LZS - Abstillen
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Ella1
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LZS - Abstillen
Hallo, bin neu hier. Hat jemand Erfahrungen mit dem LZS von 4jährigen Jungs bzw. mit dem Abstillen? ich glaube, wir kommen jetzt in diese Phase... ich hatte immer gehofft, dass mein Sohn sich eines Tages einfach von selbst abstillt, ich habe ihn immer gerne gestillt und er hat das Stillen sehr genossen, wobei ich mich doch ab und zu bei dem Gedanken ertappte, ob er sich niemals abstillt? Nun ist er fast 4 Jahre alt und wirkt plötzlich mir gegenüber ziemlich rebellisch und frech nach dem Stillen, ich habe das Gefühl, als sollte ich doch die Initiative zum Abstillen ergreifen, ich möchte aber auch nichts falsch machen. Ich stille gleichzeitig meine 4 Monate alte Tochter. Den Übergang zum 2.Baby haben wir ganz gut hinbekommen, auch mit Tandem-Stillen. Leider kann ich mich in meinem Bekanntenkreis überhaupt nicht zu dem Thema austauschen, da so gut wie niemand von unserer Stillsituation weiß. Wer hat irgenwelche Erfahrungen?
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jusl
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Re: LZS - Abstillen
Hallo und herzlich Willkommen hier!
Ich hab Dein Posting mal ins Stillforum verschoben, damit es auch gefunden wird
- ich bin sicher, dass Du hier viele Erfahrungsberichte bekommst.
Viele Grüße
Julia
Ich hab Dein Posting mal ins Stillforum verschoben, damit es auch gefunden wird
Viele Grüße
Julia
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Ella1
- Herzlich Willkommen
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Re: LZS - Abstillen
Vielen Dank!
Muss mich hier noch ein wenig orientieren.
Leider komme ich wohl nicht so einfach ins LZS-Forum hinein...
Viele Grüße
Muss mich hier noch ein wenig orientieren.
Leider komme ich wohl nicht so einfach ins LZS-Forum hinein...
Viele Grüße
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: LZS - Abstillen
Das stimmt, für unser Ü2-Forum (="Stillen über 2 Jahre") wird frau erst ab 100 Beiträgen freigeschaltet. Aber das ist kein Problem - das Stillen von Kleinkindern ist definitiv auch hier im Hauptforum Thema.
LG
Julia
LG
Julia
- cocotte
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 14.05.2009, 17:58
- Wohnort: Saarland
Re: LZS - Abstillen
Hallo Ella und Willkommen hier! Ich stille auch noch beide Kinder, wobei meine Große (auch 4) nur noch 1x am Tag kurz nuckelt. Und das grad aktuell auch nicht mehr täglich - ich warte eigentlich auch so ein bisschen drauf, dass es bald ganz zu Ende geht, weil ich insgesamt schon etwas "Stillmüde" bin, was die Große angeht.
Magst du ein bisschen mehr erzählen, wie oft dein Sohn noch stillt usw.?
Magst du ein bisschen mehr erzählen, wie oft dein Sohn noch stillt usw.?
Kannst du das mal genauer beschreiben? Dass er so WIRKT, heißt ja nicht unbedingt, dass er auch tatsächlich so IST - deine Wahrnehmung hat sich einfach verändert, denke ich. Ein so großes Stillkind neben einem kleinen Baby zu haben bzw. zu sehen und zu spüren, das löst oft ziemlich seltsame und auch sehr ablehnende Gefühle aus, und das nicht nur unmittelbar nach der Geburt des Babys. Diese Gefühle gilt es auch anzunehmen. Mir ging es genauso. Auch wenn du denkst, dass der Übergang ganz gut geklappt hat, dein Baby ist ja erst 4 Monate alt, eigentlich seid ihr da noch mittendrin, finde ich.Ella1 hat geschrieben:und wirkt plötzlich mir gegenüber ziemlich rebellisch und frech nach dem Stillen,
S. mit großem Mädchen *04/08 und fast großem Mädchen *02/10 und kleinem Mädchen *12/14 und winzigem Sternenbübchen *+11/17 im Herzen
Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
Hilde Domin
Nicht müde werden
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wie einem Vogel
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Hilde Domin
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Ella1
- Herzlich Willkommen
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Re: LZS - Abstillen
Hallo Cocotte,
ich habe mich sehr über deine Nachricht gefreut.
Also mein Sohn schien zur Zeit erst in einer Phase, in der "Mama" die "Gute" (meistens) war und er gegenüber Papa auf Konfrontation ging (nicht nur im negativen Sinne verstehen). Nun scheint sich das umzukehren und Papa ist auf einmal ganz wichtig und Mama wird manchmal ganz schön abgewertet (ist wirklich erst seit kurzer Zeit so). Ödipale Phase vielleicht?!
Derzeit möchte er abends vor dem Einschlafen gestillt werden, dabei lese ich ihm vor. Ist auch seit langem ritualisiert... Unser Sohn schläft bei uns im Bett. Wenn er am Morgen aufwacht, ruft er als Erstes den Namen, den er für die Brust benutzt. Auch wenn er mal nachts wach wird, ist es das Erste, was er ruft, nur da hat er meist wirklich Durst und ich gebe ihm sofort Wasser. Wenn ich aus irgendeinem Grund nicht da bin, ist es dann kein Problem, dass er nicht gestillt wird. Wenn etwas mehr Zeit ist, z.B. am Wochenende, sagt er auch, dass er mit seiner kleinen Schwester zusammen gestillt werden möchte, was wir dann auch tun. Es ist auch niedlich, wie die zwei dann zusammen kommunizieren an der Brust.
Vom "Stilltyp", wenn man das so sagen kann, hat er von Beginn an als Baby so richtig voller Genuss bis heute an der Brust getrunken. (Seine Schwester trinkt hastiger: Mittel zum Zweck). Mit ca. 1 3/4 Jahr wollte er die linke Brust nicht mehr und trank bis zur Geburt seiner Schwester vor 4 Monaten nur aus der rechten. Rückblickend könnte ich keinen Zeitpunkt benennen, zu dem ich hätte abstillen sollen bzw. wollen, weil er das sooooo gebraucht hat. Wir hatten v.a. in der Kleinkindzeit viele Vorteile. (ich ging auch zwischenzeitlich arbeiten und er war ganztags in der Krippe, das ging alles). Irgendwann nach der Geburt seiner Schwester habe ich ihm dann gesagt, dass ich am späten Nachmittag nicht mehr so viel Milch habe, weil es mich so angestrengt hat beide gleichzeitig zu stillen (Cluster-Phase des Babys).
Mein Wunsch war es immer, dass er sich eines Tages von selbst abstillt. Nur langsam glaube ich nicht mehr daran. Und ich selbst bin so hin und her gerissen. Ich möchte ihm die Brust nicht mit Zwang entziehen, ich habe ihm auch schon gesagt, dass wenig Kinder (ich selbst schätze, dass es gar keine Kinder gibt, die wir kennen) in seinem Alter noch gestillt werden und ich ihn genau so lieb habe, wenn er die Brust nicht mehr möchte. Dann sagte er plötzlich, gut, er wolle sie nicht mehr und abends bestand er wieder darauf. Er war in letzter Zeit nach dem Stillen ein paar Mal richtig frech zu mir, so dass ich die Phantasie hatte, will er ein "Stillverbot" herausfordern?! Ich kam mir dann auch etwas "ausgenutzt" vor. Aber bisher ist es für ihn das Schlimmste, wenn ich anwesend bin und er abends bzw. frühs nicht wie gewohnt gestillt wird (jetzt trinkt er die Seite, die ich ihm zugestehe). Es geht jetzt halt wirklich in die Verhaltensschiene, ich möchte nichts falsch machen...Das einzige Buch dazu, was ich übrigens auch gut fand "Wir stillen noch" rät zu Gelassenheit. Warum nur stillt er sich selbst nicht ab...oder wie lange kann Stillen "normal" sein. Ich weiß, dass diese Frage etwas blöd ist, aber solche Fragen beschäftigen mich allmählich. Der Vorteil des langen Stillens war, v.a. in diesem Winter als das Baby geboren wurde, dass er kaum krank war.
ich habe mich sehr über deine Nachricht gefreut.
Also mein Sohn schien zur Zeit erst in einer Phase, in der "Mama" die "Gute" (meistens) war und er gegenüber Papa auf Konfrontation ging (nicht nur im negativen Sinne verstehen). Nun scheint sich das umzukehren und Papa ist auf einmal ganz wichtig und Mama wird manchmal ganz schön abgewertet (ist wirklich erst seit kurzer Zeit so). Ödipale Phase vielleicht?!
Derzeit möchte er abends vor dem Einschlafen gestillt werden, dabei lese ich ihm vor. Ist auch seit langem ritualisiert... Unser Sohn schläft bei uns im Bett. Wenn er am Morgen aufwacht, ruft er als Erstes den Namen, den er für die Brust benutzt. Auch wenn er mal nachts wach wird, ist es das Erste, was er ruft, nur da hat er meist wirklich Durst und ich gebe ihm sofort Wasser. Wenn ich aus irgendeinem Grund nicht da bin, ist es dann kein Problem, dass er nicht gestillt wird. Wenn etwas mehr Zeit ist, z.B. am Wochenende, sagt er auch, dass er mit seiner kleinen Schwester zusammen gestillt werden möchte, was wir dann auch tun. Es ist auch niedlich, wie die zwei dann zusammen kommunizieren an der Brust.
Vom "Stilltyp", wenn man das so sagen kann, hat er von Beginn an als Baby so richtig voller Genuss bis heute an der Brust getrunken. (Seine Schwester trinkt hastiger: Mittel zum Zweck). Mit ca. 1 3/4 Jahr wollte er die linke Brust nicht mehr und trank bis zur Geburt seiner Schwester vor 4 Monaten nur aus der rechten. Rückblickend könnte ich keinen Zeitpunkt benennen, zu dem ich hätte abstillen sollen bzw. wollen, weil er das sooooo gebraucht hat. Wir hatten v.a. in der Kleinkindzeit viele Vorteile. (ich ging auch zwischenzeitlich arbeiten und er war ganztags in der Krippe, das ging alles). Irgendwann nach der Geburt seiner Schwester habe ich ihm dann gesagt, dass ich am späten Nachmittag nicht mehr so viel Milch habe, weil es mich so angestrengt hat beide gleichzeitig zu stillen (Cluster-Phase des Babys).
Mein Wunsch war es immer, dass er sich eines Tages von selbst abstillt. Nur langsam glaube ich nicht mehr daran. Und ich selbst bin so hin und her gerissen. Ich möchte ihm die Brust nicht mit Zwang entziehen, ich habe ihm auch schon gesagt, dass wenig Kinder (ich selbst schätze, dass es gar keine Kinder gibt, die wir kennen) in seinem Alter noch gestillt werden und ich ihn genau so lieb habe, wenn er die Brust nicht mehr möchte. Dann sagte er plötzlich, gut, er wolle sie nicht mehr und abends bestand er wieder darauf. Er war in letzter Zeit nach dem Stillen ein paar Mal richtig frech zu mir, so dass ich die Phantasie hatte, will er ein "Stillverbot" herausfordern?! Ich kam mir dann auch etwas "ausgenutzt" vor. Aber bisher ist es für ihn das Schlimmste, wenn ich anwesend bin und er abends bzw. frühs nicht wie gewohnt gestillt wird (jetzt trinkt er die Seite, die ich ihm zugestehe). Es geht jetzt halt wirklich in die Verhaltensschiene, ich möchte nichts falsch machen...Das einzige Buch dazu, was ich übrigens auch gut fand "Wir stillen noch" rät zu Gelassenheit. Warum nur stillt er sich selbst nicht ab...oder wie lange kann Stillen "normal" sein. Ich weiß, dass diese Frage etwas blöd ist, aber solche Fragen beschäftigen mich allmählich. Der Vorteil des langen Stillens war, v.a. in diesem Winter als das Baby geboren wurde, dass er kaum krank war.
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schokoliebe
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- Registriert: 18.01.2011, 14:32
Re: LZS - Abstillen
Hallo Ella,
ja es ist schwierig sich über das Stillen von Ü2-Kindern im Freundeskreis auszutauschen. Ich verschweige meistens auch dass der Große (3 1/2) noch stillt.
Meistens werde ich ja schon schief angeguckt weil ich die Kleine (17 Monate) "noch" stille.
Er hat es sehr lang wirklich gebraucht (hatte auch keinen Schnuller), aber ca. seit er 3 ist habe ich immer öfter das Gefühl, es handelt sich um eine liebgewordene Gewohnheit und nicht mehr um ein richtiges Bedürfnis. Mir wurde das Tandemstillen auch zu anstrengend und daher darf er seit ein paar Monaten nur noch morgens und abends an die Brust (eine Seite), diese Reduktion klappte auch wunderbar.
Jetzt hab ich aber einfach das Gefühl, es reicht. Er trinkt abends nur ein paar Schluck, morgens noch recht viel.
Aber er sagt, an Pfingsten ist er abgestillt. Mal sehen ob es dabei bleibt, ich hoffe es jedenfalls. Es war eine wunderschöne Stillzeit, wir hatten heftige Anfangsprobleme wegen Frühgeburt, aber jetzt ist es für mich einfach genug.
Ich habe das Gefühl, er ist soweit. Und ich denke auch, es ist kein Problem mehr für ihn, wenn die Kleine weitergestillt wird.
Wünsche Euch jedenfalls dass Ihr Euren Weg findet!
ja es ist schwierig sich über das Stillen von Ü2-Kindern im Freundeskreis auszutauschen. Ich verschweige meistens auch dass der Große (3 1/2) noch stillt.
Meistens werde ich ja schon schief angeguckt weil ich die Kleine (17 Monate) "noch" stille.
Er hat es sehr lang wirklich gebraucht (hatte auch keinen Schnuller), aber ca. seit er 3 ist habe ich immer öfter das Gefühl, es handelt sich um eine liebgewordene Gewohnheit und nicht mehr um ein richtiges Bedürfnis. Mir wurde das Tandemstillen auch zu anstrengend und daher darf er seit ein paar Monaten nur noch morgens und abends an die Brust (eine Seite), diese Reduktion klappte auch wunderbar.
Jetzt hab ich aber einfach das Gefühl, es reicht. Er trinkt abends nur ein paar Schluck, morgens noch recht viel.
Aber er sagt, an Pfingsten ist er abgestillt. Mal sehen ob es dabei bleibt, ich hoffe es jedenfalls. Es war eine wunderschöne Stillzeit, wir hatten heftige Anfangsprobleme wegen Frühgeburt, aber jetzt ist es für mich einfach genug.
Ich habe das Gefühl, er ist soweit. Und ich denke auch, es ist kein Problem mehr für ihn, wenn die Kleine weitergestillt wird.
Wünsche Euch jedenfalls dass Ihr Euren Weg findet!
Söhnchen 10/2008
Töchterchen 12/2010
Töchterchen 12/2010
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JanoschMama
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- Registriert: 24.11.2011, 09:44
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Re: LZS - Abstillen
Mein Sohn ist erst 8 Monate alt, ivh bin also noch keine LZS-Mama und auch keine Tandemstillende, kann dir also auch nicht mit einem Erfahrungsbericht oder hilfreichen Tipps dienen.
Ich wollte dir aber trotzdem sagen, dass ich es schön finde, wie du auf die Signale deiner Kinder achtest und versuchst ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Du machst dir Gedanken und schreibst so liebevoll über deine Kinder. Ich bin mir sicher, du wirst einen Weg finden, mit dem es euch allen gut gehen wird!
LG maria.
Ich wollte dir aber trotzdem sagen, dass ich es schön finde, wie du auf die Signale deiner Kinder achtest und versuchst ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Du machst dir Gedanken und schreibst so liebevoll über deine Kinder. Ich bin mir sicher, du wirst einen Weg finden, mit dem es euch allen gut gehen wird!
LG maria.
M. mit A. 08/11 und Gummibärchen 08/14