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Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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NicolasMama
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Beitrag von NicolasMama »

Hallo zusammen,

ich bin seit ein paar Wochen stille Leserin hier im Forum und finde die Atmosphäre hier sehr schön. Jetzt schreibe ich auch weil auf ein paar Tipps hoffe. Ich musste mich erst dazu durch ringen hier so einen Roman zu schreiben (für den ich mich vorab schon mal entschuldigen möchte) da ich langsam nicht mehr weiter weiss. So nun der Roman:-) Nicola-Noah ist am 21.11.2011 mit 51 cm und 3.365 g auf die Welt gekommen. Wir haben es trotz Not-Kaisserschnitt schnell geschafft, das die Milch einschiest und sein Gewicht ist auch nur einen Tag runter gegangen am 2. Tag Stillstand und am 3. hat ervschon wieder zugenommen. Das einzige das ich im Krankenhaus Stillhütchen bekommen habe, weil Dr von Anfang an Probleme mit dem andocken hatte und als dann der Milcheinschuss kam ging es noch schlechter. Die Hüttchen bin ich dann erst mal nicht mehr losgeworden. Meine Hebamme meinte auch Dr kommt so besser mit der Menge klar, die da bei mir raus kommt. So habe ich dann erst mal 8 Wochen voll gestillt. In der Zeit hatten wir außer dascer immer gespuckt hat sonst keine Probleme. Zugenommenbhat er auch gut. Neujahr waren wir dann gerade in dem 8 Wochen Wachstumsschub wir haben gestillt undvgestillt und dann hat er nur noch Schwallartig gespuckt. Das ging den ganzen Tag so und abends hat Dr nur noch geweint und dann auch das trinken verweigert. Im KH war weiter nichts. Die haben auch gemeint das eDr einen Reflux hat und haben haben ihn etwas von seinen Blählungen erleichtert und dann hat Dr auch wieder getrunken. Beim KIA hat Nicola in den nächsten zwei Wochen dann nicht mehr gut zugenommen und so habe ich dann auf anraten von meiner Hebamme angefangen Aptamil Anti-Reflux Nahrung zuzufüttern. Und da ich es leider nicht besser wusste habe ich mi Flasche zugefüttert. Oder besser gesagt, das wurde mir geraten "sonst nimmt er irgendwann nichts anderes mehr als die Brust" (das wäre mir jetzt aber lieber) Im Nachhinein habe ich jetzt auch die Vermutung das die schlechte Gewichtszunahme nicht nur am spucken lag, sondern auch am frühen durch schlafen. Ist doch für ein Stillbaby eher ungewöhlich wenn es mit 8 Wochen schon durch schläft oder? Wie seht Ihr das? Hier habe ich auch gefragt undcescwurde gesagt " sei frohbdas er schläft, wecke ihn bloß nicht auf" er hat dann eine ganze Weile 1 oder auch mal zwei Flaschen am Tag bekommen und auch wieder zugenommen. Das lief San ein paar Wochen gut aber Dr fing dann immer öfter an zu protestieren wenn ich ihn angelegt habe. Hinzu kommt noch das er beim trinken oft Bauschmerzen bekommt. Der Arzt hat uns erklärt das bei Nicola direkt die Verdauung anfängt wenn er trinkt und das gibt dann die Schmerzen. Das macht dann auch ganz Laute Geräusche in seinem Bäuchlein. Bei der Flaschennahrung hat Dr das fast immer, bei mir zum Glück nicht so oft. Das hat dann aber dazu geführt das Dr immer öfter mal ein Fläschen bekommen hat, wenn Dr sich bei mir geweigert hat oder wg. der Bauschmerzen nicht trinken wollte. Bei mir ist dann auch die Milch etwas zurück gegangen. Ich habe dann diverse Versuche im Alleingang unternommen um wieder voll zu stillen. Habe mich 3 Tage mit Nicola ins Bett gepackt und gestillt gestillt gestillt. Es ist jetzt auch wieder viel Milch da, aber von Versuch zu Versuch wird es schwieriger.Ich habe dann nach ein paar Tagen immer wieder aufgegeben weil ich dann immer Angst kriege das unser Kleiner Schatz nicht genug bekommt. Ich habe mich dann an zwei Stillberaterinen gewandt. Bei einer war ich und mit der anderen habe ich ein paar mal telefoniert. Aber das hat nicht so viel gebracht. Die erste hat uns meiner Meinung nach nicht richtig beurteilt. Sie meinte wenn Dr mal 5 Flaschen am Tag bekommen hat, wird das schwierig mit dem voll stillen. Ich weiss nicht ob Sie mich da falsch verstanden hat, aber die Tage an denen er so viel Flasche bekomme hat, kann man an zwei Händen abzählen. Und sie meinte noch das er sich bei mir wohl auch nicht mehr viel rausziehen kann. Das kann aber auch nicht sein, denn zum einen sehe ich am Stuhlgang ob er viel Muuermilch von mir trinkt oder nicht. Denn von der AR Nahrung wird der sehr hart. Sie hat sich noch die Saugtechnik angeschaut, die wäre aber ok. Beide Beraterinnen haben mir zu dem Brustnährungsset geraten, was ich erst mal abgelehnt habe, weil ich die Befürchtung hatte,das Dr dann auch direkt Bauchschmerzen bekommt, wenn er über das Set die Babynahrung bekommt. Nach dem ich bei der U4 den Kinderarzt noch mal wg. dem Gwicht gefragt habe, meinte er es wäre Ok, ich soll ruhig weiter versuchen zu stillen. Dr schaut sich da eher die Proportionen an und die wären Okt. Und bei den Wachstumskurven wäre er im unteren Normbereich. Damit hatte Dr mich dann auch erst mal beruhigt. Meine Hebamme hat mir da schon so Worte wie Gedeihstörung um die Ohren geworfen und ich habe gleich wieder total Angst bekommen und wie wild zugefüttert. Seit der U4 im Februar versuche ich ich jetzt vom zufüttern weg zukommen, letzte Woche hatten wir es fast geschafft und dann ist unser Kleiner Schatz am Samstag krank geworden. Hat 3 Tage Fieber gehabt und da Dr dann bei mir schlecht getrunken hat, habe ich wieder mehr zugefüttert. Mit dem Fieber war mir das zu riskant. Ich habe ihm zwar auch Tee und Wasser angeboten, aber das wollte er nicht. Und seit dem ist es so schlimm geworden wie noch nie. Seit Donnerstag quälen wir uns hier rum. Schön stillen geht eigentlich nur wenn er schläft. Dann trink Dr als würde Dr nie was anderes machen, aber wenn er wach ist, brüllt Dr teilweise schon los, wenn er die Brust nur sieht. Ohne Hüttchen geht es überhaupt nicht mehr, dabei hatten er vorher schon so schön auch mal 10 Minuten ohne getrunken. Vor lauter Verzweifelung habe ich mir dann doch das Brustnæhrungsset gekauft, aber wie ich vermutet habe, hat Dr gleichvBauchschmerzen bekommen und sich dann geweigert weiter zu trinken. Ich weiss nicht mehr weiter und bin total traurig und mittlerweile auch erschöpft. Ich würde so gerne weiter stillen und am liebsten auch voll, aber wenn das so weiter geht, wird Nicola früher oder später überhaupt nicht mehr bei mir trinken. Ich bin auch schon die ganze Zeit auf der Suche nach einer anderen Zufütterungsmethode, damitver vielleicht mal die Flasche vergisst, aber das klappt auch alles nicht. Mit dem Becher geht alles daneben und er verschluckt sich. Mit der Spritze klappt es auch nicht. Heute habe ich mir noch von Medela den Softcup gekauft, ich weiß zwar noch nicht wie das funktionert, aber vieleicht klappt das ja. Milch ist eigentlich genug da. Lässt sich bei mir auch relativ schnell steigern, nur wie bekomme ich meinen Kleinen dazu, wieder bei mir zu trinken? Ich möchte wirklich gerne weiter stillen, aber teilweise komme ich mir wie eine Rabenmutter vor und wenn er dann so brüllt und nicht trinken will kommt es mir vor als würde ich ihn nur quälen. Vielleicht geht das auch schon zu lange so. Was meint Ihr haben wir noch eine Chance? Bitte entschuldigt den Roman, ich hoffe Ihr habt den Nerv das alles zu lesen und vielleicht ein guten Tipp, wie wir das doch wieder hin kriegen.

LG Vanessa und Nicola
jusl
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlich Willkommen hier!

Ich geh mal der Reihe nach:
So habe ich dann erst mal 8 Wochen voll gestillt. In der Zeit hatten wir außer dascer immer gespuckt hat sonst keine Probleme. Zugenommenbhat er auch gut.
Das ist gut. Ein sehr sicherer Hinweis dafür, dass in diesen Wochen mit Deiner Milchbildung und seiner Saugtechnik alles OK war.
Beim KIA hat Nicola in den nächsten zwei Wochen dann nicht mehr gut zugenommen und so habe ich dann auf anraten von meiner Hebamme angefangen Aptamil Anti-Reflux Nahrung zuzufüttern.
Auch wenn's nun schon passiert und nicht mehr zu ändern: es wäre interessant (und hilfreich!), seine GENAUE Gewichtsentwicklung zu wissen. Könntest Du diese Daten bei Gelegenheit nachreichen? (Wie, siehe HIER) Denn "2 Wochen nicht mehr gut zunehmen" klingt für sich allein VÖLLIG NORMAL für ein Baby, das in den Wochen zuvor gut zugenommen hat. Gewichtsentwicklung findest IN SCHÜBEN statt! Einige Wochen viel, einige Wochen wenig, einige Wochen gar nix... das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.
Und da ich es leider nicht besser wusste habe ich mi Flasche zugefüttert.
Ja, bei Eurer Geschichte ist es recht wahrscheinlich, dass Eure jetzigen Probleme durch die Flaschenverwendung mitverursacht wurden.

Im Nachhinein habe ich jetzt auch die Vermutung das die schlechte Gewichtszunahme nicht nur am spucken lag, sondern auch am frühen durch schlafen.
Frühes Durchschlafen kann Gedeihstörungen begünstigen, das stimmt. Bei denjenigen Babys nämlich, die es nicht schaffen z.B. wegen ihres kleinen Magens während der Wachphasen genug Kalorien aufzunehmen. Aber: da ich Nicolas Gewichtsdaten bislang nicht kenne, wäre alles weitere Mutmaßung. Deshalb: bitte nachreichen. ;-)
Ich habe mich dann an zwei Stillberaterinen gewandt. Bei einer war ich und mit der anderen habe ich ein paar mal telefoniert. Aber das hat nicht so viel gebracht. Die erste hat uns meiner Meinung nach nicht richtig beurteilt. Sie meinte wenn Dr mal 5 Flaschen am Tag bekommen hat, wird das schwierig mit dem voll stillen. Ich weiss nicht ob Sie mich da falsch verstanden hat, aber die Tage an denen er so viel Flasche bekomme hat, kann man an zwei Händen abzählen. Und sie meinte noch das er sich bei mir wohl auch nicht mehr viel rausziehen kann. Das kann aber auch nicht sein, denn zum einen sehe ich am Stuhlgang ob er viel Muuermilch von mir trinkt oder nicht. Denn von der AR Nahrung wird der sehr hart.Sie hat sich noch die Saugtechnik angeschaut, die wäre aber ok.
Ui, DAS ist schwer zu beurteilen. Man kann halt nur von außen aufs Kind draufschauen - Zungenstellung und -bewegung ist schwer zu sehen; das kriegen oft nur mit Saugstörungen erfahrene Beraterinnen hin. Und viel Sinn ergibt diese Aussage ja nicht: ein Kind das GUT saugt, "zieht auch viel raus"! (Das ist bei etablierter Milchbildung ja gerade die Definition von "gut saugen"...)
Das mit den 5 Flaschen täglich ist falsch. Ob Vollstillen wieder gelingt, hängt v.a. davon ab, wie lange vorher (und seit wann nicht mehr) vollgestillt wurde. Eure Chancen stehen gut! Eure einzige Baustelle ist ja praktisch "nur": Dein Baby muss eine gute Technik lernen. Das schafft Ihr bestimmt. ;-)
Schön stillen geht eigentlich nur wenn er schläft. Dann trink Dr als würde Dr nie was anderes machen, aber wenn er wach ist, brüllt Dr teilweise schon los, wenn er die Brust nur sieht. Ohne Hüttchen geht es überhaupt nicht mehr, dabei hatten er vorher schon so schön auch mal 10 Minuten ohne getrunken.
Das ist das typische Verhalten eines saugverwirrten Babys. Aber auch andere Ursachen sind denkbar: Blockadeproblematiken z.B., und/oder Refluxschmerzen (Die Gabe von "Reflux-Nahrung" gilt unter vielen Fachleuten als überholt: nützt nichts, schadet zusätzlich und gefährdet das Stillen massiv), oder Bauchweh (weint Dein Baby sonst eher viel oder eher wenig?); hier lohnt sicher genaueres Draufschauen.

Vor lauter Verzweifelung habe ich mir dann doch das Brustnæhrungsset gekauft, aber wie ich vermutet habe, hat Dr gleichvBauchschmerzen bekommen und sich dann geweigert weiter zu trinken. Ich weiss nicht mehr weiter und bin total traurig und mittlerweile auch erschöpft. Ich würde so gerne weiter stillen und am liebsten auch voll, aber wenn das so weiter geht, wird Nicola früher oder später überhaupt nicht mehr bei mir trinken. Ich bin auch schon die ganze Zeit auf der Suche nach einer anderen Zufütterungsmethode, damitver vielleicht mal die Flasche vergisst, aber das klappt auch alles nicht. Mit dem Becher geht alles daneben und er verschluckt sich. Mit der Spritze klappt es auch nicht. Heute habe ich mir noch von Medela den Softcup gekauft, ich weiß zwar noch nicht wie das funktionert, aber vieleicht klappt das ja.
Also, die Auswahl einer geeigenten Zufüttermethode sollte WIRKLICH von einer fachkundigen Beraterin vor Ort begleitet werden. Der Punkt ist nämlich: ALLEINE klappt es oft nicht. Und das ist schade, wenn diese Methode EIGENTLICH gut geeignet wäre, aber nach den ersten missglückten Versuchen im Alleingang praktisch nicht mehr zur Verfügung steht...
Zuvor gilt aber unbedingt, siehe oben: Erstmal muss eine Zufütterindikation GESICHERT sein. Also die Notwendigkeit zuzufüttern muss feststehen! Deshalb nochmal: Bitte ALLE Gewichtsdaten, incl Info, was wann wieviel zugefüttert wurde; ohne geht's nicht.

aber teilweise komme ich mir wie eine Rabenmutter vor und wenn er dann so brüllt und nicht trinken will kommt es mir vor als würde ich ihn nur quälen.
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, wie schwer das gerade für Euch ist. Entlaste Dich bitte durch das Wissen, dass Du für Nicolas Schwierigkeiten NICHT verantwortlich bist. Was auch immer herauskommen wird; Schmerzen, Saugverwirrung... das ist nicht Deine Schuld. Du verhältst Dich vorbildlich: suchst Dir Hilfe, schaust was geht und was nicht, bist sensibel für die Signale und Bedürfnisse Deines Babys. Weiter so! :wink:
Was meint Ihr haben wir noch eine Chance?
Ja. Lass uns gemeinsam versuchen, herauszufinden, wo genau Nicolas Schwierigkeiten liegen könnten und was dagegen hilft.

Ich hoffe diese ersten Infos sind hilfreich für Dich,
Rückfragen immer gerne und LG
Julia
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

Vielen Dank für die schnelle Antwort und die aufbauenden Worte.
Die kann ich im Moment gut gebrauchen.

Hier erst mal die ersten Gewichtsdaten.
Wir haben dann noch mehr Daten, weil wir uns auch eine eigene Waage gekauft haben und jeden Tag wiegen, aber der Excel Sheet ist im PC von meinem Mann, da kann ich erst Morgen wieder dran.
Ich hoffe dasvesverst mal hiermit geht.

21.11.2011 3665 g Geburt Krankenhaus
25.11.2011 3515 g Entlassungsgewicht Krankenhaus
22.12.2011 4130 g U3 Kinderarzt
23.02.2012 5300 g U4 Kinderarzt
30.03.2012 5920 g Zu Hause

Ich habe jetzt noch ein paar Gewichtsdaten gefunden, die ich so aufgeschrieben hatte. Wie gesagt der Rest dann Morgen.

18.03.2012 5.720 Zu Hause
19.03.2012 5.750 Zu Hause
20.03.2012 5720 Zu Hause
21.03.2012 5.740 g zu Hause
24.03.2012 5.820 g zu Hause

Soll ich mir am Montag von meiner Hebamme die Gewichtsdaten von der Wochenbettzeit mal durch geben lassen?
Die habe ich mir leider nicht notiert und unsere Gewichtsdaten fangen erst Anfang Januar an, als die Probleme anfingen, weil wir uns da erst die Waage gekauft haben.

Wann ich wie viel zugefüttert habe, kann ich leider nicht mehr genau sagen. Ich kann nur genau sagen, das ich Ende der ersten Januar Woche mit dem zufüttern angefangen habe und das ich seit bder U4 im Februar diverse Versuche unternommen habe, vom zufüttern weg zu kommen. Das wirkt sich ja auch auf den Verlauf aus. Ansonsten hat Dr in den anderen Wochen eine ganze Zeit ein oder zwei Flaschen am Tag bekommen. Wenn es schlecht lief oder wenn ervielbgespuckt hat auch mal drei. Mehr war dann aber wirklich die Aussnahme was selten vor kam. Wie genau soll ich Dir unsere restlichen Gewichtsdaten aufschreiben? Wie haben Nicola fast jeden Tag gewogen. Mache ich immer noch so, aber manchmal macht mich das kirre.......

Zum weinen kann ich sagen, das Dr sonst nicht viel weint. Es wundert mich auch immer, das wenn er beim trinken ganz schlimme Bauchschmerzen hatte, danach sofort wieder strahlt und ganz viel mit mir lacht.
Er ist ansonsten echt ein kleiner Sonnenschein. Nur wenn er bei mir nicht trinken mag dann brüllt er.
Was mir aber noch ab und an aufgefallen ist, wenn er eine Phase hat wo er viel spuckt und ihm dann auch die Säure hoch kommt, dann weint Dr schon mal und da habe ich dann auch das Gefühl das ihm das nicht gut tut.
Ich hatte noch vergessen zu erzählen, das wir seit kurzem beim Osteopathen sind. Ich hoffe das ihm das sowohl beim Reflux und bei seinen Bauchschmerzen hilft.
Am Montag hätten wir den 3. Termin gehabt, aber den habe ich wg. seinem Fieber abgesagt. Werde am Montag gleich einen neuen machen.

Ich hoffe die Daten und Infos bringen schon ml was.

LG
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

ich wollte nur mal schnell erzählen, das es seit gestern Abend etwas besser läuft :-)
Nicola weigert sich nicht mehr so sehr bei mir zu trinken.
Gestern und heute habe ich zwei Fläschen zugefüttert und die übrigen Mahlzeiten gestillt.
Die Babynahrung bekommt er jetzt mit dem Becher. Das klapptnseit gestern Abend etwas besser.
Ich weiss eigentlich soll er die Milch rauslecken, avpber ich weiss einfach nicht wie das geht. Jetzt ist es so das Dr die Milch schlürft bzw. trinkt. Wahrscheinlich nicht optimal aber wenn wir davon weg wollen, muss ich irgendwie die Sauger los werden.
Und so geht wenigstens nicht mehr so viel daneben.

Beim stillen ist es jetzt so das Nicola auch mal wieder kurz ohne Hüttchen trinkt, das ging ja die letzten Tage überhaupt nicht mehr. Dabei habe ich aber festgestellt, das er öfter mit der Menge die da raus kommt, nicht so klar kommt. Das ist ihm dann zu viel, Luft ihm auch teilweise seitlich raus und dann will er nicht mehr. Wenn ich dann das Hüttchen drauf mache geht es. Kann ich Ihm da irgendwie anders helfen?
Mit den Hüttchen bin ich mittlerweile total verunsichert, weil ich so oft lese, das davon die Milch zurück gehen kann. Und so langsam frge ich mich ob die Probleme mit dem Gewicht nicht alle Haus gemacht sind............wg. dem Hüttchen, wg. dem frühen durch schlafen. Vielleicht hätte ich ihn auch einfach öfter stillen müssen. Aber zu mir wurde immer gesagt, der holt sich schon was er braucht. Vielleicht lag das alles gar nicht am spucken. Ich glaube ich habe da auch viel falsch gemacht :-(
Wenn ich hier immer lese in 24 Stunden bis zu 12 Mahlzeiten das haben wir nur am Anfang geschafft. Ich habe halt immer gestillt wenn Nicola es wollte und ihn auch nicht geweckt.

Ansonsten hat heute nur noch zwei mal komplett verweigert, nach dem er 10 Minuten gedrucken hat, was ja viel zu kurz war. Aber immerhin schon mal besser.
Ich glaube er wird dann sauer, wenn zwischen den Milchspendereflexen keine oder nur wenig Milch kommt. Bei der Flasche ja die ganze Zeit was. Da ist es oft schwer ihn dazu zu bringen weiter zu saugen, bis der nächste ausgelöst ist. Da weiß ich nicht wie ich ihm drüber weg helfen soll. Aber ich hoffe, das es durch die Becherfütterung besser wird.

Ich würde dann jetzt mal so weiter machen, werde versuchen noch mehr zu stillen und wenn sich sein Gewicht gut entwickelt, werde ich erst mal auf ein Fläschen reduzieren. So weit waren wir ja auch schon mal.

Vielleicht hast Du ja nach dem Du die Gewichtsdaten gesehen hast noch ein oaar Tips für mich.
Soll ich die anderen Gewichtsdaten auch noch aufschreiben?
Wenn ja, welche oder wären alle gut.

Freue mich auf Deine Antwort.

LG
Vanessa heute etwas hoffnungsvoller und Nicola zufriedener als gestern :-)
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Leyket
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Re: Hilfe

Beitrag von Leyket »

NicolasMama hat geschrieben: Und so langsam frge ich mich ob die Probleme mit dem Gewicht nicht alle Haus gemacht sind............wg. dem Hüttchen, wg. dem frühen durch schlafen. Vielleicht hätte ich ihn auch einfach öfter stillen müssen. Aber zu mir wurde immer gesagt, der holt sich schon was er braucht. Vielleicht lag das alles gar nicht am spucken. Ich glaube ich habe da auch viel falsch gemacht :-(
Hallo NicolasMama,
ich lese seit gestern wie es euch geht und möchte dir gern Mut zusprechen. Ich finde, dass du dich soooo sehr bemühst wieder 'richtig' stillen zu können, das ist schon mehr als viele, wenn nicht gar die meisten, tun würden.
Und ich finde, selbst wenn das alles hausgemachte Probleme sein sollten, so trägst du an dem Dilemma keine Schuld. Du hast dich auf Expertenratschläge verlassen. Und wem sollte man in der Regel mehr vertrauen können als Experten? Was letztendlich Ursache und Lösung für eure Probleme sein könnten, das versuchst du nun so gut du kannst rauszufinden. Ich finde es toll, wie sehr du dich dafür einsetzt *chapeau*
Wahrscheinlich nimmt dir das den Druck nicht gänzlich raus dich weniger schuldig zu fühlen, aber vielleicht denkst du ja hin und wieder an diese Worte und fühlst dich dann hoffentlich ein wenig besser?

Ich wünsche euch, dass ihr hier Lösungen findet und sie umsetzen könnt :)
Alles Liebe,
Melly
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Melly mit Juli (8 1/2) und neuer Liebe Marco
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Melly,

danke für Deine lieben Worte. Das tut gut...........
Ich finde das Forum hier sehr schön ich glaube hie ist wirklich ein nettes miteiander.
Aufbjeden Fall tut es auch mal gut sich alles von der Seele zu schreiben, vor allem wenn man auch verstanden wird.
Frauen die nicht stillen oder Mamas die nicht stillen wollen, vertehen das wohl überhaupt nicht.
Da kommen immer nur so so Sprüche wie "warum tust Du Dir das immer noch an, gib ihm doch einfach die Flasche" "was habt ihr denn den ganzen Tag gemacht, wieder nur gestillt, das gibt es doch nicht" usw.
Da komme ich mir manchmal echt blöd vor.
Na ja da tut das hier gut.

LG
Vanessa
jusl
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Hallo Vanessa,
Soll ich die anderen Gewichtsdaten auch noch aufschreiben?
Wenn ja, welche oder wären alle gut.
Auf jeden Fall günstig wären noch ein paar Januar und Februar-Daten, denn dort ist das Datenloch sonst arg groß. Grob kann man aber schon mal sagen:

Die Gewichtszunahme war in den ersten Lebenswochen mit rund 200 g wöchentlich recht hoch und ein sicheres Zeichen dafür, dass mit seiner Saugtechnik zu der Zeit alles OK war und auch Deine Milchbildung grundsätzlich bestens funktioniert. Eine Zufütterindikation lässt sich hier beim besten Willen NICHT ableiten, auch nicht durchs Spucken. Refluxbabys profitieren von anderen Maßnahmen oft weit mehr als vom Zufüttern irgendwelcher Spezialnahrungen, z.B.: nach dem Stillen mind. 1 Stunde lang aufrecht tragen, Baby auch zum Schlafen nicht oder nur selten ablegen, Druck auf den Bauch durch ungünstige Kleidung oder Trage- und Lagerungstechniken vermeiden.

Zwischen U3 und U4 lag die Gewichtszunahmen bei rund 130 g wöchentlich, also während des Zufütterns, und danach bis Ende März war die Zunahme genauso hoch, obwohl Ihr das Zufüttern in dieser Zeit reduziert habt.
Näheres gerne mit mehr Daten. ;-)

Ansonsten:
Ich würde dann jetzt mal so weiter machen, werde versuchen noch mehr zu stillen und wenn sich sein Gewicht gut entwickelt, werde ich erst mal auf ein Fläschen reduzieren.
Ja, das klingt sinnvoll. Freut mich dass es wieder etwas besser läuft bei Euch!
Ansonsten hat heute nur noch zwei mal komplett verweigert, nach dem er 10 Minuten gedrucken hat, was ja viel zu kurz war. Aber immerhin schon mal besser.
Ich glaube er wird dann sauer, wenn zwischen den Milchspendereflexen keine oder nur wenig Milch kommt. Bei der Flasche ja die ganze Zeit was. Da ist es oft schwer ihn dazu zu bringen weiter zu saugen, bis der nächste ausgelöst ist. Da weiß ich nicht wie ich ihm drüber weg helfen soll.
Also, 10 Minuten ist grundsätzlich eine ganz gewöhnliche Mahlzeitendauer. Manches Baby trinkt länger, klar, aber viele Babys auch deutlich kürzer. ;-) Vielleicht hilft es, wenn Du in solchen Situationen ihn erstmal anders beruhigst (kräftig herumtragen, schaukeln, umhergehen mit ihm,...) und dann einfach nach einer halben Stunde oder so das Stillen noch mal anbietest.

LG
Julia
Maijoh
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Re: Hilfe

Beitrag von Maijoh »

Hallo Vanessa,

ich hab gerade eure Geschichte gelesen und will dir sagen wie toll ich es finde was du machst!

Es ist so ein schönes Ziel das du hast "endlich wieder vollstillen" und es ist wunderbar was du alles daran setzt um
es vor allem ja für Nicola zu erreichen.

Meine Maus hat auch oft Bauchschmerzen beim trinken und ich mache es schon seit Wochen so wie Julia eben auch schrieb, dass ich es dann ein paar Minuten später nochmal anbiete.
Manchmal puzzeln wir so eine Mahlzeit auf 3x anlegen zusammen aber es soll ja nicht profimäßig aussehen, hauptsache die Maus wird satt :D
Und in den ersten Wochen hab ich ewig und 3 Tage an einer Mahlzeit gestillt, jetzt sind 10 Min eigentlich der Normalfall.

Ich drücke euch beiden ganz fest die Daumen das ihr in Kürze alle Fläschchen und Stillhütchen hinter euch lassen könnt :D

Liebe Grüße Maike
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NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

vielen schon mal. Das heisst ja jetzt wirklich das wir das ohne Grund gemacht haben.
Das gibst doch echt nicht. Vor allem lief das Stillen bei uns so gut.....ging zwar nun mit Hüttchen aber sonst und jetzt quälen wir uns als hier rum .......:-(

Ich schreibe Dir hier gleich noch die anderen Daten auf.
Wg. der Länge der Stillmahlzeiten, vielleicht muss ich da mal von frei machen, aber ich bin so daran gewöhnt das Nicola jede Seite nindestens 20 Minuten trinkt, oft hat er länger getrunken, das ich dann immer gleich die Panik bekomme.
Aber ist auch dann unzufrieden wenn er nur so kurz bei mir trinkt.

Der Tag ist zwar noch nicht rum, aber bis jetzt sind wir ohne zufüttern aus gekommen.
Ich wollte das zwar eigentlich langsam reduzieren, aber solange Nicola das stillen nicht verweigert und einigermaßen trinkt, muss ich ihm die Zusatznahrung ja nicht aufzwingen oder?

Das Probleme bei mir ist dann immer nur, das ich nach ein paar Tagen immer schnell Angst bekomme und vor lt. Angst dann doch wieder zufüttere.
Angst bekomme ich z.B. wenn er dann mal ein paar Tage keinen Stuhlgang hat oder wenn sich beim täglichen wiegen nichts tut. Beim letzten mal häten wir es glaube ich zumindest fast Geschäft und als er dann fast eine Woche keinen Stuhlgang hatte, habe ich Morgens wiedervangefangen zuzufüttern und kurz danach hat er zwei mal richtig viel Muttermilchstuhl gedonnert, aber da war es schon wieder zu spät.
Mit dem Gewicht weiss ich auch nicht so recht. Ist das in so einer Umstelungsphase auch mal Okt, wenn Nicola 1 0der 2 Wochen nicht zunimmt?
Ich habe immer total Angst um meinen kleinen und bekomme dann immer gleich Zweifel ob das so richtig ist was ich hier mache.
Ich wiege jetzt immer seine Windeln um sehen, ob wenigstens genug Flüssigkei bekommt. Aber ich weiss nicht genau wie viel das sein muss!? Wenn er viel Flasche bekommen hat, waren die Windeln aber schon schwerer.
Was mich auch wundert, das Dr Nachts nicht zum trinken kommt. Ich stelle mir dann immer den Wecker, aber wenn er dann so friedlich schläft, will ich ihn auch nicht wecken. Oder soll ich das lieber machen? Dr ist halt auch im Moment immer ganz schön müde, weil ich Abends versuche ihn oft und viel zu stillen, da wecke ich dann immer schon. Ich will ihn ja auch fertig machen.

So genug gefragt und gejammert, jetzt die Daten:

07.01.2012 4.320g
14.01.2012 4.420g
21.01.2012 4.690g
28.01.2012 4.900g
01.02.2012 4.830g
08.02.2012 4.960g
15.02.2012 5.080g
24.02.2012 5.310g
02.03.2012 5.440g
08.03.2012 5.560g
15.03.2012 5.650g
22.03.2012 5.770g
29.03.2012 5.980g

Vielen Dank schon mal, ich freue mich auf Deine Antwort.

@Maike
Danke für Deine liebe Antwort! Das mit den Bauchschmerzen macht es uns echt ganz schön schwer. Warum hat Deine Kleine die Bauchschmerzen beim trinken, auch weil dann die direkt die Verdauung anfängt?

LG
Vanessa
jusl
Jusl Almighty
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Hallo Vanessa,

vielen Dank für Deine vorbildlich reichlichen Daten. ;-) Diese ergeben ein sehr eindeutiges Bild: Aus den Gewichtsdaten ist keine Zufütterindikation ableitbar. In den ersten beiden Monaten lag die durchschnittliche wöchentliche Zunahme bei rund 150 g, in den ersten 3 Monaten bei rund 140 g, und in den Monaten 2-4 bei rund 125 g - das ist in Ordnung so.
Wg. der Länge der Stillmahlzeiten, vielleicht muss ich da mal von frei machen, aber ich bin so daran gewöhnt das Nicola jede Seite nindestens 20 Minuten trinkt, oft hat er länger getrunken, das ich dann immer gleich die Panik bekomme.
Die meisten Babys zeigen entweder lange Mahlzeiten mit recht viel Pause dazwischen oder kurze Mahlzeiten mit kürzeren Pausen dazwischen. Beides ist normal. "Mindestens 20 Minuten" ist KEIN Hinweis dafür, dass irgendetwas besonders gut läuft! Ein saugschwaches Baby kann sich 30 Minuten an der Brust abmühen und doch zu wenig herausbekommen... Ein geübter Schnelltrinker kann sich in 3 Minuten höchst erfolgreich den Magen vollschlagen. Genauso gibt es Genießerbabys, die gerne 40 Minuten stillen, und saugverwirrte Babys, die nach 5 Minuten frustiert aufgeben müssen. Also: die Stilldauer ALLEIN sagt NICHTS über erfolgreiches Stillen aus.
Der Tag ist zwar noch nicht rum, aber bis jetzt sind wir ohne zufüttern aus gekommen.
Ich wollte das zwar eigentlich langsam reduzieren, aber solange Nicola das stillen nicht verweigert und einigermaßen trinkt, muss ich ihm die Zusatznahrung ja nicht aufzwingen oder?
Nein, zwingen sicher nicht, aber trotzdem ist eine langsame Reduktion der Zufüttermengen besser als zu schnell (zu schnell heißt: die Brust kann sich nicht schnell genug auf die erhöhte Nachfrage einstellen). Bitte schreib doch noch mal, wie viel Zufüttermilch Dein Baby in den letzten beiden Wochen pro Tag bekommen hat, dann können wir schauen, was eine günstige Reduktionsgeschwindigkeit ist.
Das Probleme bei mir ist dann immer nur, das ich nach ein paar Tagen immer schnell Angst bekomme und vor lt. Angst dann doch wieder zufüttere.
Angst bekomme ich z.B. wenn er dann mal ein paar Tage keinen Stuhlgang hat .
Die Stuhlfrequenz ist KEIN sicherer Indikator für genug Milch. Manche Babys machen 10x pro Tag, andere einmal alle 10 Tage. Beides ist normal. Und es ist NICHT so, dass die "einmal alle 10 Tage"-Babys WENIGER Milch abbekommen würden, definitiv nicht. Ein sicherer Indikator für genug Milch ist aber die Urinmenge. Zählen bzw Wiegen der Pipiwindeln kann hier sinnvoll sein.
...oder wenn sich beim täglichen wiegen nichts tut
ACHTUNG: So funktioniert das nicht mit der Gewichtszunahmemesserei! ;-) Tägliches Wiegen ist im häuslichen Bereich (wir sprechen jetzt nicht von 1500g-Babys im Inkubator!) NICHT geeignet, um die Gewichtszunahme "von Tag zu Tag" zu ermitteln. DAS KLAPPT NICHT. Denn: die Zunahmen sind zu gering, als dass man sie auf diese Weise messen könnte. Angenommen ein Baby nimmt "in echt" 140 g die Woche zu. Das wären dann rechnerisch 20 g pro Tag. Das Problem dabei ist: Eine Pipiwindel kann 30, 50 oder 80 g schwer sein. Weißt Du wie voll die Blase Deines Babys gerade ist? Eine Stuhlportion können 20, 40 oder 100 g sein. Weißt Du, wie voll der Darm Deines Babys gerade ist? Weißt Du, wie voll sein Magen gerade ist? Wieviel es geschwitzt hat in der Nacht? All dies weiß NIEMAND. Diese Grammangaben können ERHEBLICH größer sein als die 20 g Zunahme am Tag, die Du eigentlich messen willst. Verstehst Du das Problem? Dein Baby kann heute WENIGER wiegen als gestern, aber "in echt" zugenommen haben (denn gestern war sein Darm voll, heute ist er leer). Messen kann man das nicht!
Lange Rede kurzer Sinn: Tägliches Messen ist geeignet, um den statistischen Fehler WÖCHENTLICHER Messdaten zu verringern, aber nicht, um die Zunahme von Tag zu Tag zu ermitteln.
Und das ist das Problem mit dem täglichen Messen: Die Interpretation dieser Daten!.. Weitere Info zum Thema Gedeihen und Gewichtsentwicklung findest Du in unserem Grundinfo-Thread - vielleicht magst Du dort mal stöbern?
Mit dem Gewicht weiss ich auch nicht so recht. Ist das in so einer Umstelungsphase auch mal Okt, wenn Nicola 1 0der 2 Wochen nicht zunimmt?
Ja. Wie gesagt: so genau kann man's nicht messen. Es ist insb. nach Phasen starker Zunahme ganz normal, wenn mal ein paar Wochen keine Zunahme gemessen wird.
An Deinen Daten kann man das übrigens auch gut sehen: da gab es mal die Sequenz "4690 - 4900 - 4830 - 4960 - 5080". Meinst Du Dein Baby hat zwischendrin abgenommen? Nein, natürlicht nicht - dies ist bei dieser ansonsten extrem gleichmäßigen Zunahme und ohne jedweden sinnvollen Grund für eine Abnahme extrem unwahrscheinlich. Jetzt stell Dir vor, Du hättest zufällig nur die Daten "4900 - 4830", und zufällig hättest Du an dem ersten Tag mit der Reduktion von Zufüttermilch begonnen... Dann würden die Daten sehr wahrscheinlich als sehr alarmierend interpretiert! Das wäre zwar sehr verständlich, aber methodisch eben FALSCH....
Ich wiege jetzt immer seine Windeln um sehen, ob wenigstens genug Flüssigkei bekommt. Aber ich weiss nicht genau wie viel das sein muss!? Wenn er viel Flasche bekommen hat, waren die Windeln aber schon schwerer.
Dann schreib doch morgen mal, wie viel Pipi über den Tag zusammengekommen ist, OK? Erfahrungsgemäß nützt Müttern, die sich derzeit sehr um ihr Kind sorgen, die Kenntnis irgendwelcher "Sollwerte" wenig. Was wenn das Kind knapp drunter ist? Auch diese Info muss wieder interpretiert werden.... deshalb - falls das OK für Dich ist - schreib einfach mal, welche Pipiwindelgewichte Ihr in 24 Stunden habt. Dann schauen wir gemeinsam. OK?
Wenn er viel Flasche bekommen hat, waren die Windeln aber schon schwerer.
Ja, DAS ist bei Dir ganz sicher auch so: Wenn Du 4 Liter trinkst, pinkelst Du viiiiiiiel mehr als wenn Du 2 Liter trinkst, das ist wenig verwunderlich. Die entscheidende Frage ist doch aber: BRAUCHST Du diese 4 Liter? ;-)

Was mich auch wundert, das Dr Nachts nicht zum trinken kommt. Ich stelle mir dann immer den Wecker, aber wenn er dann so friedlich schläft, will ich ihn auch nicht wecken. Oder soll ich das lieber machen?
Wie oft stillt Ihr denn derzeit in 24 Stunden ungefähr?

LG
Julia
Gesperrt

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