Erbrechen und Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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munu
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Re: Erbrechen und Stillen

Beitrag von munu »

liebe guarangi!
bei uns war es gerade genau das gleiche. (ob sie sich auf dem spaziergang angesteckt haben? :wink: )
söhnchen hat schwallartig erbrochen- ich musste zweimal kurz nacheinander die ganze bettwäsche wecheln, mich duschen und ihn baden- ja, mitten in der nacht. :roll:
er hat immer wieder nach der brust verlangt, hat aber kurz später wieder alles erbrochen. zudem hat er gehustet. ich habe aber eher auf erbrechen wegen dem vielen schleim getippt. die apothekerin hat mir dann auch vor dem stillen abgeraten. sie sagte, die milch sei schleimfördernd. und auch da ging es mir wie dir- ich wollte es einfach nicht glauben. wie kann es sein, dass muttermilch plötzlich nicht gut fürs kind ist?
ich habe dann weiter gestillt- und yuri hat sich weiter übergeben. :? als er aber dann auch den vielgepriesenen fencheltee quer durch die küche erbrochen hat, habe ich mit besserem gewissen wieder nur gestillt. (essen hat er verweigert) und nun ist er, nach zwei tagen, wieder quietschfidel. :D

gute besserung!
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munu
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Re: Erbrechen und Stillen

Beitrag von munu »

edit: gaurangi statt guarangi... exgüse.
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gaurangi
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Re: Erbrechen und Stillen

Beitrag von gaurangi »

Munu, etwas Guarana nach dieser Nacht könnte ich wohl gebrauchen :wink:
Hast du dem Kleinen noch was gegeben? Wir sind mit nux vomica sehr gut gefahren. Und da sinnigerweise auch gleich noch neue zähne kommen wollen, waren wir um Chamomilla Zäpfli auch sehr froh. So konnten wir wenigstens einigermassen schlafen.

Auch euch gute Besserung!!
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lieselliesel
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Re: Erbrechen und Stillen

Beitrag von lieselliesel »

gaurangi hat geschrieben:Mich nimmts aber dennoch wunder, wies zu den verschiedenen Lehrmeinungen "Pro und Contra Muttermilch bei Erbrechen" kommt. Weiss jemand mehr? Stillberaterinnen, wo seid ihr? Wahrscheinlich noch im Bett oder gerade am Samichlausfrühstück, sorry.
Bis vor garnicht soo langer Zeit machte man bei Erbrechen und Durchfall die sogenannte "Teepause". Man gab nur Tee mit Traubenzucker.

Heute noch ist die gängige Lehrmeinung, Säuglingsmilch zu verdünnen. Beim Stillen ist man endlich soweit, dass man es "freigibt". Nicht zuletzt, weil in Studien herauskam, dass der Kalorienmangel, der durch die Teepause entsteht, tatsächlich einen negativen Einfluss auf die Genesung hat.

Die Idee mit dem "löffelchenweise" ist u.U. aber garnicht so blöd. Oft ist der Magen von der Kotzerei so gereizt, dass nur kleine Mengen drin behalten werden. Da ist "löffelchenweise" oft die einzige Möglichkeit, dass Kinder etwas trinken. Das ist ja das einzige Problem dann beim Stillen: den Kindern gehts nicht gut, wollen kuscheln etc und trinken dabei viel. Und das kann eben evtl zu sein. Das ist aber nur ein Problem, wenn das Kind bei jedem Stillen sofort alles wieder erbricht, sodass die Flüssigkeitsversorgung gefährdet ist. Das war ja bei euch nicht der Fall.

Hoffe euch gehtsschon besser.

Ma
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gaurangi
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Re: Erbrechen und Stillen

Beitrag von gaurangi »

Danke für die Erklärung. uns gehts schon wieder fast ganz gut.

Ich mag unseren KiA ja sonst, aber wenns ums Thema Stillen geht, hat er echt keine Ahnung. Er ist Alternativmediziner und selber Papa, aber das reicht anscheinend nicht. So hat er mir gesagt, ich solle meine 2Mt Tochtern nicht mehr so oft stillen, denn der Magen käme mit Verdauen nicht nach und das führe zu Verdauungsstörungen und Koliken. Ich solle schauen, dass sie mindestens einen 4h Rhythmus habe. Und nun meinte er eben das mit der Stillabstinent bei Erbrechen.

Gibt es die erwähnten Studien irgendwo zu lesen? Welches Buch soll ich ihm empfehelen um auf den heutigen Stand der Dinge zu kommen?
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jela
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Re: Erbrechen und Stillen

Beitrag von jela »

Ja genau, Milch ist schleimfördernd steht da auch in meinem Buch. Aber wie gesagt, ich denke, das betrifft nur die artfremde (Kuh)milch, aber nicht die Muttermilch!

Und was Ärzte (und Mübes) manchmal betreffend Stillen vom Stapel lassen ist ja wirklich der Hammer - viele Mütter glauben das dann und dann ist es naütrlich nicht weiter verwunderlich weshalb es oft vorkommt, dass Mütter berichten nach ein paar Monaten zuwenig Milch gehabt zu haben (ein 2mte altes Baby und 4h-Rhythmus...zzzz).

Grüsse
jela
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lieselliesel
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Re: Erbrechen und Stillen

Beitrag von lieselliesel »

gaurangi hat geschrieben:Gibt es die erwähnten Studien irgendwo zu lesen? Welches Buch soll ich ihm empfehelen um auf den heutigen Stand der Dinge zu kommen?
Oh bestimmt, ich weiß grad nur nicht mehr, in welchem meiner Bücher ich das gelesen hab. Das kann einbisschen dauern bis ich da was gefunden hab.

Einen Link zu einem Buch hab ich hier hier, habs selbst nicht gelesen. Es sind aber Auszüge drin (da steht auch was über Stillen bei Durchfall, leider bekomm ichs nicht hier reinkopiert), die scheinen ja ganz gut zu sein. Ich weiß aber nicht, ob man das nem Arzt empfehlen kann. Vielleicht auszugsweise?

Ma
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Pepe
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Re: Erbrechen und Stillen

Beitrag von Pepe »

Der Thread ist zwar total alt, aber ich klinke mich hier trotzdem mal ein, anstatt einen neuen zu Eröffnen.

Unsere Kleine hat sich seit letzter Nacht drei mal schwallartig übergeben, wird wohl ein Magendarmvirus sein, da ihre Babyfreundin, die wir vor ein paar Tagen getroffen haben, auch krank geworden ist.

Also waren wir vorhin beim Arzt und uns wurde auch gesagt, sie soll erstmal Tee mit Traubenzucker und Salz, oder wenn sie es annimmt auch Elektrolytlösung bekommen. Stillen erst wieder, wenn der Tee auch drin geblieben ist, denn Milch wäre ein "Brechmittel". Maximal soll ich dem Tee etwas ausgestrichene Milch hinzufügen oder sie nur ganz kurz bei mir stillen lassen.

Kuhmilch würde noch eher Erbrechen hervorrufen als Muttermilch, aber auch Muttermilch wäre verschleimend.

So....als wir nun wieder zu Hause waren, hat die Kleine wirklich etwas Tee mit Elektrolytpulver getrunken, was ich eigentlich wegen der künstlichen Aromen auch schon nicht so super fand, aber wenns hilft....als Ausnahme...

Tja und dann die Anweisung nicht zu stillen.....als ich dann beim Ausstreichen war, damit die Milch nicht versiegt und um sie mit dem Tee zu verdünnen, hat sie es natürlich mitgekriegt und dann angefangen zu weinen und so kann ich sie auch nicht in den Schlaf wiegen oder sowas.

Also habe ich doch gestillt----ohne sie zu unterbrechen. Sie hat jetzt einen vollen Magen und schläft schon seit einer Stunde ohne sich wieder zu übergeben.

In meinen Kopf will das jetzt auch nicht so wirklich rein, wieso Muttermilch in dem Fall plötzlich schlecht sein sollte, denn irgendwie hat die Natur sich das ja schon ausgedacht. Ich denke, dass der Tee mit den Elektrolyten sicher ganz förderlich ist, um zusätzliche Flüssigkeit ins Baby zu kriegen, wenn Mumi gerade nicht drin bleibt, aber stillen verweigern??? Nee....
jusl
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Re: Erbrechen und Stillen

Beitrag von jusl »

Unsinn. Muttermilch verschleimt nicht. Und ein Brechmittel ist es wohl kaum (was für ein Schwachsinn) - ganz im Gegensatz übrigens zu Tee mit Zucker und Salz (probier das mal selbst!..). Ich selbst hab auch schon Oralpädon hochgewürgt, weil das Salzige daran echt widerlich geschmeckt hat, mir jedenfalls.

Für die Empfehlung "Muttermilch erst, wenn der Tee drinnegeblieben ist" gibt es KEINERLEI wissenschaftliche Basis. Aber es gibt Unmengen an Belegen dafür, dass es für Stillkinder am allerbesten ist, bei Magendarminfekten weiterhin nach Bedarf gestillt zu werden (tendenziell in möglichst häufigen, kleinen Portionen - das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass relativ viel davon drinbleibt).

LG
Julia
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Re: Erbrechen und Stillen

Beitrag von Novalia »

Hallo, ich häng mich einfach mal mit dran :-)
Bei uns war es genauso, Leo hatte Durchfall und hat schwallartig erbrochen -mit einem ganz ekligen Würgegeräusch, der arme Krümel.

Tja und der Kinderarzt hat mir genauso vom stillen abgeraten. Ich soll nach dem spucken so lange wie nur irgend möglich hinauszögern und nur ganz kurz trinken lassen. damit sich der Magen beruhigt. -Aber wenn das Baby (2,5 Monate) ganz verzweifelt weint, dann lass ich ihn doch stillen? Klar nicht ewig lange, aber er versteht doch auch nicht, was mit ihm geschied, wenn er spuckt, oder? Und danach hat er dann auch geschlafen...

So, meine Frage:
Gibt es inzwischen Literatur, Studien o.ä. die ich selbst lesen, bzw. dem KA empfehlen kann? Er ist da recht offen, aber "von einem Internetforum lässt er sich nicht überzeugen", Zitat Ende.

Danke schonmal dür deine Infos, jusl. Damit bin ich für mich selbst schonmal beruhigt und wieder sicher, das richtige zu tun.
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen

Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht.

Schandmaul
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