Wir haben hier ja auch wieder einen fast 2jährigen Stillfetischist

Zu Hause gehts, solange ich mich nicht irgendwo hin setze. Dann wird gleich gefordert. Das kenn ich auch vom Großen, der hat über 3 Jahre gestillt und das recht ausgiebig. Tagsüber versuch ichs persönlich einfach mit Ablenkung und dann auch mal wieder mit bewusst ausgiebiger Stillzeit. Da wird dann ganz fest gekuschelt, gelacht und die Nähe genossen, das hilft manchmal auch. Meist wirds schlimmer, wenn ich eigentlich gerade nicht stillen mag, aber dann eben doch nicht den Nerv habe, mal das durchzuziehen, was mir gut tut. Ich weiß nicht, warum das auch beim Zweiten noch so schwer fällt, aber hier liegts auf alle Fälle auch an meiner Schwäche, dass ich mich nicht immer gut abgrenzen kann. Dabei sind sie eben keine kleinen Babys mehr und verstehen schon sooo viel.
In der Nacht habe ich jetzt sowieso angefangen ganz zu verweigern, ich bekomme durch die Schwangerschaft eh schon zu wenig Schlaf und so greife ich zu diesem für mich nicht immer leichten Schritt. Das erste Mal bin ich natürlich auf totales Unverständnis gestoßen, aber dank viel kuscheln und gutes zureden, ist er dann doch irgendwann wieder eingeschlafen. Im Endeffekt, wärs sicher schneller gegangen, ich hätte ihn kurz gestillt, aber eben nur kurzfristig gesehen. Inzwischen lässt er schon mal seinen Frust lauthals raus, aber er beruhigt sich recht schnell und schläft dann mit ganz viel Liebe an mich gekuschelt zufrieden ein.
Also mein persönliches Fazit: Ich denke, dass das genau in dem Alter gern mal vorkommt, weil man selbst irgendwie langsam zu denken beginnt, dass das Kind plötzlich ja kein Baby mehr ist und sich langsam mehr Freiheit wünscht andererseits will man das kleine hilflose Wesen aber natürlich nicht von heute auf morgen damit konfrontieren. Zum anderen lernen Kinder aber gerade in dem Alter wieder mal sooo viel auf einmal, da gehen soviele Denkprozesse voran, dass sie das sicher auch verunsichert und sie wieder vermehrt unsere Nähe wünschen. Dass sie weniger trinken, wenn sie mehr stillen ist eh klar, aber kein Hindernis einmal nein zu sagen. Gerade Stillkinder haben nach meinen Beobachtungen ein sehr gutes Durstgefühl (würde was zu trinken nicht dann anbieten, wenn sie eigentlich stillen wollen, sondern eher so mal zwischendurch).
Das Stillen in der Nacht ist immer eine schwierige Geschichte und wenns im Moment sowieso nicht ganz so rund läuft, würd ich erstmal versuchen, tagsüber was zu ändern (auch mal selbst ein Mittagsschläfchen machen wirkt manchmal Wunder). Nachts hat man ja sowieso wenig Nerven und wenn er sich eh in Rage weint, dann würd ich da auch nichts über den Zaun brechen.
Jetzt hab ich viel und konfus geschrieben, hoffe, dass meine Gedanken halbwegs nachvollziehbar sind. Auf alle Fälle: Du bist nicht allein mit dem Problem!!! Das kennen viele, die ihr Kind nicht nur als kleine Säuglinge stillen
