ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
- tania
- ModTeam-Stillberatung
- Beiträge: 14983
- Registriert: 24.02.2009, 18:09
- Wohnort: Italien
Re: ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
such dir eine andere stllberaterin!!!
alles gute dir!
alles gute dir!
tania mit sohn *09 und sohn *12
- Campanula
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 523
- Registriert: 04.04.2011, 12:11
- Wohnort: bei Hamburg
Re: ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
Liebe Freda, ich moechte Dir meine wirklich aufrichtige Bewunderung dafuer aussprechen, wie Du trotz des alles andere als gut unterstuetzten Starts und der daraus resultierenden Probleme Deine Stillbeziehung aufrecht erhalten hast. Und es tut kir sehr leid, dass Du das Stillen bislang nicht so geniessen konntest wie ich es Dir wuenschen wuerde.
Ich druecke Dir die Daumen, dass Ihr bald eine passende Loesungfinden koennt!
Unabhaengig von der Aussage der jetzigen Stillberaterin bzgl Trinktechnik Deines Kines: hat sie sich denn mit Dir ueber die momentan bei Dir durchgefuehrten (Zu-)fuettermethoden unterhalten und geschaut, dass Du zumindest dort schon mal Unterstuetzung und Rat erhaeltst, damit in jedem Fall Eure Chancen auf eine gute Stillbeziehung gewahrt und optimiert sind, wenn die andere Problematik (welche auch immer es ist) geklaert wurde?
Oder wurde jetzt nur auf die Anlegetechnik und "Mundhaltung" des Kindes beim Trinken von aussen gesehen?
Ich kann Jusls Gedankengang hin zur Saugverwirrung als inzwischen vorrangiges Problem sehr gut nachvollziehen, daher wuerde ich Dich gerne fragen, ob Du jetzt momentan zufuetterst und wenn ja, wie? Vielleicht kann man da in jedem Fall schon mal ansetzen, auch alleine? Und wie sieht es bei euch mit Schnuller aus? Hast Du den Eindruck, dass Du es Dir zutraust, auf stillfreundlichere zufuettermethoden umzustellen? Wieviel Muttermilchernaehrung fuehrst Du momentan noch durch und gibst Du inzwischen Pre? Wie haeufig stillt Ihr derzeit?
Wenn Du Dir unsicher bist, weil Du jetzt in Deinem Umfeld so viele verschiedene Aussagen gehoert hast: waere es evtl eine Moeglichkeit, mehrgleisig zu fahren?
- alles in die Wege leiten, was Du und Deine Familie alleine tun koennt, um eine Saugverwirrung zumindest erst einmal nicht groesser werden zu lassen
- noch einmal medezinischen Rat einholen bzgl Deiner Schmerzen: vielleicht findet sich ein Arzt/eine Aerztin mit etwas Stillkompetenz, wo Du einmal gebuendelt alle bisherigen medizinischen Vermutungen und Diagnosen nennen und abklaeren lassen kannst?
- und auch, wenn es frustrierend ist: ein neuer Anlauf mit einer anderen Stillberaterin waere vermutlich zusaetzlich wirklich gut.
Ich wuensche Dir weiterhin so viel Kraft, und dass Du alle schoenenMomentemit Deinem Baby dafuer auch richtig geniessen kannst.
Wie geht es Dir denn momentan?
Ich druecke Dir die Daumen, dass Ihr bald eine passende Loesungfinden koennt!
Unabhaengig von der Aussage der jetzigen Stillberaterin bzgl Trinktechnik Deines Kines: hat sie sich denn mit Dir ueber die momentan bei Dir durchgefuehrten (Zu-)fuettermethoden unterhalten und geschaut, dass Du zumindest dort schon mal Unterstuetzung und Rat erhaeltst, damit in jedem Fall Eure Chancen auf eine gute Stillbeziehung gewahrt und optimiert sind, wenn die andere Problematik (welche auch immer es ist) geklaert wurde?
Oder wurde jetzt nur auf die Anlegetechnik und "Mundhaltung" des Kindes beim Trinken von aussen gesehen?
Ich kann Jusls Gedankengang hin zur Saugverwirrung als inzwischen vorrangiges Problem sehr gut nachvollziehen, daher wuerde ich Dich gerne fragen, ob Du jetzt momentan zufuetterst und wenn ja, wie? Vielleicht kann man da in jedem Fall schon mal ansetzen, auch alleine? Und wie sieht es bei euch mit Schnuller aus? Hast Du den Eindruck, dass Du es Dir zutraust, auf stillfreundlichere zufuettermethoden umzustellen? Wieviel Muttermilchernaehrung fuehrst Du momentan noch durch und gibst Du inzwischen Pre? Wie haeufig stillt Ihr derzeit?
Wenn Du Dir unsicher bist, weil Du jetzt in Deinem Umfeld so viele verschiedene Aussagen gehoert hast: waere es evtl eine Moeglichkeit, mehrgleisig zu fahren?
- alles in die Wege leiten, was Du und Deine Familie alleine tun koennt, um eine Saugverwirrung zumindest erst einmal nicht groesser werden zu lassen
- noch einmal medezinischen Rat einholen bzgl Deiner Schmerzen: vielleicht findet sich ein Arzt/eine Aerztin mit etwas Stillkompetenz, wo Du einmal gebuendelt alle bisherigen medizinischen Vermutungen und Diagnosen nennen und abklaeren lassen kannst?
- und auch, wenn es frustrierend ist: ein neuer Anlauf mit einer anderen Stillberaterin waere vermutlich zusaetzlich wirklich gut.
Ich wuensche Dir weiterhin so viel Kraft, und dass Du alle schoenenMomentemit Deinem Baby dafuer auch richtig geniessen kannst.
Wie geht es Dir denn momentan?
Wiebke mit dem kleinen bunten Schaf (w, *27.12.2010) - auch weiterhin im Tragetuch 
-
Freda
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 95
- Registriert: 17.02.2012, 09:20
- Wohnort: Elsass, Frankreich
Re: ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
Hallo Wiebke,
momentan geht es mir ganz gut. Freitag abend hatte ich nach dem EInschlaf-Stillen einen absoluten Tiefpunkt, aber nun geht es wieder. Und jedes Mal wenn ich die kleine Maus ansehe, dann denke ich mir: Bis jetzt hat sich alles 100fach gelohnt und ich bin froh das wir immer noch stillen.
Laut der Stillberaterin wäre es wohl kein Problem mit der Flasche Mumi zufüttern. Bis jetzt habe ich mich das aber nicht getraut, da ich nicht möchte das unser Problem unter Umständen noch grösser wird. Hab sie auch extra gefragt, ob die Flasche denn wirklich okay ist oder ich lieber einen Löffel oder Becher nehmen sollte, aber sie meinte kein Problem. Bis jetzt wurde auch von allen drei Stillberaterinnen nur auf das Anlegen und die Mundhaltung geschaut.
Ich habe mir nun einen Doidy-Cup bestellt und wollte es sonst bis dahin mal mit einem Löffel selbst versuchen. Da bin ich für jegliche Tipps natürlich dankbar
Zugefüttert habe ich weder mit Mumi noch mit Formula, denn wie gesagt ich wollte einfach keine Fläschen geben ohne das man vorher eine Saugverwirrung wirklich ausschliessen kann und wir stillen deshalb momentan so alle 3 Stunden, nachts ca. alle 4 Stunden bzw. so wie sie sich meldet. Ich habe die Stillberaterin jetzt auch nochmal explizit drauf angesprochen ob wir einen Saugtest machen können, aber irgendwie will sie das nicht bzw. oder kann es nicht... :/ Sie meinte sie kann aber gerne nochmal beim Stillen zu schauen.
Einen kleinen Erfolg haben wir aber zu verbuchen
. Die Kleine macht den Mund immer richtig schön gross auf und nachdem was ich als Laie beurteilen kann hat sie auch die Zunge über der unteren Zahnleiste, zumindest ist sie dort bevor sie andockt, was dann passiert sehe ich ja leider nicht mehr
. Und ich versuche momentan gezielt auf meine Atmung zu achten, zu entspannen und wenn sehr sehr unangenehm ist an etwas Schönes zu denken. Klappt zwar nicht jedes Mal aber es hilft sehr. Manchmal hilft auch einfach ungehemmtes weinen. Und solange mir an der BW nichts aufgeht, habe ich mir vorgenommen weiter zumachen. Sollte unsere Stillbeziehung sich ins negative entwickeln, soll heissen, dass zB sie oder ich die ganze Zeit weinen oder zutiefst unglücklich sind, was zur Zeit aber nicht der Fall ist, dann würde ich das mit der Formula-Milch noch einmal überdenken.
Ich werde nächste Woche für eine Woche bei meinen Eltern sein, dann kontaktiere ich dort noch einmal eine Stillberaterin. Werd da mal auf die Suche nach einer Adresse gehen.
Ich muss gestehen, von Ärzten habe ich die Schnauze voll... Ich war schon bei 2 FA, die meinten bloss ja das ist ja alles komisch was Sie da haben aber aus medizinischer Sicht ist alles in Ordnung (kein Soor, keine Infektion etc.) und der Kinderarzt der Kleinen meinte bloss, ob ich denn sicher wäre dass ich keine Brustentzündung hätte (...ja, da bin ich mir sicher, vielen Dank auch fürs Gespräch :/) und das er sonst einfach Lanolin empfehlen kann. Falls mir eine von euch hier im Forum einen Arzt/ärztin in/um Hannover oder im Raum Offenburg/Ortenaukreis nennen kann, wäre das natürlich wunderbar.
Vielen, vielen Dank fürs Mut machen
, das ist wirklich lieb!!!
momentan geht es mir ganz gut. Freitag abend hatte ich nach dem EInschlaf-Stillen einen absoluten Tiefpunkt, aber nun geht es wieder. Und jedes Mal wenn ich die kleine Maus ansehe, dann denke ich mir: Bis jetzt hat sich alles 100fach gelohnt und ich bin froh das wir immer noch stillen.
Laut der Stillberaterin wäre es wohl kein Problem mit der Flasche Mumi zufüttern. Bis jetzt habe ich mich das aber nicht getraut, da ich nicht möchte das unser Problem unter Umständen noch grösser wird. Hab sie auch extra gefragt, ob die Flasche denn wirklich okay ist oder ich lieber einen Löffel oder Becher nehmen sollte, aber sie meinte kein Problem. Bis jetzt wurde auch von allen drei Stillberaterinnen nur auf das Anlegen und die Mundhaltung geschaut.
Ich habe mir nun einen Doidy-Cup bestellt und wollte es sonst bis dahin mal mit einem Löffel selbst versuchen. Da bin ich für jegliche Tipps natürlich dankbar
Zugefüttert habe ich weder mit Mumi noch mit Formula, denn wie gesagt ich wollte einfach keine Fläschen geben ohne das man vorher eine Saugverwirrung wirklich ausschliessen kann und wir stillen deshalb momentan so alle 3 Stunden, nachts ca. alle 4 Stunden bzw. so wie sie sich meldet. Ich habe die Stillberaterin jetzt auch nochmal explizit drauf angesprochen ob wir einen Saugtest machen können, aber irgendwie will sie das nicht bzw. oder kann es nicht... :/ Sie meinte sie kann aber gerne nochmal beim Stillen zu schauen.
Einen kleinen Erfolg haben wir aber zu verbuchen
Ich werde nächste Woche für eine Woche bei meinen Eltern sein, dann kontaktiere ich dort noch einmal eine Stillberaterin. Werd da mal auf die Suche nach einer Adresse gehen.
Ich muss gestehen, von Ärzten habe ich die Schnauze voll... Ich war schon bei 2 FA, die meinten bloss ja das ist ja alles komisch was Sie da haben aber aus medizinischer Sicht ist alles in Ordnung (kein Soor, keine Infektion etc.) und der Kinderarzt der Kleinen meinte bloss, ob ich denn sicher wäre dass ich keine Brustentzündung hätte (...ja, da bin ich mir sicher, vielen Dank auch fürs Gespräch :/) und das er sonst einfach Lanolin empfehlen kann. Falls mir eine von euch hier im Forum einen Arzt/ärztin in/um Hannover oder im Raum Offenburg/Ortenaukreis nennen kann, wäre das natürlich wunderbar.
Vielen, vielen Dank fürs Mut machen
Muckelchen (11/2011) und Mini-Muckel (04/2015)
ClauWi-GK 07/13
ClauWi-GK 07/13
-
Freda
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 95
- Registriert: 17.02.2012, 09:20
- Wohnort: Elsass, Frankreich
Re: ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
Halli Hallo,
es ist zwar schon ewig her aber ich hab nun doch noch eine Frage Julia. Und zwar weiss ich jetzt definitiv wieso die Brustwarzen die ganze Zeit wund sind. Seit die Kleine unten Zähne hat, weiss ich nun dass sie die Zunge nicht drüber hat und die Zähne immer schrabbeln und sie somit die Warzen zwischen Gaumen und Zunge wund reibt. Du hast ja gleich darauf getippt und ich habe es alle meinen Stillberaterinnen erzählt und damals ja auch immer wieder um einen Saugtest gebeten (ich war bei insgesamt 5) aber keine hat reagiert... ich bin dermassen enttäuscht
Nun meine Frage kann ich noch irgendwas tun, das sich an ihrem Saugverhalten was ändert und wozu ich keine Hilfe von einer Stillberatin brauche, ich hab sie ja hier alle im Umkreis durch und es bringt ja doch nix? Es tut mittlerweile alles nur noch weh und ich kann nicht mehr. Ich merke, dass ich meine Tochter gar nicht so geniessen kann, wie es sein sollte und ich trage mich doch sehr mit dem Gedanken abzustillen auch wenn ich bei dem Gedanken schon anfangen muss zu weinen. Ich hoffe, es gibt doch noch einen Trick, denn sie hat sich da natürlich über Monate jetzt ihre Technik angeeignet.
Ein Gutes hat es ja, sollte ich nochmal in die Lage kommen und bei einem Neugeborenen abpumpen müssen, dann kommt mir nie wieder eine Flasche ins Haus.
Viele Grüsse,
Freda
es ist zwar schon ewig her aber ich hab nun doch noch eine Frage Julia. Und zwar weiss ich jetzt definitiv wieso die Brustwarzen die ganze Zeit wund sind. Seit die Kleine unten Zähne hat, weiss ich nun dass sie die Zunge nicht drüber hat und die Zähne immer schrabbeln und sie somit die Warzen zwischen Gaumen und Zunge wund reibt. Du hast ja gleich darauf getippt und ich habe es alle meinen Stillberaterinnen erzählt und damals ja auch immer wieder um einen Saugtest gebeten (ich war bei insgesamt 5) aber keine hat reagiert... ich bin dermassen enttäuscht
Nun meine Frage kann ich noch irgendwas tun, das sich an ihrem Saugverhalten was ändert und wozu ich keine Hilfe von einer Stillberatin brauche, ich hab sie ja hier alle im Umkreis durch und es bringt ja doch nix? Es tut mittlerweile alles nur noch weh und ich kann nicht mehr. Ich merke, dass ich meine Tochter gar nicht so geniessen kann, wie es sein sollte und ich trage mich doch sehr mit dem Gedanken abzustillen auch wenn ich bei dem Gedanken schon anfangen muss zu weinen. Ich hoffe, es gibt doch noch einen Trick, denn sie hat sich da natürlich über Monate jetzt ihre Technik angeeignet.
Ein Gutes hat es ja, sollte ich nochmal in die Lage kommen und bei einem Neugeborenen abpumpen müssen, dann kommt mir nie wieder eine Flasche ins Haus.
Viele Grüsse,
Freda
Muckelchen (11/2011) und Mini-Muckel (04/2015)
ClauWi-GK 07/13
ClauWi-GK 07/13
-
jusl
- Jusl Almighty
- Beiträge: 16020
- Registriert: 19.03.2007, 10:54
- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
Hallo Freda,
mensch, das tut mir ja leid, dass Du nachwievor so Beschwerden hast und bislang keine hilfreiche Unterstützung gefunden hast.
Bei einem kleinen Baby ist es einfacher, die Saugtechnik noch zu verändern, als bei einem älteren Baby - einfach weil weniger Routine und Gewöhnung dabei ist. Gerade bei Kindern im 2. LHJ wäre die Unterstützung durch eine mit Saugstörungen erfahrene Stillberaterin so wertvoll...
Aber egal - auch allein habt Ihr bestimmt Möglichkeiten zu Verbesserung. Ich hätte folgende Ideen:
* Wie oft stillt Dein Baby derzeit in 24 Stunden? Wenn es noch recht OFT ist: Korrektes Andocken üben. So ähnlich wie beim Neugeborenen: Brust mit der Hand stützen ("Sandwich-Technik", d.h. die Brust etwas platt drücken von Mundwinkel zu Mundwinkel (Merkspruch: "Butterbrot statt Apfel"), dann landet die BW weiter hinten, was gut ist), Mund weit auf, Kinn und Nase berühren (fast) die Brust. Gute Stillhaltung (Bauch an Bauch bei der Wiege), kein Verdrehen des Kopfes usw.
Wenn Dein Baby "falsch" saugt, abdocken und neu andocken. Achtung: das Ganze kann ziemlich nerven, Euch beide! Und funktioniert vermutlich nur, wenn Ihr noch oft stillt.
* Bei seltenerem Stillen: Lieber auf Linderungsmaßnahmen konzentrieren... hast Du mal Stillhütchen probiert? Möglicherweise nehmen sie den Schmerz bei Dir etwas, allerdings kann es sein, dass Dein Baby schon zu alt ist, um sich noch halbwegs bereitwillig an Hütchen zu gewöhnen. Ansonsten kommen Schmerzmittel oder Atem- und Entspannungstechniken in Frage - beides kann recht wirkungsvoll sein.
* Hast Du begrenzte, offene Wunden? Oder eher einfach rundherum überstrapazierte BW? Falls offene Wunden über längere Zeit nicht heilen, sind sie möglicherweise infiziert, mit Pilzen oder Bakterien oder beidem. Dies müsste mit Salben behandelt werden, hilft aber dann i.d.R. sehr schnell.
* Der Impuls abzustillen ist absolut verständlich - wirklich niemand würde von Dir verlangen, monatelang mit starken Schmerzen zu stillen. Du hast Dich mit allen Mitteln um Hilfe bemüht und leider kaum welche bekommen; das ist nicht ansatzweise Deine Schuld. Manchmal ist eine gute Lösung einfach nicht zu finden, das ist zwar sehr traurig, aber gehört zum Leben dazu. Vielleicht ist Abpumpen der Muttermilch ja eine Option für Dich, ehe Du ganz abstillst? Du könntest die Milch Deinem Baby dann nach Belieben per Flasche, Becher oder eingerührt in Brei usw. anbieten. Wie auch immer Du Dich entscheidest: Von einem schlechten Gewissen solltest Du Dich dabei nicht leiten lassen.
Kannst Du mit diesen Hinweisen etwas anfangen?
LG
Julia
mensch, das tut mir ja leid, dass Du nachwievor so Beschwerden hast und bislang keine hilfreiche Unterstützung gefunden hast.
Bei einem kleinen Baby ist es einfacher, die Saugtechnik noch zu verändern, als bei einem älteren Baby - einfach weil weniger Routine und Gewöhnung dabei ist. Gerade bei Kindern im 2. LHJ wäre die Unterstützung durch eine mit Saugstörungen erfahrene Stillberaterin so wertvoll...
* Wie oft stillt Dein Baby derzeit in 24 Stunden? Wenn es noch recht OFT ist: Korrektes Andocken üben. So ähnlich wie beim Neugeborenen: Brust mit der Hand stützen ("Sandwich-Technik", d.h. die Brust etwas platt drücken von Mundwinkel zu Mundwinkel (Merkspruch: "Butterbrot statt Apfel"), dann landet die BW weiter hinten, was gut ist), Mund weit auf, Kinn und Nase berühren (fast) die Brust. Gute Stillhaltung (Bauch an Bauch bei der Wiege), kein Verdrehen des Kopfes usw.
Wenn Dein Baby "falsch" saugt, abdocken und neu andocken. Achtung: das Ganze kann ziemlich nerven, Euch beide! Und funktioniert vermutlich nur, wenn Ihr noch oft stillt.
* Bei seltenerem Stillen: Lieber auf Linderungsmaßnahmen konzentrieren... hast Du mal Stillhütchen probiert? Möglicherweise nehmen sie den Schmerz bei Dir etwas, allerdings kann es sein, dass Dein Baby schon zu alt ist, um sich noch halbwegs bereitwillig an Hütchen zu gewöhnen. Ansonsten kommen Schmerzmittel oder Atem- und Entspannungstechniken in Frage - beides kann recht wirkungsvoll sein.
* Hast Du begrenzte, offene Wunden? Oder eher einfach rundherum überstrapazierte BW? Falls offene Wunden über längere Zeit nicht heilen, sind sie möglicherweise infiziert, mit Pilzen oder Bakterien oder beidem. Dies müsste mit Salben behandelt werden, hilft aber dann i.d.R. sehr schnell.
* Der Impuls abzustillen ist absolut verständlich - wirklich niemand würde von Dir verlangen, monatelang mit starken Schmerzen zu stillen. Du hast Dich mit allen Mitteln um Hilfe bemüht und leider kaum welche bekommen; das ist nicht ansatzweise Deine Schuld. Manchmal ist eine gute Lösung einfach nicht zu finden, das ist zwar sehr traurig, aber gehört zum Leben dazu. Vielleicht ist Abpumpen der Muttermilch ja eine Option für Dich, ehe Du ganz abstillst? Du könntest die Milch Deinem Baby dann nach Belieben per Flasche, Becher oder eingerührt in Brei usw. anbieten. Wie auch immer Du Dich entscheidest: Von einem schlechten Gewissen solltest Du Dich dabei nicht leiten lassen.
Kannst Du mit diesen Hinweisen etwas anfangen?
LG
Julia
-
Freda
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 95
- Registriert: 17.02.2012, 09:20
- Wohnort: Elsass, Frankreich
Re: ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
Vielen Dank Julia für die ausführliche Antwort.
Wir haben gestern abend mal die Stillhütchen ausprobiert die fand sie so toll, dass sie ständig reingebissen hat... ich hab es dann noch einmal später probiert aber sie hat wieder gebissen. Ist also leider keine Lösung. Bekommt sie die Brust ohne dann beisst sie nicht. Ich sage ihr auch immer das sie bitte nicht beissen soll, denn das die Mama ohnehin empfindliche Brustwarzen hat und bis jetzt scheint es zu funktionieren.
Wir stillen abends, nachts und morgens ausschliesslich was so ca. 4 bis 5 mal sind. Tagsüber bekommt sie immer erstmal Brei oder Fingerfood angeboten und danach noch die Brust. Nach ca. 1 bis 2 Beikostmahlzeiten verlangt sie die Brust nicht und ich biete sie dann auch nicht an. So bringt es etwas Entlastung. Insgesamt so also 7-8 Mal in 24 Stunden auf jeden Fall.
Offene Wunden habe ich nicht. Es juckt auch nicht oder ist irgendwie gelblich etc verfärbt. Die Brustwarzen sind an den Spitzen rot und strapaziert vom falschen Saugen. Ich schmiere immer mal wieder Lanolin drauf, wenn es sehr schlimm ist. Ich hab auch den Eindruck, dass mit zunehmendem Alter der Kleine die Wundheit stärker wird. Kann das sein?
Bei der Sandwich-Technik drücke ich mit Zeigefinger und Mittelfinger platt? Ich glaube, dass wurde mir schon mal gezeigt. Dann versuche ich das Mal. Es ist auch recht nervig, denn sie schnappt immer sofort zu und wenn ich sie abdocke, weint sie immer sofort und will wieder ran. Aber ich werde jetzt nochmal konsequent versuchen, sie richtig anzudocken. Ich sage ihr auch immer das sie den Mund gross aufmachen soll und die Zunge über die Zähne, vielleicht hilft das ja auch ein bisschen mit. Gross machen ist eben auch ein grosses Problem bei uns...
Abpumpen: ich habe sogar eine elekt. Pumpe zu Hause die Symphony von Medela aber es kommt nix. Ausstreichen geht, aber bei der Pumpe kommt einfadch nichts. Ich hatte 3 Wochen lang gepumpt also sie gerade erst 2 Wochen alt war, da kam immer recht viel. Es hab mich aber an den Rand meiner Belastungsgrenze gebracht und seit dem sind die Pumpe und ich nicht so richtige Freunde. Ich glaube, wenn wäre abstillen für mich realistischer, aber ich habe grosse Angst vor einem Milchstau, denn ich hab immer noch sehr sehr viel Milch, selbst wenn sie nur gering weniger trinkt merke ich das immer sofort und es dauert 2 bis 3 Tage bis es besser ist.
Ich werde mal probieren, die Technik zu verbessern und versuche, dass wir nochmal die Kurve krigen. Ansonsten werden wir wohl langsam auf die Flasche umsteigen, leider
Wir haben gestern abend mal die Stillhütchen ausprobiert die fand sie so toll, dass sie ständig reingebissen hat... ich hab es dann noch einmal später probiert aber sie hat wieder gebissen. Ist also leider keine Lösung. Bekommt sie die Brust ohne dann beisst sie nicht. Ich sage ihr auch immer das sie bitte nicht beissen soll, denn das die Mama ohnehin empfindliche Brustwarzen hat und bis jetzt scheint es zu funktionieren.
Wir stillen abends, nachts und morgens ausschliesslich was so ca. 4 bis 5 mal sind. Tagsüber bekommt sie immer erstmal Brei oder Fingerfood angeboten und danach noch die Brust. Nach ca. 1 bis 2 Beikostmahlzeiten verlangt sie die Brust nicht und ich biete sie dann auch nicht an. So bringt es etwas Entlastung. Insgesamt so also 7-8 Mal in 24 Stunden auf jeden Fall.
Offene Wunden habe ich nicht. Es juckt auch nicht oder ist irgendwie gelblich etc verfärbt. Die Brustwarzen sind an den Spitzen rot und strapaziert vom falschen Saugen. Ich schmiere immer mal wieder Lanolin drauf, wenn es sehr schlimm ist. Ich hab auch den Eindruck, dass mit zunehmendem Alter der Kleine die Wundheit stärker wird. Kann das sein?
Bei der Sandwich-Technik drücke ich mit Zeigefinger und Mittelfinger platt? Ich glaube, dass wurde mir schon mal gezeigt. Dann versuche ich das Mal. Es ist auch recht nervig, denn sie schnappt immer sofort zu und wenn ich sie abdocke, weint sie immer sofort und will wieder ran. Aber ich werde jetzt nochmal konsequent versuchen, sie richtig anzudocken. Ich sage ihr auch immer das sie den Mund gross aufmachen soll und die Zunge über die Zähne, vielleicht hilft das ja auch ein bisschen mit. Gross machen ist eben auch ein grosses Problem bei uns...
Abpumpen: ich habe sogar eine elekt. Pumpe zu Hause die Symphony von Medela aber es kommt nix. Ausstreichen geht, aber bei der Pumpe kommt einfadch nichts. Ich hatte 3 Wochen lang gepumpt also sie gerade erst 2 Wochen alt war, da kam immer recht viel. Es hab mich aber an den Rand meiner Belastungsgrenze gebracht und seit dem sind die Pumpe und ich nicht so richtige Freunde. Ich glaube, wenn wäre abstillen für mich realistischer, aber ich habe grosse Angst vor einem Milchstau, denn ich hab immer noch sehr sehr viel Milch, selbst wenn sie nur gering weniger trinkt merke ich das immer sofort und es dauert 2 bis 3 Tage bis es besser ist.
Ich werde mal probieren, die Technik zu verbessern und versuche, dass wir nochmal die Kurve krigen. Ansonsten werden wir wohl langsam auf die Flasche umsteigen, leider
Muckelchen (11/2011) und Mini-Muckel (04/2015)
ClauWi-GK 07/13
ClauWi-GK 07/13
-
jusl
- Jusl Almighty
- Beiträge: 16020
- Registriert: 19.03.2007, 10:54
- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
Nein, bei dem "Scherengriff", den Du beschreibst, können die BW verbogenen und Milchgänge abgeklemmt werden, das ist ungünstig. Beim "Sandwich-Griff" greifst Du die linke Brust mit der rechten Hand: 4 Finger liegen unter der Brust, der Daumen liegt oben und bildet mit den Fingern sozusagen ein querliegendes "U". Die Seiten des U's liegen sozusagen oben und unten und sind die BrotscheibenBei der Sandwich-Technik drücke ich mit Zeigefinger und Mittelfinger platt? Ich glaube, dass wurde mir schon mal gezeigt.
Völlig in Ordnung, aber achte darauf, dass Deine Milch durch das Nichtanbieten nicht zu stark zurückgeht. Dann würde Dein Baby nämlich wahrscheinlich noch stärker saugen; das möchtest Du vermutlich eher nicht.Nach ca. 1 bis 2 Beikostmahlzeiten verlangt sie die Brust nicht und ich biete sie dann auch nicht an. So bringt es etwas Entlastung. Insgesamt so also 7-8 Mal in 24 Stunden auf jeden Fall.
Also: Milchmenge wenn möglich schön hoch halten.Ich hab auch den Eindruck, dass mit zunehmendem Alter der Kleine die Wundheit stärker wird. Kann das sein?
Verstehe, da hattet Ihr beide (die Pumpe und DuAbpumpen: ich habe sogar eine elekt. Pumpe zu Hause die Symphony von Medela aber es kommt nix. Ausstreichen geht, aber bei der Pumpe kommt einfadch nichts. Ich hatte 3 Wochen lang gepumpt also sie gerade erst 2 Wochen alt war, da kam immer recht viel. Es hab mich aber an den Rand meiner Belastungsgrenze gebracht und seit dem sind die Pumpe und ich nicht so richtige Freunde.
Wenn Du langsam abstillst, brauchst Du Dir eigentlich keine Sorgen über Milchstau zu machen: Beständiges Kühlen während dieser Zeit fährt die Milchproduktion sehr effektiv herunter. Wenn Du nach und nach immer weniger stillst/pumpst, wird sich die Produktion sicher schnell anpassen.Ich glaube, wenn wäre abstillen für mich realistischer, aber ich habe grosse Angst vor einem Milchstau, denn ich hab immer noch sehr sehr viel Milch, selbst wenn sie nur gering weniger trinkt merke ich das immer sofort und es dauert 2 bis 3 Tage bis es besser ist.
Bei Bedarf begleiten wir Dich hier gerne dabei.
LG
Julia
-
Freda
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 95
- Registriert: 17.02.2012, 09:20
- Wohnort: Elsass, Frankreich
Re: ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
Dann hab ich doch nochmal eine Frage zum Abpumpen, die Linksammlung hab ich gerade schon fleissig durchgelesen 
Ich stille ja immer nur eine Seite pro Mahlzeit, da ich sonst viel zu viel Milch habe. um jetzt erstmal einen kleinen Vorrat anzulegen pumpe ich am besten direkt nach dem Stillen die Brust die sie bekommen hat oder die andere?
Und die zweite Frage: Ich muss ja nicht wie am Anfang damals alle 3 Stunden pumpen, oder? Ich mach das wenn in dem Rhythmus in dem sie auch in etwa trinkt? Denn ich habe etwas Angst wieder diese Doppelbelastung aus Flasche geben und Abpumpen ausgesetzt zu sein.
Ich werde nachher auf jeden Fall den Sandwich-Griff probieren, war super erklärt Julia
! Alles verstanden
Und heute abend werde ich, wenn der Papa da ist und sich kümmern kann, mal ganz in Ruhe probieren abzupumpen.
Ich stille ja immer nur eine Seite pro Mahlzeit, da ich sonst viel zu viel Milch habe. um jetzt erstmal einen kleinen Vorrat anzulegen pumpe ich am besten direkt nach dem Stillen die Brust die sie bekommen hat oder die andere?
Und die zweite Frage: Ich muss ja nicht wie am Anfang damals alle 3 Stunden pumpen, oder? Ich mach das wenn in dem Rhythmus in dem sie auch in etwa trinkt? Denn ich habe etwas Angst wieder diese Doppelbelastung aus Flasche geben und Abpumpen ausgesetzt zu sein.
Ich werde nachher auf jeden Fall den Sandwich-Griff probieren, war super erklärt Julia
Muckelchen (11/2011) und Mini-Muckel (04/2015)
ClauWi-GK 07/13
ClauWi-GK 07/13
-
Freda
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 95
- Registriert: 17.02.2012, 09:20
- Wohnort: Elsass, Frankreich
Re: ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
Mensch so ein Mist, jetzt seh ich gerade erst das Mondenkind ja in Hannover wohnt. Ich war erst im Juni in meiner alten Heimat und im März hätte sie mir wahrscheinlich auch weiterhelfen können. Schade :/, zu späte gesehen...
Muckelchen (11/2011) und Mini-Muckel (04/2015)
ClauWi-GK 07/13
ClauWi-GK 07/13
-
Captainsparrow
Re: ich weiss einfach nicht mehr weiter - nichts hilft
Ich hatte ja auch so einen ganz üblen Stillstart mit Raynaud und dann noch dauerwunden Brustwarzen durch falsche Saugtechnik . Dank viel Unterstützung wurde es dann aber doch immerhin eine 1,5 Jährige Stillzeit (wobei ich GANZ OHNE JEGLICHE Schmerzen nie gestillt habe, aber es war gut erträglich dann, nur ein bissel Zwacken).
Was mir half: Sandwichtechnik und Football-Griff. Ich konnte mein Kind nie in der "üblichen" Stillhaltung stillen, da er dann gleich geschnalzt hat und die Zunge eingezogen hat, aber in dieser Stellung war es deutlich besser.
Was mir half: Sandwichtechnik und Football-Griff. Ich konnte mein Kind nie in der "üblichen" Stillhaltung stillen, da er dann gleich geschnalzt hat und die Zunge eingezogen hat, aber in dieser Stellung war es deutlich besser.