Frage zum Abstillen im familienbett...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Antworten
Benutzeravatar
lilafrosch
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1898
Registriert: 04.01.2011, 09:35
Wohnort: Berlin/ Brandenburg

Frage zum Abstillen im familienbett...

Beitrag von lilafrosch »

Wie habt ihr es geschafft nachts abzustillen im familienbett?
Es gibt naechte, da stillt die kleine (19 monate) gefuehlte 30 stunden am stueck. Also 2 sinds auf jedenfall. Und wenn ich mich dann mal wegdrehe, weil ich denke, jetzt schlaeft sie, schreit sie nach 5 minuten wieder " nana" und dann gehts von vorne los.Und das zieht sich ueber stunden bis in den morgen hinein.
Es gibt naechte, da kann ich einfach nicht mehr. Ich ertrage in der uebermuedung das gefummel und gesauge einfach nicht. Da hab ich immer ein bild von einem dalmatiner vor den augen, der nahc ewigen gesaeuge der jungen, diese einfach weggestossen und sich zurueckgezogen hat. Warum machen die tiere das und wir saeugetiere nicht?
Ich lass es ueber mich " ergehen" . Es geht wirklich nur um den zeitraum, der totalen erschoepfung nachts. Tagsueber und sonst nachts mal kurz zwischendurch bei durst ist alles ok. Ich brauche nicht viel schlaf und auch nicht lange am stueck, aber mal 2 stunden am stueck waeren super. Ich meine, ich rede nicht von einem 14 tage alten saeugling, sondern von einem 1,5 jaehrigen kind.
Ich hab versuch ihr einen nucki einzureden, dass nana alle ist und wir kuscheln koennen usw. Aber sie bruellt weil sie die brust will. Ich lieg ja daneben und die brust ist da. Wie kann ich sie nachts zum wassertrinken zb. Bekommen. Sie trinkt ja tagsueber auch nicht aus einer nuckelflasche. Nimmt auch keinen nuckel.

Koennt ihr mir eure erfahrungen mal schildern. Was waren eure tricks? Ich will ihr nicht mit zwang das naechtliche stillen nehmen.
Lieben dank.
PuberTier 10/00, DiskuTier08/10, KuschelTier 08/2019
Benutzeravatar
Laquiqui
alter SuT-Hase
Beiträge: 2216
Registriert: 11.01.2008, 19:26
Wohnort: Zuhause

Re: Frage zum Abstillen im familienbett...

Beitrag von Laquiqui »

Ich habe nachts abgestillt im Familienbett.
Bei mir war es wie bei Dir, ich habe 6mal stillen in der NAcht nervlich einfach nicht ausgehalten, ich war richtig aggro und motzig und irgendwann war der Punkt da, an dem ich eine Runde geheult habe und mir klar war, dass ich ihr das nachts nicht mehr geben kann. Den ganzen Tag über habe ich ihr bei jedem stillen erzählt, dass sie in der nächsten Nacht nicht stillen darf, dass sie am Abend der Brust gute Nacht sagen muss und dann in der Nacht Reismilch trinken darf oder einen Schnuller haben kann.
Wir haben so Trinklernbecher, die wir sonst garnicht benutzen, bei der Tagesmutter haben sie aber alle so Becher und trinken daraus Tee oder Wasser. Und einen Schnuller braucht sie ganz selten mal, wir haben ein paar und ich habe dann auch noch ein paar gekauft, aber eigentlich braucht sie die nicht.

Und dann habe ich es durchgezogen, bin in den ersten Nächten bei jedem Weinen mit ihr aufgestanden, hab sie rumgetragen und ihr vorgesungen, bis sie sich angekuschelt hat, manchmal in meinem Arm ihre Reismilch getrunken hat oder wieder eingeschlafen ist. Das ist jetzt ungefähr drei Wochen her und ich freue mich, dass es ganz gut geklappt hat. In der ersten Nacht ist sie 6 mal aufgewacht, in der nächsten nur noch dreimal.
Sie hat geweint, aber das war für mich nicht so schlimm wie meine Aggression vorher, ich war klar und mir war klar, dass das jetzt der Weg ist. Das ist glaube ich, ganz wichtig, dass Du Dir klar bist, was Du willst. Bei meinem Sohn habe ich auch irgendwann nachts abgestillt, aber ich war innerlich so unsicher und es tat mir so leid und ich war eben nicht so klar. ES war schrecklich und ich habe befürchtet, dass es diesmal wieder so wird. Aber da ich ganz klar und sicher war, was ich wollte und was ich tue, haben wir das gut gemeistert. Sie schläft mal durch, mal nicht, trinkt nachts ihre Reismilch oder Wasser oder auch nichts und kuschelt.

Alles gute für Euch!!!
Liebe Grüße von Kirsten

"Es gibt mehrere Arten, etwas richtig zu machen" Mama Muh
Benutzeravatar
Monique
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 278
Registriert: 04.10.2006, 19:55
Wohnort: nordöstlich von Berlin

Re: Frage zum Abstillen im familienbett...

Beitrag von Monique »

Mittlerweile habe ich drei Kinder nachts "abgestillt". Die Methode war immer gleich. Grundlage war, dass die Kinder ein Alter erreicht haben in dem sie wirklich verstehen was ich meine.
Zuerst haben wir beim Abendritual allen möglichen Körperteilen Gute Nacht gesagt, weil sie so müde sind.
"Gute Nacht Nase"
" Gute Nacht Augen"
"Gute Nacht Mund"
"Gute Nacht Kitzelfuss"

Nach ein paar Tagen konnte ich dann erklären, das wir allen Körperteilen Gute Nacht gesagt haben, weil sie ganz müde sind. Und nicht nur am Kind sind Körperteile müde. Auch die Mama ist müde, und auch die entsprechenden Einzelteile :roll:

Und wenn mein Kind dann nachts stillen wollte, habe ich gesagt, dass auch meine Brust gerade nicht kann. Erst wenn es wieder hell draussen ist.
Das ist im Sommer tenedenziell eher riskant, immerhin wird es schon 4:00 hell. :mrgreen:
Da muss man sich dann eine andere Vereinbarung einfallen lassen.

Grundsätzlich muss dazu gesagt werden, dass das sicherlich pädagogisch nicht 100%ig ist. Aber wenn ich als Mama kraftlos bin, weil die Nächte mich dermaßen schlauchen, das Kind auch in einem Alter ist, wo nächtliches Stillen nicht mehr so elementar ist, dann kann man das so machen. Es ist kindgerecht. Die Kinder sind epathisch und können es so verstehen.
Oft kommen die Kleinen dafür tagsüber öfter. Das sollte man dann ruhig zulassen. Ich finde, das ist ein guter Kompromiss. Ich bekomme meinen Nachtschlaf und mein Kind bekommt die köstliche Mumi.
liebe Grüße
Monique
Trageberatung - Clauwi Trageschule (GK) und Trageschule Dresden (Zertifiziert)
Benutzeravatar
chris1179
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1012
Registriert: 09.10.2011, 14:30
Wohnort: in der Nähe von Karlsruhe

Re: Frage zum Abstillen im familienbett...

Beitrag von chris1179 »

Hallo,

unsere Tochter ist erst 11 Monate alt, aber ich hab auch schon oftmals darüber nachgedacht, das nächtliche Stillen einzuschränken, brauche dafür aber die Hilfe von meinem Mann, sonst funktioniert das bei uns nicht bzw. endet in tobendem Gebrüll.

Es gab Nächte, da hat sie gestillt und nach über 1 Stunde nuckeln (ich war schon fix und alle und nur noch aggressiv), war sie dann putzmunter, ist im Bett herum geturnt und wollte unbedingt weiter nuckeln. Da hab ich dann überlegt, dass sie kein kleines Baby mehr ist, hab ihr dann erklärt, dass wir jetzt alle weiterschlafen und dass sie sich bitte hinlegen soll. Ich hab sie dann immer wieder in den Arm genommen und wieder rüber gelegt, wenn sie zu arg gezappelt hat. Das ging dann vielleicht 5-6 Mal so und dann hat sie sich plötzlich hingelegt und hat weiter geschlafen.

Ich denke, bei unserer Tochter ist es mittlerweile viel Gewohnheit, u. a. auch, weil wir eben seit Monaten jeden Abend einschlafstillen und sie auch tagsüber viel nuckelt / nuckeln darf. Wenn wir z. B. irgendwo zu Besuch sind oder unterwegs im Café, dann lasse ich sie nuckeln, weil ich weiß, dass sie dann mit Brust im Mund wenigstens etwas Ruhe bekommt. Und naja, dann fällt es natürlich irgendwie schwer, ihr das abends / nachts plötzlich zu verweigern.

Momentan wacht die Kleine aber nachts "nur" noch 2-3 Mal auf und nuckelt dann halt ne Weile, dann docke ich sie ab und in 80 % der Fälle schläft sie dann sogar weiter...aber es war schon mal besser und wurde dann wieder schlimmer. Also darauf verlassen, dass es jetzt so bleibt, kann man sich ja eh nicht.

Nach meinem momentanen Gefühl denke ich, dass ich das noch ein paar Monate tolerieren kann und dann versuchen werde, das Stillen nachts immer mehr einzuschränken und vielleicht auch eine Zeitspanne vorzugeben, in der sie dann nichts bzw. natürlich Wasser bekommt, wenn sie dann Durst hat.
Liebe Grüße

Christina
mit meinen beiden Mädchen
A.S. (05/11) und J.J. (09/13)

"Fuhrpark"
Bernina B560 mit Stickmodul, W6 Overlock, Brother CV3550 Topstitch, Cameo 3
Benutzeravatar
lilafrosch
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1898
Registriert: 04.01.2011, 09:35
Wohnort: Berlin/ Brandenburg

Re: Frage zum Abstillen im familienbett...

Beitrag von lilafrosch »

Vielen dank fuer eure antworten! Dass mit dem gute nacht sagen, der koerperteile, hab ich auch schon probiert.
Das problem ist, dass sie an der brust ja einschlaeft am abend weil sie die nahrung braucht, da sie noch nicht richtig isst. Sie beginnt jetzt endlich wenigesten einmal am tag was zu essen. Von daher ist sie auf die mumi als nahrung wirklihc angewiesen. Und sie versteht dann nicht, warum die nana nachts leer sein soll oder schlaeft oder sowas. Liegt sicher auch daran, dass sie ja eigentlich schlaeft wenn sie stillen will und gar nicht klar ist. Hab die letzten tage auch wieder versucht flasche mit wasser zu geben oder nucki...nichts....nur geschrei und das so laut, dass sie die nachbarn 3 km entfernt weckt.
:(
PuberTier 10/00, DiskuTier08/10, KuschelTier 08/2019
Antworten

Zurück zu „Stillforum“