Über den Tellerrand geblickt - Stillen in Australien

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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MamaNicky
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Re: Über den Tellerrand geblickt - Stillen in Australien

Beitrag von MamaNicky »

wie wahr blauviolett! Ich denke hier haben viele Muttis in ihrer freien Zeit die Initiative uebernommen u so ein vorbildliches netzwerk geschaffen. Ich gehe so oft wie ich kann mit einer weiteren Mutti in unser lokales Krankenhaus, lasse die Muttis von den Stillgruppen in der Umgebung wissen u beantworten fragen oder sagen mal hallo! Es gibt's ja ueberall auch das lokales Dorfblatt in demand man das Worth ueberall die eigene Gruppe etc verbreiten kann.
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Campanula
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Re: Über den Tellerrand geblickt - Stillen in Australien

Beitrag von Campanula »

Ihr Lieben - auch, wenn ich gerade in diesem Thread etwas stiller bin, lese ich doch weiterhin aufmerksam mit ... ich denke nur gerade ganz viel über die vielen hilfreichen Infos und Schilderungen nach und vergleiche es mit unserer Situation in Deutschland.

Und da mag ich jetzt gerne noch einmal an die letzten beiden Beiträge von blauviolett und MamaNicky anknüpfen, bzw. auf folgenden Beitrag eingehen, den Wortgewitter einige Seiten zuvor geschrieben hat:
Auch wenn es direkt hiermit nix zu tun hat, aber ich bin so inspiriert - nun setzt sich doch immer mehr der Gedanke bei mir fest, Stillberaterin zu werden...
Liebe Wortgewitter, ja - mach das bitte, wenn Du daran Interesse hast!
Und ich finde, das passt sehr wohl gerade in diesen Thread, denn letztendlich staunen wir ja gerade alle und überlegen dabei, was in Deutschland nötig ist, um die Stilsituation zu verbessern und Frauen eine größere Unterstützung zukommen zu lassen.

Da Beispiel Australien zeigt ja:
einer der ganz wichtigen Punkte ist ein breites Netzwerk an Stillgruppen und -beraterinnen.
Ehrenamtlich und aus Eigeninitiative entstanden.

Ich möchte daher Euch alle sehr gerne dazu ermutigen, Euch diesbezüglich zu engagieren, wenn Ihr Interesse daran habt!
Es gibt in Deutschland verschiedene Verbände, unter deren Dach so etwas statt finden kann, die zwei bekanntesten sind wohl die LLL (La Leche Liga) und die AFS (Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen).
(Da ich mich selbst nur bei der AFS auskenne, nehme ich sie mal als Beispiel, darin liegt keinerlei Wertung!)
Ausbildungen finden deutschlandweit zu einem ganz niedrigen Beitragspreis statt, dass ein Ausbilsungskurs statt findet, kann von jeder Frau angeregt und initiert werden.
Einfach bei der AFS melden und sagen, dass man daran Interesse hat. Ihr müsste also nicht darauf warten, dass ein Ausbildungskurs in Eurer Umgebung angeboten wird - das Angebot bestimmt Ihr selbst!
Die Voraussetzungen für die Stillberaterausbildung sind nicht hoch - wichtig ist vor allem, dass Ihr Euch engagieren möchtet, dass Ihr ein offenes Ohr und ein wenig Herz habt, um anderen Müttern zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu bringen. das nötige Fachwissen erhaltet Ihr in der Ausbildung bzw. erfahrt, wie Ihr an Wissen gelangt, wenn Ihr es benötigt, und wo Eure Grenzen liegen.

WIR sind das Netzwerk, wir müssen es nur aufbauen und weiterhin enger knüpfen! Jede ist wilkommen!

Und wenn Ihr selbst keine Stillberaterin werden möchtet bzw keine Stillgruppe leiten möchtet, dann könnt Ihr auch dadurch zum Erfolg und zur Unterstützung anderer Mütter beitragen, indem Ihr eine Stillgruppe in Euer Nähe besucht.
Auch dann, wenn Ihr selbst keine akuten Stillprobleme habt. Die Gruppen brauchen Leben, Ihr tragt durch Eure Anwesenheit dazu bei. Und für Mutter, die sich mit Problemen dort hinwenden, ist es sehr tröstlich und hilfreich, dort auch auf Mütter zu treffen, für die Stillen normaler Alltag ist. Ihr leistet also auch einfach durch Eure Teilnahme bereits einen aktiven Beitrag zur Stillförderung in Deutschland.
Stillgruppen leben vom Austausch und vom Miteinander. Wir alle wissen, das oft schon einfach das Zuhören anderer und das Mitgefühl mit einer problematischen Situation so erleichternd und hilfreich sein können. Genau darum geht es (unter anderem) auch in einer Stillgruppe. Füllt die vorhandenen Stillgruppen mit Leben, auch das ist ein wichtiger bestandteil eines Netzwerkes!

Über den persönlichen Austausch hinaus ist es genau so wichtig, das Stillen auf gesellschaftspolitischer Ebene voranzutreiben.
Stillen braucht eine Lobby!
Verbände wie die LLL und die AFS leisten hervorragende Lobby-Arbeit. Aber auch hier gilt: Man hat immer nur so viel Gewicht in der politischen Wagschale, wie man Mitglieder und Befürworter hat. Je größer ein Verband, je mehr potentielle Wählerstimmen dahinter stehen, umso größer ist auch die Einflussnahme.
Informiert Euch gerne über die vorhandenen Verbände in Deutschland und überlegt Euch, ob Ihr nicht Mitglied werden möchtet.
Auch damit leistet Ihr einen wichtigen Beitrag zur Stillförderung in Deutschland und unterstützt diejenigen, die sich dafür einsetzen, dass z.B. die generelle Situation im Gesundheitssystem bzgl. Stillen sowie die Gesetzeslage zur Stillunterstützung verbessert werden.
Dabei geht es vordergründig weniger um euren Mitgliederbeitrag, sondern wirklich auch um die "Kopfzahl", die hinter einem Interessenvertreter steht.
Bekennt Farbe!

Es gibt ganz, ganz viele Möglichkeiten, sich dafür einzusetzen, dass wir in Deutschland auch so gute Stillvoraussetzungen erhalten wie in Australien.
Aber das Netzwerk sind wir, nicht die anderen.
Wenn Ihr daran Freude und Interesse habt, dann helft mit, dieses Netz zu knüpfen! :-)
Wiebke mit dem kleinen bunten Schaf (w, *27.12.2010) - auch weiterhin im Tragetuch ;-)
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Campanula
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Re: Über den Tellerrand geblickt - Stillen in Australien

Beitrag von Campanula »

Ach so, noch vergessen:

als Stillberaterin "müsst" Ihr natürlich auch nicht zwangsläufig eine Stillgruppe betreuen ;-)

Auch in Deutschland gibt es schon heute das Angebot einer täglichen Beratungs-Hotline durch ehrenamtliche Stillberaterinnen.
(ich kenne dieses Angebot von der AFS, ich weiß nicht, ob es noch weitere Beratungstelefone gibt)

Jede Mutter mit Stillproblemen kann hier täglich vollkommen unverbindlich zu einem niedrigen Telefontarif anrufen und sich beraten lassen.
Auch solche Angebote leben davon, dass es Stillberaterinnen gibt, die sich daran beteiligen und je nach ihren Kapazitäten und Möglichkeiten Anrufe bei sich zuhause entgegen nehmen.

Wenn wir australische Verhälntnisse wollen, dann sind das alles sehr gute Möglichkeiten, sich zu beteiligen. :-)
Wiebke mit dem kleinen bunten Schaf (w, *27.12.2010) - auch weiterhin im Tragetuch ;-)
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Mirimama
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Re: Über den Tellerrand geblickt - Stillen in Australien

Beitrag von Mirimama »

Super, das werde ich tun! Und diese Café-Aufkleber finde ich auch toll. "Hier ist Stillen willkommen!" Gibt es sowas in Deutschland schon?
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Campanula
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Re: Über den Tellerrand geblickt - Stillen in Australien

Beitrag von Campanula »

Mirimama hat geschrieben:Super, das werde ich tun! Und diese Café-Aufkleber finde ich auch toll. "Hier ist Stillen willkommen!" Gibt es sowas in Deutschland schon?
Leider ohne Text (muss mal sehen, ob es da nicht auch noch etwas Aussagekräftigeres gibt), aber bitte sehr, hier entlang:

www.stillaufkleber.de

... ist ja nicht so, dass wir in Deutschland nichts hätten - wir müssen nur mehr und präsenter werden! :-D
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MarinaG
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Re: Über den Tellerrand geblickt - Stillen in Australien

Beitrag von MarinaG »

Gibt es australische Stillstatistik? (wie ist z.B. die durchscnittliche Stilldauer in Australien, wie viele Frauen stillen mind. 6 Monate, 1 Jahr, 2 Jahre)
Die besten Kinder überhaupt:
Alexander (April 2011), Katharina (Oktober 2013) und Julian (Februar 2016)
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Mirimama
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Re: Über den Tellerrand geblickt - Stillen in Australien

Beitrag von Mirimama »

Ja, die kannte ich tatsächlich auch schon, aber ich finde diesen "Willkommenstext" so schön! Aber ich bestell mir jetzt mal 20 Stück und gucke, wie viele ich in Läden und Cafés loswerden kann. Ich bin auch gespannt, wie die Betreiber reagieren, wenn ich anfrage. Aber es geht erst in drei Wochen. Ich heirate nämloch erstmal... :-D
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