ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifelt

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TinaT
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Re: ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifel

Beitrag von TinaT »

Vielen Dank für deine Ratschläge!

Leider habe ich die Gewichte nicht alle notiert.
Geburtsgewicht war 4780 g, dann hatte er erst auf ca. 4680 g abgenommen nach 2 Tagen, dann noch einmal auf 4580 nach weiteren 2 Tagen. Am nächsten Tag hatte er kurzzeitig um ca. 50 g zugenommen, umd dann wieder abzunehmen. Gestern hatte er 4400g. Die Gewichte stimmern sicherlich nicht alle aufs Gramm genau, aber die Tendenz ist richtig. Heute haben wir nicht gewogen, da Matteo gerade eingeschlafen war, und ich ihn nicht wecken wollte, aber morgen beim Kia lasse ich ihn gleich wiegen. Gut für uns ist, dass Matteo wirklich sehr gut und rosig aussieht, seine Windeln sind jetzt auch richtig nass, Stuhlgang hat er und man merkt, dass ihm das Zufüttern gut tut. In den Wachphasen ist er ganz zufrieden und in sich ruhend, blickt wach durch die Gegend...

Zufüttern an sich war denke ich erst einmal die richtige Entscheidung.
Ich habe jetzt auch noch einmal meine Bücher gewälzt und viel nachgedacht. ich denke, dass ich es ähnlich wie du auch vorgeschlagen hast, erst einmal mit Stillen, danach Zufüttern, und anschließend pumpen versuchen werde. Und nach dem Zungenbändchen lasse ich natürlich auch schauen. Wegen der Zufüttermethode schwanke ich noch. BES werde ich hier nicht hinbekommen. Das war schon beim Stillen der Zwillinge irgendwie wenig erfolgreich, und ich kann mir das Ganze in meiner derzeitigen Situation nicht wirklich vorstellen. Abgesehen davon kennt sich meine Hebamme damit nicht aus.

Meinst du, dass Becherfütterung besser als Flasche wäre? Ich bin wirklich sehr erstaunt, dass Matteo wirklich völlig problemlos, vom ersten Mal an, aus der Flasche getrunken hat. Als hätte er nie etwas anderes gemacht. Und das Stillen klappt danach und davor, normal bis besser. Langsam lernt er, wie er auch schon beim ersten Versuch richtig andockt:).

Wie man vielleicht merkt, bin ich etwas ruhiger geworden, da ich einfach Zeit zum Nachdenken hatte. Ich werde alles mögliche versuchen, damit wir bald wieder vollstillen können, auch wenn die nächsten Tage sicherlich nicht einfach werden.
Vielen lieben Dank für euren Zuspruch!

Die meisten Menschen in meinem Umfeld würden wohl zum Abstillen raten - "er trinkt doch so toll aus der Flasche!"
Liebe Grüße
Tina mit
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tania
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Re: ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifel

Beitrag von tania »

ja, becher macht einen riesen unterschied zu flasche. gerade in dem zarten alter würde ich nicht die flasche benutzen. es kann xmal super klappen und dann hat er ne saugverwirrung.

noch was anderes: sein zwischendrin "zunehmen" war einmal 50g? das kann ja sonst was gewesen sein. also will heißen, ein einmaliges sehr geringes zunehmen. das scheint mit nicht auszureichen als "zwischendrin zunehmen und dann wieder ab". hat aber zur zeit ja eh keinen einfluss aufs zufüttern oder nicht (dafür gibt es ja auch andere anzeichen), ich wollte es nur mal angemerkt haben.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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TinaT
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Re: ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifel

Beitrag von TinaT »

Ja, Tania, du hast sicherlich recht, wobei wir auch nicht jeden Tag gewogen haben, weil ich mit so etwas gar nicht gerechnet habe.

Bekommt man so einen Becher auch in der Apotheke, oder nur im Internet?
Liebe Grüße
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Re: ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifel

Beitrag von Mondenkind »

An die 50g Zunahme glaub ich auch nicht recht und die Tendenz ist eh klar. Er ist jetzt 9 Tage alt und deutlich unter Geburtsgewicht. ZUfüttern war mit Sicherheit die richtige Entscheidung.

Wenn Du BES nicht willst und schlechte Erfahrungen gemacht hast, ok, dann ist es nicht das Richtige für Euch, kein Problem. Aber ja, Becher ist eindeutig der Flasche vorzuziehen. Ohne wenn und aber ist der Becher besser. Den Medela-Trinkbecher z.B. kannst Du für unter 1 Euro in jeder Apo kaufen (oder dort bestellen, geht flotter als privat).
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tania
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Re: ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifel

Beitrag von tania »

geht nicht auch jeder x-beliebige becher? frage nur. ansonsten bis der becher da ist mit spritze oder löffel überbrücken. ich wäre da lieber übervorsichtig, saugverwirrung kann soooo anstrengend sein..
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Re: ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifel

Beitrag von Misurina »

TinaT hat geschrieben:Ja, Tania, du hast sicherlich recht, wobei wir auch nicht jeden Tag gewogen haben, weil ich mit so etwas gar nicht gerechnet habe.

Bekommt man so einen Becher auch in der Apotheke, oder nur im Internet?
Von Medela gibt es bei uns hier in einer Apotheke diese kleinen Becherchen mit gebogenem Rand, die haben damals als ich dort einen holte, ca. 60 c gekostet. Kommt halt auf die Apo an, ob sie die vorrätig haben. Aber vielleicht habt ihr eine in der Nähe die mit Still- und Babybedarf gut ausgestattet ist? Und falls nicht, geht es normal schnell, sowas zu bestellen.

Ich wünsch Dir dass alles bald gut klappt mit dem Stillen. Der Stress mit der Schule ist so saudoof. Wie unnötig wäre es, ein so kleines Kind vom Unterricht auszuschliessen, wenn man Leute mit einer besseren Ausbildung in Pädagogik in den Schulen hätte. (sorry, ich schweife ab, aber mir geht wirklich die Hutschnur hoch, wenn ich darüber nachdenke was Dir damit zugemutet wird). Sicher findet ihr bald eine gute Lösung für Linus.
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Re: ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifel

Beitrag von Ellen17 »

Hallo Tina, ich schreibe aus England wo ich mit meinem inzw. 8 Monate alten Sohn wohne. Wir hatten am Anfang auch ziemliche Stillprobleme, allerdings hatte ich nicht noch so viele zusaetzliche Probleme wie du und das mit dem Gewicht war auch nicht so ein Problem nach den ersten Tagen... Erst nach 5 Wochen wurde dann endlich von einer Stillberaterin das verkuerzte Zungenbaenchen festgestellt und dann behandelt. Hier gibt es inzwischen recht viele Babies bei welchen dies als Ursache fuer Stillprobleme diagnostiziert wird. Kenn mich leider nicht gut aus mit deutschsprachiger Lieratur zum Thema aber es gibt jede Menge im Internet auf Englisch, z.B. von der La Leche Liga.
Alles Gute Euch und ich hoffe alles wird bald besser...
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Re: ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifel

Beitrag von Mondenkind »

tania hat geschrieben:geht nicht auch jeder x-beliebige becher? frage nur. ansonsten bis der becher da ist mit spritze oder löffel überbrücken. ich wäre da lieber übervorsichtig, saugverwirrung kann soooo anstrengend sein..
Ja, es geht eigentlich jeder Becher, aber einfacher ist es mit den extra geformten Plastikbechern.
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Re: ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifel

Beitrag von Amelie »

Ich Druck dir die daumen, das es bald klappt. Meine Jungs haben auch alle mehr als 10% abgenommen und esdauerte etwas länger. Danach waren zunähmen um die 500 g pro Woche normal. Die Gewichte waren ähnlich.

Bei lenn wurde auch gefüttert (auch bei Finn) sie lagen beide im kh (Infektion und Lungenentzündung) mit 1-2 Wochen und beide tranken problemlos aus flasche und Brust. Ich wünsch euch das auch, einfach weil es sehr viel praktischer ist ;-)

Ihr schafft das zum vollstillen!

Lg

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TinaT
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Re: ZUfüttern - oder was? Ich bin gerade ziemlich verzweifel

Beitrag von TinaT »

So, die Milchpumpe kann ich gleich abholen und eine Waage habe ich gleich mitbestellt. Dann schaue ich mal, ob sie irgendwelche Zufütterhilfen in der Apotheke haben. Geht eigentlich auch ein Fingerfeeder? Das kenne ich halt schon von den Zwillingen. Becher habe ich gestern probiert, aber vor allem für nachts stelle ich mir das schwierig vor. Das Kind sollte ja schon richtig wach sein, oder? Und Matteo schläft eigentlich nur beim Stillen oder eben bei der Flasche ein. Stillen tue ich ihn ja vor der Zufütterung, manchmal auch noch einmal danach. Aber auf längere Sicht gesehen ist die Fütterung per Becher glaube ich eher anstrengend für alle Beteiligten, oder?

Es geht mir dabei gar nicht darum, alles möglichst einfach für mich zu haben, aber ich muss halt schauen, was hier realisierbar ist. Ich kann hier nicht die ganze Nacht herum"turnen", tagsüber auch und nebenbei noch allen möglichen anderen Kram erledigen. Ich bin jetzt schon absolut nah am Wasser gebaut und heule fast die ganze Zeit (Die Hormone, der Stress, die ganze Situation).

Mein Mann ist mittlerweile auch ziemlich fertig, und auch wenn er es nicht sagt, wäre für ihn Abstillen durchaus eine Alternative. Nicht, dass er nicht fürs Stillen wäre, aber eben nicht um jeden Preis.

Ach ja, einen HNO-Termin zum Durchtrennen des Zungenbändchens haben wir auch heute Mittag.
Liebe Grüße
Tina mit
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