der vernachlässigte tragling
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- cher123blau
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der vernachlässigte tragling
Aber da krabbelt meine kleine und stell dir vor sie steht sogar schon auf! Ich mach das ja nicht im Akkord, sondern ich lege sie hin, ziehe sie langsam aus, rede mit ihr, lass sie nackig strampeln je nach zeit mal länger mal kürzer. Und dann wieder angezogen. Und seit sie mobil ist machen wie das am Boden und dann ziehe ich sie an und dann kam sie früher wieder ins Tuch. Und in der Nacht schlafen wir im Bett und wenn sie dann in der früh aufwacht krabbelt sie zu mir rüber und steht auf usw.!
Und das schon mit 5 Monaten das ständige tragen hat sich nicht negativ geäußert.
Außerdem hat sie mit drei wochen noch nicht krabbeln umdrehen oder sonst was können. Und jetzt ist sie ja nicht mehr nur im tragetuch.
Und das schon mit 5 Monaten das ständige tragen hat sich nicht negativ geäußert.
Außerdem hat sie mit drei wochen noch nicht krabbeln umdrehen oder sonst was können. Und jetzt ist sie ja nicht mehr nur im tragetuch.
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Fliegenpilz
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der vernachlässigte tragling
Naja, so ein Wunderkind haben wir nicht. Trotzdem fordert sie aktiv ihre Strampel-Robb-Roll-Zeit ein und will nicht so lange am Stück im Tuch sein. Mit 3 Wochen natürlich nicht, da ist sie tatsächlich so gut wie nie ohne Körperkontakt gewesen.


- cher123blau
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der vernachlässigte tragling
Aber LeMiss schreibt doch das ihr Baby 3 Wochen alt ist und fragt uns für diese Situation in es okay ist oder ob das Baby unterfordert wird!!!!!!!
Und Lea ist kein Wunderkind. Ich höre es oft, das tragekinder früher krabbeln usw.!
Und Lea ist kein Wunderkind. Ich höre es oft, das tragekinder früher krabbeln usw.!
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Fliegenpilz
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der vernachlässigte tragling
Und ich dachte wir hätten uns mittlerweile genug vom Eingangsbeitrag entfernt um keine Verwirrungen aufkommen zu lassen...
Auch ich finde, dass einem 3 Wochen alten Kind nichts besseres passieren kann als viel bis immer im Tuch oder auf dem Arm zu sein.
Und mit 5 Monaten krabbeln und vorallem stehen grenzt für mich schon an ein Wunder, weder mein Tragling noch eines der vielen anderen Babys die ich so kennenlerne haben das auch nur ähnlich früh gemacht. Ich finde das ziemlich beeindruckend! Aber wenn das scheinbar normal ist ist meine wohl nur faul
Und mit 5 Monaten krabbeln und vorallem stehen grenzt für mich schon an ein Wunder, weder mein Tragling noch eines der vielen anderen Babys die ich so kennenlerne haben das auch nur ähnlich früh gemacht. Ich finde das ziemlich beeindruckend! Aber wenn das scheinbar normal ist ist meine wohl nur faul


- posy
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Re: der vernachlässigte tragling
Man kann nicht generell sagen, dass Traglinge früher als nicht-Traglinge krabbeln oder laufen.
Ich fürchte, das ist eine Sache unserer Wahrnehmung.
Aber es hindert sie auch nicht daran, es zu lernen.
Ich finde es interessant, dass Liedloff mal wieder diskutiert wird - aber das würde ich dann von diesem Thread hier abtrennen und als eigenes Thema laufen lassen, wenn alle einverstanden sind.
Bienenmeister, ich finde es super, dass du so in dich gegangen bist, warum dich manche postings so gefuchst haben!
So wie unsere Kinder verschieden stark ausgeprägte Bedürfnisse haben und wir ihnen das zugestehen, ist es bei uns auch so. Nur dass wir den Riesenlernschritt durchgemacht haben, unsere Bedürfnisse aufschieben zu können, falls nötig.
Dazu ist einiges an Frustrationstoleranz notwendig.
Aber es hindert sie auch nicht daran, es zu lernen.
Ich finde es interessant, dass Liedloff mal wieder diskutiert wird - aber das würde ich dann von diesem Thread hier abtrennen und als eigenes Thema laufen lassen, wenn alle einverstanden sind.
Bienenmeister, ich finde es super, dass du so in dich gegangen bist, warum dich manche postings so gefuchst haben!
So wie unsere Kinder verschieden stark ausgeprägte Bedürfnisse haben und wir ihnen das zugestehen, ist es bei uns auch so. Nur dass wir den Riesenlernschritt durchgemacht haben, unsere Bedürfnisse aufschieben zu können, falls nötig.
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
- cher123blau
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der vernachlässigte tragling
Ja das weiß ich und so sollte es auch nicht rüber kommen. Tim fast nie getragen konnte auch schon mit 5 Monaten krabbeln. Aber ich hab immer von den anderen zum hoeren bekommen das sie so nie krabbeln lernen kann usw.! Und hab mich damals dann auch hier mit vielen darüber unterhalten und da war es wirklich so das die Tendenz zum früher mobil werden bei den traglingen war. Aber klar (siehe Tim) gibt's auch lieglinge die das können. Möchte Niemanden diskriminieren sorryposy hat geschrieben:Man kann nicht generell sagen, dass Traglinge früher als nicht-Traglinge krabbeln oder laufen.Ich fürchte, das ist eine Sache unserer Wahrnehmung.
Aber es hindert sie auch nicht daran,.
- bienenmeister
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Re: der vernachlässigte tragling
Hier überschlagen sich die Ereignisse, ich habe schöne Textstellen herausgesucht, aber so schnell wie ihr seit, komme ich nicht hinterher
Mein Sohn hat Punkt 14 Wochen angefangen zu kriechen. Aber es geht ja nicht um einen Wettstreit, welches Kind am schnellsten ist. Ich denke in der Diskussion fehlt viel Einsicht in den Umgang des anderen. So wie Fliegenpilz sich nicht vorstellen kann, den ganzen Tag das Kind am Leib zu haben, frage ich mich, wie dein Kind es verkraftet, dass Mama mehrmals die Woche fehlt. Mein Kind würde durchdrehen und ich habe meinen Mann gefragt, er würde es gar nicht erlauben, dass ich den wochentlichen Einkauf ohne das Kind mache. Ohne Mama, das kann der Kleine doch noch gar nicht verstehen. Für ihn wäre ich einfach nur weg. Und dann stillfreundlichen Zufüttern und rumexperimentieren. Das ist es mir einfach nicht wert.
Was mir in der Diskussion fehlt, oder wo ich fürchte der Abstand vom Ausgangspunkt zu groß wird, ist die Frage, ob es für das Kind hilfreich ist, auf dem Körper geparkt zu werden. Ich sage eindeutig JA.
posy in der vorschau gesehen: ich verstehe deinen letzten absatz nicht. es wird ja kaum den bedürfnissen eines säuglings entsprechen, dass die mutter mehrmals die woche abwesend ist. was meinst du mit riesenlernschritt, unsere bedürfnisse aufzuschieben? nach liedloff müssen mehr oder minder alle zivilisierten säuglinge von geburt an ihre bedürfnisse aufschieben, indem sie von der mutter getrennt in einem rüschig-niedlichen bett abgelegt und der sozialen deprivation ausgesetzt sind. ich gestehe meinem kind keine bedürfnisse zu. seine bedürfnisse sind. und sie sind vollkommen, gut und richtig.
Mein Sohn hat Punkt 14 Wochen angefangen zu kriechen. Aber es geht ja nicht um einen Wettstreit, welches Kind am schnellsten ist. Ich denke in der Diskussion fehlt viel Einsicht in den Umgang des anderen. So wie Fliegenpilz sich nicht vorstellen kann, den ganzen Tag das Kind am Leib zu haben, frage ich mich, wie dein Kind es verkraftet, dass Mama mehrmals die Woche fehlt. Mein Kind würde durchdrehen und ich habe meinen Mann gefragt, er würde es gar nicht erlauben, dass ich den wochentlichen Einkauf ohne das Kind mache. Ohne Mama, das kann der Kleine doch noch gar nicht verstehen. Für ihn wäre ich einfach nur weg. Und dann stillfreundlichen Zufüttern und rumexperimentieren. Das ist es mir einfach nicht wert.
Was mir in der Diskussion fehlt, oder wo ich fürchte der Abstand vom Ausgangspunkt zu groß wird, ist die Frage, ob es für das Kind hilfreich ist, auf dem Körper geparkt zu werden. Ich sage eindeutig JA.
posy in der vorschau gesehen: ich verstehe deinen letzten absatz nicht. es wird ja kaum den bedürfnissen eines säuglings entsprechen, dass die mutter mehrmals die woche abwesend ist. was meinst du mit riesenlernschritt, unsere bedürfnisse aufzuschieben? nach liedloff müssen mehr oder minder alle zivilisierten säuglinge von geburt an ihre bedürfnisse aufschieben, indem sie von der mutter getrennt in einem rüschig-niedlichen bett abgelegt und der sozialen deprivation ausgesetzt sind. ich gestehe meinem kind keine bedürfnisse zu. seine bedürfnisse sind. und sie sind vollkommen, gut und richtig.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
.... lost in translation ....
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Sibi
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Re: der vernachlässigte tragling
Ich habe mich jetzt durch euren Disput gelesen. Ich war eine Frau, die viel Zeit für sich brauchte, die gern mal die Tür zumachte (auch, um den Mann draußen zu lassen) und heilfroh war, als ich nach der Geburt die ersten Schritte allein ohne Kind draußen war. Dann (mit 2 Monaten) entschied sich mein Kind, sämtliche Zufüttermethoden abzulehnen und hysterisch zu schreien, wenn ich nicht da war. Und so wurde ich über Monate die "Gluckenmutter", die nichts ohne Kind macht.bienenmeister hat geschrieben:So wie Fliegenpilz sich nicht vorstellen kann, den ganzen Tag das Kind am Leib zu haben, frage ich mich, wie dein Kind es verkraftet, dass Mama mehrmals die Woche fehlt. Mein Kind würde durchdrehen und ich habe meinen Mann gefragt, er würde es gar nicht erlauben, dass ich den wochentlichen Einkauf ohne das Kind mache. Ohne Mama, das kann der Kleine doch noch gar nicht verstehen. Für ihn wäre ich einfach nur weg. Und dann stillfreundlichen Zufüttern und rumexperimentieren. Das ist es mir einfach nicht wert.
Aber es waren nur 6 Monate - danach konnte sie etwas essen, wenn ich nicht da war und kam auch so zunehmend mit kurzen Trennungen klar. Mit 7 Monaten konnte sie robben und wollte deutlich weniger getragen werden. Diese Kurzfristigkeit der totalen Zurücknahme der Bedürfnisse der Mutter (wenn es wie bei meinem Kind notwendig ist), fehlt mir bei der Diskussion ein bisschen. Im Nachhinein glaube ich, dass für uns beide - meine Tochter und mich - diese wenigen Monate der Symbiose unendlich wichtig waren. Ich glaube, ein ganz wichtiger Teil unserer Bindung fand ab dem Zeitpunkt statt, wo ich nicht austauschbar, nicht ersetzbar war.
Ich habe jetzt wirklich nur meine persönlichen Erfahrungen geschrieben - ich bin überzeugt, andere Kinder und Eltern sind anders und haben andere Bedürfnisse.
- posy
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Re: der vernachlässigte tragling
Sibi, genau so sehe ich es auch!
@ Bienenmeister:
Nein, anders herum: Wir können unsere Bedürfnisse aufschieben, können das reflektieren, über die Frage der Notwendigkeit nachdenken und ähnliches. Aber Bedürfnisse haben wir auch. Selbstverständlich sind die nicht so elementar wie bei Säuglingen. (Vielleicht abgesehen vom Schlafbedürfnis...
)
Das bewusste Aufschieben von Bedürfnissen ist auf jeden Fall eine Sache des Lernens.
Ganz im Unterschied dazu steht das bei dem, was du zu Säuglingen schreibst. Die haben keine Wahl - sie schieben nicht ihre Bedürfnisse auf, sondern sie sind gezwungen, auf ihre Erfüllung zu warten/zu verzichten im traurigsten Fall. Ein erheblicher Unterschied!
Und du hast Recht: Du gestehst deinem Kind keine Bedürfnisse zu - die hat es. Du erfüllst sie eben.
Für andere Mütter (nicht hier im Thread) ist das aber schon eine Erkenntnis, die nicht selbstverständlich ist: das kleine Babys Nähe, Wärme, Nahrung (und zwar nicht nach Plan) brauchen.
Bienenmeister, vielleicht ist das Baby von Fliegenpilz aber auch glücklich beim Papa?
Im Übrigen bin ich auch für das "Parken" der Kleinen auf den elterlichen Körpern.
@ Bienenmeister:
Nein, anders herum: Wir können unsere Bedürfnisse aufschieben, können das reflektieren, über die Frage der Notwendigkeit nachdenken und ähnliches. Aber Bedürfnisse haben wir auch. Selbstverständlich sind die nicht so elementar wie bei Säuglingen. (Vielleicht abgesehen vom Schlafbedürfnis...
Das bewusste Aufschieben von Bedürfnissen ist auf jeden Fall eine Sache des Lernens.
Ganz im Unterschied dazu steht das bei dem, was du zu Säuglingen schreibst. Die haben keine Wahl - sie schieben nicht ihre Bedürfnisse auf, sondern sie sind gezwungen, auf ihre Erfüllung zu warten/zu verzichten im traurigsten Fall. Ein erheblicher Unterschied!
Und du hast Recht: Du gestehst deinem Kind keine Bedürfnisse zu - die hat es. Du erfüllst sie eben.
Für andere Mütter (nicht hier im Thread) ist das aber schon eine Erkenntnis, die nicht selbstverständlich ist: das kleine Babys Nähe, Wärme, Nahrung (und zwar nicht nach Plan) brauchen.
Bienenmeister, vielleicht ist das Baby von Fliegenpilz aber auch glücklich beim Papa?
Im Übrigen bin ich auch für das "Parken" der Kleinen auf den elterlichen Körpern.
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
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Fliegenpilz
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der vernachlässigte tragling
Wie gesagt, dass das Kind nonstop am Körper sein möchte ist bei uns nur eine ganz kurze Zeit gewesen, die ersten 8 Wochen vielleicht.
Auch heute wird sie zwar noch viel getragen, ob nun Arm oder Tuch, aber sie "spielt" eben auch auf ihrer Decke.
Ganz bestimmt würde ich nicht unser Kind beim Papa alleine lassen wenn sie mich vermissen & weinen würde. Das Kind ist aber absolut glücklich mit Papa. Oder auch meiner Schwester, ich habe das Kind schon mit wenigen Wochen bei ihr gelassen weil ich im Krankenhaus jemanden besucht habe was mit Kind eben nicht ging. Sie hat noch nicht einmal geweint oder auch nur gemeckert.
Ich habe für das Kind keine totale Sonderstellung, ich bin halt Mama aber genau so toll sind Papa, Tante oder Oma. Und ehrlich gesagt bin ich heilfroh, dass dem so ist. (Ich stille ja nun nicht, so dass man das darauf zurückführen möchte. Der von Beginn an vollgestillte Tragling eine Freundin ist allerdings genauso flexibel).
Auch heute wird sie zwar noch viel getragen, ob nun Arm oder Tuch, aber sie "spielt" eben auch auf ihrer Decke.
Ganz bestimmt würde ich nicht unser Kind beim Papa alleine lassen wenn sie mich vermissen & weinen würde. Das Kind ist aber absolut glücklich mit Papa. Oder auch meiner Schwester, ich habe das Kind schon mit wenigen Wochen bei ihr gelassen weil ich im Krankenhaus jemanden besucht habe was mit Kind eben nicht ging. Sie hat noch nicht einmal geweint oder auch nur gemeckert.
Ich habe für das Kind keine totale Sonderstellung, ich bin halt Mama aber genau so toll sind Papa, Tante oder Oma. Und ehrlich gesagt bin ich heilfroh, dass dem so ist. (Ich stille ja nun nicht, so dass man das darauf zurückführen möchte. Der von Beginn an vollgestillte Tragling eine Freundin ist allerdings genauso flexibel).




