Ich habe das Buch nicht bis zu Ende gelesen.
Aber ein paar nette Episoden waren da drin.
-Einmal die Männer die stundelang ein Boot über Land trugen und dabei lachten udn Witze rissen, wenn ihnen das alles zu schwer schien. Dagegen gesetzt der Mitteleuropäer, der fluchend am liebsten alles hinschmeißt und doch heldenhaft und verbissen weiter trägt.
-Der Mann, der einen Garten hat und seinen Hausnachbarn in diesem Garten ernten lässt und lächelnd vermerkt, dass jender nachbar auch in ein paar Jahren den Bedarf an einem Garten haben wird. (Würdet Ihr Eure Nachbarn die Früchte Eurer mühevolle Arbeit ernten lassen?

)
-Das Kind, dass außerhalb des Indianerdorfes aufgezogen wurde und das einzige Kind ist, was brüllt. Alle anderen Kinder wussten alleine, wo ihre Grenzen sind.
-Der junge Mann, der bei einer Schießübung übelst verletzt wird, wo aber kein einziger Dorfbewohner den Unfallverursacher bestraft.
Für mich nicht nur ein Ansatz zur Kindererziehung, denn die ging speziell bei meiner Kleinen voll daneben, sie brüllte nämlich trotz liebevoller Betreuung 8 Stunden am Stück, auch im Tragetuch an mir dran

, nein, der Ansatz, den wir in dem Buch vermutlich durch unsere Verbissenheit übersehen ist der, das Leben so zu nehmen, wie es ist. Es gibt weder Gewinner noch Verlierer und alleine der Weg ist schon das Ziel.
Für mich vor allen Dingen ein Buch, was mich zu der Überzeugung gebracht hat (unter anderem), dass wir durch unsere hohe Technisierung viel zu weit von uns selbst entfernt sind. Auch wenn wir versuchen das Continuum (wegen diesem Wort habe ich das Buch nicht mehr zu Ende lesen können) zu erreichen, hier, jetzt und heute wird uns das mehr Energie kosten, als näher an dem zu leben, was uns vorgelebt wird/wurde.
Erst wenn wir näher an unsere Wurzel wieder heranrücken, in jedlicher Hinsicht, also volle körperliche Tätigkeiten, Verdammnis aller cronometrischen Messungen, weg von der Höchstleistung - kommen wir dem Glück ein Stück näher.