Die Naechte werden immer schlimmer

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Lisusa
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Die Naechte werden immer schlimmer

Beitrag von Lisusa »

Ich brauche dringend Hilfe

Ich hab keine Ahnung, was im Moment los ist, aber unsere Nächte werden immer schlimmer. Und das will was heissen, denn gut waren sie eigentlich noch nie.
Frueher hat Eli nachts zumindest immer 2 Stunden am Stück geschlafen, eine Woche lang war die erste Schlafphase sogar mal 4-5 Stunden lang, danach kam er dann stündlich. Er ist jetzt genau 5 Monate alt, kam aber 6,5 Wochen zu früh. Schläft im Familienbett und wird voll gestillt.
Flasche und Schnuller nimmt er nicht an.

Ueber den Tag ist er seit einer Woche auch furchtbar anstrengend, beschäftigt sich nicht mehr alleine, will nichtmehr irgendwo liegen, schläft wenig, lacht wenig, plappert weniger als sonst. Augenscheinlich ist er gesund, hat keine Temperatur, keine Erkältung, nichts.
Was ich darauf führe, dass er nachts so schlecht schläft. Und die Mittagschlaefe werden auch weniger, dabei haben die immer super funktioniert. Bisher hatte er etwa 5 Mittagschlaefe über den Tag verteilt, der längste von 2 Stunden am Morgen und dann über den Tagesverlauf immer kürzer werdend. Abends ging er dann gegen 19:00 ins Bett.
Durch das kuerzere Schlafen am Tage ist er abends nun überdreht, schreit wieder vor dem Einschlafen, will nicht mal mehr Einschlafstillen, schläft abends nur noch in der Küche auf dem Arm vor der Dunstabzugshaube ein.

Gestern Abend hat er dann endlich um 21.30 geschlafen. Kam dann um 23.30, um 00:00, um 1:00, 1:30, war von 2:00 bis 4;00 wegen Blähungen wach und wollte danach nicht mehr einschlafen.
Dann hat er von 4:45- 5:30 geschlafen, dann nochmal bis um 6:00, war mit kurzen Pausen von 6:00 bis um 7:00 an der Brust, hat dann nochmal eine Stunde geschlafen und ist seit 8:00 nun ganz wach.
Das mal als Beispiel, und so geht das nun seit über einer Woche.

Ich kann nun bald nicht mehr, und selbst mein Mann, der wirklich die Ruhe selbst ist und noch kein einziges Mal mit Eli ungeduldig wurde, hat heute Nacht gesagt, dass er kurz davor ist, ihn einfach mal bei uns im Bett liegend weinen zu lassen, weil er jedesmal, wenn wir ihn nach der Dunstabzugshaubenaktion wieder ins Bett gelegt haben, wach wurde und geweint hat. Ich weiss nicht, wieviele Stunden wir in den letzten Nächten in der Küche verbracht haben, um den Kleinen zum Schlafen zu kriegen.

Was kann ich denn da noch tun? Habt Ihr irgendeine Idee, was das sein kann? Und was wir machen können, damit er besser schläft?

Vor einigen Wochen wollte der Kinderarzt, dass wir ihm abends Reisflocken zufuettern. Völlig idiotisch, aber hier in unserer Ecke der USA ticken die Uhren wohl anders als in Deutschland.
Dagegen wehre ich mich strikt, aber mein Mann würde das gerne versuchen-

seine Begruending ist, dass man das früher auch gemacht hat und das bis vor zehn Jahren Gang und Gebe war und in einigen Jahren auch wieder so sein wird, weil sich die Wissenschaft ja bekanntlichermassen immer wieder im Kreis dreht, weil aktuelle Theorien immer wieder über den Haufen geworfen werden und dann nach zehn Jahren wieder als das non plus Ultra gelten.

Für mich kommen jegliche Formen des Zufuettern von etwas anderem als MuMi im Moment nicht in Frage, Eli wird am 8.3. 5 Monate alt, korrigiert wäre er aber erst 3,5 Monate. Bevor er nicht 6 Monate ist, will ich nicht zufuettern. Zumal sein Magen- Darmtrakt sowieso problematisch ist und er phasenweise nachts mit heftigen Blähungen zu kämpfen hat.

Flasche nimmt Eli nicht, Schnuller auch nicht. Soll ich nun jedesmal, wenn er nachts aufwacht und eigentlich nur an der Brust nuckeln will und definitiv keinen Hunger haben kann, weil er grade erst 30 Minuten vorher ausführlich getrunken hat, aufstehen und mit ihm auf dem Arm rumlaufen? Weiterhin stundenlang vor der Dunstabzugshaube stehen? Ihn streicheln, wenn er neben uns im Bett liegt, für ihn da sein aber ihn weinen lassen?

Früher ist er gerne und oft auf mir eingeschlafen, aber das will er bereits seit ein oder zwei Monaten nicht mehr. Er schläft entweder an der Brust ein oder in Bewegung auf dem Arm. Wenn er dann mal schläft, kann man ihn ablegen. Aber selbst das ging letzte Nacht nicht mehr. 5x ist er direkt wieder aufgewacht und hat geweint, als wir das versucht haben.
Versteht mich nicht falsch- ich habe keinerlei Problem mit Einschlafstillen, habe das immer sehr gerne gemacht- aber selbst das will er im Moment oft nicht mehr. Wenn er nur kurz wach wird, dann stillt er und schläft wieder ein. Aber wenn er nachts richtig wach wird, schreit er die Brust an und will getragen werden mit lautlicher Untermalung der Küchengeräusche.

Morgen haben wir einen Termin beim Chiropraktiker, ich hoffe inständig, dass der uns helfen kann.
Habt Ihr sonst noch Tips? Ideen?
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
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posy
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Re: Die Naechte werden immer schlimmer

Beitrag von posy »

Ach Mensch, Du Arme, das klingt aber wirklich heftig. Kein Wunder, dass ihr beiden Eltern fertig seid. Schlafentzug ist einfach hart, da gibt es nichts.

Ich schreibe mal etwas ungeordnet, was mir einfällt:
- Euer Kleiner macht wahrscheinlich gerade einen ganz heftigen Entwicklungsschub. Bei ihm tut sich gerade ganz viel in der Wahrnehmung, da gibt es ganz viel Neues zu verarbeiten und das passiert zum guten Teil des Nachts. Das wird wieder besser, kann sich aber schon eine Weile hinziehen.
- Dazu kommt, dass sich jetzt auch sein Schlafrhythmus ändert. Ganz normal ist, dass der Tagschlaf abnimmt und mehrere Schläfchen zusammengezogen werden.
- Meiner Meinung nach hast Du Recht mit Deiner Einschätzung, was die Beikost betrifft. Sicher, die Idee dahinter verstehe ich, Kind soll pappsatt sein und deswegen besser schlafen. Ich bezweifele aber, dass sich das so entwickeln wird. Euer Sohn ist eben noch sehr klein. Wenn er jetzt noch so mit Blähungen zu kämpfe hat, wäre meine Sorge, dass das wieder schlimmer wird. Daher würde ich an Eurer Stelle noch warten mit diesem Experiment.
- Versucht, Euch die Nächte aufzuteilen, wenn es irgend geht mit Deinem Mann. Damit eine ich, dass einer die erste Hälfte der Nacht "zuständig" ist und der andere die zweite Hälfte. Die Idee dahinter ist, dass jeder von Euch etwa 4 Stunden am Stück schlafen kann, denn so, wie es jetzt ist, kommt keiner von Euch auch nur annähernd in die Tiefschlafphase und das kann man nicht lang durchhalten.

Soweit erst einmal. Ich hoffe, Du kannst etwas damit anfangen?
Ich schicke Euch virtuell eine feste Umarmung, es ist gerade echt schwer für euch...
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
Jadzia
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Re: Die Naechte werden immer schlimmer

Beitrag von Jadzia »

Oh Lisusua


Das klingt wirklich sehr anstrengend.


Leider sind die Monate 5 - 9 schlaftechnisch oft die härtesten. Bei uns war es so und ich dachte das schlimmste sei überstanden nach 3 Monaten. Pustekuchen.

Also zuerst sende ich dir per mail gerne die CD Babysounds. Das sind die Geräusche von Dunstabzugshaube und Fön auf CD. Haben uns in harten Nächten gerettet.

Dann unbedingt Schichtdienst machen. Wir haben das FB für etliche Monate aufgelöst und erst Wiede vor ein paar Wochen damit angefangen. Kommen wir wieder ins minus schläft der Papa mal wieder ne nacht im Wozu, damit wir nicht wieder ins Trudeln kommen. Es müssen wirklich nicht immer beide wach sein.
Und unbedingt tagsüber ausruhen. Egal wie.

Zufüttern würde ich auf gar keinen Fall. Noch mehr Bauchweh braucht echt kein Mensch.

In argen Zeiten hatten wir auch halbstündliche Weckungen. Das war echt furchtbar. Keine Beschönigung. Und dann kamen zwischendurch noch Zähne und Erkältungen und pipapo. Mit 9 Monaten wurde es echt viel viel besser. Von allein. Jetzt ist der Abend fast störungsfrei und die nacht wird zwischen 2 und 6 mal unterbrochen, wobei 3-4 mal realistisch ist und das geht auch sehr problemlos, eben Stillen und direkt weiterschlafen.

vieles ist einfach entwicklungsbedingt und dein kind hat als Frühchen einiges zu verkraften.

Vielleicht kannste ud ir mal einen babysitter für tagsüber organisieren, damit du mal 2h nachschlagen kannst. das wirkt schon wunder.


lg
Alles kann, Liebe muss

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Lisusa
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Re: Die Naechte werden immer schlimmer

Beitrag von Lisusa »

Ich habe leider riesen Probleme, tagsüber zu schlafen. Mein Kopf ist durch die wochenlangen kurzen Schlafphasen mittlerweile so voll, dass ich mich nicht mehr entspannen kann. wenn ich dann mal eine Chance habe, mich hinzulegen, dann liege ich im Bett und kann auf Teufel komm raus nicht schlafen, weil mir tausend unnütze Gedanken durch den Kopf schwirren.

Letzte Nacht war zwar insofern besser als die Nächte davor, weil wir sie komplett im Bett anstatt in der Küche verbracht haben, aber er kam dennoch ab 23.00 alle 20-30 Minuten. Zwischendurch war er eine Stunde wach wegen Blähungen.

Wenn er nachts aufwacht, will er im Prinzip meistens nur ein wenig Nuckeln, so zumindest habe ich den Eindruck. Ich lasse ihn andocken, er nuckelt ein paar Minuten und schläft wieder ein. Zumindest, wenn sich die Blähungen gelöst haben.
Richtig trinken wollte er letzte Nacht vielleicht drei Mal.

Nun hab ich aber mal eine Frage:
ich bin noch in einem anderen Forum, in einer Gruppe, in der die Babys allesamt im November geboren wurden, also im selben Alter sind wie Eli, wenn er termingerecht gekommen wäre.
Dort schlafen mittlerweile fast ausnahmslos alle Babys entweder ganz durch oder kommen 1-2x pro Nacht und das wars. Da frage ich mich, was ich falsch mache, dass unsre Nächte statt besser immer schlechter werden.

In drei Stunden hab ich den Termin beim Chiropraktiker. Ich hoffe, dass sich da etwas tut, ich bin ja schon um jede minimale Verbesserung dankbar.

Habt Ihr evtl. eine Idee, wie ich ihn dazu bekommen kann, den Schnuller anzunehmen? Ich denke mir, dass ich ihn, wenn er am Schnuller nuckelt, eben auch mal seinem Papa nachts geben kann, um selber ein wenig zu schlafen. Denn momentan ist das einzige, was hilft, die Brust.

Im KH und die ersten Wochen daheim war der Schnuller kein Problem, da hat er ihn geliebt. Im KH bekam er zusätzlich zur Magensonde und zur Brust auch die Flasche, auch problemlos- die ersten Wochen daheim auch eine Flasche pro Tag, irgendwann hat er die aber auch komplett abgelehnt. Es würde mir sehr helfen, wenn er die ab und an auch nehmen würde.
Habt Ihr da Tips?
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
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tania
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Re: Die Naechte werden immer schlimmer

Beitrag von tania »

mein kind hat bis sechs monate relativ "gut" geschlafen (also einmal etwas länger, wie du auch schriebst und ab da dann oft), ab sechs monate kam er zwei monate lang halbstündlich (!). danach wurden die abstände länger, mehr als drei stunden war es für jahre dann nicht. manche kinder schlafen einfach so. ich habe mich damit abgefunden, habe die uhr verbannt und nach bedarf gestillt. tagsüber schlafen kann ich auch eher schlecht. dafür bin ich immer mit dem kleinen zusammen ins bett, damit ich keinen schlaf verpasse. schnuller haben wir nicht probiert. dafür hat er nachts nie geweint, da war es mir lieber, ich werde achtmal ohne weinen geweckt als einmal mit weinen..
tania mit sohn *09 und sohn *12
FinnundLotta
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Re: Die Naechte werden immer schlimmer

Beitrag von FinnundLotta »

Ach meine Liebe, in dem "anderen" Forum bin ich auch :D . Ich glaub die schummeln alle, ich kanns ehrlich nicht so ganz glauben!
Wir hatten letzte Woche auch ganz üble Nächte, ähnlich wie du es beschreibst. Es wurde ganz schlagartig wieder besser, wobei wir von 2-3x pro Nacht auch weeeeeeeit entfernt sind. Zumindets pennt er jetzt während und nach dem Stillen wieder einfach weiter. Mir gings so elend, ich konnte kaum noch klar denken mit dem Schlafmangel.
Lass dich nicht entmutigen, ich sende dir liebe Grüße!!
FinnundLotta
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Re: Die Naechte werden immer schlimmer

Beitrag von FinnundLotta »

Ah, zur Flasche fällt mir grad noch was ein. Wenn er Blähungen hat, gibst du Sab Simplex? Falls ja, manche Babys nehmen Flasche oder Schnuller ganz gern wenn das Zeugs draufgeschmiert wird. Das ist ziemlich süß, wäre also ein blöde Trick,vielleicht hilfts ja beim "Festschnullern"?
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alessi_a
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Re: Die Naechte werden immer schlimmer

Beitrag von alessi_a »

Hallo!

Nur kurz ein Drücker von mir, bevor ich ins Bett MUSS :) Unser Sohn wird am 7.3. 5 Monate alt, ist aber 1 Woche "zu spät" gekommen. Glaub nicht alles, was dir erzählt wird.
Wir haben auch eher bescheidene Nächte, sie waren bis zur 12. Woche richtig gut. Schnuller nimmt er auch keinen, ich weiss, dass das für uns Mütter wirklich mal angenehm wäre, wenn sie den Schalldämpfer doch mal endlich nehmen würden :) Flasche hat er heute genommen, nachdem ich mal einen anderen Sauger draufgetan hab. Ich hatte noch den vom KH für Neugeboren drauf, den hat er verweigert. ok, klar...

Die 5 Monatssphase scheint wohl echt 'ne harte zu sein :( Es wird bestimmt bald wieder besser, oft ist es so, wenn man versucht, nicht so viel über den eigenen Schlaf nachzudenken.... Ich drück euch wirklich die Daumen!

LG,
alessi mit dem Zirkusdirektor! *07.10.11
und ganz neu mit Blumenmädchen Heide-Marie *30.6.2014



"Was ich im Leben liebe, ist der Schlaf." Bild
"Dann ist es aussichtslos", sagte der kleine Prinz.
Fuenferl
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Re: Die Naechte werden immer schlimmer

Beitrag von Fuenferl »

Liebe Lisusa,

ganz viel Verständnis erstmal!

Ich weiß nicht, ob ich Dir helfen kann, denn die harte Realität ist, dass da tatsächlich jede betroffene Familie selber durch muss, ich weiß es klingt gnadenlos.

Wir sind eine betroffene Familie - mit 3 (in Worten drei) extremen Schlechtschläfern, und wir stecken grad noch mitten drin in der dritten Runde.

Wir sind beim 1. Kind von Pontius zu Pilatus gepilgert, Kinderarzt, Osteopath, Physiotherpeut - Kind völlig gesund.

Dann sind wir in der Schrei- und Schlafambulanz gelandet: das einzige, das unseren Kindern fehlt, ist SCHLAF. Und nachdem sie sich gegen den vehement wehren, muss man ihnen helfen, irgendwie, egal wie.
Das ist leichter gesagt als getan, wenn man nicht weiß, wie man selber übeleben soll wegen dem eigenen Schlafmangel.

Vielleicht soviel:
IHR macht nix falsch, es ist tatsächlich das Wesen des Kindes - und jedes ist anders (ja, es gibt wohl Durchschlafwunderkinder - unsere waren es nicht).

Bei uns ist es nicht die Dunstabzugshaube, sondern der Fön neben dem Bett, den mein Mann bemüht, wenn ich auswandere, weil sie halbstündlich wach wird und an der Brust nuckeln will.

Das mit dem Flasche/Schnuller versuchen halte ich für gut, aber es gibt Kinder, die allen Versuchen dauerhaft widerstehen (unsere Kleinste, 10 Monate, ist so eine Kandidatin).

Es wird tatsächlich irgendwann besser, bei uns aber erst nach 1,5 Jahren. Jetzt schlafen die Großen (5 und 3 Jahre) wie die Einser!

Wir sind Familienbettschläfer, jetzt schlafen die Großen selbstgewählt in einem ihrer Zimmer gemeinsam, für uns war es die Variante mit dem meisten Schlaf für alle.

Zufüttern würde ich nicht, lass Dich nicht beirren, der volle Bauch läßt nicht besser schlafen. Auch wenn unsere Maus definitiv pappsatt ist, z.B. nach einem Knödel mit Sauce (sie ißt mittlerweile am Familientisch), wacht sie genausooft auf und sucht die Brust. Und MuMi ist für Euren Knopf definitiv noch das Beste und gut auch noch einige Zeit das Einzige.

2 Bücher, die mir geholfen haben:
Christine Rankl - So beruhige ich mein Baby (Tipps aus der Schreiambulanz)
Elisabeth Prantley - The no cry sleep solution

Muss flitzen, Kurzschlaf beendet...

Alles Gute!
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Re: Die Naechte werden immer schlimmer

Beitrag von Lisusa »

Danke euch allen für Euren Zuspruch.

Gestern waren wir ja beim Chiropraktiker, der einige Verspannungen und Blockaden gelöst hat. Mich hat er gleich auch noch dran genommen ( bin selbst eine Grossbaustelle) und ich muss sagen, dass es mir nach der Behandlung deutlich besser ging.

Eli hat am Nachmittag nach der Behandlung dann erst mal stolze drei Stunden am Stück geschlafen, ohne sich auch nur im Geringsten zu bewegen, noch nicht mal den Kopf hat er gedreht, so tief hat er geschlafen.

Die Nacht ging besser als die letzten und im Vergleich zu den Terrornächten der letzten Zeit definitiv eine Verbesserung.
Allerdings habe ich es heute Nacht auch etwas anders angegangen als sonst.
Er war ab 18:30 sehr müde, hat aber erst nach zwei Stunden richtig in den Schlaf gefunden- zwischen 18:30 und 20:30 hat er immer mal ein wenig geschlafen, ist dann wieder aufgewacht, wieder eingeschlafen, etc.
Die erste richtige Schlafphase war dann knapp drei Stunden lang ( wow!) , danach war er über den Zeitraum von zwei Stunden sehr oft wach und fast durchgehend im Halbschlaf nuckelnd an der Brust.
Dann ab 1:00 haben ihn wieder mal Blähungen geplagt, als die sich dann nach eineinhalb Stunden gelöst hatten, habe ich ihn auf mich gelegt und er ist nach weiteren 20 Minuten eingeschlafen und hat ca. 1,5 Stunden am Stück auf mir geschlafen, wurde dann kurz wach und ist dann im Arm meines Mannes wieder eingeschlafen und hat nochmal eine Stunde am Stück geschlafen.
Danach kurz aufgewacht, getrunken, und weitere eineinhalb Stunden auf mir geschlafen.
Gegen 6:00 war er für eine Stunde wach und mit meinem Mann, der mit ihm aufgestanden ist, ihm Wohnzimmer.
Ab 7:00 nochmal zu mir ins Bett, getrunken, und dann noch neben mir 2 Stunden am Stück geschlafen, bis er wieder von Blähungen wach wurde.

Auf jeden Fall war diese Nacht im Vergleich zu den letzten Nächten um ein Vielfaches besser :)
Ob das nun an der Behandlung lag oder daran, dass ich ihn auf mich gelegt habe zum Einschlafen und er darum beim Übergang in die nächsten Schlafphasen die Brust nicht "vermisst" hat und er noch dazu über meine Körperwärme und den Haut- auf- Haut- Kontakt weniger Bauchweh hatte und sich sicherer gefühlt hat, weiss ich nicht. Aber auf jeden Fall bin ich froh, dass das funktioniert hat.
Die letzten zwei Monate wollte er naemlich so gar nicht auf mir liegen zum Schlafen.

Heute ist das Wetter endlich mal wieder wunderschön, ich werde mir zwei Stunden Kinderfrei nehmen ( meine Mama ist diese Woche noch as Deutschland hier) und zu meinem Pferd in dem Stall gehen und ausreiten gehen und dabei so richtig entspannen.

Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.
Der Chiro will uns, sollte es keine Verbesserung geben, Ende der Woche nochmal sehen und sollte es sich noch weiter verbessern, dann Anfang nächster Woche.

Ich tendiere aber fast dazu, den Termin, den ich vorsorglich fuer kommenden Dienstag ausgemacht habe, auf diesen Freitag zu verschieben. Mein Baby faehrt so ungern Auto, lässt sich aber beruhigen, wenn jemand neben ihm sitzt. Meine Mutter fliegt aber am Samstag zurück und ab Montag ist mein Mann erst mal ein paar Wochen beruflich unterwegs und auch nicht zuhause.
Und die Fahrt zum Chiro ist eine Stunde one way, das will ich Eli nicht unbedingt antun, ohne dass er jemanden hat, der neben ihm sitzt und ihn beruhigt.
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
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