Milchproblem, ich verzweifel noch :-(

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vanillekipferl
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Milchproblem, ich verzweifel noch :-(

Beitrag von vanillekipferl »

Hallo,
bin neu hier und froh, das Forum gefunden zu haben. Unser Wunschkind kam im Januar zur Welt, es ist unser 1. und mittlerweile 15 Wochen alt. Hoffe, dass ihr mir vielleicht auch bei meinem Problem weiterhelfen könnt.
Er hatte Gelbsucht, weshalb ich anfangs nach festen Zeiten gestellt habe, da wir Gewichtsprobleme hatten. Schon da merkte ich, dass ich rechts viel mehr Milch hatte, meist zu viel. Habe mir dann schnell Auffangbecher geholt, da beim Stillen der anderen Brust immer sooooo viel kommt.
Da ich so viel Milch hatte, riet man mir schon im Kh, immer nur eine Seite zu stillen und dann beim nächsten Mal die andere Seite, was auch gut geklappt hat, aaaaaber rechts war trotzdem mehr, es floss scheinbar besser und mein Kleiner trinkt da auch glaub ich lieber.
mittlerweile hat er natürlich gut zugenommen und ich stille nach Bedarf, wobei wir da auch einen kleinen Rhythmus entwickelt haben. Bisher kam er immer abends zu folgenden Zeiten, Ca. Angaben und ich habe meist immer nur eine Seite gestillt
17:00
19:00
22:00
3:30
7:00
.......
Ich habe die Busen immer schön abwechselnd trinken lassen und hatte nie pralle schmerzende Brüste. Ab und an hat er aber dennoch viel Hunger und ich biete ihm nach der kleineren linken Brust noch die rechte Seite an, da trinkt er dann auch noch ein wenig, aber nur ab und an. Weiß jedoch, dass ich dadurch noch mehr Milch rechts produziere...aber er hat ja Hunger und links alleine reicht nicht immer.

So, seit Ca. 3 Wo schläft der Kleine nun durch :-) Nur hat sich meine Milchmenge noch nicht darauf eingestellt. Unser Zeiten sind nun Ca
17:00
19:00
22:30
6:00

Da ich ja meist nur einen Busen trinken lasse, ist es immer so, dass jede 2. Nacht rechts um 19:00 und dann erst wieder gegen 6:00 getrunken wird. Ab spätestens 5 wache ich vor Schmerzen auf, muss mich umziehen, weil die Stilleinlagen (Lansinoh) komplett durch sind, mein Bh und mein Shirt sind nass, oft auch die Decke. Streiche dann immer 2 Auffangschalen voll aus, damit der Druck weg geht.
Das Problem ist, dass ich, wenn ich immer konsequent die Brüste nacheinander abwechsel immer eine gerade Stillanzahl habe, wodurch eben jeden 2. Tag für einen Busen eine längere Nacht ohne Stillen kommt. Links geht gerade so, muss manchmal ausreichen, aber rechts ist es katastrophal.
Dachte, dass der Körper die Milchmenge selbst regelt und an die veränderten Bedürfnisse anpasst? !
Oder ist es das Problem, dass ich eben nicht jeden Tag rechts um 19:00 und dann erst wieder um 6:00 stille, sondern eben nur jeden 2. Tag und dass mein Körper das deswegen nicht versteht???

Weiß nicht, ob ihr das Problem versteht, wenn nicht, bitte nachfragen, dann versuche ich es nochmal zu beschreiben :-)

Was meint ihr, soll ich so weiter machen und hoffe, dass es sich selbst regelt, oder regelt es sich aufgrund des 2 Tagesrhythmuses nicht?
Wenn ich zb immer um 22:30 rechts gebe, dann wird es jeden 2. Tag so sein, dass ich 2 mal hintereinander rechts stille, 19:00 und 22:30,
was ja wieder zu noch mehr Milch rechts führt, oder???

Mir macht dieses Milchproblem wirklich zu schaffen, ständig klebt alles und ist nass. Weiß jemand Rat???
Danke und viele Grüße
Vanillekipfel
Jomi
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Re: Milchproblem, ich verzweifel noch :-(

Beitrag von Jomi »

Hallo,

bei mir ist es ähnlich, rechts hab ich viel mehr Milch als links und Jonathan trinkt auch lieber rechts bzw. ließ sich da besser anlegen, was vermutlich auch die Mehrproduktion erklärt.

Bei uns hat es sich nach und nach so ergeben, dass ich links morgens, mittags und abends stille. Alle Zwischenmahlzeiten und nachts stille ich nur rechts. Morgens reicht die linke Seite weil sich über nacht ein bisschen was gesammelt hat, mittags bekommt er mittlerweile Brei und danach die linke Seite (vorher erst links und wenn es nicht gereicht hat noch rechts) und abends meistens beide Seiten.

Ich hab also nicht streng immer abgewechselt, sondern wenn zwischen Mittag und abend z. B. zwei Zwischenmahlzeiten lagen, eben zweimal rechts gestillt. So klappt es bei uns super.
Mirja (11/09) und Jonathan (12/11)

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Miracleine
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Re: Milchproblem, ich verzweifel noch :-(

Beitrag von Miracleine »

Mir ging es beim Großen ähnlich, allerdings auf beiden Seiten. Ich habe dann immer vor dem Schlafengehen einmal abgepumpt. Das hat zwar nicht die Milchmenge verringert, aber ich hatte einen tollen Vorrat Mumi im Gefrierschrank. :D Und als er dann nach fünf Monaten plötzlich nicht mehr durchschlief, mußte ich gar nichts ankurbeln. Und dieser enorme Tiefkühlvorrat hat mich nach einem schwierigen Start doch seh beruhigt.
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Re: Milchproblem, ich verzweifel noch :-(

Beitrag von blueberry »

Ich hatte das Problem auch manchmal, wenn mein Baby auf einmal sechs Stunden am Stück geschlafen hatte. Ich hab dann mein Baby durchaus im Halbschlaf einfach mal angelegt und paar Schlucke abtrinken lassen. Er ist davon gar nicht richtig wach geworden und wir konnten alle einfach weiterschlafen (da er mit im Familienbett lag, musste ich dazu nicth extra aufstehen.)

Ich hab auch die erste Zeit grundsätzlich auf dicken Badetüchern geschlafen und beim Stillen immer eine Mullwindel mehrfach gefaltet auf der gerade nicht stillenden Brust. Da ich damit im BH eingeschlafen bin, hat diese dann aus der volleren Brust einigermaßen ausreichend die Milch aufgesaugt.

Irgendwann (kann nciht mehr sagen, wie lange das gedauert hat), hatte sich dann Bedarf und Nachfrage plötzlich doch eingespielt und inzwischen kann ich problemlos auch mal 12 Stunden gar nicht stillen (oder noch länger) und merke es nicht mal, obwohl er nachts noch regelmäßig trinkt (die Pausen sind dann inzwischen bei uns tagsüber, wenn er mal den Mittagsschlaf und entsprechend das Einschlafstillen weglässt)
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Re: Milchproblem, ich verzweifel noch :-(

Beitrag von blueberry »

Korrigiere: die Mullwindel hätte nciht im meinen BH gepasst - ich hab mit eng anliegendem Unterhemd und der Windel drunter auf dem Handtuch geschlafen. Und was ich auch vergessen habe: ich hatte auch immer nur eine Brust gegeben.
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