so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichkeit ?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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tania
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Beitrag von tania »

ich habe nur das ausgangsposting gelesen: ja, die milch wird wirklich weniger und bleibt dann weg bei falschem stillmanagement. und ja, diese frauen KÖNNTEN noch stillen, mit den richtigen informationen, der richtigen unterstützung. gibt es die aber nicht, bleibt die milch wirklich weg. und viele viele von denen WOLLTEN wirklich gerne stillen. bitte sprecht es ihnen nicht ab. die haben nicht ihr baby von der sprudelnden brust gepflückt und sich überlegt, dass sie einfach sagen können, sie hätten keine milch mehr. das ist sehr schmerzvoll, wenn das baby an der brust nicht mehr satt wird. und das wird es wirklich nicht mehr, wenn das stillmanagement nicht stimmt. und wenn der kinderarzt dir rät, ab jetzt nur noch sechsmal am tag zu stillen, weil dann ist die milch reichhaltiger und die verdauung fällt leichter, dann KANN ich damit einfach kein zwei monats baby ernähren :(

von daher: es ist wirklichkeit, dass sehr viele frauen nicht genug milch produzieren, um ihre babys ausreichend zu ernähren. es ist mythos, dass das physiologische ursachen hat - das hat es nur in den allerseltensten fällen.
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Roxy89
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Beitrag von Roxy89 »

ja, da hast du wohl voll u ganz recht.

ich habe auch schon hier gepostet zu dem thema, dasa meiner schwiegermama die milch ausblieb wg. dem baustress sagte sie. das ht mir total angst eingejagt, dass mir bei stress auch die milch weg bleiben könnte.
aber ich denke, dass es einfach so war, dass sie nicht oft genug das kind angelegt hat. stillen nach bedarf ist ja ganz wichtig u. damals hieß es bestimmt, zB nur alle 4 std. u. wenn er dazwischen quengelte gab es estmal schnuller u. wenn dann ruhe war, war gut, da ja weitergearbeitet werden musste u. so wurde es dann immer weniger milch u. als dann der stress nachließ u. mehr zeit fürs kind blieb u. sie wieder öfter anlegen wollte, war wohl erstmal die milch knapp. so erklär ich mir dsa jetzt. danke tania :-)

daran grübelte ich näml. schon lange.

glg
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4tiere
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Beitrag von 4tiere »

Im bekanntenkreis habe ich beobachtet, dass die Sätze
"Ich hatte nicht mehr genug Milch." bzw. "Er/sie hat sich selbst abgestillt." auch als Rechtfertigung benutzt werden, warum ein z.B. ein drei Monate altes (nicht genug Milch) bzw. ein acht Monates altes (abgestillt) Baby nicht mehr gestillt wird. Irgendwie wissen die Frauen, dass es hätte anders laufen können, aber es tut zu weh oder sie wollen sich nicht damit auseinandersetzen. Dann ist die Dolchstosslegende immer noch der einfachste Weg für die. Und wenn ich das dann hinterfrage, kommt meistens heraus, dass was weekend geschrieben hat.
Weekend hat geschrieben:Mehr Freiheit,mein Körper wieder für mich, Kind kann früher bei Partner/Großeltern/etc. gelassen werden, brauche Abwechslung, will wieder mit Freundinnen weggehen (endlich wieder Alkohol, der Aperol fehlte schon so), ...
Wenn ich dann nach der Geburt frage, kommt meist heraus: Einleitung, Saugglocke, PDA, Kaiserschnitt
Ich frage mich, ob es da einen Zusammenhang gibt. Sich nicht so eng binden zu wollen und Geburten mit Komplikationen. Als ob diese Frauen einen wichtigen "Bindungsaspekt" nicht erlebt haben und nun diese Nähe gar nicht annehmen können.
Für die sind diese ein zwei Jahre eine Ewigkeit.
Bild-liche Grüße

Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
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Kathymami
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Beitrag von Kathymami »

ich hätte emily gerne länger gestillt,aber nach 7 monaten wurde die milch immer weniger und emily wollte dann auch nicht mehr :( nach 9 monaten war schluß- aber ich war da auch mit lenny schwanger-vielleicht lag es an der schwangerschaft...
an der Hand Emily-Sophie *30.08.2003 , Lennart *25.01.2005 , Josefine *14.06.2007 , Lucy Leona * 10.06.2011 und Seraphine Luisa * 11.09.2014

für immer im <3
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Potsdame
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Beitrag von Potsdame »

4tiere hat geschrieben:[...]
Wenn ich dann nach der Geburt frage, kommt meist heraus: Einleitung, Saugglocke, PDA, Kaiserschnitt
Ich frage mich, ob es da einen Zusammenhang gibt. Sich nicht so eng binden zu wollen und Geburten mit Komplikationen. Als ob diese Frauen einen wichtigen "Bindungsaspekt" nicht erlebt haben und nun diese Nähe gar nicht annehmen können.
Für die sind diese ein zwei Jahre eine Ewigkeit.
naja, wenn sie diese medizinische absicherung nicht gehabt hätten, kämen sie wohl gar nicht erst zum stillen :roll:

ich hatte einen ks und hatte nie stillprobleme. bei uns gibt es aber auch keinerlei stillprobleme in der familie. entweder könnte das heißen, dass das genetische ursachen hat oder dass ich dadurch von anfang an einen unbekümmerten umgang mit dem stillen hatte und mir das selbstverständlich war, weil ich gar nichts anderes kenne. ich tippe auf letzteres, da auch in meinem freundeskreis alle problemlos und lange gestillt haben. und deren geburten waren auch nicht komplett "natürlich"
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
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tynoir
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Beitrag von tynoir »

4tiere hat geschrieben:Wenn ich dann nach der Geburt frage, kommt meist heraus: Einleitung, Saugglocke, PDA, Kaiserschnitt
Ich frage mich, ob es da einen Zusammenhang gibt. Sich nicht so eng binden zu wollen und Geburten mit Komplikationen. Als ob diese Frauen einen wichtigen "Bindungsaspekt" nicht erlebt haben und nun diese Nähe gar nicht annehmen können.
Für die sind diese ein zwei Jahre eine Ewigkeit.
???
Da stimme ich postdame zu.
Wir können froh sein, bei lebensgefährlichen Geburtsverzögerungen auf einen Plan B (d.h. auf schulmedizinische Eingriffe) zurückgreifen zu können. Klar wäre es sinnvoll, die o.g. Maßnahmen nicht im Gießkannenprinzip einzusetzen wie es leider oftmals gemacht wird, sondern lediglich bei medizinischer Notwendigkeit. In erster Linie müsste hier ein Umdenken bei den Hebammen und Ärzten stattfinden. In dem Krankenhaus, in dem ich entbunden habe, wurde wohl standardmäßig die Frage nach der PDA gestellt (...). Da frage ich mich schon auch, ob dies nicht anders geht (!).

Zum eigentlichen Thema: Ich hatte eine Hebi, die mir nach der Geburt u.a. die Option des Abstillens nannte, nachdem ich erst einmal gar nicht gut klar kam. Nach den anfänglichen Problemen wird nun aber auch noch nach 9 Mon. sehr viel und sehr gerne gestillt. Meine Mutter ist ganz ungläubig, denn sie "hatte keine Milch".
Meist fehlt es uns an Vorbildern!
Liebe Grüße von T. mit den beiden Mädels (05/11 und 02/13)
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Beitrag von BlueSwan »

Die Ticktack Oma meines Prinzen meint ja seit unserm Besuch dort im Januar das ich zu wenig Milch hätt (weil er ein Tag in der ganzen Woche etwas gnasslig war) Ich wollt ihr damals erklären das die Milch nicht einfach so weg bleibt. Es gibt Frauen die haben nicht genug aber das merkt man nicht erst nach 4Monaten (er hatte zu den Zeitpunkt sein Geburtsgewicht verdreifacht) sie hat darauf beschwören das das bei jeder Frau anders ist und bei manschen lässt die Milch schon so früh nach ... Ich konnt da sagen was ich wollt.
Mal schauen wie sie nästes Jahr schaut wenn wir (hoffentlich) noch stillen :) Aber da sieht man wie schnell einem das eingeredet wird und die hat vielleicht Argumentiert. Und das schlimmste für mich das ging dann jeden Tag so bis heut bei jedem anruf „Und fütterst du endlich zu?” inzwischem hat ich die Nase voll und Antworte immer „nein er muss weiter hunger leiden”
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tania
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Beitrag von tania »

BlueSwan hat geschrieben:Ich wollt ihr damals erklären das die Milch nicht einfach so weg bleibt. Es gibt Frauen die haben nicht genug aber das merkt man nicht erst nach 4Monaten (er hatte zu den Zeitpunkt sein Geburtsgewicht verdreifacht)
sorry, aber hier hab ich angefangen schallend zu lachen! dein armes halbverhungertes kind!!! :lol:
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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Beitrag von Schlingoline »

Potsdame hat geschrieben:
4tiere hat geschrieben:[...]
Wenn ich dann nach der Geburt frage, kommt meist heraus: Einleitung, Saugglocke, PDA, Kaiserschnitt
Ich frage mich, ob es da einen Zusammenhang gibt. Sich nicht so eng binden zu wollen und Geburten mit Komplikationen. Als ob diese Frauen einen wichtigen "Bindungsaspekt" nicht erlebt haben und nun diese Nähe gar nicht annehmen können.
Für die sind diese ein zwei Jahre eine Ewigkeit.
naja, wenn sie diese medizinische absicherung nicht gehabt hätten, kämen sie wohl gar nicht erst zum stillen :roll:
da fühl ich mich fast auf den Schlips getreten, obwohl es nicht so gemeint ist. Hatte nach 48 h nach Blasensprung nen KS in Vollnarkose und tatsächlich tagelang keinen Milcheinschuss, aber als er da war, hat das Stillen super geklappt, aber vielleicht auch weil es mir so unglaublch wichtig war..
Ich kenne einge Frauen, die langes Stillen als Therapie für ihren unerwünschten Kaiserschnitt sehen (mich eingeschlossen )
Schlingoline mit dem kleinen Sensibelchen 19.09.2011, dem wilden Rabauken 1.10.2013 und für immer im Herzen unser Engelchen Eva Maria 07.04.2106 - 13.04.2016
Regenbogenbaby Anna Maria 13.09.2017
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so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichkeit ?

Beitrag von greenie bird »

Schlingoline hat geschrieben: Ich kenne einge Frauen, die langes Stillen als Therapie für ihren unerwünschten Kaiserschnitt sehen (mich eingeschlossen )
ich hatte zwar keinen KS aber zwei Einleitungen; und noch vor der ersten Geburt hatte ich so gar keine Infos zum Stillen, ich hatte nur im Kopf ich will es gern versuchen und natürlich bis zum 6. Monat kommen.
Doch nach der Geburt hatte ich so einen Drang-warum weiß ich nicht.
Die Geburt war auch ein mittleres Desaster-obwohl im Nachhinein vielleicht doch göttliche Fügung, dass keine einizge Hebamme mehr nach d
Blasensprung mehr nach mir sah. Prktisch Alleingeburt im KH-als Erstgebärende aber auch ein ganz schönes Ei- durfte ich dann aber doch noch mit Presswehen in der Kreißsaal laufen.
Also es lief auch nicht gerade, toll aber daran ist ja mein Kind nicht schuld...selbst abpumpen und mit Flasche füttern (heißer Tipp der Oberschwester) und blutige BW hielten uns nicht ab- wir stillten.


$3n7 ƒr0m m0b1£3
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

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