Schilddrüse und Milchbildung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Biene80

Schilddrüse und Milchbildung

Beitrag von Biene80 »

hallo!

weiss jemand ob eine Zuviel an Schilddrüsenhormonen die Milchbildung senken kann? Lag in meiner Schwangerschaft mit 100 L Thyroxin immer im guten Bereich und nun muss ich die Dosis sejken, da es zuviel des Guten ist. Kann sich dies auf die Milchmenge auswiken. (Tsh 0.015).

Danke euch
daisy
Dipl.-SuT
Beiträge: 5140
Registriert: 10.02.2012, 15:51

Re: Schilddrüse und Milchbildung

Beitrag von daisy »

Hallo,

soweit ich weiss, sollte man in der Stillzeit lieber in einer relativen Hyperthyreose sein als anders rum. Wie waren denn bei dir T3 und T4, die sollten beide im hochnormalen Bereich sein, ansonsten würde ich lieber nicht reduzieren. Hast du Hashi?
Daisy mit Herbstglück *2008 und Wintersonne *2012, Maikäferchen *2014 und zwei Sternchen
Biene80

Re: Schilddrüse und Milchbildung

Beitrag von Biene80 »

Bisher keine Hinweise auf Hashi. Habe mit L Thyroxin in der Ss angefangen weil der Tsh Eert bei etea 3 lag. Die Sd Hormone sind im oberen Normbereich
Schmul
hat viel zu erzählen
Beiträge: 223
Registriert: 03.05.2012, 13:00

Re: Schilddrüse und Milchbildung

Beitrag von Schmul »

Bei mir war es ähnlich wie bei dir: Hab in der Schwangerschaft 75 µg Thyroxin genommen und in der Stillzeit ging dann der TSH auch in tewa so weit runter wie bei dir (genaue Werte hab ich gerade nicht im Kopf). Meine Ärztin hat auch gesagt, Über- ist besser als Unterfunktion und hat erst mal abgewartet. ich bin dann vorübergehend auf 50 µg runter gegangen und nehme aber jetzt wieder 75 µg bei TSH 2,4 (Januar 2012). Eine Unterfunktion kann man in der Stillzeit aber auch wirklich nicht gebrauchen...man ist ja eh schon müde genug!
Schmul mit dem kleinen Rabauken (02/2011) und dem Futzi (03/2013) - gestillt, getragen, blw und familiengebettet
daisy
Dipl.-SuT
Beiträge: 5140
Registriert: 10.02.2012, 15:51

Re: Schilddrüse und Milchbildung

Beitrag von daisy »

Biene,

solange T3 und T4 im Normbereich sind, würde ich jetzt mal nichts ändern. Solange du dich wohl damit fühlst, das ist m M nach bei der SD Einstellung das Wichtigste.

Wie alt ist dein Baby nochmal? Ich kann das gerade nicht sehen. Evtl wenn das Stillen etabliert ist und dein Baby etwas älter, könntest du einen Versuch machen runterzugehen.
Daisy mit Herbstglück *2008 und Wintersonne *2012, Maikäferchen *2014 und zwei Sternchen
Benutzeravatar
parsimonia
hat viel zu erzählen
Beiträge: 174
Registriert: 10.02.2012, 05:30

Re: Schilddrüse und Milchbildung

Beitrag von parsimonia »

wenn du über- oder untefunktionsanzeichen spürst, dann solltest du dich engmaschig kontrollieren lassen.
und dann die dosis vom arzt (internist?) bestimmen lassen.

ich glaube dass die milch nicht unbedingt weniger wird, aber stillen und baby hüten kann sehr anstrengend werden mit schlechten werten.
„Phantasie ist wichtiger als Wissen.“
(Albert Einstein)
smibo
hat viel zu erzählen
Beiträge: 191
Registriert: 02.05.2012, 20:53

Re: Schilddrüse und Milchbildung

Beitrag von smibo »

Danke für eure Antworten

bin Biene80 und habe mich als smibo registriert. Ich hatte vor der ss tsh werte im bereich von 2.2 bis 2.7 bei normalen werten von t3 und t4. Habe mich ohne l thyroxin auch wohl gefühlt und keine probleme gehabt. Für die ss jedoch riet mir die frauenärztin das l thyroxin zu nehmen, da man in der ss schneller eine echte unterfunktion entwickelt. In der ss selber hatte ich immer überfunktionssymptome. Möchte ehrlich gesagt jetzt von diesen tabletten los kommen, da ich wie gesagt auch ohne tabletten mich gesundheitlich gut gefühlt habe. Achja, es gibt auch keinen hinweis auf hashimoto oder andere autoimmunerkrankungen der sd.

Das einzige was mir sorge bereitet ist ehrlich gesagt die milchbildung. Wenn es unter l thyroxin mehr milch gibt dann bleib ich dabei.
Benutzeravatar
parsimonia
hat viel zu erzählen
Beiträge: 174
Registriert: 10.02.2012, 05:30

Re: Schilddrüse und Milchbildung

Beitrag von parsimonia »

Schilddrüsengesunde Menschen haben nämlich einen Wert (Median) von 1,4 mU/l, wie in einer amerikanischen Studie mit 13.300 Probanden gezeigt werden konnte. Daraus leiten die amerikanischen Kollegen einen oberen Normwert von 2,5 mU/l für Schilddrüsengesunde ab. Deutsche Studien konnten diese Wert bestätigen.


Aus: Schilddrüse und Kinderwunsch: Wann muss man behandeln? | Wissenschaft | Aktuelles zum Thema Kinderwunsch von http://www.wunschkinder.net


und schau mal hier:
dr. christiane bergmann aus http://www.afs-stillen.de/front_content ... catart=143

Die richtige Medikamentmenge für die Mutter ist dabei sehr wichtig. Bei zu niedriger Dosierung könnte zu wenig Milch vorhanden sein. Dies ist aber erst nach ein paar Tagen abschätzbar, weil in den ersten Tagen sowieso nur wenig Milch in besonderer Zusammensetzung produziert wird. Steigt die Milchmenge der Mutter nach einigen Wochen nicht an, kann das an einer Unterfunktion ihrer Schilddrüse liegen.

So lange erkrankte Mütter stillen, sollten die Hormonspiegel etwa alle drei Monate kontrolliert werden. Die richtige Einstellung durch Medikamente ist wichtig für die Milchbildung. Falls das Kind schlecht zunimmt, könnte das an einer falschen Dosierung liegen.
„Phantasie ist wichtiger als Wissen.“
(Albert Einstein)
honigtopf2010
Profi-SuTler
Beiträge: 3921
Registriert: 22.11.2010, 21:29

AW: Schilddrüse und Milchbildung

Beitrag von honigtopf2010 »

parsimonia hat geschrieben:
Schilddrüsengesunde Menschen haben nämlich einen Wert (Median) von 1,4 mU/l, wie in einer amerikanischen Studie mit 13.300 Probanden gezeigt werden konnte. Daraus leiten die amerikanischen Kollegen einen oberen Normwert von 2,5 mU/l für Schilddrüsengesunde ab. Deutsche Studien konnten diese Wert bestätigen.


Aus: Schilddrüse und Kinderwunsch: Wann muss man behandeln? | Wissenschaft | Aktuelles zum Thema Kinderwunsch von http://www.wunschkinder.net


und schau mal hier:
dr. christiane bergmann aus http://www.afs-stillen.de/front_content ... catart=143

Die richtige Medikamentmenge für die Mutter ist dabei sehr wichtig. Bei zu niedriger Dosierung könnte zu wenig Milch vorhanden sein. Dies ist aber erst nach ein paar Tagen abschätzbar, weil in den ersten Tagen sowieso nur wenig Milch in besonderer Zusammensetzung produziert wird. Steigt die Milchmenge der Mutter nach einigen Wochen nicht an, kann das an einer Unterfunktion ihrer Schilddrüse liegen.

So lange erkrankte Mütter stillen, sollten die Hormonspiegel etwa alle drei Monate kontrolliert werden. Die richtige Einstellung durch Medikamente ist wichtig für die Milchbildung. Falls das Kind schlecht zunimmt, könnte das an einer falschen Dosierung liegen.

Huch, ich muss glatt mal wieder zum Arzt gehen, wenn ich das hier so lese. Hier übrigens trotz nur noch rudimentärer Schilddrüse und UnterFunktion mit LT seit zwei Jahren keine StillProbleme
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
daisy
Dipl.-SuT
Beiträge: 5140
Registriert: 10.02.2012, 15:51

Re: Schilddrüse und Milchbildung

Beitrag von daisy »

Biene: wie geht es dir denn jetzt? Hast du Überfunktionssymptome? Ich kann verstehen, dass du von den Tabletten weg willst. Wenn es dir gut geht, würde ich das jetzt so lassen, wenn es dir aber nicht gut geht, dann würde ich dir empfehlen mal zu reduzieren und zwar in 25er Schritten. Also erstmal ne dreiviertel Tablette nehmen und schauen wie es dann ist. Nicht gleich ganz absetzen.
Daisy mit Herbstglück *2008 und Wintersonne *2012, Maikäferchen *2014 und zwei Sternchen
Antworten

Zurück zu „Stillforum“