Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Bommel
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Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Beitrag von Bommel »

Hallo!

Im September 2011 habe ich meinen ersten Sohn E. zur Welt gebracht. Leider war er sehr krank und wir wußten, das er kaum eine Chance hat zu überleben.
Nach einer ganz wertvollen Stunde, die er uns nach seiner Geburt geschenkt hat, ist er zu den Sternen gezogen. Dies ist nun fast 8 Monate her.

Damals im Kreißsaal bekam ich eine Abstilltablette. Nachdem ich dann am nächsten Tag nach der Geburt wieder zuhause war, trank ich auf Empfehlung meiner Hebamme wochenlang Salbeitee...
nach etwa 3-4 Wochen meinte sie, ich könne mit dem Tee aufhören, was ich auch tat.

Nur leider habe ich nochimmer Milch, nach so langer Zeit, obwohl ich nie gestillt habe. Manchmal ist es sogar soviel, das es schmerzt, dann streiche ich sie aus, ansonsten lasse ich meine Brüste "in Ruhe", da ich die Milchproduktion nicht noch mehr anregen will.
Nun meine Frage:

Wie werde ich die Milch los????? Immer wieder werde ich daran erinnert, das ich eigentlich meinen Kleinen Schatz bei mir hätte und stillen sollte/dürfte.

Ich habe meine Fä zwar schon gefragt, aber wie sie darauf "rumdrückte" kam natürlich nix ( Vorführeffekt!) und somit hat sie nix weiter gemacht.

Ich wäre dankbar, wenn mir hier einer helfen könnte! Ich möchte langsam endlich zur "Ruhe" kommen können.

Fühlt euch lieb gedrückt!

Conny
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Robo-mami
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Re: Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Beitrag von Robo-mami »

Ruf nochmal bei Deiner Hebamme an oder wenn Du hast eine HP. Ich hab von meiner Hebi zwar Globulis bekommen, aber ob die bei Dir auch helfen kann ich nicht sagen. Deswegen würde ich Dir da ungern ne Empfehlung aussprechen. Du kannst auch kühlen und mal schauen wie es mit Pfefferminztee wird.

Ich drück Dich mal
Licht und Liebe Robo-mami

Ps: meine Leertaste klemmt leider ab und an.
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Alexandra
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Re: Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Beitrag von Alexandra »

Liebe Conny,

willkommen hier und ich denke, hier findest du Hilfe :-)

Bin ehrlich gesagt gerade froh von dir zu lesen, hatte mich schon gefragt, wie es dir gerade geht.

Ich schick dir einen Drücker und ganz viel Sonne!

Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen


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Bommel
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Re: Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Beitrag von Bommel »

Hallo Alex!
Mir geht´s ****** **** wenn du verstehst!?
Habs ja schon letztens geschrieben! Fast zeitgleich hast du mir ja aus der Seele geschrieben! Konnte dir einfach nicht auf deinen Beitrag antworten! Sorry! Danke für die Sonne! Ich schick dir auch ein riesen Kraftpaket rüber!

Ich hoffe, hier die Hilfe zu finden.
Zu meiner Hebi hab ich ja widererwarten keinen Kontakt mehr, auf meine letzte Mail hat sie bis heute nicht geantwortet, was vielleicht auch daran liegt, das sie seit Januar ja selbst Mutter einer Kleinen Maus ist....

Ansonsten, versuch ich grad mein Möglichstes!!!

Fühl dich lieb gedrückt!
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antje143
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Re: Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Beitrag von antje143 »

liebe conny,

ich kann dich sehr gut verstehen...und mein mitgefühl ist voll bei dir...

mein sohn kam vor bald 9 jahren still zur welt und damals hatte sich keiner gedanken gemacht wegen milcheinschuss oder so...und ca. 3 tage später (wieder zu hause) bekam ich einen milcheinschuss,der mich völlig überraschte...und er macht mir noch mal bewußt,das ich alles hatte für ein baby,aber die arme waren leer...
ich bekam dann 2 abstilltabletten,die ärzte waren total überrascht von dem ganzen--- und ich sollte mich schonen...

ich dachte,mit den tabletten hatte sich das erledigt--aber die "massen" waren weg --- dafür hatte ich immer wiedre mal mehr oder weniger milch...das ging im grunde bis zur geburt meiner großen...das war 2 jahre und 7 monate später...ab da habe ich gestillt bis vor fast 1 jahr...

damals war ich echt verzweifelt---doch eine ganz liebe frau,die selbst verwaiste mutter ist und heilpraktikerin---die sagte mir dann mal: "deine brust weint die tränen deines körpers und dein ganzer körper trauert mit" ... das brachte ruhe in mich und so nahm ich diese art "körpersprache" an und als zeichen meines sohnes mit seiner liebe...mein gesamter körper und meine seele waren auf ihn eingestellt gewesen...

aus heutiger sicht hätte ich damals eine stillberaterin gebraucht,die mich begleitet auf diesem doch anderem weg des "stillens"...denn mein körper stillte damit seine bedürfnisse und zeigte mir so deutlich,wie ich meinen sohn hätte ernähren und versorgen können...das tat oft sehr weh,doch jeder trauerweg ist anders...

hast du kontakt zu anderen verwaisten müttern /eltern ? hast du beistand in deiner trauer ?

ich kann dir die seite der schmetterlingskinder sehr empfehlen ,es gibt dort ein erste hilfe forum,wo oben auch notfall-tel.-nr. geschrieben sind:
http://vbforum.frauenworte.de/forumdisplay.php?f=15

und hier im sut gibt es einen sternenkinderbereich,wo viel infos zu finden sind rund um die trauer und alles:

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 9&t=138555

schau dich in ruhe um und wenn du fragen hast,dann schreibe einfach...
evtl. wohnt in deiner umgebung eine stillberaterin,die dich begleiten kann...

alles liebe und eine lange umarmung schicke ich dir mit...
ein lieber Gruß von Bild mit
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jusl
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Re: Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Beitrag von jusl »

Hallo Conny,

herzlich willkommen hier im SuT. Ich kann mir vorstellen, dass es wirklich schwierig ist, durch die Milch ständig an Dein gestorbenes Baby erinnert zu werden. Auf der anderen Seite ist diese Milch offenkundiger Beweis dafür, dass Du Mutter bist, dass jemand fehlt. Nimm sie als Normalität an, egal wie lange sie noch bleibt; denn sie ist ja ganz sicher nicht das einzige Zeichen für die vielen Veränderungen, die Du im Zuge Deiner Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft durchlebt hast, körperlich wie seelisch.

Um wieviel Milch handelt es sich denn? Denn, so unwahrscheinlich dies auch ist, manchmal stecken auch andere med. Besonderheiten hinter einer Milchbildung ohne Stimulation. Diese sollten evtl. doch abgeklärt werden.

Falls die Milchproduktion an sich gering ist (einige Tropfen täglich), könnte es sein, dass Du einfach das Drüsengewebe an sich als schmerzhaft wahrnimmst. Das Gewebe hat sich in der Schwangerschaft und nach der Geburt stark verändert und entwickelt - einige dieser Veränderungen können bestehen bleiben, z.B. Größe und "Knotigkeit". Möglicherweise nimmst Du auch die Hormonschwankungen des Zyklus' als schmerzhaft wahr, das ist nicht ungewöhnlich.

Die Natur ist oft stärker als die größte Ladung Abstillpillen - bei vielen Frauen setzt die Milchbildung nach Absetzen der Medikamente wieder ein. Eine erneute Einnahme erscheint da nicht sinnvoll.

Mir fallen spontan 3 Dinge ein, wie ein nennenswerter Milchfluss grundsätzlich gestoppt werden kann:
* Beständiges Kühlen. Diese Maßnahme fährt die Milchbildung sehr effektiv herunter über die verringerte Durchblutung.
* Einnahme östrogen-haltiger Kontrazeptiva.
* Vielleicht etwas ungewöhnlich, aber evtl. ein guter Weg: fahre zunächst die Milchproduktion mittels von Hand ausstreichen oder per Pumpe bewusst herauf. Lass auf diese Weise soszuagen die Milch heraus, die vielleicht die ganze Zeit über schon herauswollte. Und irgendwann merkst Du bestimmt, dass es jetzt genug ist, und Du fährst die Frequenz des Milchentleerens wieder herunter. Nach und nach wird sich die Milchproduktion so auf natürliche Weise zurückbilden.

Meinst Du, dass etwas davon auf Dich passen könnte?

LG
Julia
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Alexandra
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Re: Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Beitrag von Alexandra »

Ja ich weiß, ich hatte es mir gedacht :(

Ach Mensch.

Hm, ich fürchte halt, dass du auch ohne milch nicht richtig zur Ruhe kommen wirst. Da passiert so viel. Luna hat mich total verändert und es geht noch weiter. Und das höre/lese ich von allen Eltern, speziell von den Müttern, die ein Kind hergeben mussten.

Hast du eine Trauergruppe oder so in deiner Nähe? Vielleicht ist ja was bei Antjes Links mit dabei.

Ich denke, Julia und Antje wollen ausdrücken, dass die milch Teil eines Großen Ganzen ist. Und dass das Problem, nämlich dass dein Baby nicht da ist, wo es hingehören sollte, nicht mit der Milch verschwinden wird.

Liebe Grüße Alex
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Mel82
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Re: Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Beitrag von Mel82 »

Ich wollte nicht einfach wegklicken (((((((((Conny))))))))
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Re: Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Beitrag von MarzipanHerz »

Ich konnte Dich nicht wegdrücken und möchte Dir eine ganz herzliche Umarmung dalassen....
Dieser Thread hat mich sehr berührt, auch das ganze als die Tränen des Körpers zu sehen.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!
LG
LG
MarzipanHerz


Mit my eifon on the Road :) daher so sorry für alle Rechtschreibfehler etc....


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Re: Brauche Hilfe beim abstillen nach "stiller Geburt"

Beitrag von alessi_a »

((((((Conny)))))
Ich habe nur eine Umarmung für dich, mehr kann ich dir nicht schicken. Ich habe wirklich mit den Tränen kämpfen müssen, als ich das heute mittag gelesen habe "Wo Tränen fliessen, fliesst auch Milch" hat man mir im Krankenhaus gesagt...
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute!
LG, Alessandra
alessi mit dem Zirkusdirektor! *07.10.11
und ganz neu mit Blumenmädchen Heide-Marie *30.6.2014



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