Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

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MupfelMama
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Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

Beitrag von MupfelMama »

Ich hatte/habe vermutlich einen Milchstau. "Vermutlich", weil an einer für mich ungewohnten Stelle (linke Brust, innen). Bisher war immer nur die rechte Seite außen betroffen. Und weil Verhärtung und pralles, gestautes Gefühl nach einer wieder einmal wunden Brustwarze folgten. Leo reagiert auf neue Zähne mit einer grottenschlechten Saugtechnik.
Wahrscheinlich habe ich ihn wegen der schmerzenden BW falsch angelegt. Kann sich so ein Milchstau gebildet haben?

2 Tage lang kühlen/wärmen und abtrinken lassen haben nicht viel geholfen. Leider macht Leo keine Experimente bei der Stillposition mit. Er trinkt schon seit einigen Monaten nur noch im Liegen. In ganz seltenen Fällen darf ich auch mal sitzen.
Ich habe die Stelle unter der Dusche ausmassiert. Das brachte zunächst Erleichterung, nach wenigen Stunden war der Knoten aber wieder genauso groß und hart wie vorher.

Besser wurde es nun seit gestern zusätzlich mit Retterspitztinktur und Ibuprofen (obwohl ich keine Temperatur habe). Der Knoten wird kleiner und das Gewebe weicher. Er ist aber immer noch deutlich fühlbar. Gefühlt pflaumengroß und ziemlich hart.

Was soll ich, was "darf" ich nun weiter tun? Wie lange darf sich ein Knoten halten, wann muss ich zum Arzt?
Wie kann ich weiter unterstützen?
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Re: Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

Beitrag von Mondenkind »

Ich würde so fortfahren wie Du es bisher gemacht hast. Es hat ja eine gewisse LInderung gebracht. Ich würde konsequent wärmen vorher/kühlen nachher, ausmassieren unter der Dusche. Retterspitz und Ibuprofen bei Bedarf sind auch in Ordnung. Von einem Arztbesuch würde ich mir in so einer Situation nicht so wahnsinnig viel erhoffen, wenn ich ehrlich bin... Viel Ruhe, die o.g. Maßnahmen und Pflege der Brustwarze bringen wahrscheinlich mehr und es ist dann damit bald vorbei.
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Re: Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

Beitrag von MupfelMama »

Danke dir. Deine Antwort beruhigt mich sehr. Ich habe mich genau das gefragt: was kann ein Arzt denn schon machen?!
War mir aber unsicher, weil oft zu lesen ist, dass nach 24-48 Stunden deutliche Besserung eintreten sollte.
Was ist denn deine Erfahrung? Wie lange kann sich so eine Verhärtung halten?
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Re: Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

Beitrag von Mondenkind »

Schwer zu sagen. Aber da es ja im Moment nicht in Richtung Mastitis geht, würde ich einfach erstmal so weiter machen. Und nach dem Stillen richtig gut kühlen. Kühli aus dem Tiefkühlfach in ein Tuch und in den BH stecken (bitte nicht direkt auf die haut). Hast Du schon mal versucht, ihn mit dem Kinn in Richtung Stau anzulegen wenn er schläft? Indem du im Vierfüßler über ihm kniest zB?
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Re: Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

Beitrag von MupfelMama »

ja, ich versuche das immer wieder. Dazu eignen sich aber tatsächlich nur die nächtlichen Stillmahlzeiten :wink:.
Heute nachmittag akzeptierte er aber sogar nach langer Zeit wieder einmal, in Wiegeposition auf dem Stillkissen zu liegen.

Die Stelle ist nach dem Stillen immer schön weich. Ich versuche währenddessen auch schon immer mit zu massieren. Da ist dann immer kaum etwas zu fühlen. Wenig später aber ist der Knubbel wieder da.
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Re: Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

Beitrag von MupfelMama »

Update: der Stau (oder was auch immer) schmerzt nicht mehr. Aber der Knubbel bleibt. Ich werde nächste Woche zu meiner Ärztin gehen, diese Woche sind Praxisferien.

Meine Brustwarzen tun jetzt wieder mehr weh. Beim Anlegen ganz besonders, es brennt für wenige Minuten wie eine Schnittwunde. Dann wird es besser, auch wegen einsetzendem MSR, da trinkt Leo entspannter. Aber auch nach dem Stillen und auch zwischendrin "unmotiviert" habe ich Schmerzen in den Brüsten. Es scheint dann immer von den Brustwarzen aus in die Seiten zu strahlen.

Ich pflege bisher nur mit Lansinoh und Stadelmann Beinwellsalbe und trage Wolle-Seide Stilleinlagen.
Was kann ich noch unterstützend tun?


Das Anlegen müssten wir verbessern, ich versuche das schon seit langem vergeblich. Es heißt ja, es soll viel Brust in den Mund. Leo wehrt sich aber sehr dagegen. An meiner linken Seite möchte er möglichst nur die BW im Mund haben. Wenn ich versuche zu schieben, drückt er sich mit aller Kraft dagegen und zieht damit noch mehr an der BW. Was kann ich tun?
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Re: Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

Beitrag von Häsin »

Leider kann ich Dir nicht sagen was Du tun kannst (außer viel ausruhen). Wollte nur schreiben, dass ich so einen hartnäckigen Knubbel auch hatte. Weil ich auch das mit den 24 bzw. 48 Stunden kannte, habe ich bei der Ärztin angerufen. Die sagte mir damals ich solle das ausmassieren und wenn es nicht geht, die Hebamme anrufen. Die war dann eher für in Ruhe lassen, was mir selbst auch vernünftiger vorkam (ausmassieren hat eh nicht geklappt). Der Knubbel ist dann von allein weggegangen. Erst ging die Rötung weg, dann die Schmerzen und irgendwann wr dann auch der Knubbel nimmer tastbar. Hat insgesamt so 4-5 Tage gedauert.
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Re: Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

Beitrag von Mondenkind »

MupfelMama hat geschrieben:Update: der Stau (oder was auch immer) schmerzt nicht mehr. Aber der Knubbel bleibt. Ich werde nächste Woche zu meiner Ärztin gehen, diese Woche sind Praxisferien.
Möglichkeit No. 1: der Knubbel braucht noch Zeit um zu verschwinden
Möglichkeit No. 2: der Knubbel verursacht den Stau. War da schon mal was zu tasten? Es gibt gutartige Knoten (keine Angst kriegen, sind wirklich harmlos), die den Abfluss lokal behindern können
Meine Brustwarzen tun jetzt wieder mehr weh. Beim Anlegen ganz besonders, es brennt für wenige Minuten wie eine Schnittwunde. Dann wird es besser, auch wegen einsetzendem MSR, da trinkt Leo entspannter. Aber auch nach dem Stillen und auch zwischendrin "unmotiviert" habe ich Schmerzen in den Brüsten. Es scheint dann immer von den Brustwarzen aus in die Seiten zu strahlen.
Wie sehen die Brustwarzen aus? Irgendwie auffällig in Farbe, Hautzustand?
Das Anlegen müssten wir verbessern, ich versuche das schon seit langem vergeblich. Es heißt ja, es soll viel Brust in den Mund. Leo wehrt sich aber sehr dagegen. An meiner linken Seite möchte er möglichst nur die BW im Mund haben. Wenn ich versuche zu schieben, drückt er sich mit aller Kraft dagegen und zieht damit noch mehr an der BW. Was kann ich tun?
Das ist natürlich unangenehm. Warum vor allem links? Ist er sonst auch sehr einseitig? Probiert ihr verschiedene Stillpositionen?
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Re: Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

Beitrag von MupfelMama »

Mondenkind hat geschrieben:
MupfelMama hat geschrieben:Update: der Stau (oder was auch immer) schmerzt nicht mehr. Aber der Knubbel bleibt. Ich werde nächste Woche zu meiner Ärztin gehen, diese Woche sind Praxisferien.
Möglichkeit No. 1: der Knubbel braucht noch Zeit um zu verschwinden
Möglichkeit No. 2: der Knubbel verursacht den Stau. War da schon mal was zu tasten? Es gibt gutartige Knoten (keine Angst kriegen, sind wirklich harmlos), die den Abfluss lokal behindern können
Das habe ich mich auch gefragt und ich weiß es offen gestanden nicht :|. Zumindest ist mir an der Stelle nie etwas aufgefallen. Ich habe aber schon lagen nicht mehr abgetastet.
Der Knubbel ist jedenfalls noch immer zu fühlen und ich denke, ich tue mir einen Gefallen, wenn ich meine Ärztin draufschauen lasse.


Mondenkind hat geschrieben:
MupfelMama hat geschrieben:Meine Brustwarzen tun jetzt wieder mehr weh. Beim Anlegen ganz besonders, es brennt für wenige Minuten wie eine Schnittwunde. Dann wird es besser, auch wegen einsetzendem MSR, da trinkt Leo entspannter. Aber auch nach dem Stillen und auch zwischendrin "unmotiviert" habe ich Schmerzen in den Brüsten. Es scheint dann immer von den Brustwarzen aus in die Seiten zu strahlen.
Wie sehen die Brustwarzen aus? Irgendwie auffällig in Farbe, Hautzustand?
Als es ganz arg schlimm war (derzeit wird es wieder besser, wie sollte es auch anders sein :roll:) hatte ich den Eindruck, dass insbesondere die linke Seite nach dem Stillen heller ist. Ich habe versucht ein Foto zu machen, darauf war es aber nicht zu erkenne.
Hier schreibt jusl von einem abgehobenen Epithel, in diese Richtung habe ich auch schon gedacht. Dafür würde vielleicht sprechen, dass der "weiße Eindruck" mit allmählicher Linderung verschwindet.


Mondenkind hat geschrieben:
MupfelMama hat geschrieben:Das Anlegen müssten wir verbessern, ich versuche das schon seit langem vergeblich. Es heißt ja, es soll viel Brust in den Mund. Leo wehrt sich aber sehr dagegen. An meiner linken Seite möchte er möglichst nur die BW im Mund haben. Wenn ich versuche zu schieben, drückt er sich mit aller Kraft dagegen und zieht damit noch mehr an der BW. Was kann ich tun?
Das ist natürlich unangenehm. Warum vor allem links? Ist er sonst auch sehr einseitig? Probiert ihr verschiedene Stillpositionen?
Ich vermute, das Wegdrücken ist noch ein Relikt aus KiSS-Zeiten. Wir waren 2x bei Biedermann, mit 6 Wochen zum ersten Mal . Eigentlich ist da nichts mehr. In Schub- oder anderen ereignisreichen Zeiten kommen aber oft wieder Symptome zum Vorschein.
Einseitig ist er nur noch in dem Sinne, dass er es gar nicht leiden kann, auf meiner rechten Seite liegend zu trinken. Das heißt ich gebe ihm immer beide Brüste von links.
Was er auch noch nie leiden mochte, war angedockt zu werden. Er sucht und schnappt lieber selbst zu und wehrt sich wahrscheinlich auch schon deshalb gegen meinen Versuch, ihm mehr Brust in den Mund zu geben.
Gerade wird aber auch das wieder besser....
Schön eigentlich - ich wüsste aber schon gerne, was ich beim nächsten Mal besser machen kann. Die Woche war echt bescheiden...
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Re: Milchstau - wie lange "dürfen" Knoten bleiben?

Beitrag von Mondenkind »

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