Na, aber bevor ich mein Kind bei jemandem unbekannten lasse, den ganzen Tag, lass ichs liber ein paar Tage beim PapaKarinke hat geschrieben: Wäre es denn eine Option zu schauen, ob es dort im Ort eine TaMu gäbe, vielleicht gar eine Sutlerin, die bereit wäre, während der Sessionen auf dein kleines aufzupassen? Wäre ja eine beschränkte Zeit... In der Nacht bei dir, Nachstillen, was Tagsüber nicht möglich war, ggf am Mittag auch stillen, je nach dem, wie die Distanzen sind, und Morgen und Nachmittag mal davon ausgehen, dass eine Reiswaffel und etwas Wasser zur Überbrückung reichen könnte?
Nur so als Idee. Jetzt wäre ja noch zeit, sowas in die Wege zu leiten...
5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
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Lola85
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Re: 5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
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Elena
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Re: 5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
Ich würde Mann und Kind mitnehmen!
Wir haben da auch schon so einiges ausprobiert - bei der Großen hatte ich 14 Tage nach dem Kaiserschnitt eine wichtige (ganztägige) Prüfung. Da hat mein Mann sie mir zwischendurch zum Stillen gebracht. Ähnlich bei der Kleinen bei mehreren Seminaren und Prüfungen. Es war schon jedesmal ein gewisser organisatorischer Aufwand, aber alles hat geklappt und ich bin froh und stolz, dass ich das so gemacht habe.
Manchmal muss man sich sowas einfach nur trauen. Natürlich ist es einfacher und entspannter, mit Kind an der Brust den ganzen Tag auf dem Sofa zu sitzen. Das habe ich gerade in den ersten Monaten auch ausgiebig getan und sehr genossen. Aber ich möchte meinen Beruf nicht ewig vor sich hindümpeln lassen - WENN ich es mit ein bisschen Einsatz meinerseits und des Vaters so hinkriege, dass das Kind nicht darunter leidet. Das war immer meine Bedingung, und es hat bisher gut geklappt.
Ich finde es eine tolle Sache für alle Beteiligten, wenn die Väter sich nicht davor drücken, in so einer Situation mit anzupacken. Meiner hat sich die Elternzeit mit mir geteilt, erst ich 7 Monate, dann er 7 Monate. Und meine Kinder haben jeweils noch sehr viel gestillt mit 7 Monaten, haben aber problemlos von 9 bis 15 Uhr mit dem Papa Vorlieb genommen. Ja, es war und ist anstrengend. Ich stille die Nächte durch und der Papa trägt unsere Kleine täglich mindestens eine Stunde, manchmal sind es auch drei. Das ist seine Art, ihr Nähe zu geben, und es klappt prima. Keine unserer Töchter brauchte einen Schnuller.
Und ich muss noch was loswerden, was mir jedes Mal in den Fingern juckt, wenn ich lese "das geht bei den meisten Vätern halt nicht". All unsere "Reihenhaus- und Minivan-Nachbarinnen" lächeln immer nett, wenn sie hören, dass mein Mann in Elternzeit ist und sagen "Ach wie schön, schade, dass das in vielen Betrieben nicht so geht für die Männer." Klar, aber für die Frauen gehts immer problemlos??? Mein Mann war der erste in seiner sehr großen und internationalen Firma, der mehr als die zwei Alibi-Monate Elternzeit genommen hat. Er war der erste, der aus familiären Gründen Teilzeit beantragt hat. Er hat es in Kauf genommen, bei manchen Projekten etwas abgehängt zu werden, weil er nicht immer verfügbar war.
"Das geht bei uns finanziell nicht" höre ich dann immer mal von Leuten, die sich gerade ein Eigenheim in München gekauft haben. Ja, bei uns geht es ganz gut, was auch daran liegt, dass ich ähnlich verdiene wie er. Und warum? Weil ich qualifiziert bin und immer dran geblieben bin an meiner Aus- und Weiterbildung und nicht jahrelang ausgesetzt habe.
Ich finde es völlig in Ordnung, wenn sich eine Familie gemeinsam entscheidet, die Rollen klar zu verteilen. Aber es geht mir total auf die Nerven immer zu hören, dass die Umstände einem das aufzwingen. Das sind nicht die Umstände, das sind einerseits die Männer, die nicht den Mumm haben, ihren Arbeitgeber mit den Gesetzen zu konfrontieren und für ihre Rechte einzustehen, andererseits aber auch die Frauen, die nicht mal tief Luft holen und Verantwortung abgeben können.
Bei uns kommt die Familie und vor allem die Kinder und ihre Bedürfnisse an erster Stelle. Ich hätte sofort alles über den Haufen geschmissen und wäre zuhause geblieben, wenn es nötig gewesen wäre. Es war aber nicht nötig, weil wir uns alles so gut organisiert haben. Deshalb möchte ich alle ermutigen, sich solchen Herausforderungen zu stellen, wenn sie es wollen. Gerade kleine Kinder lassen sich gut mitnehmen - und sind beim Papa oft zufriedener, als die Mama denkt.
Wir haben da auch schon so einiges ausprobiert - bei der Großen hatte ich 14 Tage nach dem Kaiserschnitt eine wichtige (ganztägige) Prüfung. Da hat mein Mann sie mir zwischendurch zum Stillen gebracht. Ähnlich bei der Kleinen bei mehreren Seminaren und Prüfungen. Es war schon jedesmal ein gewisser organisatorischer Aufwand, aber alles hat geklappt und ich bin froh und stolz, dass ich das so gemacht habe.
Manchmal muss man sich sowas einfach nur trauen. Natürlich ist es einfacher und entspannter, mit Kind an der Brust den ganzen Tag auf dem Sofa zu sitzen. Das habe ich gerade in den ersten Monaten auch ausgiebig getan und sehr genossen. Aber ich möchte meinen Beruf nicht ewig vor sich hindümpeln lassen - WENN ich es mit ein bisschen Einsatz meinerseits und des Vaters so hinkriege, dass das Kind nicht darunter leidet. Das war immer meine Bedingung, und es hat bisher gut geklappt.
Ich finde es eine tolle Sache für alle Beteiligten, wenn die Väter sich nicht davor drücken, in so einer Situation mit anzupacken. Meiner hat sich die Elternzeit mit mir geteilt, erst ich 7 Monate, dann er 7 Monate. Und meine Kinder haben jeweils noch sehr viel gestillt mit 7 Monaten, haben aber problemlos von 9 bis 15 Uhr mit dem Papa Vorlieb genommen. Ja, es war und ist anstrengend. Ich stille die Nächte durch und der Papa trägt unsere Kleine täglich mindestens eine Stunde, manchmal sind es auch drei. Das ist seine Art, ihr Nähe zu geben, und es klappt prima. Keine unserer Töchter brauchte einen Schnuller.
Und ich muss noch was loswerden, was mir jedes Mal in den Fingern juckt, wenn ich lese "das geht bei den meisten Vätern halt nicht". All unsere "Reihenhaus- und Minivan-Nachbarinnen" lächeln immer nett, wenn sie hören, dass mein Mann in Elternzeit ist und sagen "Ach wie schön, schade, dass das in vielen Betrieben nicht so geht für die Männer." Klar, aber für die Frauen gehts immer problemlos??? Mein Mann war der erste in seiner sehr großen und internationalen Firma, der mehr als die zwei Alibi-Monate Elternzeit genommen hat. Er war der erste, der aus familiären Gründen Teilzeit beantragt hat. Er hat es in Kauf genommen, bei manchen Projekten etwas abgehängt zu werden, weil er nicht immer verfügbar war.
"Das geht bei uns finanziell nicht" höre ich dann immer mal von Leuten, die sich gerade ein Eigenheim in München gekauft haben. Ja, bei uns geht es ganz gut, was auch daran liegt, dass ich ähnlich verdiene wie er. Und warum? Weil ich qualifiziert bin und immer dran geblieben bin an meiner Aus- und Weiterbildung und nicht jahrelang ausgesetzt habe.
Ich finde es völlig in Ordnung, wenn sich eine Familie gemeinsam entscheidet, die Rollen klar zu verteilen. Aber es geht mir total auf die Nerven immer zu hören, dass die Umstände einem das aufzwingen. Das sind nicht die Umstände, das sind einerseits die Männer, die nicht den Mumm haben, ihren Arbeitgeber mit den Gesetzen zu konfrontieren und für ihre Rechte einzustehen, andererseits aber auch die Frauen, die nicht mal tief Luft holen und Verantwortung abgeben können.
Bei uns kommt die Familie und vor allem die Kinder und ihre Bedürfnisse an erster Stelle. Ich hätte sofort alles über den Haufen geschmissen und wäre zuhause geblieben, wenn es nötig gewesen wäre. Es war aber nicht nötig, weil wir uns alles so gut organisiert haben. Deshalb möchte ich alle ermutigen, sich solchen Herausforderungen zu stellen, wenn sie es wollen. Gerade kleine Kinder lassen sich gut mitnehmen - und sind beim Papa oft zufriedener, als die Mama denkt.
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- Karinke
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Re: 5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
Vielleicht bin ich da etwas naive, aber wenn ich eine Forumsmama treffen täte, ich sehe, sie hat beispielsweise sling und TT mit dabei, lässt ihre Kinder die Welt entdecken, stillt während unserem Kaffeeklatsch so neben bei ihren Toddler... Ich hätte da wenig mühe. Gerade, wenn ich sie im vorfeld schon etwas lesen konnte. Es gibt hier im Forum einige Namen, wo ich das relativ Bedenkenlos machen täte, nach dem wir uns einmal gesehen hätten, unsere Vorstellungen austauschen konnten, und feststellten, dass sie übereinstimmen.
Aber eben, durchaus möglich, dass ich recht naive bin. - Und Variante Papa kommt mit ist noch immer mein Favorit.
Ich habe mit meinem Mann auch das Abkommen, dass er bei längerem Auslandsaufenthalt als 2 Wochen mich mitnehmen MUSS! das weiss auch sein AG. Gerade die kommende Woche ist es wieder soweit, wobei ich da auch für mich gleich einiges erledigen gehe. Wir werden zwar separat reisen, da ich nicht fliegen will (ja, ich ziehe 27h Zugfahrt 4h Flug vor), und ich werde vor Ort noch 2 Nächte auf ihn warten müssen, aber ich würde ihn so lange nicht ohne mich verreisen lassen. Weniger wegen mir, als wegen Töchterchen, die ohne Papa nicht kann.
Aber eben, durchaus möglich, dass ich recht naive bin. - Und Variante Papa kommt mit ist noch immer mein Favorit.
Ich habe mit meinem Mann auch das Abkommen, dass er bei längerem Auslandsaufenthalt als 2 Wochen mich mitnehmen MUSS! das weiss auch sein AG. Gerade die kommende Woche ist es wieder soweit, wobei ich da auch für mich gleich einiges erledigen gehe. Wir werden zwar separat reisen, da ich nicht fliegen will (ja, ich ziehe 27h Zugfahrt 4h Flug vor), und ich werde vor Ort noch 2 Nächte auf ihn warten müssen, aber ich würde ihn so lange nicht ohne mich verreisen lassen. Weniger wegen mir, als wegen Töchterchen, die ohne Papa nicht kann.
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Elena
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Re: 5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
Wo und wann ist denn die Fortbildung? Vielleicht gibt es eine Jugendherberge mit Familienzimmer in der Nähe? Oder wirklich eine Ferienwohnung? Unsere Kinder waren immer total gerne unterwegs und waren in einer fremden Umgebung meist "einfacher" (weil mit Rumgucken total beschäftigt) als zuhause. Und wenn die Fortbildung im Sommer ist, kann man ja auch schön rausgehen.Katha hat geschrieben:Danke für die Idee, Missa.
hatten auch schon daran gedacht. Glauben aber, das macht uns alle drei kirre, weil halt auch kein gewohntes Umfeld für den Kleinen. Und auch für meinen Freund nicht... (er fand das stressiger, als alleine 5 Tage, aber er glaubt ja, dass der Kleine dieBrust nach 5 Tagen auch weiterhin sPannender finden wird)
Und die Ideemacht Hotel nochmal deutlich teuererund da dann KühlschrNk für die Milch Kriegen, etc...
Hat jemand hier Hotelerfahrung? Gibt es stillfreundluche Hotels??
(Jemand anders als der Papa kriegt den Kleinen eh nicht so lang oder über Nacht, so lange so klein)
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Lola85
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Re: 5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
Hm, cielleicht bin ich nicht lange genug hier dabei...nein, ich würde es nicht machen...vielleicht gäbe es die ein oder andere, ok, aber dann muss ich immer noch berücksichtigen, dass mein Kind diese PErson nicht kent, aber dann ohne eingewhnung mehrere volle Tage bei ihr verbringen muss, neee, dann leiber daheim beim Papa
- Chrisselline
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Re: 5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
Ich habe meinen Sohn auch überall mitgenommen für Fort- bzw Weiterbildungen.
Eine Betreuungsperson war immer mit dabei und er konnte mich zwischendurch sehen, was er auch musste,
da es ihm teilweise nicht gut ging ohne Mama
Einmal wurde er sogar krank und ich persönlich hätte es niemals so lange ohne ihn ausgehalten.
Ich habe dann halt im Vorfeld schon auf die etwas teurere Übernachtung gespart.
Eine Betreuungsperson war immer mit dabei und er konnte mich zwischendurch sehen, was er auch musste,
da es ihm teilweise nicht gut ging ohne Mama
Einmal wurde er sogar krank und ich persönlich hätte es niemals so lange ohne ihn ausgehalten.
Ich habe dann halt im Vorfeld schon auf die etwas teurere Übernachtung gespart.
Chrisselline mit kleiner Kindergarten-Eule (09/09) im Tuch und ** im Herzen 
Zertifizierte Trageberaterin der Trageschule Dresden und zertifizierte Stillberaterin
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- Minchen
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Re: 5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
@Elena: aber in der Realität sieht es für die meisten doch so aus, dass die Männer nunmal die Hauptverdiener sind. Mein Mann udn ich haben denselben Beruf und doch verdient er mehr als ich könnte. Das war schon so, bevor wir Kinder bekamen. Das ist leider meistens so. Und ganz oft haben die Männer eine ganz andere Qualifikation und KÖNNEN eben auch mehr verdienen. Ich kenne in meinem Freundes- und Bekanntenkreis genau EIN Pärchen, bei dem sie mehr verdient als er, nach einem Jahr direkt wieder voll arbeiten ging und darunter sehr leidet. Nicht, weil das Kind bei Papa nicht gut aufgehoben ist, sondern weil sie es hasst, den Kleinen nur noch abends zu sehen.
Mein Mann war in seiner internationalen Firma auch einer der ersten, der Elternzeit genommen hat. Und doch ist es so, dass sich das meistens negativ auf der Karriereleiter auswirkt. Das kann man sch*** finden wie man will, es ist aber so. Und wir können es uns nicht erlauben, dass das Gehalt meines Mannes wegfällt oder er nicht weiter aufsteigt, weil er eben mehr verdient als ich könnte - trotz gleicher Qualifikation, s.o. .Insofern finde ich nicht, dass man das so einfach über einen Kamm scheren kann.
Und wie ist das dann bei Euch: geht Ihr nun beide wieder voll arbeiten? Oder ist einer bei den Kindern und einer arbeitet? Ich finde es nämlich auch schwierig, da die richtige Balance zu finden: wer kümmert sich, wenn sie krank sind? Wessen Arbeit ist wichtiger? Schön, wenn das bei Euch klappt, aber das ist sicher nicht die Regel...
Mein Mann war in seiner internationalen Firma auch einer der ersten, der Elternzeit genommen hat. Und doch ist es so, dass sich das meistens negativ auf der Karriereleiter auswirkt. Das kann man sch*** finden wie man will, es ist aber so. Und wir können es uns nicht erlauben, dass das Gehalt meines Mannes wegfällt oder er nicht weiter aufsteigt, weil er eben mehr verdient als ich könnte - trotz gleicher Qualifikation, s.o. .Insofern finde ich nicht, dass man das so einfach über einen Kamm scheren kann.
Und wie ist das dann bei Euch: geht Ihr nun beide wieder voll arbeiten? Oder ist einer bei den Kindern und einer arbeitet? Ich finde es nämlich auch schwierig, da die richtige Balance zu finden: wer kümmert sich, wenn sie krank sind? Wessen Arbeit ist wichtiger? Schön, wenn das bei Euch klappt, aber das ist sicher nicht die Regel...
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
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Lösche Benutzer 1828
Re: 5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
Ist zwar eher jetzt OT - die Threadstarterin möge es uns verzeihen - aber MInchen hat schon Recht.
Ich habe einfach die qualifizierte Ausbildung meines Mannes gar nicht. Ich habe zwei Ausbildungen - eine handwerklich, eine im Büro - aber damit kann ich nicht viel verdienen.
Das wäre gar nicht möglich.
Würden wir nun sagen, ich gehe auch etliche Stunden arbeiten, müsste er ja zurückstecken und würde weit weniger verdienen. Wir hätten dann sehr viel weniger Geld als jetzt.
Und es klang auch so wie "tja, selber schuld, wer ein Haus kauft" - wir haben auch eines gekauft, hätten aber für eine WOhnung mit genug Platz so enorm viel Miete zahlen müssen und uns mit drei lauten Kindern so einschränken müssen - da haben wir es einfach gewagt.
Ich finde auch die Arbeit für die FAmilie sehr wertvoll - von daher fehlt mir eine berufliche Karriere nicht.
So verallgemeinern kann man das eben nicht - wir fahren werder dreimal im Jahr in den Urlaub (sondern gar nicht), fahren nur ein großes Auto, damit wir alle reinpassen und leben auch sonst eher sparsam.
Ich habe einfach die qualifizierte Ausbildung meines Mannes gar nicht. Ich habe zwei Ausbildungen - eine handwerklich, eine im Büro - aber damit kann ich nicht viel verdienen.
Das wäre gar nicht möglich.
Würden wir nun sagen, ich gehe auch etliche Stunden arbeiten, müsste er ja zurückstecken und würde weit weniger verdienen. Wir hätten dann sehr viel weniger Geld als jetzt.
Und es klang auch so wie "tja, selber schuld, wer ein Haus kauft" - wir haben auch eines gekauft, hätten aber für eine WOhnung mit genug Platz so enorm viel Miete zahlen müssen und uns mit drei lauten Kindern so einschränken müssen - da haben wir es einfach gewagt.
Ich finde auch die Arbeit für die FAmilie sehr wertvoll - von daher fehlt mir eine berufliche Karriere nicht.
So verallgemeinern kann man das eben nicht - wir fahren werder dreimal im Jahr in den Urlaub (sondern gar nicht), fahren nur ein großes Auto, damit wir alle reinpassen und leben auch sonst eher sparsam.
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Lola85
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Re: 5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
Das kann ich voll udn ganz unterschreiben!!Elena hat geschrieben:Ich würde Mann und Kind mitnehmen!
Wir haben da auch schon so einiges ausprobiert - bei der Großen hatte ich 14 Tage nach dem Kaiserschnitt eine wichtige (ganztägige) Prüfung. Da hat mein Mann sie mir zwischendurch zum Stillen gebracht. Ähnlich bei der Kleinen bei mehreren Seminaren und Prüfungen. Es war schon jedesmal ein gewisser organisatorischer Aufwand, aber alles hat geklappt und ich bin froh und stolz, dass ich das so gemacht habe.
Manchmal muss man sich sowas einfach nur trauen. Natürlich ist es einfacher und entspannter, mit Kind an der Brust den ganzen Tag auf dem Sofa zu sitzen. Das habe ich gerade in den ersten Monaten auch ausgiebig getan und sehr genossen. Aber ich möchte meinen Beruf nicht ewig vor sich hindümpeln lassen - WENN ich es mit ein bisschen Einsatz meinerseits und des Vaters so hinkriege, dass das Kind nicht darunter leidet. Das war immer meine Bedingung, und es hat bisher gut geklappt.
Ich finde es eine tolle Sache für alle Beteiligten, wenn die Väter sich nicht davor drücken, in so einer Situation mit anzupacken. Meiner hat sich die Elternzeit mit mir geteilt, erst ich 7 Monate, dann er 7 Monate. Und meine Kinder haben jeweils noch sehr viel gestillt mit 7 Monaten, haben aber problemlos von 9 bis 15 Uhr mit dem Papa Vorlieb genommen. Ja, es war und ist anstrengend. Ich stille die Nächte durch und der Papa trägt unsere Kleine täglich mindestens eine Stunde, manchmal sind es auch drei. Das ist seine Art, ihr Nähe zu geben, und es klappt prima. Keine unserer Töchter brauchte einen Schnuller.
Und ich muss noch was loswerden, was mir jedes Mal in den Fingern juckt, wenn ich lese "das geht bei den meisten Vätern halt nicht". All unsere "Reihenhaus- und Minivan-Nachbarinnen" lächeln immer nett, wenn sie hören, dass mein Mann in Elternzeit ist und sagen "Ach wie schön, schade, dass das in vielen Betrieben nicht so geht für die Männer." Klar, aber für die Frauen gehts immer problemlos??? Mein Mann war der erste in seiner sehr großen und internationalen Firma, der mehr als die zwei Alibi-Monate Elternzeit genommen hat. Er war der erste, der aus familiären Gründen Teilzeit beantragt hat. Er hat es in Kauf genommen, bei manchen Projekten etwas abgehängt zu werden, weil er nicht immer verfügbar war.
"Das geht bei uns finanziell nicht" höre ich dann immer mal von Leuten, die sich gerade ein Eigenheim in München gekauft haben. Ja, bei uns geht es ganz gut, was auch daran liegt, dass ich ähnlich verdiene wie er. Und warum? Weil ich qualifiziert bin und immer dran geblieben bin an meiner Aus- und Weiterbildung und nicht jahrelang ausgesetzt habe.
Ich finde es völlig in Ordnung, wenn sich eine Familie gemeinsam entscheidet, die Rollen klar zu verteilen. Aber es geht mir total auf die Nerven immer zu hören, dass die Umstände einem das aufzwingen. Das sind nicht die Umstände, das sind einerseits die Männer, die nicht den Mumm haben, ihren Arbeitgeber mit den Gesetzen zu konfrontieren und für ihre Rechte einzustehen, andererseits aber auch die Frauen, die nicht mal tief Luft holen und Verantwortung abgeben können.
Bei uns kommt die Familie und vor allem die Kinder und ihre Bedürfnisse an erster Stelle. Ich hätte sofort alles über den Haufen geschmissen und wäre zuhause geblieben, wenn es nötig gewesen wäre. Es war aber nicht nötig, weil wir uns alles so gut organisiert haben. Deshalb möchte ich alle ermutigen, sich solchen Herausforderungen zu stellen, wenn sie es wollen. Gerade kleine Kinder lassen sich gut mitnehmen - und sind beim Papa oft zufriedener, als die Mama denkt.
Und letzten Endes ist es ja auch so, dass Männer (ungerechterweise) für den gleichen Job, mit gleicher Qualifikation im Schnitt immer noch 20% mehr verdienen als Frau ja auch vor allem deswegen so, weil wir Frauen das mit uns machen lassen
Es ist toll wenn sich ein Elternteil dazu entscheidet zurückzustecken udn dafür für die Familie da zu sein (mein Weg ist es nicht), kein Thema, aber ich denke, grade was die ungerechte Lohnverteilung angeht sind wir Frauen halt doch auch selbst oft schuld...eben weil wir es zulassen, weil wir es oft als selbstverständlich sehen!
Ich höre das auch oft "Bei meinem Mann geht das nicht, dass er Elternzeit macht". Wieso nicht? Ok, klar, wenn dann in den paar Monaten soooviel Geld wegfällt, das man vom Rest nicht leben kann, versteh ich das schon, aber nur aus Verantwortungsgefühl dem Betrieb gegenüber?
Ich finde es wichtig und richtig, dass man als Arbeitnehmer an das Wohl der Firma denkt, aber zu welchem Preis? Und was vermitteln wir damit unseren Kindern, vor allem unseren Töchter? "So isses halt, finde dich damit ab" ?
Ok, hier wird es ohnehin anders sein, wenn ich fertig studiert habe bin ich deutlich höher qualifiziert als mein Mann...dann ist eh klar, wer der Ernährer (bzw die Ernährerin) wird...aber in den meisten Familien die ich kenne sind Mutter und Vater gleichwertig qualifiziert...aber trotzdem "bei meinem Mann geht das nicht"
Hach schwierig das auszudrücken wwas ich eigentlich sagen will...
Mich stört eben dieses "es geht nicht"
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weeka
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- Registriert: 23.02.2010, 13:21
Re: 5 Tage Abwesenheit im 6 Monat möglich?
also, ich habe meinen großen sohn samt mann mal zu einer konferenz mitgenommen. wir hatten eine ferienwohnung in der nähe der konferenz und ich hätte jederzeit rausgehen können. abends haben wir noch ausflüge gemacht. mein sohn war da aber schon größer, dennoch noch viel gestillt. in der mittagspause haben wir uns da getroffen und ich habe auch gestillt. war alles kein problem, man brauchte nur ein bisschen mut. mit meinem kleineren sohn würde ich mir das auch mit 6-7 monaten zutrauen. aber ich würde definitiv beide mitnehmen, weil ich sorge um das stillen hätte und weil ich für 5 tage dauerpumpen müsste. für uns war das dann fortbildung und urlaub zugleich (arbeitgeber hat die übernachtung für mich bezahlt und es hat für alle die gleiche summe gekostet.)
fremde umgebung war bei uns überhaupt kein problem.
ich finde es übrigens sehr anstregend, dass wieder über die notwendigkeiten etc. diskutiert wird. die TS wird selber entscheiden müssen, ob sie die fortbildung machen möchte bzw. muss, ob es IHR kind und IHR mann schaffen, alleine zurecht zu kommen. schlechtes gewissen a la "das kind ist nur einmal so klein" finde ich echt unpassend .(und wieder mal sieht man, dass wenn der mann mal für 3 monate weg muss, ist es einfach so. natürlich schwer für die kinder, aber so ist es.Punkt! ich will mir gar nicht vorstellen, wie man zerfleischt werden würde, wenn man das als frau schreiben würde, dass man für solange wegfährt (auch wenn die kinder dann auch schon älter sind).
Warum kann man nicht versuchen sachlich zu bleiben und nach Lösungen zu suchen (dabei darauf achten, dass die lösung für alle beteiligten (TS, ihr mann und ihr kind) gut ist, anstatt laut zu schreien "es geht nicht" und emotional zu werden?
fremde umgebung war bei uns überhaupt kein problem.
ich finde es übrigens sehr anstregend, dass wieder über die notwendigkeiten etc. diskutiert wird. die TS wird selber entscheiden müssen, ob sie die fortbildung machen möchte bzw. muss, ob es IHR kind und IHR mann schaffen, alleine zurecht zu kommen. schlechtes gewissen a la "das kind ist nur einmal so klein" finde ich echt unpassend .(und wieder mal sieht man, dass wenn der mann mal für 3 monate weg muss, ist es einfach so. natürlich schwer für die kinder, aber so ist es.Punkt! ich will mir gar nicht vorstellen, wie man zerfleischt werden würde, wenn man das als frau schreiben würde, dass man für solange wegfährt (auch wenn die kinder dann auch schon älter sind).
Warum kann man nicht versuchen sachlich zu bleiben und nach Lösungen zu suchen (dabei darauf achten, dass die lösung für alle beteiligten (TS, ihr mann und ihr kind) gut ist, anstatt laut zu schreien "es geht nicht" und emotional zu werden?
