Nächtliches Stillen reduzieren
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EhUSb
Nächtliches Stillen reduzieren
Hallo,
meine Tochter ist jetzt 10,5 Monate alt und stillt noch sehr viel. Brei ist nicht so ihrs (Obstbrei geht einigermaßen...), aber sie sitzt bei uns am Familientisch, bekommt einen babygerechte Portion von unserem Essen (d.h. wenig bis gar nicht gewürzt) und hat viel Freude daran, alles auf den Boden zu schmeissen. Manchmal knabbert sie auch Sachen an, aber alles in allem landen nur winzige Mengen in ihrem Magen. Über den Tag verteilt isst sie vielleicht einen halben Pfirsich, zwei Bissen Brot, einen Vollkornkeks, ein halbes Glas Obstbrei, eine Nudel und ein Fitzelchen Paprika. Hochkalorische Sachen mag sie überhaupt nicht, sie bevorzugt eher Gurke, Brokkoli,etc. Wenn ich nicht da bin, nimmt sie ihrem Papa anstandslos eine etwas größere Menge Obstbrei ab und kommt so über die Runden.
Seit einigen Wochen wird sie nachts allerdings mindestens stündlich (teils auch öfter) wach und will stillen. Sie anders zu beruhigen als durch Anlegen klappt nicht und sie trinkt auch jedes Mal in großen Schlucken. Die nächtlichen Störungen tun uns beiden nicht so gut - sie lehnt es seit ihrer 6. Woche ab, im Liegen zu stillen, also muss ich mich immer aufsetzen und wir werden beide halbwach. Ich nehme an, sie hat nachts einfach Hunger, da ihr die Tagesessmenge nicht ausreicht. Sie stillt zwar auch tagsüber, auch so alle 3 Stunden, aber oft nicht so sehr ausgiebig.
Was kann ich denn da machen? Gibt es irgendeine gute Idee, wie ich die nächtlichen Stillabstände vergrößern kann? Ich merke langsam, dass ich so geschlaucht bin, dass ich das Stillen generell in Frage stelle und mich frage, ob ich nicht nachts die Flasche geben sollte, dann kann der Papa auch mal ran. (Mal dahingestellt, ob sie die nehmen würde, die Flasche.) Eigentlich will ich das nicht, ich habe sehr um`s Stillen gekämpft und möchte es nicht beenden, aber das nächtliche Dauerstillen nervt und irritiert mich - und ich mache mir Sorgen, dass sie nicht genügend zu sich nimmt.
LG, Alex
meine Tochter ist jetzt 10,5 Monate alt und stillt noch sehr viel. Brei ist nicht so ihrs (Obstbrei geht einigermaßen...), aber sie sitzt bei uns am Familientisch, bekommt einen babygerechte Portion von unserem Essen (d.h. wenig bis gar nicht gewürzt) und hat viel Freude daran, alles auf den Boden zu schmeissen. Manchmal knabbert sie auch Sachen an, aber alles in allem landen nur winzige Mengen in ihrem Magen. Über den Tag verteilt isst sie vielleicht einen halben Pfirsich, zwei Bissen Brot, einen Vollkornkeks, ein halbes Glas Obstbrei, eine Nudel und ein Fitzelchen Paprika. Hochkalorische Sachen mag sie überhaupt nicht, sie bevorzugt eher Gurke, Brokkoli,etc. Wenn ich nicht da bin, nimmt sie ihrem Papa anstandslos eine etwas größere Menge Obstbrei ab und kommt so über die Runden.
Seit einigen Wochen wird sie nachts allerdings mindestens stündlich (teils auch öfter) wach und will stillen. Sie anders zu beruhigen als durch Anlegen klappt nicht und sie trinkt auch jedes Mal in großen Schlucken. Die nächtlichen Störungen tun uns beiden nicht so gut - sie lehnt es seit ihrer 6. Woche ab, im Liegen zu stillen, also muss ich mich immer aufsetzen und wir werden beide halbwach. Ich nehme an, sie hat nachts einfach Hunger, da ihr die Tagesessmenge nicht ausreicht. Sie stillt zwar auch tagsüber, auch so alle 3 Stunden, aber oft nicht so sehr ausgiebig.
Was kann ich denn da machen? Gibt es irgendeine gute Idee, wie ich die nächtlichen Stillabstände vergrößern kann? Ich merke langsam, dass ich so geschlaucht bin, dass ich das Stillen generell in Frage stelle und mich frage, ob ich nicht nachts die Flasche geben sollte, dann kann der Papa auch mal ran. (Mal dahingestellt, ob sie die nehmen würde, die Flasche.) Eigentlich will ich das nicht, ich habe sehr um`s Stillen gekämpft und möchte es nicht beenden, aber das nächtliche Dauerstillen nervt und irritiert mich - und ich mache mir Sorgen, dass sie nicht genügend zu sich nimmt.
LG, Alex
- Iris
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3025
- Registriert: 04.05.2006, 22:38
Re: Nächtliches Stillen reduzieren
Liebe Alex,
zunächst mal zwei Dinge: Das Verhalten Deines Babys ist total normal. Und: Ich kann verstehen, dass es Dich schlaucht.
Viele Babys nehmen einen erheblichen Teil ihres täglichen Kalorienbedarfs in der Nacht auf. Daher ist es auch falsch zu behaupten, dass ein Baby in diesem Alter nachts keine Mahlzeiten mehr braucht. Phasen häufigen nächtlichen Stillens haben aber natürlich nicht nur mit Nahrungsbedarf zu tun - vielleicht bekommt Deine Tochter gerade neue Zähne oder steckt in einem kräftigen Entwicklungsschub - vielleicht lernt sie gerade etwas einschneidend Neues (krabbeln, hochziehen, gar laufen?).
Allerdings ist es auch nachvollziehbar, dass Du nicht die ganze Nacht mit Stillen verbringen willst.
Du könntest evt. versuchen, die Abendmahlzeit dem Papa zu überlassen, sodass Deine Tochter zumindest mit einem gewissen Kalorienvorrat ins Bett geht - natürlich durchaus - wenn gewünscht - nochmal mit ausgiebigem Stillen vorher. Wenn ihr Obstbrei schmeckt: Hast Du es mal mit Getreide-Obst-Brei und einem Schuss Öl versucht? Vielleicht hast Du dann zumindest im ersten Teil der Nacht etwas Ruhe. Wie gesagt, alles andere als eine Garantie, denn vermutlich steckt hinter dem vermehrten Stillwunsch v. a. das Bedürfnis nach Mama-Tanken.
Weitere Eingriffe würde ich in diesem Alter noch nicht machen. Ab ca. einem Jahr wird ja gern empfohlen, es mit (sanftem) nächtlichen Abstillen zu probieren (dazu gibt es hier viele Threads), aber wenn Deine Tochter im Moment noch so hohen Bedarf hat, halte ich es für fraglich, ob Ihr Euch das antun solltet. Meine Erfahrung ist: Wenn ich ganz sicher war, dass sich jetzt was ändern muss, dann ging das auch. Solange ich unsicher war, ob ich das Richtige tue, ging gar nichts.
zunächst mal zwei Dinge: Das Verhalten Deines Babys ist total normal. Und: Ich kann verstehen, dass es Dich schlaucht.
Viele Babys nehmen einen erheblichen Teil ihres täglichen Kalorienbedarfs in der Nacht auf. Daher ist es auch falsch zu behaupten, dass ein Baby in diesem Alter nachts keine Mahlzeiten mehr braucht. Phasen häufigen nächtlichen Stillens haben aber natürlich nicht nur mit Nahrungsbedarf zu tun - vielleicht bekommt Deine Tochter gerade neue Zähne oder steckt in einem kräftigen Entwicklungsschub - vielleicht lernt sie gerade etwas einschneidend Neues (krabbeln, hochziehen, gar laufen?).
Allerdings ist es auch nachvollziehbar, dass Du nicht die ganze Nacht mit Stillen verbringen willst.
Du könntest evt. versuchen, die Abendmahlzeit dem Papa zu überlassen, sodass Deine Tochter zumindest mit einem gewissen Kalorienvorrat ins Bett geht - natürlich durchaus - wenn gewünscht - nochmal mit ausgiebigem Stillen vorher. Wenn ihr Obstbrei schmeckt: Hast Du es mal mit Getreide-Obst-Brei und einem Schuss Öl versucht? Vielleicht hast Du dann zumindest im ersten Teil der Nacht etwas Ruhe. Wie gesagt, alles andere als eine Garantie, denn vermutlich steckt hinter dem vermehrten Stillwunsch v. a. das Bedürfnis nach Mama-Tanken.
Weitere Eingriffe würde ich in diesem Alter noch nicht machen. Ab ca. einem Jahr wird ja gern empfohlen, es mit (sanftem) nächtlichen Abstillen zu probieren (dazu gibt es hier viele Threads), aber wenn Deine Tochter im Moment noch so hohen Bedarf hat, halte ich es für fraglich, ob Ihr Euch das antun solltet. Meine Erfahrung ist: Wenn ich ganz sicher war, dass sich jetzt was ändern muss, dann ging das auch. Solange ich unsicher war, ob ich das Richtige tue, ging gar nichts.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
- alessi_a
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 429
- Registriert: 08.11.2011, 11:04
- Wohnort: Schweiz
Re: Nächtliches Stillen reduzieren
hallo Iris, ich reihe mich hier mal ein mit einer Frage zum nächtlichen Abstillen: Hast du konkret einen Thread, in dem es gut beschrieben ist, wie es geht?Iris hat geschrieben: Ab ca. einem Jahr wird ja gern empfohlen, es mit (sanftem) nächtlichen Abstillen zu probieren (dazu gibt es hier viele Threads), aber wenn Deine Tochter im Moment noch so hohen Bedarf hat, halte ich es für fraglich, ob Ihr Euch das antun solltet. Meine Erfahrung ist: Wenn ich ganz sicher war, dass sich jetzt was ändern muss, dann ging das auch. Solange ich unsicher war, ob ich das Richtige tue, ging gar nichts.
Mein Sohn ist fast 10 Monate, er isst meist ganz gut tagsüber, hat Spass an Joghurt, Keksen, Obst in allen Variationen, Brot, eigentlich alles ausser Gemüsebrei...
Er kommt nachts nach 4-5 h Pause dann so alle 2 h, trinkt aber kaum was. Er wiegt auch über 10kg bei 74 cm.
Ich möchte das Stillen nachts auch eher bald einstellen, weiss aber nicht genau, wie ich es angehen soll, da er keinen Schnuller oder sonstige Beruhigungsmittel will. Stofftiere findet er vollkommen uninteressant, er beruhigt sich nur an der Brust. Ich habe Angst, dass es immer schwieriger wird, ihn zu entwöhnen, weil er jetzt schon ganz klar seinen Willen äussert.
Wenn er nachts wach wird (krabbelnderweise), lege ich ihn halt einfach direkt an und wir stillen/schlafen im Liegen weiter. Ich hab noch keine andere Methode bisher ausprobiert. Wir haben allerdings ein paar Mal versucht, ihn durch meinen Mann zu beruhigen, wenn er sich das 1. Mal gemeldet hat. Das ging in der Vergangenheit ganz gut, kurz jammern, dann weiterschlafen. Mittlerweile undenkbar. Nur Mama.....
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Schlingoline
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 994
- Registriert: 23.11.2011, 16:46
- Wohnort: an der Donau
Re: Nächtliches Stillen reduzieren
bei uns genauso und mein Sohn ist auch 10 Monate alt.
hab heute nacht auch ständig gestillt und falls es Dich tröstet oder eher nicht tröstet. Er interessiert sich sehr für Essen (sowohl Fingerfood, als auch Brei) und issz sogar einen Abendbrei und wacht trotzdem dauernd auf..
hab heute nacht auch ständig gestillt und falls es Dich tröstet oder eher nicht tröstet. Er interessiert sich sehr für Essen (sowohl Fingerfood, als auch Brei) und issz sogar einen Abendbrei und wacht trotzdem dauernd auf..
Schlingoline mit dem kleinen Sensibelchen 19.09.2011, dem wilden Rabauken 1.10.2013 und für immer im Herzen unser Engelchen Eva Maria 07.04.2106 - 13.04.2016
Regenbogenbaby Anna Maria 13.09.2017
Regenbogenbaby Anna Maria 13.09.2017
- mupfel
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 191
- Registriert: 16.06.2012, 14:26
Re: Nächtliches Stillen reduzieren
Hallo Alex,
ich habe leider nicht den ultimativen Ratschlag, würde aber - wenn du das nicht eh schon tust - immer und immer wieder versuchen, sie doch zum Stillen im Liegen zu bekommen. Sie schläft doch nachts im Familienbett neben dir?
Das scheint mir im Moment das "mildeste Mittel" für zumindest ein bisschen Entlastung zu sein, falls du nicht zu härteren Geschützen greifen willst.
Was macht sie denn, wenn du sie im Liegen anlegst?
ich habe leider nicht den ultimativen Ratschlag, würde aber - wenn du das nicht eh schon tust - immer und immer wieder versuchen, sie doch zum Stillen im Liegen zu bekommen. Sie schläft doch nachts im Familienbett neben dir?
Das scheint mir im Moment das "mildeste Mittel" für zumindest ein bisschen Entlastung zu sein, falls du nicht zu härteren Geschützen greifen willst.
Was macht sie denn, wenn du sie im Liegen anlegst?
Liebe Grüße von mupfel mit der mini-mupfel (10/11)
- Iris
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3025
- Registriert: 04.05.2006, 22:38
Re: AW: Nächtliches Stillen reduzieren
@alessi-a: Hier wird das Programm des nächtlichen Abstillens nach Gordon beschrieben, das man aber frühestens (!) mit einem Jahr beginnen sollte.
Schöne Tipps findest Du auch in „Schlafen statt Schreien“ von Elisabeth Pantley, dazu gibt es hier im Schlaf-Unterforum einiges.
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Vom Handy
Schöne Tipps findest Du auch in „Schlafen statt Schreien“ von Elisabeth Pantley, dazu gibt es hier im Schlaf-Unterforum einiges.
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Vom Handy
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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EhUSb
Re: Nächtliches Stillen reduzieren
Hallo,
lieben Dank - besonders Dir, Iris - für die Ratschläge! Also, abstillen nachts, so völlig, das will ich ohnehin nicht - meine Tochter ist eine sehr zarte und ich bin eigentlich froh um die nächtlichen Kalorien... nur halt nicht unbedingt stündlich.
Sie krabbelt übrigens seit drei Wochen, das massive nächtliche Stillen haben wir seit zweieinhalb - vielleicht liegt es wirklich daran? Ansonsten ist am Mamatanken sicherlich eine Menge dran, obwohl sie ja nicht nur nuckelt, sondern tatsächlich trinkt.
Gestern waren wir am See, um uns rum lauter picknickende Menschen - da hat sie vergessen, dass sie eigentlich nicht isst und hat für ihre Verhältnisse recht viel gegessen. Prompt war die Nacht etwas ruhiger, mit immerhin 2,5 Stunden Schlaf am Stück. Damit kann ich leben. Ich denke, ich werde es mal mit GOB am Abend versuchen und gucken, ob wir dann bei 4-5mal nachts aufwachen bleiben.
Mupfel, ja, sie liegt neben mir.
Wenn sie wach ist und ich biete ihr die Brust im Liegen an, dann nimmt sie sie und nuckelt, trinkt aber nicht richtig und verliert irgendwann das Interesse und geht spielen. Im müden/habschlafenden Zustand wehrt sie sich richtig gegen die Brust, dreht den Kopf weg, stemmt sich dagegen und weint. Es ist immer, als würde sie gar nicht erkennen, dass das meine Brust ist...
lieben Dank - besonders Dir, Iris - für die Ratschläge! Also, abstillen nachts, so völlig, das will ich ohnehin nicht - meine Tochter ist eine sehr zarte und ich bin eigentlich froh um die nächtlichen Kalorien... nur halt nicht unbedingt stündlich.
Gestern waren wir am See, um uns rum lauter picknickende Menschen - da hat sie vergessen, dass sie eigentlich nicht isst und hat für ihre Verhältnisse recht viel gegessen. Prompt war die Nacht etwas ruhiger, mit immerhin 2,5 Stunden Schlaf am Stück. Damit kann ich leben. Ich denke, ich werde es mal mit GOB am Abend versuchen und gucken, ob wir dann bei 4-5mal nachts aufwachen bleiben.
Mupfel, ja, sie liegt neben mir.
