Manchmal ertappe ich mich dabei..

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Bananenkeks
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Manchmal ertappe ich mich dabei..

Beitrag von Bananenkeks »

.. dass ich mich durch Aussagen anderer Mamas und Nicht-Mamas manchmal schnell verunsichern lasse. Ich überlege dann tagelang, ob wir alles "richtig" machen mit unserem Knödel, oder wir doch zu weich, zu faul, zu inkonsequent sind.

Ich konkretisiere das mal:
Der Knödel ist jetzt neun Monate alt, und nach wie vor trage ich ihn viel mit mir rum, und ich stille ihn auch zusätzlich zur Beikost je nach Bedarf tagsüber, aber spätestens abends immer in den Schlaf. Der kleine König bekommt meistens die drei Hauptmahlzeiten und auch die Obst-Zwischenmahlzeiten oder mal ne Reiswaffel unterwegs. Meistens beschränkt sich das Stillen dann auf einmal vor dem Aufstehen - er schläft dann noch weiter, wenn ich aufstehe, so dass ich meine Stunde Bad- und Kaffeezeit am Morgen habe - und auf mittags nach dem Essen, um dann seelig in den Mittagsschlaf abzutauchen, der sich auf eine halbe Stunde bis drei Stunden ausdehnen kann. Abends stille ich den Knödel seit ein paar Tagen erfolgreich in eine Tiefschlafphase, so dass wir abends ein paar Stunden für uns haben.
Es gibt aber auch Tage, an denen der kleine Mann nicht gut drauf ist, oder an denen hier zig Sirenen vor der Tür vorbeirauschen. Wir haben ein Krankenhaus um die Ecke, und die Wohnlage ist sehr zentral in der Stadt, daher haben wir hier viel Polizei-, Feuerwehr- und Notarztverkehr. An guten Tagen überschläft der Knödel sämtlichen Lärm, an schlechten reicht ein "Knack" vom Parkett, und er wacht auf. An "schlechten" Tagen stille ich dann einfach mehr und lasse auch mal eine Mahlzeit ausfallen, wenn er extrem viel MuMi zu sich nimmt. Ich stille auch stehend an der Bahnhaltestelle und laufend bei IKEA :5: . Mir ist das lieber als den armen Zwerg weinen zu sehen.

Wir handhaben das Thema Essen/ Stillen/ Schlafen also sehr flexibel. Wir haben keinen starren Zeitplan, wir schauen nicht auf die Uhr und füttern pünktlich um x, y oder z Uhr. Ich würde mein Kind niemals wecken, nur damit es pünktlich isst. Ich würde ihn auch niemals versuchen zum Schlafen zu bewegen, wenn er gar nicht müde ist. Der Knödel schläft von Anfang an in unserem Bett. Ich habe zwar das große Babybett als Babybalkon neben meiner Bettseite stehen, aber das ist nur Flaschenabglage und Rausfallschutz. Ich bekomm den Kleinen nämlich eh nie schlafend da reingelegt. Ich versuche das auch kaum noch.

Ich komm mal zurück zum Thema:

"Die Anderen" machen es ja alle anders. Den anderen Babys wird zur Nacht eine Flasche stark sättigender Pulvermilch angerührt, damit sie durchlafen. Oder sie werden in den Babybalkon gelegt und bleiben da nachts auch drin (notfalls mit Festhalten), und gestillt wird natürlich nachts auch nicht mehr. :?:
Und dann gibt es noch eine immer größer werdenden Gruppe von Menschen, die der Meinung sind, dass ich ja nun wirklich lange genug gestillt habe, und dass ich ein Recht auf meinen Körper und den Genuss von Alkohol in größeren Mengen hätte, dass meine armen Brustwarzen bei mittlerweile acht Zähnchen doch bestimmt nicht mehr gequält werden sollten, und dass der kleine Mensch doch mal langsam lernen müsste, allein zu schlafen, und sei es erstmal nur in seinem Beistellbettchen.

Ehrlich gesagt sind mein Schatz und ich (und das Baby ganz offensichtlich auch) sehr zufrieden mit dem Ist-Zustand. Nur die Abende waren bis vor Kurzem oft mal anstrengend, weil der Knödel nur schlafen wollte, wenn wir bei ihm blieben und alles an Licht und Geräuschen aus war, also leider auch Lesen oder TV nicht möglich waren. Wir wurden also manchmal "früher" selbst zum Schlafen gezwungen als es uns lieb war. Aber wir hatten fast nie Schlafmangel zu leiden, denn sobald wir im Bett sind, schläft der Knödel ja auch. Ok, er dockt mal neu an, wechselt die Seite oder hat auch mal die Windel so voll, dass wir ihn doch mal nachts wickeln, aber wenn das Licht dann wieder aus und die Ruhe eingekehrt ist, dann schlafen wir alle schnell wieder ein.
Ich glaube immer noch daran, dass der Kleine von allein lernen wird einzuschlafen. Ich glaube auch, dass er irgendwann nicht mehr in unserem Bett und eines Tages auch nicht mehr in unserem SchlaZi schlafen will. Er hat ja auch allein gelernt zu krabbeln, zu kauen, was weiß ich. Alles mögliche halt. Und obwohl (oder WEIL) wir soviel tragen, hat er einen unglaublich großen eigenen Bewegungsdrang.

Motiviert mich mal bitte und sagt mir, dass wir nicht alles falsch machen, und dass wir uns nicht Regeln, Zeiten und sonstwas angewöhnen müssen, die gar nicht zu uns passen, aber "besser für das Kind" sind!?!
Und kann mir jemand auch sagen, dass ich dem Kleinen auf keinen Fall irgendeine industriell hergestellte Pulvermilch für einen längeren Schlaf ("Verdauungskoma") verabreichen soll?

Bitte, bitte, ich brauch mal aufbauenden und unterstützenden Zuspruch! :(
Bananenkeks mit Krümel (10/2011) und ein paar Sternchen
Lösche Benutzer 8492

Re: Manchmal ertappe ich mich dabei..

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

Natuerlich musst du deinem Kind die Gutenacht-Flasche geben - wie soll es sonst ordentlich schlafen? :mrgreen:

Ich bin vor ein paar Tagen auf das hier gestossen:
19. Babys sollten nachts bald durchschlafen und keine Mahlzeit mehr brauchen.

Babys sind von der Natur aus für Nachtstillen „gedacht“; denn nur nachts hatte die „Ur“-Mutter viel Zeit zum Stillen. Nachts ist auch das Prolaktin viel höher als am Tag, und das Oxytocin fließt besser. Aber Nacht-Stillen passt nicht in unsere Kultur, und deshalb gewöhnen wir es den Kindern ab. Kinder gewöhnen sich an viel, aber nicht alle gleich schnell.

23. Kinder sollen nicht im Elternbett schlafen, weil sie da nie wieder raus wollen.

Nur Kinder, die sich den Zugang ins Elternbett hart erkämpfen mussten, auch von Anfang an nicht hatten, wollen nicht (gern) wieder raus. Wer es vom 1. Tag an hatte, also „satt“ ist von nächtlicher liebevoller Nähe, zieht viel eher aus.

38. Babys dürfen beim Stillen nicht an der Brust einschlafen, denn dann wollen sie das immer so haben.

Gehört auch mit in die veraltete Verwöhntheorie. Der beste Platz zum Einschlafen ist nun mal die Brust, denn da ist das Kind satt, sicher und warm. Außerdem sind Stoffe in der Milch, die müde machen. „In-den-Schlaf-Stillen“ ist genau so lange richtig, wie es die Mutter gern macht. Wenn sie es irgendwann WIRKLICH nicht mehr möchte, teilt sie es dem Kind mit und muss dann evtl. Protest und Trauer des Kindes liebevoll aushalten.

50. Alle Babys brauchen einen Rhythmus.

Stimmt nur ganz selten. Die meisten Kinder kommen auch bei Chaos bestens klar, Hauptsache, ihre Eltern sind entspannt und gelassen. Aber viele ELTERN brauchen einen Rhythmus, damit sie halbwegs entspannt sein können. Dann ist es in Ordnung, dem Baby einen Rhythmus vorzu-geben. Denn Babys brauchen entspannte Eltern…usw. Größere Kinder entwickeln meist von selbst einen Rhythmus, der sich aber oft genug ändert.

51. Die Mutter muss abstillen, damit sie abends (wenn das Kind paar Wochen alt ist) oder am Wochenende (wenn es paar Monate alt ist) auch mal weggehen kann.

Eine Mutter muss durchaus auch verantwortungsfreie Zeit haben, damit sie ihre Batterien wieder auffüllen kann und genug Kraft für den anstrengenden Job als Mutter hat. Sie kann Milch abpumpen, und ein vertrauter anderer Mensch wird das Kind versorgen. Wenn es dann weint, ist das sein gutes Recht, denn es will gern die Mama da haben. Es fehlt ihm viel mehr die Mama als die Brust!!! Die Mama hat aber Ausgang, und das ist gut so. Also darf das Kind protestieren und weinen und wird so gut es geht getröstet. Der Vater (o.a.) erklärt dem Baby ganz entspannt immer wieder, dass die Mama jetzt nicht da ist und dass es weinen darf, denn Weinen hift bei Zorn und Trauer. Es ist aber ganz wichtig, dass das weinende Kind immer Körperkontakt mit einem verständnisvollen Erwachsenen bekommt, der weiß, dass er nichts falsch macht, wenn das Kind weint.
Abstillen ist also nicht nötig; die Mutter stillt, bevor sie geht, erzählt es auch dem Kind, und stillt gleich wieder beim Heimkommen. Wenn es abgepumpte Milch oder etwas anderes trinkt, umso besser. Aber manche fasten dann, jedoch nicht ein ganzes Wochenende.
Für die Mutter ist es wichtig, dass sie ohne Schuldgefühle geht und auch keine Schuldgefühle entwickelt, wenn das Kind geweint hat – denn dann meint das Kind mit Recht: “Wenn Du Dich schuldig fühlst, weil Du nicht bei mir bist, dann bleib doch da!”
Eine gute Reaktion der Mutter wäre z.B. “Was, Du hast die ganze Zeit geweint? Ja, das tut mir leid. Der Papa/die Oma hat Dich die ganze Zeit im Arm gehalten/herumgetragen? Du hast einen großartigen Papa/Oma! Danke. Und ich hatte eine wunderschöne Zeit, das hat echt gut getan, und demnächst mache ich es wieder.”
Kommt von hier http://stillpraxis.de/irrtumer-rund-ums-stillen

Ich hab zwar keine Ahnung, ob die Autorin recht hat :mrgreen: , aber ich find es logisch...

Nachdem ich mal gehoert hab "fuetter dein Kind mit Keksen, sonst lernt es das nicht" schalte ich bei "sonst lernt er das nicht" auf Durchzug.
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Bananenkeks
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Re: Manchmal ertappe ich mich dabei..

Beitrag von Bananenkeks »

DANKE für diese schnelle und großartige Antwort. Und danke für den Link, das ist genau das, was ich lesen wollte :-)

Das hier hat mir übrigens auch sehr gut gefallen:
51. Die Mutter muss abstillen, damit sie abends (wenn das Kind paar Wochen alt ist) oder am Wochenende (wenn es paar Monate alt ist) auch mal weggehen kann.

Eine Mutter muss durchaus auch verantwortungsfreie Zeit haben, damit sie ihre Batterien wieder auffüllen kann und genug Kraft für den anstrengenden Job als Mutter hat. Sie kann Milch abpumpen, und ein vertrauter anderer Mensch wird das Kind versorgen. Wenn es dann weint, ist das sein gutes Recht, denn es will gern die Mama da haben. Es fehlt ihm viel mehr die Mama als die Brust!!! Die Mama hat aber Ausgang, und das ist gut so. Also darf das Kind protestieren und weinen und wird so gut es geht getröstet. Der Vater (o.a.) erklärt dem Baby ganz entspannt immer wieder, dass die Mama jetzt nicht da ist und dass es weinen darf, denn Weinen hift bei Zorn und Trauer. Es ist aber ganz wichtig, dass das weinende Kind immer Körperkontakt mit einem verständnisvollen Erwachsenen bekommt, der weiß, dass er nichts falsch macht, wenn das Kind weint.
Abstillen ist also nicht nötig; die Mutter stillt, bevor sie geht, erzählt es auch dem Kind, und stillt gleich wieder beim Heimkommen. Wenn es abgepumpte Milch oder etwas anderes trinkt, umso besser. Aber manche fasten dann, jedoch nicht ein ganzes Wochenende.
Für die Mutter ist es wichtig, dass sie ohne Schuldgefühle geht und auch keine Schuldgefühle entwickelt, wenn das Kind geweint hat – denn dann meint das Kind mit Recht: “Wenn Du Dich schuldig fühlst, weil Du nicht bei mir bist, dann bleib doch da!”
Eine gute Reaktion der Mutter wäre z.B. “Was, Du hast die ganze Zeit geweint? Ja, das tut mir leid. Der Papa/die Oma hat Dich die ganze Zeit im Arm gehalten/herumgetragen? Du hast einen großartigen Papa/Oma! Danke. Und ich hatte eine wunderschöne Zeit, das hat echt gut getan, und demnächst mache ich es wieder.”
Guten Gewissens kann ich sagen, dass ich mich mittlerweile nicht nur tagsüber, sondern auch abends schon "weggetraut" habe. Und es ist bei uns nicht einmal so, dass der Knödel schlimm weint und sich beschwert, dass die Mama nicht da ist. Der Papa hat zwar keine Brust, aber er trägt den Kleinen tatsächlich solange rum und singt und summt, bis er eingeschlafen ist - oft schläft der Papa dann sitzend mit Trage vor dem Bauch auf dem Sofa einfach mit ein, ist total süß :D

Wir kümmern uns wirklich sehr, sehr gern und liebevoll um unseren kleinen König, wir können es beide nicht ertragen, ihn weinen zu hören, und wir sind mit unserer Lebensweise alle sehr entspannt. Es ist gut so wie es ist.

Leider fehlen mir, wenn ich direkt drauf angesprochen werde, oft die passenden Antworten. Ich habe mich viele Monate mit diesen ganzen Themen auseinandergesetzt, und ich habe alle Details, Studien usw. im Kopf und weiß, dass das, was wir hier praktizieren, nicht verkehrt ist. Aber trotzdem fehlt mir im direkten Gespräch, vor allem bei langjährigen und guten Freunden, die Muße, eine Diskussion zu entfachen. Ich halte mich auch bei Müttertreffen aus solchen Themen weitestgehend eher raus, weil ich finde, dass jeder das Kind nach seiner eigenen Vorstellung großziehen sollte, und dass letztlich tatsächlich viele Wege ok sind, solange eben die Eltern und das Kind entspannt damit leben.
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MelCoGo
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Re: Manchmal ertappe ich mich dabei..

Beitrag von MelCoGo »

Ich handhabe das Thema Schlafen, Stillen, Zeiten eigentlich fast genauso wie Du.
Ich stille nach Bedarf, wenn mal ne Mahlzeit weniger gegessen wird- stört mich das net groß ich weiß ja daß colin genug MuMi bekommt. Ich stille ihn auch immer zum Einschlafen, und wenn er nachts wach wird, bekommt er die Brust und schläft nach max 10 Minuten sofort wieder weiter. Ich versuche auch nicht, nachts was anderes anzubieten.
Er schläft zwar in seinem Bett in seinem Zimmer (direkt neben Schlafzimmer), abends versuche ich schon, ne regelZeit einzuhalten, aber generell versuche ich auch nicht, ihn zum schlafen zu bringen wenn er nicht müde ist (also tagsüber).
Wenn ich schon lese, daß deine Freundinnen ihre Kinder im Bett festhalten zum Schlafen, krieg ich ne Stehfrisur!! :shock:

Also, mach weiter so wie bisher und scher dich nicht um das Gelabere der anderen, wenn Du und dein Kleines euch damit wohlfühlt ist das doch die Hauptsache :knutsch
Melanie mit Colin (6.6.11) Chiara (17.4.13) und 2-fach Russell-Bande

Russell-Maniac auf dem Weg zum ATTA

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EhUSb

Re: Manchmal ertappe ich mich dabei..

Beitrag von EhUSb »

Hmm, wir handhaben das genauso wie ihr - allerdings schläft das hiesige Baby sehr sehr schlecht (wird stündlich wach, lehnt es ab, alleine zu schlafen), isst schlecht (immer nur ein paar Krümel, wir stillen fast noch voll) und hat auch sonst ein paar "Angewohnheiten". :-) Da kommt man dann schon eher an einen Punkt, wo man sich fragt, ob man alles richtig macht - weil es eben nicht alles so gut läuft wie bei euch.
Ich glaube aber, alles andere (also z.B. krampfhaft abstillen, schreien lassen o.ä.) würde es nicht besser machen - vermutlich eher schlimmer - und ich will das auch ehrlich gesagt nicht ausprobieren. Ich hinterfrage mein Tun auch ab und an und frage mich, ob es so ok ist - aber wir sind hier alle so entspannt wie möglich und mir fällt eben nichts ein, was wir ändern könnten/sollten/müssten.
Es ist immer am besten, man versucht, nicht danach zu gucken, was andere machen. Andere Mütter haben andere Kinder für die vielleicht etwas anderes besser ist als für deinen Zwerg. Das ist dann weder "besser" noch "richtiger", es *ist* halt einfach so. Und wenn andere Mütter Flaschenmilch geben, dann ist das für sie vielleicht der richtige Weg, für euch ist er es nicht, es geht euch auch ohne Flaschenmilch sehr gut. :-) Genauso würde ich das sagen - es ist ja gar nicht wertend, es gibt einfach so viele Lebensmodell und Zusammenlebensmodell und so unterschiedliche Mütter und Kinder... da funktioniert nie eine Lösung für alle.
EhMibima

Re: Manchmal ertappe ich mich dabei..

Beitrag von EhMibima »

Bananenkeks hat geschrieben:
Ehrlich gesagt sind mein Schatz und ich (und das Baby ganz offensichtlich auch) sehr zufrieden mit dem Ist-Zustand.
ich glaube DAS ist das ausschlaggebende :wink:
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nahlahh
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Re: Manchmal ertappe ich mich dabei..

Beitrag von nahlahh »

Ich finde es hört sich genau richtig an wie ihr es macht :) es scheint für euch alle gut zu sein, ihr seid zufrieden und es gibt auch keine größeren Problemchen :D warum also etwas ändern?

Bei uns läuft es so wie bei euch - Baby wird viel getragen, schläft bei uns im Bett und wird mal mehr mal weniger gestillt, je nachdem wie groß der Appetit auf andere Sachen war ;) tagsüber ein paar Mal, aber auf jedem Fall zum Einschlafen und auch nachts bestimmt ein paar Mal (kann ich gar nicht genau sagen, ich schlafe ja ;)). Die Kleine muss nicht alleine weinen und hat noch nie eine Flasche bekommen, mag keinen Schnuller, keinen Kinderwagen und muss beides auch nicht nehmen wenn sie nicht will...

Andere machen es anders und vielleicht passt das für diese Kinder, mag ja sein. Aber für uns ist dieses der richtge Weg und so wie sich das anhört für euch auch :)
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Wortgewitter
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Re: Manchmal ertappe ich mich dabei..

Beitrag von Wortgewitter »

Also, ich bin mittlerweile an einem Punkt, da schaue ich nur noch, wie es uns allen einfach gut geht.

Das heißt bei uns übrigens, dass es kein vollständiges Familienbett gibt (papa und Großer schlafen seperat) und dass ich momentan nicht weggehen kann. Das heißt, dass meine Tochter einen Schnuller hat und dass sie abends festgehalten werden muss beim einschlafen, um zur Ruhe zu kommen. Das Leben hat halt keine Formel!

Menschen sind so irre unterschiedlich - wie sehr, merkst Du dann beim zweiten Kind 8) - und ihre Wege auch. Mir hat geholfen, dass ich das inzwischen sehen und akzpetieren kann.

Dass heißt, ich muss mich nicht mehr allzusehr abgrenzen und verurteile nur selten andere wegen ihres Erziehungsstils. Das heißt aber interessanterweise auch, dass ich akzeptiert werde für dass, was ich mache und wie ich es mache!
Manchmal, wenn dann die 'gib-ihr-doch-auch-mal-Brei'-Tipps kommen, sage ich, dass ich das nicht mache, weil es uns gut geht so. Bei Nachfrage erkläre ich das gern bzw. höre mir eine andere Meinung an und wäge ab.
Und das muss reichen, denn DAS ist das Ziel. Nicht das Einhalten irgendwelcher Regeln und Vorstellungen, sondern, dass es allen gut geht (und je älter die Kinder und je mehr Personen die Familie desto komplizierter ist der Prozess, finde ich, da lohnt es sich, bei den Kleinen ganz enspannt anzufangen :wink: ). Und da hilft es, andere Sichtweisen kennen zu lernen - sowohl mir als auch anderen Müttern, die evtl. nie vom tragen gehört haben etc.
Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **

ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)

Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
und Dich begleiten, schlafaus und schlafein...
R.M. Rilke
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Nuala
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Re: Manchmal ertappe ich mich dabei..

Beitrag von Nuala »

Du klingst nach einer ganz liebevollen Mutter, die achtsam mit ihrem Kind und auch mit sich selber umgeht!
So KANNST du gar nichts falsch machen! Du spürst in die drinnen sehr gut was euch gut tut, DARAUF höre, nicht auf andere.
Sie meinen es nicht böse, wenn du willst sage ihnen Dank, aber stelle fest, dass es euch genau so GUT geht und wenn das mal anders sein sollte und dein Gefühl dir grad keine Lösung vorgibt, dann kommst du gerne auf etwaige Ratschläge zurück.
Lass dich nicht verunsichern - es sollte viel mehr Eltern geben wie dich, die einen harmonischen Weg gehen und sich daran freuen können.
Alles Liebe!
Großes Mädel 10/08 & kleines Mädel 04/11
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Isa_Belotti
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Re: Manchmal ertappe ich mich dabei..

Beitrag von Isa_Belotti »

Schau mal, ich hatte vor Kurzem einen sehr ähnlichen Thread eröffnet und ganz liebe Antworten bekommen!
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