Unser Zwerg wird wirklich gerne getragen und das Binden und Reinsetzen klappt auch prima- am liebsten die X-Trage- aber er ist immer superaktiv mit dem Köpfchen und beginnt noch beim Fertigbinden mit durchgedrücktem Nacken und den Armen an meiner Brust dagegen zu halten.
Trotz zusätzlich eingerolltem Gästehandtuch und stramm gebundenem Tuch schafft er es innerhalb kürzester Zeit, dass das Tuch am Nacken wieder nachgibt, er ist nur am Biegen
Wenn er dann einschläft und entspannt lommelt es immer und von Stütze kann keine Rede sein
Und Nachbinden oder eine Bahn über´s Köpfchen mag er so gar nicht, da wird gequengelt und gedreht bis er aufwacht.
Ich sehe in deiner Signatur, dass dein Baby 3 1/2 Monate alt ist. Das ist das Alter, in dem Babys mehr sehen möchten und auch mehr sehen sollten, weil sich jetzt das Sehen entwickelt, und da ist es wichtig, wenn Babys abwechselnd in die Nähe und in die Ferne schauen können. Ich kann mir gut vorstellen, dass dein Zwerg sich genau aus dem Grund nach hinten biegt, nämlich um mehr zu sehen.
Wenn du der Meinung bist, dass das der Fall ist, dann wechselst du jetzt idealerweise zu Bindeweisen auf dem Rücken (Rucksack) oder auf der Hüfte (Hüftkänguru), dann hat er nämlich freie Sicht nach vorne.
Mirjam mit Tochter (Mai 06) und Sohn (Februar 08) und Minimann (März 10) "The longer I live, the more I dislike hearing someone telling a mother what she ‘ought’ to do."- Naomi Stadlen
Naja er macht das schon von Geburt an-unsere kleine "Banane"
Aber toll, dass Du mich daran erinnerst mal was Neues zu probieren. Kopf halten ist mittlerweile kein Kriterium mehr und er schaut sowieso immer seitlich raus um genug zu sehen.
Welche Bindeweise bringt denn die beste Sicht und man kann doch noch nachträglich stützen falls er wegdöst?
Du sagst, dass er das schon seit Geburt macht? Nur im Tuch, oder liegt er häufiger auch außerhalb "gekrümmt"? Oder reagiert er empfindlich auf Druck im Nackenbereich?
Meine Vermutung wäre auch gewesen, dass dein kleiner in einem Alter ist, in dem er mehr sehen will. Da stemmen sich viele Kinder nach hinten, um die Welt besser erkunden zu können
Liebe Grüße
Julia
Zertifizierte ClauWi- Trageberaterin (GK 05/11, AK 10/11, Zerti 03/12)
Was meinst du denn mit X-Trage? Die Wickelkreuztrage oder die einfache Kreuztrage. Falls einfache Kreuztrage, dann würde ich es mal mit einer anderen Trageweise (Wickelkreuztrage oder Känguru vor dem Bauch oder gleich Rucksack, damit er besser sehen kann) probieren.
Das kommt mir bekannt vor. Ich hab das gleiche Problem, aber meiner ist erst 8 Wochen alt und kann den Kopf ja noch nicht wirklich alleine halten. Dieses nach hinten krümmen macht sehr oft, z.b. Auch beim Stillen und er lässt sich ungern am Nacken anfassen wie warm er da ist. Ist das bei deinem auch so?
Liebe Grüße von Birgit und ihrem Sonnenschein Paul (31.03.2012)
Viele Babys lassen sich in der ersten Zeit durch Berührung im Nackenbereich beim Stillen irritieren. Macht er das jedoch auffällig oft auch z.B. beim Einbinden könnte es auch sein, dass Blockaden vorliegen. Da zeigen viele Kinder auch allgemein eine "krumme" Haltung, bevorzugen beim Stillen eine bestimmte Seite usw. Wenn du dazu mehr lesen willst, kannst du mal hier rein schauen: kiss-kids.de
Liebe Grüße
Julia
Zertifizierte ClauWi- Trageberaterin (GK 05/11, AK 10/11, Zerti 03/12)
Das Verhalten das du beschreibst kommt mir ziemlich bekannt vor. Meine Tochter hat in ihren ersten Lebenswochen ähnliche Verhaltensweisen gezeigt:
Sie hat häufig wie ein überdrehtes C auf der Seiten gelegen, Berührungen im Nacken waren ihr höchst unangenehm, ins TT ließ sie sich nur einbinden, wenn sie sehr müde war.
Wir dachten zuerst, wir würden doch etwas falsch machen beim Binden der WKT und haben noch einmal eine Trageberatung mitgemacht. Die Trageberaterin hat uns dann an eine Ostheopathin empfohlen, die eine Kreuzbeinblockade lösen konnte. Ich war zuvor, da mir ihr Verhalten doch etwas seltsam vorkam, schon über die Bezeichnung KISS gestolpert und sowohl Hebamme als auch Kinderarzt haben das als Blödsinn abgetan. Ich war aber dann sehr froh, dennoch zum Ostheopathen gegangen zu sein - das Problem war innerhalb sehr kurzer Zeit behoben und wir konnten u.a. endlich problemlos tragen.
Informier dich doch vielleicht einfach einmal, ob es in deiner Umgebung ebenfalls einen gibt, der auf Babies und Kleinkinder spezialisiert ist - zumindest kannst du ein ähnliches Problem im Zweifelsfall damit ausschließen. Wenn ich die Entwicklungssprünge in den motorischen Fähigkeiten meiner Lütten nach den Behandlungen bedenke, dann möchte ich ungern darüber nachdenken, wie es ihr gehen könnte, hätten wir nur auf unseren KiA gehört.
Alles Gute wünsche ich euch beiden und würde mich freuen, wenn du berichtest, wie es euch weiterhin ergeht!
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)
ja, waren in den ersten Wochen deswegen auch beim Ostheopathen, aber alles in bester Ordnung. Er hat erklärt, dass es eben die ersten Muskeln sind, die trainiert werden, also völlig normal bei den meisten Babies. Aber echt toll was die vollbringen können!