialien und einem Kochtopf und Löffel, meiner Handtasche mit Reißverschluss, der eigenen Jacke mit Knöpfen? Ich merke, dass ich vieles von Montessori schätze, aber das kommt mir so "künstlich" vor?!
ich frage mich auch gerade, was Du für ein Bild von "Unerzogen" hast. Ich ermuntere ganz sicher nicht meine Tochter, Sachen zu zerstören oder wünsche mir, dass sie frei von (gesellschaftlichen) Einflüssen oder gar Beziehungen aufwächst. Im Gegenteil, für mich ist die enge Beziehung zu Menschen fundamental im Unerzogenkonzept - nur so kann man m. E. auf Regeln und klassische Erziehung verzichten, weil sich das Notwendige über die Beziehung zueinander und den gegenseitigen Respekt und Achtung für die jeweiligen Bedürfnisse regelt.
Eine Frage zu Montessori - wieso gibt es da eigentlich so viel "extra" Material? Also was ist der Unterschied zwischen diesen Materialien und einem Kochtopf und Löffel, meiner Handtasche mit Reißverschluss, der eigenen Jacke mit Knöpfen? Ich merke, dass ich vieles von Montessori schätze, aber das kommt mir so "künstlich" vor?!