Stillen Kontra flasche

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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honigtopf2010
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Re: Stillen Kontra flasche

Beitrag von honigtopf2010 »

Ich finde diese Diskussion und Argumentation überflüssig. Stillen ist das Beste für das Kind. Kann man ja auch auf jeder Packung Pre lesen und sogar in der W erbung hören. :lol: Warum also das Zweitbeste nehmen? Mehr muss man nicht wissen...
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jusl
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Re: Stillen Kontra flasche

Beitrag von jusl »

"Das Beste fürs Kind" ist gerade genau KEIN Grund, es zu tun! ;-)

Fährst Du das BESTE Auto? Atmest die BESTE Luft? Hast den BESTBEZAHLTEN Job? Lässt Deinem Kind die BESTE Ausbildung angedeihen?

Wahrscheinlich nicht. Den allerallermeisten Leuten reicht eine NORMALE Ausbildung, HALBWEGS saubere Luft, eind DURCHSCHNITTLICHER Job und ein MITTEL-TOLLES Auto. Jeder Mensch weiß, dass NORMAL-GUT reicht (für alles im Leben!), man kommt auch super ohne DAS BESTE klar. Ständig danach zu streben, kann in fiesen Dis-Stress ausarten, und insb. junge Mütter sind für diese Art von Perfektionismus besonders anfällig. GENAU DAS ist auch den Marketing-Strategen klar, die hauen genau in diese Kerbe ("Für Mütter die das Beste geben", "Das Beste aus der Apt*mil-Forschung" usw).

Das ist der Grund, warum sich die Stillverbände seit Jahren dafür einsetzen, das Stillen als das zu bezeichnen, was es ist: Das NORMALE nämlich. Künstliche Säuglingsnahrung muss sich also mit dem NORMALEN messen. Und im Vergleich dazu hat künstliche Säuglingsernährung eine laaaange Liste an Nachteilen.

LG
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CarpeDiem
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Stillen Kontra flasche

Beitrag von CarpeDiem »

Für mich gab es nie die Diskussion Flasche oder Stillen. Stillen ist für mich die natürlichste Form der Ernährung eines Kindes. Es ist genau auf die Bedürfnisse abgestimmt. Ich hab immer alles dabei, betreibe keinen Aufwand wenn ich mal übers Wochenende zu meinen Eltern fahre.

Katharina hat vom ersten Tag an, Nachts lange geschlafen und kommt einmal zum trinken. Mein Mann übernimmt das wickeln in der Nacht.

Clusterfeeding hatten wir einige Male schon. Aber nur ein bis zwei Tage um die Produktion zu steigern. Und gerade das fänd ich mit Flasche nervig.

Blutige BW kenn ich nicht. Anfangs waren sie empfindlich und der Milcheinschuss war heftig.

Für mich klar fürs stillen spricht:

Günstig, mal abgesehen davon das meine Still BHs enorm teuer sind (80J gibt es nicht bei DM)

Total praktisch, immer und überall verfügbar

MuMi ist auf die Bedürfnisse des eigenen Kindes optimal eingestellt, gerade in Hinblick auf Unverträglichkeiten.

Eine ganz besondere Nähe zum Kind, die für mich eine starke Bindung ist

Enormer Stolz, ich bin verantwortlich für ein so sattes und zufriedenes Baby

Und so weiter. Ich wäre sehr traurig gewesen, wenn das stillen nicht geklappt hätte, hab erst später erfahren, dass Frauen mit Hashimoto oft Probleme mit der Milchbildung haben. War vielleicht gut das erst später zu erfahren, so war ich unvoreingenommen. Und bis auf das Katharina ne Zeit langsam zugenommen hat, ist bisher alles optimal.


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am 14.02.2012 wurde Katharina H. I. mit 51cm und 3730g geliefert
am 11.12.2013 wurde Annika C. S. mit 52cm und 4270g geliefert
am 16.06.2015 wurde Friederike L. J. mit 52cm und 4105g geliefert


K: unendlich geliebt, stolze große Schwester, wird groß
A: unendlich geliebt, wird groß, stolze große Schwester
F: unendlich geliebt, gestillt, getragen, familiengebettet, macht uns komplett


unvergessen unser Dezembersternchen Pünktchen 2012
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hennnamae
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Re: Stillen Kontra flasche

Beitrag von hennnamae »

jusl hat geschrieben:"Das Beste fürs Kind" ist gerade genau KEIN Grund, es zu tun! ;-)

Fährst Du das BESTE Auto? Atmest die BESTE Luft? Hast den BESTBEZAHLTEN Job? Lässt Deinem Kind die BESTE Ausbildung angedeihen?

Wahrscheinlich nicht. Den allerallermeisten Leuten reicht eine NORMALE Ausbildung, HALBWEGS saubere Luft, eind DURCHSCHNITTLICHER Job und ein MITTEL-TOLLES Auto. Jeder Mensch weiß, dass NORMAL-GUT reicht (für alles im Leben!), man kommt auch super ohne DAS BESTE klar. Ständig danach zu streben, kann in fiesen Dis-Stress ausarten, und insb. junge Mütter sind für diese Art von Perfektionismus besonders anfällig. GENAU DAS ist auch den Marketing-Strategen klar, die hauen genau in diese Kerbe ("Für Mütter die das Beste geben", "Das Beste aus der Apt*mil-Forschung" usw).

Das ist der Grund, warum sich die Stillverbände seit Jahren dafür einsetzen, das Stillen als das zu bezeichnen, was es ist: Das NORMALE nämlich. Künstliche Säuglingsnahrung muss sich also mit dem NORMALEN messen. Und im Vergleich dazu hat künstliche Säuglingsernährung eine laaaange Liste an Nachteilen.

LG
Julia
Das fühlt sich schön an! Danke dafür!


Was bei den Durchschlaf-Diskussionen vergessen wurde:
Ein frühes Durchschlafen ist zwar das "beste" für die Mutter - aber nicht unbedingt für den Säugling! Dieses oft angestrebte Ziel, den Säugling so früh wie nur irgend möglich zum Durchschlafen abzurichten, ist meiner Meinung (und Erfahrung) nach totaler Mumpitz. Ein früh durchschlafender Säugling ist nicht der "Beweis" dafür, dass man alles "richtig" gemacht hat oder alles super gut läuft. Das ist nicht das, was die Natur anstrebt - denn sonst hätte sie es so eingerichtet, dass die Kinder sofort durchschlafen. Hat sie aber nicht. Sie hat in den Babys programmiert "ich muss bei Mama sein und ganz ganz oft nach Nahrung brüllen, damit ich überlebe". Das ist zwar anstrengend, aber gut und wichtig!

Meine (gestillte) Tochter hat mit 6 Wochen durchgeschlafen. Zuerst dachte ich "hej super!" - irgendwann stellte ich fest, dass das eher suboptimal war. Ich hatte beim Stillen anfangs massive Anlegeprobleme, schlechte Hebammen, wirklich schlechte Hebammen und noch nicht die Weitsicht, eine Stillberaterin persönlich zu kontaktieren. Bei der U mit 3 Monaten stellte sich dann heraus, dass das Kind seit Geburt keine 900g zugenommen hatte :shock: Denn es bekam nichts aus meiner Brust raus! Trotz allabendlichen Clusterfeedings, etc. Die Tatsache, dass die kleine nachts durchschlief, lag also nicht daran, dass ich besonders toll pädagogisch agiert hätte oder ihr abends das richtige zu Essen gab, sondern daran, dass sie zu viel Kraft tanken musste... Nicht ganz so witzig, wie ich finde. Dummerweise haben wir dann den Rat des Kinderarztes befolgt, ihr nach 20 Minuten stillen (eine Stillmahlzeit dauerte gern mal ne Stunde, weil sie sich müde nuckelte ohne Erfolg zu haben) die Flasche anzubieten - nach noch nicht einmal einer Woche hatten wir abgestillt. Logisch.
Ich bin deshalb SEHR froh drum, dass der kleine Mann nachts immer noch nicht durchschläft - so weiß ich wenigstens, dass er sich alles holt, was er braucht und die Kraft hat, seine Bedürfnisse einzufordern.
Am Stillen und der Muttermilch selbst lagen die Probleme beim Stillen meiner Tochter übrigens nicht. Das hier ist nicht nur ein Plädoyer für durchwachte Nächte, sondern auch für das rechtzeitige Kontaktieren von Stillberaterinnen. Unsere Probleme wären sowohl vermeidbar als auch behebbar gewesen! Beim zweiten hatte ich eine gute Hebamme mit besseren Ratschlägen, mehr angelesene "Erfahrung" und die Gewissheit, dass ich mir Hilfe besorgen kann. Der kleine nahm in den ersten 3 Wochen so viel zu, wie die große in den 3 Monaten 8)
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hennnamae
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Re: Stillen Kontra flasche

Beitrag von hennnamae »

hennnamae hat geschrieben:Am Stillen und der Muttermilch selbst lagen die Probleme beim Stillen meiner Tochter übrigens nicht. Das hier ist nicht nur ein Plädoyer für durchwachte Nächte, sondern auch für das rechtzeitige Kontaktieren von Stillberaterinnen. Unsere Probleme wären sowohl vermeidbar als auch behebbar gewesen! Beim zweiten hatte ich eine gute Hebamme mit besseren Ratschlägen, mehr angelesene "Erfahrung" und die Gewissheit, dass ich mir Hilfe besorgen kann. Der kleine nahm in den ersten 3 Wochen so viel zu, wie die große in den 3 Monaten 8)
Gestillt natürlich 8) Wir stillten dann auch absolut problemlos bis er 19 Monate alt war.
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Re: Stillen Kontra flasche

Beitrag von Imkerin »

hennnamae hat geschrieben: Was bei den Durchschlaf-Diskussionen vergessen wurde:
Ein frühes Durchschlafen ist zwar das "beste" für die Mutter - aber nicht unbedingt für den Säugling!
Meines Wissens erhöht durchschlafen auch das SIDS Risiko.
Das häufige "wachwerden" hat eine Schutzfunktion fürs Kind.
LG von der Imkerin
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Re: Stillen Kontra flasche

Beitrag von Lamama »

manuela_85 hat geschrieben:Hallo ihr ich weiß dieses Thema wurde sicherlich schon mehrmals diskutiert aber bei uns ist es ganz aktuell. Meine Schwägerin ist schwanger und wir hatten ein langes Gespräch da sie meine "Geburt" mitbekommen hat und jetzt aus meiner Erfahrung lernen möchte dabei hatten wir auch das Gespräch stillen oder nicht. Für mich kam nichts anderes wie stillen in frage warum kann ich aber garnicht genau sagen deswegen Brauch ich nun eure Hilfe die Argumente wie "stillen ist einfacher du musst nicht so viel mit schleppen und immer erst eine Flasche machen" dazu Kontra von ihr "stillen ist aber ansträngend mit nachts 2-3 mal raus und dann noch das clusterfeeding und die Probleme mit entzündeden Brustwarzen oder Milchstau" aber nun die frage bleibt das alles wirklich aus bei Flaschenkindern dieses Klammern was stillkissen ja an sich machen wenn sie dauergestillt werden wollen oder nachts durchschlafen? Verhalten sie sich wirklich so viel anders?

Ich bin etwas müde und hab mir nicht alles durchgelesen.
Stillen!. Meine persönliche Fakten sind, dass ich leider nur 1 Kind voll stillen konnte und auch erst nach 8 Wochen, diese ersten 8 Wochen waren ein sehr harter Kampf, was allerdings danach kam hat mich für alles entschädigt, denn Kind andocken, einige Minuten trinken und dann ist wieder gut geht einfach niemals simpler und angenehmer! Die Flasche muss erst zubereitet werden, unterwegs muss man immer etwas dabei haben und das auch erst vorbereiten, es kostet Unmengen an Geld und wenn man mal nicht drauf achtet, steht man am Wochenende da, hat vergessen, die Milch zu kaufen und schiebt Panik, dass der letzte Rest in der Dose nicht reicht.
Meine ganz persönliche Erfahrung ist auch, dass das Flasche entwöhnen schwerer geht, und beide Flaschenkinder schlechte Esser sind wohingegen mein Stillkind da absolut unkompliziert ist (kann natürlich Zufall sein)
Stillen ist für mich immer die erste Option. Ja, es ist besonders am Anfang nicht leicht, wie gesagt, ich hatte wirklich verdammt harte Wochen, mit allen 3en, Nr. 1 und Nr. 3 musste ich ja leider abstillen, aber wenn es dann klappt, ist es herrlich.
Zum Thema nachts: Da waren sich alle 3 eigentlich ähnlich. Das gestillte Kindschlief sogar einige Wochen lang durch, kam als sie älter wurde allerdings dann monatelang bis zu 5 mal die Nacht (irgendwann wurden es 9 mal, da hab ich dann abgestillt *lol*), aber stillen nachts geht halt so im halbschlaf, wenn ich die Flasche mache muss ich erstmal in die Küche rennen.
Es sind Momente voll innerem Frieden, wenn wir die Dankbarkeit in uns spüren- sie zaubern uns ein Lächeln aufs Gesicht.
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Re: Stillen Kontra flasche

Beitrag von Lamama »

hennnamae hat geschrieben:Dummerweise haben wir dann den Rat des Kinderarztes befolgt, ihr nach 20 Minuten stillen (eine Stillmahlzeit dauerte gern mal ne Stunde, weil sie sich müde nuckelte ohne Erfolg zu haben) die Flasche anzubieten - nach noch nicht einmal einer Woche hatten wir abgestillt. Logisch.

Ich find das nicht ganz so logisch. Ich hatte eine ähnliche Situation wie du, allerdings hatte ich ne Waage daheim und stellte so gsd rechtzeitig fest, dass sie abnahm und somit war auch klar, warum sie kaum aufwachte. Sie wurde zugefüttert mit der Flasche , meine Hebi meinte, ich würde sicher nie voll stillen, aber nach 8 Wochen haben wir es geschafft, einfach nur, weil mein Kind meine Brust wollte und ich sie stillen wollte. Ich hab sie je nach Tageszeit und ihrem Befinden manchmal vor dem Stillen und manchmal danach angelegt und zweimal am Tag komplett nur Brust. So konnte ich vermeiden, dass sie wenn sie zu müde und zu hungrig war frustriert an der Brust nuckelte und sie dadurch irgendwann abgelehnt hätte.
Ich würde gerne vielen Frauen die Angst davor nehmen, dass evtl ein Fläschchen hilfreich sein kann und nicht automatisch das Ende der Stillzeit einleutet. das muss es ganz und gar nicht.
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jusl
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Re: Stillen Kontra flasche

Beitrag von jusl »

Ich würde gerne vielen Frauen die Angst davor nehmen, dass evtl ein Fläschchen hilfreich sein kann und nicht automatisch das Ende der Stillzeit einleutet. das muss es ganz und gar nicht.
Liebe Lamama,

ich freue mich für Euch, dass Ihr trotz der Anfangsschwierigkeiten eine glückliche Stillzeit entwickeln konntet, aber das hast Du geschafft TROTZ der Flasche, nicht WEGEN der Flasche. Selbstverständlich entwickeln nicht ALLE Babys, die früh Kontakt zu künstlichen Saugern gehabt haben, deswegen Stillprobleme. Ein ganz erheblicher Teil aber doch! Der Grund liegt darin, dass sich die Trinktechniken an Brust und Flaschen bzgl. Zungen-, Lippen- und Kieferstellung, Mundgefühl und Koordination sehr deutlich unterscheiden, und viele Babys mit dem Wechsel dieser Techniken nicht gut zurechtkommen. Der frühe Kontakt zu künstlichen Saugern kann die Fähigkeit, korrekt an der Brust zu saugen, erheblich beeinträchtigen. Deswegen sollte notwendiges Zufüttern NICHT per Saugflasche geschehen, sondern mit einer stillfreundlichen Methode. Die generelle Empfehlung, Fläschchen seien "hilfreich", kann ich deshalb hier so nicht stehen lassen.
aber nach 8 Wochen haben wir es geschafft, einfach nur, weil mein Kind meine Brust wollte und ich sie stillen wollte.
Sorry, aber Ihr habt es NICHT deswegen geschafft, weil "Dein Kind Deine Brust wollte"!.. ALLE Babys kommen mit der biologischen Erwartung auf die Welt, gestillt zu werden; ALLE "wollen" also, wenn man diesen Begriff verwenden weill, die Brust. Die vielen Säuglinge, die wegen eines schlechten Stillstarts und frühen Kontakts zu künstlichen Saugern erhebliche Stillprobleme entwickeln und deshalb erstmal nicht ohne Weiteres gestillt werden können, WOLLEN sicher auch - sie KÖNNEN aber nicht! Diese Babys brauchen dann fachkundige Unterstützung und viel Stillwissen und Durchhaltevermögen seitens der Mutter, um das Stillen doch noch zu lernen.

Also: super, dass Ihr noch die Kurve gekriegt habt, aber sicher nicht WEGEN der Flaschenverwendung und dem "Willen" Deines Babys. ;-) Sondern wegen Deines Durchhaltevermögens, der glücklichen Umstände und des erfreulichen Zufalls, dass Dein Baby zu den für Saugverwirrung unempfindlichen Kindern gehört.

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Re: Stillen Kontra flasche

Beitrag von Lamama »

Ich kenne viele Mütter, für die mit der Flasche nur deshalb das Anfang vom Ende kam, weil sie von Anfang am diesen fiesen Gedanken im Kopf hatten, dass sie bloß nicht die Flasche geben dürfen,dadurch in Stress gerieten und letztlich gewissermaßen innerlich aufgegeben haben. Nicht wegen irgendeiner Saugverwirrung.
Mir ist es einfach nur wichtig, dass dieser Gedanke aus den Köpfen gestrichen wird. Klar gibt es andere Maßnahmen, die kennt aber nicht jede Frau und die will vermutlich auch nicht jede Frau und ich denke, auch das sollte man respektieren und nicht deshalb gleich die Flasche verteufeln. Ich möchte keineswegs ausdrücken, dass die Flasche die Lösung wäre bei Stillproblemen.
Ich persönlich habe dadurch, weil ich die Flasche gegeben habe , mehr innere Lockerheit gewonnen. Ich hab mir so viele Ratschläge angehört und letztlich festgestellt, dass nichts davon mir gebracht hat, wohl aber meine eigene Innere Befreiuung von dem Zwang, unbedingt stillen zu wollen und die Akzeptanz, dass in dem Moment mein Kind mit der Flasche satt un zufrieden wurde und das für mich persönlich bzw für uns der richtige Weg war. Und entgegen dem, was du sagst, habe ich 3 Kinder, von denen lediglich eines die Flasche eher abgelehnt als angenommen hat und das war das 2., gestillte Kind. Nr. 1 und Nr. 3 wurden anfangs ja beide auch gestillt und beide aus unterschiedlichen Gründen abgestillt, aber ich bin mir sicher, dass es denen ziemlich egal war, ob sie an der Brust oder an der Flasche genuckelt haben ;-) Und die hatten auch keine Saugverwirrung.
Es sind Momente voll innerem Frieden, wenn wir die Dankbarkeit in uns spüren- sie zaubern uns ein Lächeln aufs Gesicht.
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