Ich hab ja Anfang April schon gepostet, dass meine Tochter mit 9 Monaten einige Tage hatte, an denen sie mit Ausnahme von ein paar Schlucken tagsüber nicht trank beim Stillen, sondern immer nur nuckelte. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass das vermutlich wegen eines neuen Zahns, der sich angekündigt hat so war. Mittlerweile hat sich das wieder gegeben, sie isst zwar wenig, stillt aber dafür wieder umso mehr. Was aber geblieben ist- und das jetzt schon seit etwa 5 Wochen (also schon vor dem nicht-Trinken)- ist, dass sie immer wieder (und das ist pro Stillen ca. 10 mal der Fall, wenn ich nicht davor schon aufgebe) die Zähne leicht zusammendrückt und dann die Brustwarze durch die fast geschlossenen Zähne durchzieht. Das tut zwar nicht so weh, als wenn sie richtig zubeisst, aber dadurch dass sie das so oft macht, sind meine BW auch schon am Ende ihrer Belastbarkeit angelangt. Ich hab schon sehr viele der Tipps die in den unterschiedlichen Threads angeführt sind, ausprobiert, hab ihr in Ruhe, aber sehr ernst gesagt, dass ich das nicht möchte, weil mir das weh tut, hab versucht, ihren Kopf zu mir zu drücken, bin einmal sogar etwas lauter geworden (als ich das Gefühl hatte, dass sie das in dem Moment verträgt - aber es hat sie nicht sonderlich beeindruckt), usw.
Was mich am meisten irritiert, ist ihre Reaktion (mit Ausnahme der Tage, wo sie auch nicht getrunken hat, da hat sie immer bitterlich geweint, hat dann aber gleich nach dem Trösten wieder weiter"gebissen" - aber das ist jetzt ganz anders): sie sieht mich dann immer mit riesengroßen Augen und offen stehendem Mund an und es kommen dann mehrere "ha" - so als ob sie mir irgendetwas sagen wollte oder mich etwas fragen wollte. Aber ich hab keine Ahnung was...! Wenn ich ernst mit ihr rede kommt dann nur ein kurzes grinsen, wenn ich einpacke und das Stillen beende, scheint sie absolut unbeeindruckt und selbst wenn ich ein lautes "Au - nein, das tut mir weh" sag, grinst sie nur und beendet von sich aus das Stillen. Und das läuft jetzt seit ca. 5 Wochen immer nach dem gleichen Muster ab. Ab und zu kommt es dann noch vor, dass sie nach meiner Reaktion beim Weiterstillen dann immer aus dem allerletzten Augenwinkel zu mir hochschielt, wobei ich da nicht deuten kann, ob das ein verärgerter, beleidigter, verstörter, unsicherer, oder ein anderer Blick ist...
Was ich vielleicht noch erwähnen sollte: wir stillen immer nur, wenn sie mir signalisiert, dass sie will. Ich biete es ihr nie von mir aus an, weil sie vielleicht Hunger haben könnte - also dass sie mir sagen will, dass sie eigentlich gar keine Lust auf Stillen hat, kann ich mir nicht vorstellen. Ich hab auch schon versucht, mich zum Stillen immer ins ruhige Schlafzimmer zurückzuziehen, aber da wurde das "Beissen" eigentlich tendenziell eher mehr (also an fehlender Ruhe oder Zuwendung während des Stillens dürfte es auch nicht liegen). Und: in der Nacht läuft das Stillen ganz normal ohne jegliche Störung ab.
Die Phase des "richtigen Beissens" haben wir schon zweimal hinter uns gebracht - das war jedesmal ca. eine Woche rund um das Durchbrechen eines neuen Zahns, da haben aber die Methoden aus den anderen Threads teilweise ganz gut geholfen.
Meine Fragen sind jetzt folgende:
Was will sie mir sagen oder was will sie von mir - habt ihr dazu eine Idee? Und wie kann ich dann darauf eingehen (bzw. kann ich das überhaupt?)?
Wie lange hält die "Wirkung" meiner Reaktion an - also wie lange bzw. kann sie überhaupt einen Zusammenhang herstellen zwischen ihrem "beissen" und dem nicht mehr weiterstillen? Also wie lange macht es Sinn, ihr nach dem Beissen quasi "die Brust zu verweigern"?
Wie kann ich weitermachen? So wie jetzt halt ich's nicht mehr lange aus bzw. will ich nicht mehr weitermachen - irgendwas muss ich ändern. Ich merke schon, dass ich manchmal vom Stillen genervt und auch angespannt bin, obwohl ich das Stillen grundsätzlich total genieße und schön finde und es mir und ihr grundsätzlich ja eigentlich gut tut - solange sie mir nicht dauernd (und vor allem so oft) weh tut dabei.
Ich weiß, es gibt viiiiiieeel Schlimmeres und ich seh's auch nicht als wirkliches Stillproblem, aber ich möchte trotzdem dass sich etwas ändert. Und vor allem möchte ich noch länger entspannt stillen!
Und vielleicht fällt ja einer von euch was ein - wem sonst wenn nicht euch
Und wenn nicht, vielleicht könnt ihr mich zumindest ein bisschen zum Durchhalten ermutigen... - schön langsam brauch ich da nämlich ein bisschen mentale Unterstützung