Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahrungen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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JoBo
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Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahrungen

Beitrag von JoBo »

Hallo!
Mein Sohn ist nun 19 Monate alt. Er ist mein erstes Kind. Ich stille normalerweise noch Morgens, zum Mittagsschlaf, Abends zum einschlafen und Nachts, zur Zeit ca. alle 2Stunden (die blöden Eckzähne....). Er kann mittags aber auch ohne Stillen einschlafen, z.B. in der Trage, Kinderwagen, Auto...allerdings will er dann meist noch an die Brust. Wenn wir unterwegs sind, also in der Öffentlichkeit, stille ich nicht mehr, da ich das nicht mehr möchte. Er scheint dies auch verstanden zu haben, denn ich sage ihm dann auch "nein, jetzt nicht, du kannst gerne was trinken...wenn wir zu Hause sind dann kannst du". Er weint dann nicht, sonst würde ich da schon nachgeben, sondern trinkt dann was und spielt weiter...Ach, Schnuller nimmt er nicht, Flasche irgendwann mal (vor einem Jahr oder so) mit Muttermilch versucht, nimmt er auch nicht.
Ansich ist das auch ok für mich, auch wenn ich diskussionen übers "immer noch" stillen aus dem Weg gehe.

Soviel zu unserem "ist Zustand".

Mein Problem:
Nun werde ich wohl wenn er zwei Jahre wird wieder arbeiten. In 3Schichten. 10-12 Tage im Monat.
Irgendwie will ich das nicht. Ich habe Angst wie die Nächte werden, da ich auch Nachtdienst machen muss und ich das Gefühl habe besonders Nachts braucht er mich. Und morgens, wenn er wach wird und ich Frühdienst habe, bin ich nicht da. Es wird sich sein Papa oder seine Oma um ihn kümmern, je nach Schicht...die Beiden machen das auch toll, sind liebevoll, alles super.
Trotzdem habe ich solche Bauchschmerzen und könnte zur Zeit losheulen wenn ich daran denke zur Arbeit gehen zu müssen!
Dazu kommt noch die Sorge wie ich das bewerkstelligen soll, nach solch einer miesen Nach um 6 Uhr bei der Arbeit zu sein....und zu Hause gehts weiter mit Arbeit....jaja,so ist wohl das Leben einer berufstätigen Mutter und vielleicht mach ich mich da auch zu verrückt und es hat auch gute Seiten....
Und ich genieße die Zeit gerade so sehr! Ich bin sehr gerne zu Hause, und "führe ein kleines Familienunternehmen".
Nun bitte ich euchzu berichten, wie erging es euch? Hat jemand auch in Früh-, Spät- und Nachtschicht 10-12 Tage im Monat gearbeitet als das Kind zwei war und kann mich aufmuntern?
Und, ist es vielleicht besser jetzt schon unseren Sohn daran zu gewöhnen das er ohne mich einschläft...ggf. auch abstillen?

Ich bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen!
LG
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corradomaus
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Re: Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahru

Beitrag von corradomaus »

werd dir morgen antworten muss jetzt ins bett
P. (01/82) mit dem Tasmanischen Teufel in Gestalt eines Minchen (03/08) und der kleinen Kämpferin die schon so viel mitgemacht hat (12/11)

Mein Herz schlägt sächsisch, und Lachen hat keinen Dialekt.
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sari popari
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Re: Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahru

Beitrag von sari popari »

Ich fühle mit dir!

Zwar bin ich noch nicht berufstätig und schon gar nicht im 3-Schicht-System, aber mir ging es vor knapp 1,5 Jahren sehr ähnlich, als ich mein Studium wieder aufnehmen musste. Mein Studienort liegt in Holland, dafür musste ich um 7 Uhr raus und war um 18 h wieder daheim (mittlerweile ist es nicht mehr ganz so schlimm), dann zu Hause noch die Aufträge abarbeiten. Ich habe das eine Jahr zu Hause mit den beiden Mäusen so sehr genossen. Ich war so entspannt und immer, wenn ich mit Mini Mittagsschlaf gemacht habe - das ging auch nur an der Brust - dachte ich mir: Wie soll ich das nur schaffen, wenn ich wieder zur Uni muss? Einerseits zweifelte ich an meiner eigenen Belastbarkeit, andererseits an meinem Kind, das ohne Mamabrust nicht leben kann.

Jetzt ist etwas Zeit vergangen und ich kann dir rückblickend auf mich selbst nur Mut machen, dir selbst und deinem Kind zu vertrauen. Ich habe bis zum letzten Tag vor Unistart voll gestillt und erwartete am nächsten Tag, als ich von der Uni kam, einen entnervten Papa und ein ausgehungertes Kind. Aber es gab keine Probleme. Anouk hat gegessen, als hätte sie nie was anderes getan. Und wenn ich da war, habe ich sie gestillt. Natürlich gab es viele Gelegenheiten, wo ich an meine Grenzen stoße (vor allem, wenn die Kinder krank sind), aber ich bin froh, dass ich mein Studium nicht abgebrochen habe, denn ich mag es wirklich sehr.
Du schreibst, dass Papa + Oma sich sehr gut um deinen Sohn kümmern. Das ist doch schön! Ich denke, von Seiten deines Sohnes, musst du dich nicht verrückt machen. Er wird bestimmt bald lernen, dass es keine Brust gibt, wenn du nicht da bist. Er wird nicht verhungern. :-)

Und das andere.. hm.. ich weiß noch, wie ich dem Studienbeginn ängstlich entgegensah. Ich wollte nicht, dass die Zeit so schnell verrinnt, hab versucht, das vor mir wegzuschieben, mich innerlich so dagegen gewehrt.. und dann hat es mich eingeholt und überrollt und der Beginn war auch nicht so schön. Ich hatte oft ein schlechtes Gewissen, war kaum zu Hause und wenn, dann war ich nur müde. Aber wir haben irgendwie unseren Weg gefunden, im Moment herrscht eine gute Balance. Das Studium ist ein guter Ausgleich zu dem Alltag mit Kindern und umgekehrt.

Es ist schon spät und ich sollte eigentlich ins Bett, ich hoffe, es war nicht zu wirr.
Eigentlich will ich dir nur Mut machen, dass alles gut wird!!!! :-)
Liebe Grüße,
sari, glücklich alleinerziehend mit zwei 🌈 Teenies (07/09)
JoBo
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Re: Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahru

Beitrag von JoBo »

Vielen dank für deinen tollen Bericht, ich fand ihn kein bisschen wirr.ganz im gegenteil,ich find mich da wieder.und es beruhigt mich sehr das ich scheinbar nicht zu sehr klammere, hatte mich auch schon gefragt ob ich mich vielleicht zu sehr anstelle.und das ihr euren weg gefunden habt und dies sehr gut, macht mir Mut.
Seit kurzem lernen wir tanzen, das wird auch mal abends sein, da wird die oma aufpassen, vielleicht ist das doch ganz gut zum eingewöhnen.hab 'nen bissel schlechtes gewissen das er weil wir was für uns machen wollen er evtl weinen muss, aber ich weiß das seine Oma für ihn da ist und ihn nicht weglegt oder so...
Ups, jetzt schweife ich aus....also nochmal vielen dank fürs Mut machen.
Lg
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sari popari
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Re: Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahru

Beitrag von sari popari »

Nein, ich finde nicht, dass du dich anstellst! Es ist gut, wichtig und richtig, dass du dir diese Art von Gedanken machst. Das gehört zu einer guten Mama. :-)
Dennoch denke ich (ich kann es dir natürlich nicht garantieren), dass der Großteil deiner Sorgen unbegründet ist und auch ihr euren Weg finden und auch an ihm wachsen werdet.

Und eine Oma ist wirklich sehr wertvoll! Wir habe zum Glück auch eine hier um die Ecke wohnen. Wir sind nicht die besten Freundinnen, aber sie ist immer da, wen wir sie brauchen und das rechne ich ihr hoch an.

Viel Spaß beim Tanzen!! :-) Das wollte ich eigentlich auch schon mal seit Ewigkeiten machen...
Liebe Grüße,
sari, glücklich alleinerziehend mit zwei 🌈 Teenies (07/09)
aster
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Re: Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahru

Beitrag von aster »

hallo

ich meine schon öfters hier im forum und auch woanders gelesen zu haben, dass du so lange du stillst keinen NAchtdienst machen musst.
vielleicht wäre das ja für den anfang erstmal machbar, damit sich alles einspielt.

lg
Viele Grüße Aster
mit
Bub 07/1999 Mädel 02/02 Bub 04/06 Bub 02/10
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Re: Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahru

Beitrag von perlanera1981 »

Hallo!

Ich arbeite seitdem mein Kleiner 1 Jahr ist wieder 18,75 Std/Woche im Schichtdienst und komme damit auf ca. 10 (Vollzeit-)Arbeitstage, wie du auch! Ich hatte dieselben Sorgen wie du, aber im Endeffekt läuft alles super!

Er wird von Oma bzw. Papa betreut und beide machen das super und er vermisst das Stillen auch nicht, wenn ich weg bin. Er schläft problemlos ein - was bei mir ohne vorheriges Stillen unmöglich ist - und isst einfach das, was man ihm auftischt. Nur Mumi mag er gar nicht, weder warm noch kalt, weder aus der Flasche noch aus dem Becher oder mit dem Löffel - das geht nur in Originalverpackung bei Mama ;) Aber mit über einem Jahr mach ich mir da keine Sorgen mehr, er isst gerne mal einen Naturjoghurt oder er stillt halt dann, wenn ich wieder da bin.

Was uns mehr Probleme bereitet sind die unregelmäßigen Arbeitstage, mal bin ich früh da, mal bin ich schon in der Arbeit, wenn er aufwacht. Mal arbeite ich nur 1 Tag, dann wieder mal 3 Tage in Folge. Da merke ich schon, dass ihn das fordert und er anhänglicher ist als sonst. Wobei ich nicht sagen kann, ob das nicht genauso wäre, wenn ich beispielsweise jeden Mo und jeden Mi von 8-17 Uhr arbeiten würde. Einfach die Tatsache, dass ich jetzt länger weg bin als mal 1-2 Stunden ist halt neu für ihn.

Ich habe in der Arbeit immer meine Pumpe dabei, wenn die Brust zu sehr spannen sollte. Bisher hab ich nicht gebraucht, aber es ist beruhigend, sie dabei zu haben. Im Frühdienst handhabe ich es so, dass ich ihn auf alle Fälle trinken lasse bevor ich gehe, zur Not wecke ich ihn sanft auf und er schläft mir dann gleich wieder weiter.

Schlimme Nächte kennen wir auch zur Genüge, aber da hab ich keine Lösung... In der Arbeit geht es meistens, weil ich einfach beschäftigt bin, aber beim Heimfahren bin ich schon sehr am Gähnen. Ich versuche dann abends einfach so früh wie möglich schlafen zu gehen und gebe ihn soweit es geht an meinen Mann ab. Teilweise schläft mein Mann bei ihm und ich im anderen Zimmer. Funktioniert aber nur bedingt - ich hoffe nur, dass es einfach irgendwann von selbst besser geht *oooohm*

So, wenn du noch Fragen hast, meld dich.. Kind ist grad aufgewacht...

Ciaoooo
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Re: Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahru

Beitrag von isegrim »

wie aster sagt, es gibt (zumindest weiß ich es von Österreich) Regelungen für stillende Mütter im Arbeitsleben.

Mit Nacht-/Schichtdiensten habe ich keine Erfahrung, aber meine Tochter ist mit 19 Monaten in die Krippe gekommen und ich habe nach der Eingewöhnungszeit wieder begonnen, 30 Stunden zu arbeiten. Bis dahin ist sie mittags nur an der Brust eingeschlafen und auch da war es eine lange Prozedur, bis sie geschlafen hat.
Wenn die Oma auf sie aufgepasst hat, ist sie ohne Brust eingeschlafen, auch viel schneller als bei mir.
In der Krippe ist das Schlafen überhaupt kein Problem, sie legt sich hin und weg ist sie :)

Ich glaube, für die meisten Kinder ist das viel leichter als für die Mütter. Die Kinder nutzen die Möglichkeit, an der Brust zu trinken / mit Mama zu kuscheln etc., wenn die Mama nicht da ist, gehts aber auch gut.

Ich hatte anfangs ein fürchterlich schlechtes Gewissen, aber sie geht sehr gerne in die Krippe und freut sich jeden Tag darauf :D

Wünsche euch viel Erfolg!
Plaudertasche 02/10 und Glückskind 01/13
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Re: Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahru

Beitrag von perlanera1981 »

isegrim hat geschrieben:wie aster sagt, es gibt (zumindest weiß ich es von Österreich) Regelungen für stillende Mütter im Arbeitsleben.
Ja, da habt ihr recht, das gibt es in D auch! Soweit ich weiß, fällt frau als stillende Mutter unter das Mutterschutzgesetz und darf dann nur zwischen 6 und 20 Uhr arbeiten. Bei mir gab's in der Schwangerschaft dann auch einen Schichtausgleich, damit ich finanziell keine Nachteile hatte.

Ich hab's bei meinem Arbeitgeber trotzdem nicht gesagt... Mir sind meine Schichten nämlich ganz recht, so kann ich mehr Zeit mit meinem Kleinen verbringen. Untertags bin ich so nach dem Frühdienst oft um 14 Uhr schon zuhause - wogegen ich bei "Normalschicht" von 9-18 Uhr weg wäre, Fahrtzeit noch nicht mal eingerechnet. Aber das ist ein Thema, das jeder für sich selbst entscheiden muss.

Liebe Grüße

perlanera1981
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corradomaus
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Re: Wie soll das nur werden wenn ich arbeite?! Bitte Erfahru

Beitrag von corradomaus »

so ich erzählmal von uns

wollte arbeiten da war die große 14 monate...leider haben wir den krippenplatz nicht bekommen,und die ausgewählte tagesmutter ist von einem auf den anderen tag erkrankt...also mussten wir verschieben und erstmal neue tagesmutter finden es sollte losgehen da war a1 18 monate nach langer suche hatten wir eine tagesmutter gefunden die wir nicht zu krass fanden und die nah dran war...aber es war eben nur ein kompromiss und meine tochter zu wild für diese korpulente dame und die spielsachen mini-playmobilteile...als meine tochter dort fast erstickt wäre haben wir die eingewöhnung abgebrochen...und den umkreis erweitert, von stadt auf landkreis...dann traumtagesmutter gefunden sehr sutig, hätte auch abgepumpte milch gefüttert wegen mittagsschlaf (manche haben sich da echt als wolle man jeden morgen seinen urin abgeben)
wir haben mit 22 monaten gestartet
mittagsschlaf hat sie dort nicht gemacht, ging nicht ohne brust....betreuung von 08:30-15:30..sie hat dann 2 std. zuhause geschlafen..ich konnte noch ein bissl haushalt machen ...und sie ist mit uns 21:00 ins bett...mit 3 hat sie dann mittagsschlaf weg gelassen... da hat sie es nur noch bis 19:00 geschafft...stillen nachts 1-2 mal aber dank familienbett bin ich dabei immer wieder eingeschlafen
P. (01/82) mit dem Tasmanischen Teufel in Gestalt eines Minchen (03/08) und der kleinen Kämpferin die schon so viel mitgemacht hat (12/11)

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